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Produktbild: Mein Name ist Estela
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Alia Trabucco Zerán

1. Mein Name ist Estela

Mein Name ist Estela

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Heike Warmuth

Spieldauer

6 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

103

Verlag

Argon

Übersetzt von

Benjamin Loy

Sprache

Deutsch

EAN

9783732473977

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Heike Warmuth

Spieldauer

6 Stunden und 31 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

19.02.2024

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

103

Verlag

Argon

Übersetzt von

Benjamin Loy

Sprache

Deutsch

EAN

9783732473977

Herstelleradresse

Argon Verlag AVE GmbH
Waldemarstraße 33A
10999 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@argon.de

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  • Bewertung

    5/5

    23.02.2024

    Hörbuch-Download

    Gibt eine Stimme

    Dieses Buch gibt einer Frau eine Stimme, die normalerweise ungehört bleibt und zeigt damit auf subtile Weise wie ungerecht die Welt ist. Deswegen fand ich die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch interessant. Wie der Buchtitel vermuten lässt, ist Estela der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Sie erzählt wütend, aber auch absolut nahbar von ihrem Leben. Ich mochte sie von Anfang an und habe mit ihr mitgefühlt und mitgelitten. Es ist schwer zu lesen, wie sehr sie sich als Hausmädchen für eine Familie aufopfert, die nur wenig Wertschätzung und Verständnis für sie bereit hält. Vor allem da die Autorin schonungslos ist mir ihrer Ehrlichkeit. Das alles sorgt dafür, dass die Geschichte mich stärker berührt, als ich erwartet habe. Das Buch hat mich damit positiv überrascht. Ich empfehle es gerne allen, die einmal die Geschichte derjenigen lesen wollen, die sonst kaum Aufmerksamkeit bekommen.

  • wal.li

    4/5

    05.03.2024

    Hörbuch-Download

    Das Mädchen

    Meist nennt sie sie nur das Mädchen. Estela arbeitet als Dienstmädchen bei einer gut situierten Familie in einer Stadt in Chile. Sieben Jahre war sie für die Familie tätig. Und nun ist das Mädchen, das eigentlich Julia heißt, nicht mehr am Leben. Estela ist festgesetzt worden. Und sie redet, erstmals redet sie durch die Scheibe mit ihren vermeintlichen Bewachern. Endlich erzählt sie von den sieben Jahren mit dem Mädchen, mit der Señora, mit dem Señor. Wie es zuging in der Familie, wie sie ihre Dienstkleidung, eine Kittelschürze mit falschen Knöpfen, zugewiesen bekam, wie das Mädchen immer mehr verwöhnt wurde. Warum übernimmt Estela eine Stelle, die für sie eher belastet? Ihre Familie ist nicht reich, sie unterstützt ihre Mutter, die im Süden des Landes lebt. Sie ist also auch noch fremd in der Stadt. Ihre Arbeitgeber sind ihr nicht wirklich sympathisch. Wie sie ihr einziges Kind behandeln, ist schon erstaunlich. Zwar wird die Kleine verwöhnt, aber manchmal besonders vom Vater geradezu brutal wird sie geradezu brutal behandelt. Und die Mutter strömt manchmal eine Kälte aus, die einen schaudern lässt. Estelas einzige Freude ist ein Hund, der durch die Gegend streunt. Erst hat sie keinen Namen für das Tier, doch sie findet immer ein Wort, einen Happen oder eine sanfte Berührung. Ein Roman, der einen in eine Welt führt, die einem so nicht bekannt ist. Nicht genau klar ist, wann die Handlung angesiedelt ist. Es werden Masken erwähnt, so dass einem der Gedanke kommt, es könne die Gegenwart sein. Oder gab es auch andere Zeiten oder Gelegenheiten, wo Masken opportun waren? Wie ihre Arbeitgeber Estela behandeln, lässt den Wunsch entstehen, es möge doch die Vergangenheit sein. Allerdings scheint es in dieser Familie keine Güte zu geben, auch nicht dem Kind gegenüber. Und Estela, die Fremde, die Dienstbotin, hält es irgendwie aus. Tja, und das Mädchen ist tot, damit fängt es an und dann startet die Erzählung von Beginn. Was man vermisst, ist eine Erläuterung zum Kontext. Ansonsten fesselt diese Erzählung einer Frau, die nur ein verspiegeltes Fenster als Gegenüber hat, sehr. Der Vortrag des Hörbuchs durch Heike Warmuth unterstreicht die Handlung. Sie verleiht Estela eine Stimme, der man gerne zuhört, auch wenn einem die Geschichte den Atem stocken lässt. Auffällig ist auch das Cover, das durch seine Farbgestaltung sehr auffällt, aber gleichzeitig auch die Anonymität der Dienstbotin widerspiegelt.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    18.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile

    Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    18.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Eine intensive und bewegende…

    Eine intensive und bewegende Geschichte aus Chile Gleich zu Beginn wissen wir folgendes: ein siebenjähriges Mädchen ist gestorben, die Hintergründe erfahren wir im Laufe des Romans. Und: die Ich-Erzählerin wird verdächtig, sitzt irgendwo eingesperrt und erzählt laut ihre Geschichte, in der Vermutung, dass sich hinter ihrem Gefängnis Empfänger*innen für ihre Worte befinden. Estela zieht von zu Hause weg in die große Stadt, und nimmt einen Job als Haushaltshilfe an. Ihre Arbeitgeber gehören der gehobenen Schicht an, und führen einen dementsprechenden Umgang mit ihr. Was Estela beim knapp geführten Einstellungsgespräch nicht wusste war der der Umstand, dass sie sehr bald neben Haushaltshilfe auch noch Kindermädchen für die Tochter des Hauses sein wird. Estela , zwar ohne Erfahrung in solchen Dingen, nimmt es stoisch an, lernt und gibt ihr Bestes. Sie arbeitet und tut, was von ihr verlangt wird, wird zu einer Art gefühllosem Zombie. Die Herrschaften behandeln sie meistens korrekt, die Distanz zwischen ihnen bleibt dennoch eine undurchbrechbare Mauer. Die Erziehung des heranwachsenden Mädchens muss meistens Estela übernehmen, es entwickelt sich im Laufe der Jahre eine poröse Beziehung innerhalb der vier Personen, eingepfercht in Familie und Pflichtbewusstsein. Estela spart ihr Geld, möchte eines Tages das Haus ihrer Mutter, in welches sie irgendwann zu ziehen gedenkt, renovieren. Doch die Verwandtschaft sieht das anders, angelockt von Estelas Ersparnissen werden Gründe gefunden, diese anzuzapfen. So wird sie auf zwei Seiten ausgeblutet, wird zur Marionette zwischen ihren reichen Arbeitgebern und der Armut im Rest des Landes. Die Sprache ist sehr bildhaft, poetisch und von einer eindringlichen Wucht beseelt. Man fühlt mit der Erzählerin mit, leidet, und neigt dazu, den Senor, die Senora und vor allem das kleine Mädchen, das sich manchmal zu einer gemeinen Göre entwickelt, zu verdammen. Und dennoch scheinen alle handelnden Personen in diesem sehr außergewöhnlichen Roman auf ihre eigene Art zu leiden. Die Ehe scheint trist und emotionslos, die kleine Julia nur die Frucht der Verpflichtung um Nachwuchs in einem gehobenen Haus. Die gesamte Stimmung im Roman bleibt trist und grau, ohne erhellende Szenen. Ein latentes Laken verdeckt den Blick auf die Sterne, die eine bessere Zukunft verheißen könnten. Die Unterschicht arbeitet sich auf ohne nennenswerte Verdienste, und bleibt das, was sie ist, nämlich arm. Und im Zweifelsfall nie das Opfer. Wer letztendlich die Schuld am Tod des Kindes trägt – bitte selber lesen in diesem kleinen Gesellschaftsepos aus Chile. Sehr gerne gelesen bleibt die Erinnerung an die Zeilen sicherlich lange präsent. Leseempfehlung.

