Den Autor Hans Gerlach kennt man aus der SZ-Magazin-Kolumne "Probier doch mal". Erfahrungen als Koch konnte er nach einer Kochlehre in Zwei- und Drei-Sterne-Restaurants sammeln. Er weiß also wovon er spricht, und das sieht man in diesem Buch auch auf jeder Seite.
Die Rezepte sind eine Mischung aus modernisierten Klassikern und ganz neuen Ideen.
Viele der vorgestellten Gerichte, besonders die aus dem Pasta-Kapitel, sind schnell und unkompliziert zubereitet, eben alltagstauglich. Es gibt aber auch eine Reihe von Rezepten, die eine größere Vorbereitung brauchen und besser auf eine feine Festtafel passen, als auf dem allabendlichen Familientisch. Aber beides finde ich okay, die Mischung machts.
Aufgeteilt ist das Buch in sechs Kapitel. So gibt es die Basics, Vorspeisen, Pasta, Fleisch, Gemüse und Süßes.
Außerdem gibt es bei vielen Rezepten noch QR-Codes mit zusätzlichen Erklärvideos, wenn man das möchte. Nötig sind sie aber eigentlich nicht, die Kochanleitungen sind präzise genug.
Die Auswahl der Speisen finde ich grandios, aber auch schwer zu beschreiben.
Da gibt es Rezepte für Kürbisrösti, Sommer-Blumenkohl-Gratin, bunte Falafeln, tolle Pasta- und Risottogerichte. Es gibt originell belegte Brote oder auch Gerichte die eher ins asiatische gehen, und trotzdem noch leicht nachzukochen sind. Alles Dinge, die allen aus meiner Familie schmecken würden.
Und dann gibt es wieder so verrückte Sachen wie Wassermelonenschalen-Kimchi, Crème brulée am Stiel, Pickles oder auch Kartoffelschalen-Stripes.
Aber das ist nicht alles, es gibt Anleitungen um sein eigenes Miso aus Kichererbsen herzustellen. Oder wie man Gulasch oder Bolognese in Gläsern einkocht, und vieles andere, das man in einem einfachen Kochbuch nicht unbedingt erwartet.
Die Auswahl ist wirklich sehr bunt und ausgefallen.
Begleitet werden die Rezepte von sehr unterhaltsamen Texten, die auch oft wichtige Informationen zu den Gerichten enthalten. Man darf nicht vergessen, dass der Koch hinter den Speisen ja auch noch Kolumnist ist, und ich mag was er zu sagen hat.
Unbedingt hervorheben möchte ich noch die tollen Fotografien. Jedes Gericht wurde sehr ästhetisch und gekonnt präsentiert.
Dieses Buch ist kein Kochbuch wie jedes andere, aber das finde ich gut so.
Für Hobbyköche, die ein neues Level erreichen wollen
Bewertung aus Speyer am 14.02.2024
Bewertungsnummer: 2131140
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Zunächst wirkten Cover und Titel interessant, beim Klappentext kam schon der Verdacht auf: „Ist das nicht der Autor von?“ Ja, es ist der Autor einer SZ-Kolumne und der von „Kochen (fast) ohne Rezept“, das mich mal brennend interessierte.
„Probier doch mal“ ist Hans Gerlachs neuestes Kochbuch und stellt klassische bzw. aufgepeppte Rezepte vorwiegend mit Gemüse in den Mittelpunkt und das in den Rezeptkategorien Basics, Vorspeisen, Pasta, Fleisch, Gemüse und Süßes. Unter Ersteres fallen etwa Würzmischungen und Pasten, mit denen man einfache Gerichte „aufhübschen“ kann. In der Kategorie Vorspeisen erläutert der Autor dann beispielhaft, wie gute Kochrezepte entstehen. Bei vielen Rezepten finden sich QR-Codes, die auf Schritt-für-Schritt-Anleitungen verlinken (was bei der Komplexität manchen Rezepts auch angeraten scheint). Da bleiben kaum Wünsche offen …
Wo soll man bei diesem Koch(versteh)Buch nur anfangen?! Es ist wunderbar strukturiert, was für das Buch als Ganzes, aber auch die einzelnen Rezepte gilt. Beinah jedes Rezept enthält Informationen, inwiefern es sich von seiner „klassischen Variante“ unterscheidet und das geht oft in Richtung Geschmackskombination bzw. Zubereitungshinweise. Dass die Fotos Appetit machen, steht außerhalb jeder Frage! An sich könnte beinah jedes Rezept meine „Dringend-ausprobieren-Liste“ bevölkern, doch zuallererst sind darauf gelandet: Tomatenbrot mit Brombeeren und Ricottacreme, Spaghetti al limone (klingt auf den ersten Blick bekannt, aber mit den Anmerkungen zum Rezept könnten die einen echten Entwicklungssprung machen), Die besten Bratkartoffeln – mit Buttermilch und Wildkräutern, Pfirsichcarpaccio mit schwarzen Johannisbeeren und Espresso-Pistazienkrokant und Zitronen-Brombeer-Cremetörtchen. Klar wird bei dieser Aufzählung schon: Das Buch enthält Rezepten, die alltagstauglich sind und solche, die das so gar nicht sind, was es aber auch so spannend macht. Am besten gefallen mir aber die Kniffe und Zusatzinformationen zur Zubereitung o. Ä., denn die dürften den (ambitionierten) Hobbykoch befähigen, auch mal selbst geschmackvolle (und nicht nur gewagte) Rezeptideen zu kreieren. Wer damit umgehen kann, dass es auch mal „deftige Ansagen“ des Autors gibt (ich denke da an seine Bemerkungen über Radieschenblätterpesto), ist hier bestens aufgehoben.
Meinung aus der Buchhandlung
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Kochbücher gehen einfach immer, vor allem wenn sie so gut gemacht sind wie "Probier doch mal"!
Die Rezepte und vor allem die Bilder sind unglaublich ansprechend und laden direkt zum nachkochen ein, ich kann es gar nicht abwarten, bis ich aus diesem Buch etwas gekocht habe.
Auch wenn man mit der Süddeutschen Zeitung nichts am Hut hat, sollte man trotzdem definitiv diesem Buch eine Chance geben, da es hier eine tolle Auswahl an verschiedenen Rezepten gibt und man einfach nur Hunger beim durchblättern bekommt.
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