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Produktbild: Samson und Nadjeschda
Band 1
Artikelbild von Samson und Nadjeschda
Andrej Kurkow

1. Samson und Nadjeschda

Samson und Nadjeschda

Gesprochen von
110
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Loris Kubeng

Spieldauer

8 Stunden und 48 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

43

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Sabine Grebing + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783257694703

Beschreibung

Rezension

»Andrej Kurkow hat diese gewissen Nebensätze, die so lakonisch sind, dass man von ihm sogar die Gebrauchsanweisung eines Rasenmähers lesen würde.«

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Loris Kubeng

Spieldauer

8 Stunden und 48 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

27.07.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

43

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

  • Sabine Grebing
  • Johanna Marx

Sprache

Deutsch

EAN

9783257694703

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Sehr bedrückend und doch hoffnungsvoll

Bewertung am 02.06.2025

Bewertungsnummer: 2506296

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Andrej Kurkow weiß mit Worten umzugehen und die hoffnungslose Stimmung Anfang des 20. Jahrhunderts sehr lebendig werden zu lassen. Ständig wechselnde Machthaber. Fotografen empfehlen, doch bitte keine Uniform für das Foto anzuziehen, denn wer weiß, welche Uniform in ein paar Monaten getragen wird - und man will ja keine Probleme bekommen, wenn dann auf dem Foto die falsche zu sehen ist. Samson, ein junger Mann, dessen Vater auf offener Straße ermordet wurde, büßte selbst ein Ohr ein, das ihm fortan, auf Watte gebettet in einem Kästchen, beste Lausch-Dienste leistet. Dieses märchenhafte Detail akzeptiert man problemlos. Samson "wurschtelt sich so durch", lernt schnell und fängt bei der Miliz als Ermittler an. So hoffnungslos und verwirrend die politische Lage auch ist, durchzogen von Mangel an allen Ecken und Enden, Korruption und Willkür - Samson gibt nicht auf, trifft auf Nadjeschda, die ihm einen zusätzlichen Halt im Leben gibt. Beim Lesen ertappte ich mich immer wieder dabei, zu denken: "Hoffentlich passiert sowas nie wieder - auch wenn das Gewitter am Horizont schon grollt".

Sehr bedrückend und doch hoffnungsvoll

Bewertung am 02.06.2025
Bewertungsnummer: 2506296
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Andrej Kurkow weiß mit Worten umzugehen und die hoffnungslose Stimmung Anfang des 20. Jahrhunderts sehr lebendig werden zu lassen. Ständig wechselnde Machthaber. Fotografen empfehlen, doch bitte keine Uniform für das Foto anzuziehen, denn wer weiß, welche Uniform in ein paar Monaten getragen wird - und man will ja keine Probleme bekommen, wenn dann auf dem Foto die falsche zu sehen ist. Samson, ein junger Mann, dessen Vater auf offener Straße ermordet wurde, büßte selbst ein Ohr ein, das ihm fortan, auf Watte gebettet in einem Kästchen, beste Lausch-Dienste leistet. Dieses märchenhafte Detail akzeptiert man problemlos. Samson "wurschtelt sich so durch", lernt schnell und fängt bei der Miliz als Ermittler an. So hoffnungslos und verwirrend die politische Lage auch ist, durchzogen von Mangel an allen Ecken und Enden, Korruption und Willkür - Samson gibt nicht auf, trifft auf Nadjeschda, die ihm einen zusätzlichen Halt im Leben gibt. Beim Lesen ertappte ich mich immer wieder dabei, zu denken: "Hoffentlich passiert sowas nie wieder - auch wenn das Gewitter am Horizont schon grollt".

Eine Begegnung, die ich nicht mehr missen möchte

Bewertung am 29.09.2023

Bewertungsnummer: 2032987

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kiew 1919: Samson und sein Vater werden auf offener Straße angegriffen. Dadurch wird er zum Waisen. Er muss mit vielen Schicksalsschlägen zurechtkommen, was ihn aber nicht verzweifeln lässt. Fast durch Zufall kommt er zur Polizei und ist ein hingebungsvoller Ermittler, wie ihn die Polizei schon lange nicht mehr gesehen hat. Dank seiner Nachbarin lernt er noch Nadjeschda kennen, die ihm immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Ein großartiger Kriminalroman, mit historischem Flair und Figuren, die man gerne im wahren Leben kennenlernen würde.

