Produktbild: Nachtfrauen
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Maja Haderlap

1. Nachtfrauen

Nachtfrauen

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

536

Gesprochen von

Petra Morzé + weitere

Spieldauer

9 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

154

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742430182

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Verkaufsrang

536

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Spieldauer

9 Stunden und 22 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

14.09.2023

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

154

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742430182

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  • Edith Berger

    5/5

    05.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    berührendes Leseerlebnis

    Nach der Matura hat Mira ihre Südkärntner Heimat verlassen um in Wien zu studieren. Eigentlich ist sie geflohen. Vor der strikt patriarchalen Gesellschaftsordnung, der erzkatholischen Gesinnung, den slowenisch-kärntnerischen Zerwürfnissen, der Schweigsamkeit der Mutter. Nun ist sie auf dem Weg zurück. Ihre Mutter ist gebrechlich geworden und muss aus dem Haus ausziehen, dass jahrzehntelang Heimstatt der Familie war.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    02.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herkunft ist doch immer auch ein Teil von uns...

    Mira ist eine junge Slowenin, die in Kärnten aufgewachsen ist, nun aber in Wien lebt und sich “eigentlich” von ihrer slowenischen Herkunft distanziert hat. Während eines Besuches bei ihrer Mutter setzt sie sich jedoch intensiv mit ihren Wurzeln auseinander. Auch die schwierige, weil oft sehr sprachlose, Beziehung zu ihrer Mutter wird erneut ein Thema für sie. Langsam erfahren wir mehr über Miras Leben, aber auch darüber, was ihre Mutter und Grossmutter erlebt haben, wie deren Leben aussah. Ein schwieriges Thema, oft hält man inne und kommt ins Grübeln. Ein Buch über die Stellung der Frauen, über ihr Verhältnis zueinander, ihre Position in der Familie oder Paarbeziehung. Ein Buch über Herkunft. Ein Buch, das aufzeigt, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen!

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    11.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Frauen

    Die Kärntner Autorin Maja Hagerlap führt uns Leser in ihrem Roman Nachtfrauen in das Kärntner Slowenische Grenzgebiet. Es geht um drei Generationen Frauen. Die Letzte Mira fährt zu ihrer Mutter, die ihre Wohnung aufgeben soll, da der Neffe den Platz braucht. In der Familie waren die Mütter nicht so liebevoll. Allerdings mussten sie schwer arbeiten und wurden früh Witwe. Der Großvater blieb im Krieg und der Vater hatte einen Unfall. Besonders die Erinnerungen Der Mutter Annie kamen jetzt ans Licht. Die Autorin verstand es gut die Landschaft, die Politik und Familie unter einen Hut zu bringen. Auch die Stimmung hat sie gut herüber gebracht. Mir hat der Roman sehr gut gefallen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    04.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    All die ungesagten Dinge...

