Produktbild: V13

V13 Die Terroranschläge in Paris

5

29,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. Versandkosten


  • Kostenlose Lieferung ab 30 € Einkaufswert
  • Versandkostenfrei für Bonuscard-Kund*innen

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.08.2023

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

275

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,2 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0942-9

Beschreibung

Rezension

»Emmanuel Carrères Justizessay „V13“ vollbringt das Kunststück, Wunden wieder aufzureißen und zugleich zu vernähen.« – Julian Sadeghi, taz ("taz")
»Trotzdem aber bietet dieses Buch einen Lichtblick: nämlich die humane Vernunft, mit der Emmanuel Carrère über solche Untaten und ihre juristische Bewältigung schreibt, und damit Opfern und Tätern in hohem Maße gerecht wird.« – Eberhard Falcke, Deutschlandfunk ("Deutschlandfunk")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

03.08.2023

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

275

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,2 cm

Gewicht

464 g

Farbe

Schwarz

Auflage

2. Auflage

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-0942-9

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

Kundinnen und Kunden meinen

5 Bewertungen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

5 Sterne

4 Sterne

3 Sterne

2 Sterne

(0)

1 Sterne

(0)

Eins der besten Sachbücher, das...

Bewertung am 08.07.2024

Bewertungsnummer: 2239422

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eins der besten Sachbücher, das ich lesen durfte. Der Autor lässt die Opfer zu Wort zu kommen, gibt die Grausamkeiten wieder, die die Opfer vom Attentat von Paris 2015 erlebt haben, vefolgt den Prozess zehn Monate lang. Statt Antworten zu suchen und zu finden, hört er einfach zu.

Eins der besten Sachbücher, das...

Bewertung am 08.07.2024
Bewertungsnummer: 2239422
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eins der besten Sachbücher, das ich lesen durfte. Der Autor lässt die Opfer zu Wort zu kommen, gibt die Grausamkeiten wieder, die die Opfer vom Attentat von Paris 2015 erlebt haben, vefolgt den Prozess zehn Monate lang. Statt Antworten zu suchen und zu finden, hört er einfach zu.

Chronik des Terrors Carrère…

Juti aus HD am 26.10.2023

Bewertungsnummer: 2828594

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Chronik des Terrors Carrère gehört zu meinen Lieblingsautoren und er hat mich wieder nicht enttäuscht. Ein halbes Jahr saß er im Gerichtsgebäude, wo die Helfer der Attentäter aus Paris 2015 verurteilt wurden. Die Mörder haben sich bei den Anschlägen in die Luft gesprengt. Eindringlich beschreibt er das Leid der Angehörigen. Um das Wochenende zu feiern, sitzen sie noch an einem warmen Novemberabend oder besuchen ein Rockkonzert im Bataclan. Dann werden sie grundlos niedergeschossen. Überlebende erzählen, sie hätten zunächst an eine Geiselnahme geglaubt, aber bald wird klar: Wer sich bewegt, wird erschossen. Nur am Stade de France scheitern die Terroristen, dennoch stirbt eine Reporterin. Dann spricht der Autor über die Täter. Einer war wohl zu feige, seinen Sprengstoffgürtel zu zünden – oder war er doch ein Menschenfreund. Genau wissen, werden wir es nie. Andere haben den Terroristen blauäugig geholfen und haben nun den Salat. Begründung des Terrors: Frankreich habe ja Bomben auf Syrien geworfen und dort auch Unschuldige getötet. Und dann natürlich die Angestellten des Gerichts, das Missverhältnis zwischen den Anwälten der Nebenklägern und den Pflichtverteidigern, die fleißigen Staatsanwälte und die anderen Besucher. Nach „Die Postkarte“ das zweite Buch, das mich emotional sehr mitgenommen hat. 5 Sterne Zitat: Im Gefängnis habe Salah Abdesalam oft Schach gespielt, doch habe er damit aufgehört, als ihm klar geworden sei, dass der Koran das verbiete. Auf den Pressebänken stürzen wir uns sofort auf unsere Handys, um zu prüfen, ob das stimmt. Es stimmt nicht. Der Prophet verbietet nur das Glücksspiel und dazu gehört Schach nun wirklich nicht. Der saudi-arabische Großmufti erklärte allerdings dennoch, Schachspielen sei hram, weil es Zeit und Geld koste und Hass unter den Spielern säe. (88)

