Produktbild: Stillbach oder Die Sehnsucht

Stillbach oder Die Sehnsucht Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

48241

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

379

Maße (L/B/H)

19,3/12,2/2,6 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80865-4

Beschreibung

Rezension




Verbindet auf souveräne Weise historische Fakten, eigene Erfahrungen und fiktive Elemente.




OE1 Menschenbilder, Cornelius Hell

Produktdetails

Verkaufsrang

48241

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2023

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

379

Maße (L/B/H)

19,3/12,2/2,6 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Lichtgrau / Kaffee

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80865-4

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    24.07.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    hervoragende Gegenwartsliteratur

    Der Inhalt dieses Buches ist äußerst komplex, man liest den Klappentext und ist verwirrt, man kennt sich nicht aus. Doch wer dieses Buch hier weglegt und nicht kauft macht einen Fehler.Dieser Roman liest sich sehr gut, trotz der verschiedenen Erzählebenen ist er schlüßig dargestellt, an Hand verschiedener Personen erfährt man sehr viel über den Konflikt Südtirol Italien und der Anteil am 2.Weltkrieg. Dieses Buch muß man einfach gelesen haben.

  • Thomas Fritzenwallner

    aus Wiener Neustadt

    5/5

    21.07.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stillbach ist überall

    Nahezu alle Figuren des Romans scheinen aus Stillbach zu kommen, einem (fiktiven) kleinen Ort in Südtirol: Ines, eine in Rom lebende Übersetzerin und Nachhilfelehrerin; ihre in Wien wohnende Schulfreundin Clara, die an einem Buch über berühmte venezianische Liebespaare schreibt und über einen Ausbruch aus ihrer leidenschaftslos gewordenen Ehe mit einem Arzt sinniert; Emma, die strenge, verwitwete Direktorin eines kleinen römischen Hotels und ihr einstiger Bräutigam Johann, der 1944 als Soldat bei jenem Bombenattentat getötet wurde, auf das die Nationalsozialisten mit dem Massaker in den Ardeatinischen Höhlen reagierten. Natürlich ist Stillbach überall und die von der in Meran geborenen Autorin (die sich in zwei kurzen Passagen auch selbst ins Spiel bringt) ersonnenen Figuren stehen stellvertretend für historische Haltungen und zeittypische Schicksale. Dass sich Sabine Gruber vorgenommen hat, mit ihrem Roman eine eng an der Geschichte orientierte, fundierte Auseinandersetzung mit wichtigen Aspekten des Verhältnisses zwischen Südtirol und Rest-Italien zu liefern, wird rasch spürbar - und steht der Entfaltung der Charaktere auch mitunter im Weg. Immer wieder kommen Hass und Vorurteile zwischen Deutschen, Südtirolern und Italienern, oder unrühmliche Episoden aus den 30er und 40er Jahren sowie der Nachkriegszeit, als viele NS-Verbrecher über Südtirol nach Südamerika entkamen, zur Sprache. Das Romanmanuskript der toten Ines, das von ihrer zur Auflösung des Haushalts nach Rom gereisten Freundin Clara gefunden wird, führt dagegen mitten in die erbitterten innenpolitischen Kämpfe im Italien der 70er Jahre, samt Terrorismus und Stadtguerilla.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne, gut recherchierte Literatur

    Über Generationen gingen junge Südtirolerinnen als Dienstmädchen in italienische Städte. Als Ines unerwartet verstirbt, fährt ihre Jugendfreundin Clara nach Rom, um den Nachlass zu ordnen. Sabine Gruber thematisiert die soziale Lage junger Südtirolerinnen in der Zwischenkriegszeit, die Frage nach Heimat und Identität, Faschismus und Nationalsozialismus sowie dessen Fortwirken im Nachkriegs-Italien. Schöne, gut recherchierte Literatur, die aufzeigt, wie die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen das individuelle Schicksal der Menschen prägen.
  • Zum Bewerterprofil von J. Richter

    J. Richter

    Thalia Linz – Landstraße

    Buchhändler*in

    5/5

    28.08.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stillbach oder die Sehnsucht

    Nach „die Zumutung“ & „Über Nacht“ wieder ein sehr gutes Buch von Sabine Gruber! Raffiniert geschrieben mit den 2 Geschichten im Roman. Der Neugier steigt und man will wissen was damals passiert ist in Italien; wie gut kannte Clara ihre verstorbene Freundin Ines? Gleichzeitig ist es ein bisschen Geschichteunterricht; Italien und die NS Zeit. Wunderbar geschrieben und die Verflechtung der Geschichten ist wirklich gelungen
  • Zum Bewerterprofil von Annemarie Blaßnig

    Annemarie Blaßnig

    Thalia Klagenfurt – City Arkaden

    Buchhändler*in

    4/5

    13.03.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Alle Erfahrungen leben in irgendeiner Form in uns weiter."

    "Alle Erfahrungen leben in irgendeiner Form in uns weiter", resümiert der Historiker Paul in einem Gespräch über ein Massaker, das die deutsche Besatzungsmacht als Vergeltungsaktion gegen den Anschlag einer Resistenza-Gruppe in Rom 1944 an über dreihundert Zivilisten verübte. Dieses historische Ereignis bestimmt entscheidend das Leben von Emma Manente, einer der drei Frauen, die in S. Grubers vielschichtigem Roman im Mittelpunkt stehen. Emma verliert durch den Partisanenanschlag den Mann, den sie heiraten und mit dem sie nach Südtirol zurückkehren wollte, von wo sie beide stammen. Sie bleibt in Rom und heiratet als mittelloses Zimmermädchen einen Hotelier, wird aber nie heimisch in der römischen Gesellschaft, die sie immer wieder ihre Südtiroler und damit in ihren Augen deutsche Abstammung spüren lässt, während ihre eigene Familie jeden Kontakt mit ihr abbricht. Die beiden anderen Hauptfiguren dieses Romans verbindet mit Emma Manente die gemeinsame Herkunft, nämlich Stillbach in Südtirol. Alle drei Frauen haben diesen Ort verlassen, um anderswo ihr Lebensglück zu suchen. Clara und Ines gehören der Gegenwartsgeneration an. Emmas Leben gehört in die Vergangenheit, die Ines recherchiert und in Romanform in die Gegenwart holt. Nach Ines plötzlichem Tod gerät das Manuskript dieses Romans in die Hände von deren Freundin Clara. Und dieses Manuskript wiederum integriert S. Gruber in ihren Roman, dessen Rahmenhandlung in der politischen Gegenwart Italiens unter Berlusconi angesiedelt ist. Als dritte Zeitebene sind in den Roman die 1970iger Jahre eingeschoben. Im Jahr 1978, dem Jahr der Entführung und Ermordung Aldo Moros, arbeitete nämlich Ines als Zimmermädchen in Emma Manentes Hotel. In wechselnden Perspektiven werden historische Ereignisse in Erinnerung gerufen, Opfer und Täter der Geschichte vor Augen geführt sowie der mühevolle Arbeitsalltag junger Frauen beschrieben, die in den 1930iger Jahren aus ärmlichen Südtiroler Verhältnissen stammend in Rom als Kinder- und Hausmädchen ein Leben führten, das persönliches Glück kaum zuließ.

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