    Als Mira ins Auto steigt, um sich auf den Weg nach Südkärnten zu machen, weiß sie, dass ihr schwierige Tage bevorstehen: Ihre alte Mutter muss auf den Auszug aus dem Haus vorbereitet werden, in dem sie vor Jahrzehnten als ungelernte Arbeiterin mit den damals noch kleinen Kindern Obdach gefunden hat. Tatsächlich verdichten sich im Lauf der folgenden Wochen die Erinnerungen an eine als traumatisch erlebte Kindheit, die vom frühen Tod des Vaters genauso belastet war wie von der rigiden patriarchalen Ordnung und den Dogmen der katholischen Kirche. Die alten, unaufgelösten Konflikte verschaffen sich neuen Raum, und Mira beginnt zu verstehen, dass sie von den lang beschwiegenen Lebensgeschichten ihrer Ahninnen befeuert werden: Tagelöhnerin die eine, die unter dramatischen Umständen ums Leben kam, Partisanin die andere, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr nach Kärnten zurückkehrte. (Verlagsbeschreibung) Dieser Roman stand auf der Shortlist des letztjährigen Österreichischen Buchpreises, konnte sich zuletzt aber nicht gegen den Gewinnertitel durchsetzen. Mich machte der Klappentext neugierig, und eine Leseprobe verstärkte die Neugierde noch. Tatsächlich habe ich dann aber lange für den Roman gebraucht, zum einen weil er so vielschichtig ist und bedeutsame Themen miteinander verwebt, zum anderen aber auch, weil es in der Mitte durch einen Perspektivwechsel einen deutlichen Bruch gab, auf den ich mich zunächst nur schwer einstellen konnte. Der erste Teil wird aus der Perspektive der Mittfünfzigerin Mira erzählt, die ihren Mann für eine Weile in Wien zurücklässt, um in ihr Heimatdorf in Südkärnten zurückzukehren. Dort lebt ihre alte Mutter, der sie schonend erklären muss, dass sie nicht länger in dem alten Haus wohnen bleiben kann - nicht nur wegen ihrer zunehmenden Hilflosigkeit, sondern auch deshalb, weil der Neffe mit dem Hof andere Pläne hat und das Haus dafür abgerissen werden soll. Rasch wird deutlich, dass es zwischen den beiden Frauen viele offene Themen gibt, die nie angesprochen wurden und die auch jetzt noch totgeschwiegen werden. Mira stößt im Haus auf viele Erinnerungsstücke, und Fetzen der Vergangenheit holen sie ein. Begegnungen im Dorf verstärken die Erinnerungsreise noch. In der Mitte des Romans wechselt die Perspektive dann plötzlich zu Miras Mutter Anni, was für mich den benannten Bruch ergab. Doch wird schließlich deutlich, dass sich bestimmte Themen wie eine traumatische Kindheit, der frühe Verlust des Vaters, die erlebte Härte und Lieblosigkeit der Mutter, Schuldgefühle, das Alleinbleiben mit schweren Themen, weil alle schwiegen, aber auch gesellschaftliche Aspekte wie festgelegte Frauenrollen in einem extrem patriarchalen System, die schwierige Rolle der Slowenen im österreichischen Südkärnten als ewige Außenseiter, die eigene Identitätssuche angesichts aufgezwungener und verinnerlichter Leitbilder, die Rolle der dogmatischen katholischen Kirche u.a.m., durch die Generationen ziehen. Viele Themen also für den nur vordergründig ruhigen Roman, der, wenn man sich darauf einlässt, beim Lesen stellenweise für eine Enge in der Brust sorgt, weil das einschnürende Korsett des Lebens in dem Kärtner Dorf geradezu spürbar wird. Kein angenehmens Leseerlebnis, aber ein eindrucksvolles. Und wieder einmal bin ich froh, ein Kind meiner Generation zu sein und mich bewusst gegen das Totschweigen brisanter Themen entscheiden zu können, anders noch als meine eigenen Eltern. Ich habe mich Mira daher tatsächlich nahe gefühlt, auch wenn die Erzählung selbst eher auf Distanz blieb. Ein Roman, der das Leben dreier Generationen von Frauen beleuchtet, denen die Autonomie verwehrt blieb bzw. die schwer daraum ringen mussten. Verluste, Schweigen und Schuld, dazu eingewebt gesellschafts- und sozialkritische Aspekte - keine leichte Lektüre, aber eine nachhallende.   © Parden