Chronik des Terrors Carrère…

Juti aus HD am 26.10.2023
Bewertungsnummer: 2828594
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Chronik des Terrors Carrère gehört zu meinen Lieblingsautoren und er hat mich wieder nicht enttäuscht. Ein halbes Jahr saß er im Gerichtsgebäude, wo die Helfer der Attentäter aus Paris 2015 verurteilt wurden. Die Mörder haben sich bei den Anschlägen in die Luft gesprengt. Eindringlich beschreibt er das Leid der Angehörigen. Um das Wochenende zu feiern, sitzen sie noch an einem warmen Novemberabend oder besuchen ein Rockkonzert im Bataclan. Dann werden sie grundlos niedergeschossen. Überlebende erzählen, sie hätten zunächst an eine Geiselnahme geglaubt, aber bald wird klar: Wer sich bewegt, wird erschossen. Nur am Stade de France scheitern die Terroristen, dennoch stirbt eine Reporterin. Dann spricht der Autor über die Täter. Einer war wohl zu feige, seinen Sprengstoffgürtel zu zünden – oder war er doch ein Menschenfreund. Genau wissen, werden wir es nie. Andere haben den Terroristen blauäugig geholfen und haben nun den Salat. Begründung des Terrors: Frankreich habe ja Bomben auf Syrien geworfen und dort auch Unschuldige getötet. Und dann natürlich die Angestellten des Gerichts, das Missverhältnis zwischen den Anwälten der Nebenklägern und den Pflichtverteidigern, die fleißigen Staatsanwälte und die anderen Besucher. Nach „Die Postkarte“ das zweite Buch, das mich emotional sehr mitgenommen hat. 5 Sterne Zitat: Im Gefängnis habe Salah Abdesalam oft Schach gespielt, doch habe er damit aufgehört, als ihm klar geworden sei, dass der Koran das verbiete. Auf den Pressebänken stürzen wir uns sofort auf unsere Handys, um zu prüfen, ob das stimmt. Es stimmt nicht. Der Prophet verbietet nur das Glücksspiel und dazu gehört Schach nun wirklich nicht. Der saudi-arabische Großmufti erklärte allerdings dennoch, Schachspielen sei hram, weil es Zeit und Geld koste und Hass unter den Spielern säe. (88)

Kundinnen und Kunden meinen

V13

von Emmanuel Carrère

0 Bewertungen filtern

Meinung aus der Buchhandlung

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Rafael Wallner

Thalia Linz – Landstraße

Zum Portrait

5/5

Niederschmetternd

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Carrère nimmt die Leser mit seiner introspektiven, klugen und in erster Linie menschennahen Erzählweise für sich ein. Die Perspektive eines Unbeteiligten, der gerade die richtige Distanz wahrt, um das Grauen rund um die Terroranschläge von Paris im Jahr 2015 angemessen aufzuarbeiten, aber den zahlreichen Opfern auch genug Raum gibt, um als Rezipient vollumfänglich emotional involviert zu sein. Die minutiösen Beschreibungen des Blutbades im Bataclan, vor dem Stadium und auf den Terrassen, die zutiefst ergreifenden Berichte der Eltern, die von einem Tag auf den anderen alles verloren haben und die verqueren Logiken der radikalisierten Täter, denen innerhalb kürzester Zeit die Ideologie des IS indoktriniert wurde, rauben einen schier den Atem. Die wahre Wucht der Lektüre entfaltet sich jedoch in der Solidarität der Opfer und Zeugen, der Anwälte und Kläger, in der Hoffnung auf ein Leben danach. Eine Reportage, die einem, hat man sie einmal gelesen, bis an sein Lebensende begleiten wird. Dessen bin ich zuversichtlich.
  • Rafael Wallner
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Niederschmetternd