  • Bewertung

    5/5

    27.05.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eiskaltes Familienleben unter der sengenden chilenischen Sonne

    Eiskaltes Familienleben unter der sengenden chilenischen Sonne In einem schicken Haus in einem noblen Vorort von Santiago de Chile ist ein kleines Mädchen gestorben. Die Haushälterin Estela scheint in irgendeiner Weise in den Tod verstrickt zu sein. Aus ihrer Sicht erfahren wir, wie sich das elitäre Leben in der Familie, die ihr Arbeitgeber war, zugetragen hat. In einer Art Verhör holt Estela weit aus, sodass die Umstände des Unglücks fast bis zum Schluss unklar bleiben: Sie erzählt von ihrer Kindheit auf dem Land, ihrer starken Bindung zur Mutter, die sie dort zurückließ, ihrem Alltag als Haushälterin der Señores und der lieblosen Kindheit des Mädchens. Vor dem Hintergrund wachsender sozialer Probleme in Chile hat Trabucco Zerán einen erschütternden Roman geschrieben, der exemplarisch die Kluft zwischen reicher Oberschicht auf der einen und zu niederen Arbeiten verdammten Prekariat auf der anderen Seite aufzeigt. Nur scheinbar trägt Estela eine große Gelassenheit zur Schau und brodelt innerlich doch vor Wut angesichts des respektlosen und undankbaren Umgangs ihrer Arbeitgeber. Sogar deren kleine Tochter führt sich zuweilen so auf, dass Estela mehrmals ihre Zuneigung zu dem ursprünglich unschuldigen Kind in Frage stellt. Estela macht sprachgewaltig immer wieder klar, wie sehr sie sich von diesem Ort weg wünscht und findet doch den Absprung nicht. Erst in der Isolation (einer Zelle? Eines Verhörraums? Man erfährt es nie.) gelingt es ihr, Abstand zu gewinnen und die Geschehnisse zu ordnen. Der Roman war ein großer (auch sprachlich) aufwühlender Genuss.

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Bewertungen (29)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Viktoria B.

    Viktoria B.

    Thalia St. Johann im Pongau – Stadtgalerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.01.2025

    eBook (ePUB)

    Atemlose Spannung - gelungenes Buch!

    Ich habe mitgefiebert und auch gelitten. Das Buch ist keine einfache Kost. Man kann so viel Unrecht und Tragik kaum aushalten. Und die Duldsamkeit kaum ertragen. Aber der Roman fesselt trotz alledem oder gerade deswegen. Ein atemlos erzähltes und sehr gelungenes Buch über die Abgehängten dieser Welt.
  • Zum Bewerterprofil von Yvonne Simone Vogl

    Yvonne Simone Vogl

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.03.2024

    Hörbuch-Download

    Geschichte eines Hausmädchens - direkt, offen, schonungslos - Volle Empfehlung!!!

    Geschichte eines Hausmädchens - direkt, offen, schonungslos nimmt uns das Hausmädchen Estela mit - sie spricht den ZuhörerIn direkt an - das fand ich sehr toll und fesselte mich ungemein an diesem Hörbuch und vorallem an der erzählten Geschichte. Estela erzählt nach dem Tod des Mädchen ihre Geschichte mit all ihren Facetten - intensiv aufgebaut - die direkte Ansprache - lies einem an dieser Tragödie 100%ig teilhaben. 7 Jahre in einer Familie - sich um Haushalt und Kind kümmern - am Leben derer, die sie oft nicht sehen und wahrnehmen, immer außen vor zu sein und vom Arbeitgeber auch zur Schau gestellt werden. Estela gibt so nach und nach preis - was ihr alles wiederfahren ist - was alles in der Familie vorgefallen hat - wie es mit dem Mädchen war - und wie es zum Tod des Mädchen gekommen ist. Ganz zum Schluss erst - das fand ich auch sehr gut - erfährt man was geschehen ist. Dragisch und Estela hat uns dies alles erzählt - wir, die auf der anderen Seite der Scheibe zugehört haben. Volle Empfehlung!!!
  • Zum Bewerterprofil von Ingrid Führer

    Ingrid Führer

    Thalia Gmunden – SEP

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Estella

    Estella, das Kindermädchen, spricht mit uns, erzählt uns ihre Geschichte, ihre Sicht der Dinge. Sie ist im Gefängnis. Das Kind ist tot. Was ist passiert? Ein starkes Buch, ein starker Erzählstil. So eine ähnliche Geschichte kennen wir schon, von einer anderen Autorin. Aber jede Geschichte ist einzigartig, darum eine große Empfehlung für dies Buch, das alles sagt und alles offen lässt. Top!

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