  • Nicole Kleber

    aus Eisenberg

    4/5

    10.10.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eindringlich erzählt

    »Stankos Stimme am Telefon fiel ihr ein, seltsam tonlos. Du wirst dich um Mutter kümmern müssen, sagte er. Ich weiß, sagte Mira. Wann kommst du? In zwei Tagen. Stanko legte auf.« Mira lebt seit über drei Jahrzehnten in Wien. Nun muss sie zur Mutter nach Kärnten. Kein leichter Besuch, aus mehreren Gründen. Vorrangig geht es aber darum, der Mutter zu helfen das Haus zu räumen – auch wenn sie sich noch recht gut selbst versorgen kann. Aber geerbt hat das Haus ein anderer und dieser Cousin will das Haus abreißen, um dort eine Werkstatt bauen zu können. Anni, die Mutter, soll ins Altenheim, leidet unter der Situation sehr und würde lieber gleich sterben, als umzuziehen. Der so belastete Besuch bei der Mutter geht für Mira auch mit einer Menge anderer Wiedersehen und Erinnerungen einher. Jedes öffnen alter Kartons und Kisten und Begegnungen mit Dorfbewohnern weckt oft große Emotionen. Als sie gar eine ehemalige Liebe trifft, lässt sich die verheiratete Mira mit dem Mann ein, bringt ihre Ehe in Gefahr. Auch wird sie natürlich immer wieder mit ihrer Kindheit konfrontiert, mit dem frühen Tod des Vaters, der gerade dann vom Baum erschlagen wurde, als Mira ihm das Mittagessen brachte. Die Schuldgefühle deswegen wurde sie nie los. Als Mira auf dem Dachboden Unterlagen aus ihrer Studienzeit findet, für die sie Interviews mit Frauen führte, für eine Arbeit über die Erwerbstätigkeit von ungelernten Frauen, ist darunter auch ein Gespräch, das sie mit ihrer Mutter führte und das Mira ihre Mutter Anni als eine tolle, starke und unerschrockene Frau ins Gedächtnis ruft. Diese beginnt sich dann an ihren Gefühle und Gedanken von damals und auch an die eigene Mutter Agnes, eine Taglöhnerin zu erinnern. „Nachtfrauen“ ist aber nicht nur Mutter/Tochter Geschichte, sondern vielmehr ein Roman über Herkunft. Über das Schweigen zwischen den Generationen, das Unvermögen, über Gefühle zu sprechen – bis es eigentlich zu spät ist. Über politische Vergangenheit. Als das slowenische geächtet war, Mira sich am Gymnasium vom Slowenischunterricht abgemeldet hat, weil die anderen Kinder ihrer Herkunft wegen auf sie herabsahen. Eigentlich war sie immer auf der Suche nach ihrer Identität – denn entweder war sie bei den Deutschkärntern schlecht gelitten, bekannte sie sich zu ihren slowenischen Wurzeln, oder eben andersherum. Sprachlich eindringlich, inhaltlich sehr gelungen, ausgesprochen gern gelesen und somit eine klare #Leseempfehlung! "Wenn ich meine Mutter zeichnen wollte, würde ich sie als dunkle Bergkönigin zeichnen, die im Eis lebt und die Eigenschaft hat, an manchen Tagen als Riesin aufzutreten, an anderen hingegen als durchsichtiges Geschöpf.“

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (8)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Pia Lemberger

    Pia Lemberger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nachtfrauen

    Vor vielen Jahren hat mich Maja Haderlaps "Engel des Vergessens" schwer beeindruckt. Die Geschichte war ziemlich schwere Kost, aber wahnsinnig gut geschrieben, und deswegen wollte ich unbedingt noch ein Buch von ihr lesen. "Nachtfrauen" hat mich sofort angesprochen, da ich generell gerne Bücher lese, in denen die Protagonisten mit Verlusten, Tod, Schweigen und Scheitern konfrontiert werden - denn von der Entwicklung der Charaktere kann man immer etwas lernen, auch wenn die Geschichten fiktiv sind. Mira war mir sofort sympathisch und der Kampf, den sie mit ihrer Mutter ausficht, ist einer, der vielen, die Eltern aus den Jahrgängen 1935-1950 haben, nicht fremd sein wird. Der Roman war für mich sehr aufwühlend, ich musste das Buch mehrmals zur Seite legen, weil so viele Dinge so nah an der Realität sind. Ein wundervolles Buch über starke Frauen.
  • Zum Bewerterprofil von Marie

    Marie

    Thalia Vöcklabruck – Varena

    Buchhändler*in

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    4/5

    31.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was sagt unsere Herkunft aus?

    Für Mira sicherlich einiges! Als Kärntner Slowenin, die ihre slowenische Herkunft hinter sich lassen wollte, kennt sie das Gefühl von Unzugehörigkeit ein bisschen zu gut. Bis dato lebt sie sorgfrei in Wien, doch als sich plötzlich herausstellt. dass sie wieder nach Kärnten soll, wird ihr ganz übel- vor allem bei dem ganzen Ungesagten zwischen ihrer Mutter und ihr. Es geht um die Aufarbeitung einer Mutter Tochter Beziehung. unter anderem auch um die Stellung der Frauen, über ihr Verhältnis zueinander und ihre Position in der Familie. Vor dem Hintergrund der Fragestellung wie uns unsere Herkunft definiert, bringt uns Maja Haderlap näher wie wichtig es ist zu reden. Miteinander auch über Trauma zu sprechen. Ein spannender Aspekt war, dass der erste Teil des Buches Mira's Perspektive schildert, während der zweite sich mit der Sichtweise der Mutter Anni beschäftigt. Total spannend und absolut muss wenn man einen Gesellschaftsroman mit sensibler Sprache sucht.

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Bewertungen (2)

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