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Carrère nimmt die Leser mit seiner introspektiven, klugen und in erster Linie menschennahen Erzählweise für sich ein. Die Perspektive eines Unbeteiligten, der gerade die richtige Distanz wahrt, um das Grauen rund um die Terroranschläge von Paris im Jahr 2015 angemessen aufzuarbeiten, aber den zahlreichen Opfern auch genug Raum gibt, um als Rezipient vollumfänglich emotional involviert zu sein. Die minutiösen Beschreibungen des Blutbades im Bataclan, vor dem Stadium und auf den Terrassen, die zutiefst ergreifenden Berichte der Eltern, die von einem Tag auf den anderen alles verloren haben und die verqueren Logiken der radikalisierten Täter, denen innerhalb kürzester Zeit die Ideologie des IS indoktriniert wurde, rauben einen schier den Atem. Die wahre Wucht der Lektüre entfaltet sich jedoch in der Solidarität der Opfer und Zeugen, der Anwälte und Kläger, in der Hoffnung auf ein Leben danach. Eine Reportage, die einem, hat man sie einmal gelesen, bis an sein Lebensende begleiten wird. Dessen bin ich zuversichtlich.

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Zuhören, um zu verstehen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Emmanuel Carrère mit Gewalt auseinandersetzt. Vor Jahren las ich mit ambivalenten Gefühlen sein Roman "Der Widersacher". Jetzt ist es aber kein Roman. In seinem neuen Buch schlüpft er in die Rolle eines Journalisten, der den Prozess um die Terroranschläge im Bataclan am 13. November 2015 in Paris besucht. In gewisser Hinsicht erweist sich das Buch als eine Gerichtsreportage. Allerdings - so scheint es mir - ist sie viel mehr: Er hört zu, denkt nach und schreibt. Und macht er gut. Vielleicht geht es in der Lektüre auch nicht um die Urteile. Es geht auch nicht um Sympathien und Antipathien; oder gar um den Hass. Er hört zu, ist geradezu empathisch, um verstehen wollen. Es geht vielleicht nur darum zu verstehen: Wozu die ganze Grausamkeit? Wozu das Leiden? Wozu die Gewalt und dieser Hass? Aber es geht auch darum, wohin das alles führt. Wieder das Leider. Die Betroffenheit. Die Reaktionen. Gewiss, kann Emmanuel Carrère auf all das keine Antworten geben. Er kann aber berichten und erzählen. Er kann Fragen stellen.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.

5/5

Zuhören, um zu verstehen

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Emmanuel Carrère mit Gewalt auseinandersetzt. Vor Jahren las ich mit ambivalenten Gefühlen sein Roman "Der Widersacher". Jetzt ist es aber kein Roman. In seinem neuen Buch schlüpft er in die Rolle eines Journalisten, der den Prozess um die Terroranschläge im Bataclan am 13. November 2015 in Paris besucht. In gewisser Hinsicht erweist sich das Buch als eine Gerichtsreportage. Allerdings - so scheint es mir - ist sie viel mehr: Er hört zu, denkt nach und schreibt. Und macht er gut. Vielleicht geht es in der Lektüre auch nicht um die Urteile. Es geht auch nicht um Sympathien und Antipathien; oder gar um den Hass. Er hört zu, ist geradezu empathisch, um verstehen wollen. Es geht vielleicht nur darum zu verstehen: Wozu die ganze Grausamkeit? Wozu das Leiden? Wozu die Gewalt und dieser Hass? Aber es geht auch darum, wohin das alles führt. Wieder das Leider. Die Betroffenheit. Die Reaktionen. Gewiss, kann Emmanuel Carrère auf all das keine Antworten geben. Er kann aber berichten und erzählen. Er kann Fragen stellen.

Meinung aus der Buchhandlung

V13

von Emmanuel Carrère

0 Rezensionen filtern

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: V13