Eine Begegnung, die ich nicht mehr missen möchte

Bewertung am 29.09.2023
Bewertungsnummer: 2032987
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kiew 1919: Samson und sein Vater werden auf offener Straße angegriffen. Dadurch wird er zum Waisen. Er muss mit vielen Schicksalsschlägen zurechtkommen, was ihn aber nicht verzweifeln lässt. Fast durch Zufall kommt er zur Polizei und ist ein hingebungsvoller Ermittler, wie ihn die Polizei schon lange nicht mehr gesehen hat. Dank seiner Nachbarin lernt er noch Nadjeschda kennen, die ihm immer mit Rat und Tat zur Seite steht. Ein großartiger Kriminalroman, mit historischem Flair und Figuren, die man gerne im wahren Leben kennenlernen würde.

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Stella-Lucia

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4/5

ein abgeschnittenes Ohr, silberne Knochen und ein Anzug aus feinem englischem Tuch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Getöse des Kiewer Bürgerkriegs von 1919, als Bolschewiki und Kosaken die Straßen in ein blutgetränktes Durcheinander verwandelten, tritt ein junger Waisenbursche hervor, dem ein abgetrenntes Ohr die merkwürdige Gabe übernatürlichen Horchens verleiht, ein groteskes Andenken, das ihn zum widerwilligen Spürhund in einer Stadt der ausgemergelten Schatten werden lässt. Der Autor knüpft daraus ein satirisches Geflecht aus Narrheit und Brutalität: Der Held, arglos wie ein frisch geschlüpfter Spatz, schlägt sich durch Verhörräume der Geheimpolizei, rätselhafte Morde mit silbrig schimmernden Knochen und eine flammende Geliebte aus dem Proletariat, in deren Fanatismus eine rohe Sinnlichkeit gärt, ein Tanz am Rand von Klassenkampf und Begehren.Das Buch fährt wie scharfer ukrainischer Pfeffer in das Mark der Revolution, entblößt den Wahn einer neu entstandenen Bürokratie mit einem Humor, der an kafkaeske Absurdität rührt, und erschafft Figuren, als wären sie aus purem Irrsinn gehauen - Schneider, die Leichen zusammennähen, und Truppen, die im Kreis marschieren. Jede Seite vibriert vor historischer Schärfe, die die Gegenwart aufscheinen lässt, ohne je den Ton der Belehrung anzuschlagen, stattdessen zündet der Text ein Feuerwerk der Groteske, bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt wie ein hartnäckiger Brocken Wahrheit.
  • Stella-Lucia
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4/5

ein abgeschnittenes Ohr, silberne Knochen und ein Anzug aus feinem englischem Tuch

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Getöse des Kiewer Bürgerkriegs von 1919, als Bolschewiki und Kosaken die Straßen in ein blutgetränktes Durcheinander verwandelten, tritt ein junger Waisenbursche hervor, dem ein abgetrenntes Ohr die merkwürdige Gabe übernatürlichen Horchens verleiht, ein groteskes Andenken, das ihn zum widerwilligen Spürhund in einer Stadt der ausgemergelten Schatten werden lässt. Der Autor knüpft daraus ein satirisches Geflecht aus Narrheit und Brutalität: Der Held, arglos wie ein frisch geschlüpfter Spatz, schlägt sich durch Verhörräume der Geheimpolizei, rätselhafte Morde mit silbrig schimmernden Knochen und eine flammende Geliebte aus dem Proletariat, in deren Fanatismus eine rohe Sinnlichkeit gärt, ein Tanz am Rand von Klassenkampf und Begehren.Das Buch fährt wie scharfer ukrainischer Pfeffer in das Mark der Revolution, entblößt den Wahn einer neu entstandenen Bürokratie mit einem Humor, der an kafkaeske Absurdität rührt, und erschafft Figuren, als wären sie aus purem Irrsinn gehauen - Schneider, die Leichen zusammennähen, und Truppen, die im Kreis marschieren. Jede Seite vibriert vor historischer Schärfe, die die Gegenwart aufscheinen lässt, ohne je den Ton der Belehrung anzuschlagen, stattdessen zündet der Text ein Feuerwerk der Groteske, bei dem das Lachen im Halse stecken bleibt wie ein hartnäckiger Brocken Wahrheit.

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