Produktbild: Die geheimste Erinnerung der Menschen

Die geheimste Erinnerung der Menschen Roman

19

13,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.11.2022

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

5881 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La plus secrète mémoire des hommes

Übersetzt von

Holger Fock + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783446275669

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.11.2022

Verlag

Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

448 (Printausgabe)

Dateigröße

5881 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

La plus secrète mémoire des hommes

Übersetzt von

  • Holger Fock
  • Sabine Müller

Sprache

Deutsch

EAN

9783446275669

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  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    24.11.2022

    eBook (ePUB)

    Ausgezeichnete Literatur

    Der senegalesische Schriftsteller Mohamed Mbougar Sarr hat für seinen Roman,Die geheimste Erinnerung der Menschen, in Frankreich einen Preis gewonnen. Der Schreibstil ist ganz ordentlich, allerdings liest sich der Roman nicht so leicht. Der Protagonist ist der Senegalese Diegane, der während seines Studiums von einem Buch von T. C. Elimane hört. Dessen Buch gibt es nicht mehr und von dem Autor ist keine Spur zu finden.Dessen Buch heißt Das Leben der Unmenschlichkeit. Darin geht es um Frankreich und seine afrikanischen Kolonialländer. Das lässt den Autor nicht los. Der Roman geht oft hin und her. Er basiert auf Erzählungen. Er ist voller Politik, Literatur und Liebe. Dann gibt es noch dramatische Szenen. Nach einem etwas holprigen Anfang, hat mich diese Geschichte beeindruckt.

  • Bewertung

    5/5

    26.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein kraftvoll, vielstimmig komponiertes Werk über das Schreiben, das Vergessen, das Wiederfinden

    Als ich dieses Buch entdeckte, war es vollständig verhüllt. Kein Cover, keine Inhaltsangabe – nur eine schlichte Banderole mit einem kryptischen Satz: „Ein Roman über ein vergessenes Buch, das die Welt veränderte.“ Es klang nach Zafón, nach Márquez, nach dem leisen Staunen des magischen Realismus. Ich nahm es mit – und wurde nicht enttäuscht. Mohamed Mbougar Sarr, geboren 1990 im Senegal, lebt und schreibt zwischen den Kulturen. Sein Roman, ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt, ist nicht weniger als ein literarisches Ereignis: eine kunstvolle, tiefgründige Hommage an die Kraft des Schreibens – und eine Spurensuche nach Erinnerung, Herkunft und Wahrheit. Inspiriert von der realen Figur Yambo Ouologuem erzählt Sarr von Diégane Latyr Faye, einem jungen Autor in Paris, der der Spur eines verschollenen Romans und seines Autors T.C. Elimane folgt – gefeiert, dann verstoßen, ausgelöscht. Diese literarische Spurensuche führt ihn über drei Kontinente, durch die Kolonialgeschichte, zwei Weltkriege und das Nachleben des Literaturbetriebs – und hinein in das Herz der Literatur selbst. Was Sarr gelingt, ist selten: ein Roman, der den Glauben an Literatur nicht nur behauptet, sondern selbst ein Beweis dafür ist. Die Geschichte kreist um große Themen – Selbsttäuschung, kulturelle Emanzipation, die Spannung zwischen Schweigen und Schreiben – und das in einer Sprache, die fordernd, poetisch und zutiefst durchdacht ist. Die ersten Kapitel wirken noch wie ein dichter Nebel aus Stimmen und Fragmenten. Man tastet sich voran, sucht Bedeutung, sucht Halt. Und plötzlich – wird man hineingezogen in diese Welt. Erzählebenen überlagern sich, Dokumente werden zu Figuren, die Zeit fließt rückwärts und vorwärts zugleich. Dies ist kein Buch, das man bloß liest. Es liest einen zurück. Ja, es ist anspruchsvoll. Die Dichte der Sprache, die häufigen Perspektivwechsel, die literarischen Anspielungen fordern ein waches, aufmerksames Lesen. Doch wer sich darauf einlässt, wird reich belohnt – mit einem Gefühl, das ich liebe: jenem tiefen Eintauchen, bei dem Lesen und Denken eins werden. Und über allem schwebt diese eine, große Frage, die bleibt wie ein Echo: Leben – oder schreiben? Die geheimste Erinnerung der Menschen ist ein Roman für Leserinnen und Leser, die Literatur nicht nur konsumieren, sondern ernst nehmen – als Erinnerungsspeicher, als Widerstand, als Wahrheitssuche.

  • Klaus Effing

    aus Köln

    5/5

    21.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein literarisches Meisterwerk!

    „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarr (ca. 440 Seiten, Hanser Verlag) . Dieser Roman hat mich gefordert! Er ist ein literarisches Rätsel – fordernd, vielstimmig und nahezu einmalig. In unserem Lesekreis haben wir diesen Roman lebhaft diskutiert – und das aus gutem Grund: „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ ist kein Buch, das man einfach so „wegliest“. Es ist ein Werk, das mit literarischen Formen spielt, verschiedene Stimmen und Perspektiven miteinander verwebt und dabei immer wieder unsere Lesegewohnheiten herausfordert. Es ist ein komplexes Buch, das ich evtl. ein zweites Mal lesen werden (das mache ich fast nie!). Zunächst ist da Diégane Latyr Faye, ein junger senegalesischer Autor im Pariser Exil, der auf die Spur eines geheimnisvollen Romans namens „Das Labyrinth des Unmenschlichen“ stößt – ein Werk, das einst als Meisterstück gefeiert, dann skandalisiert und schließlich aus dem literarischen Gedächtnis getilgt wurde. Der angebliche Autor, T.C. Elimane, verschwand ebenso plötzlich wie sein Buch. Diégane begibt sich auf eine Art literarische Schnitzeljagd – und genau hier liegt eine der großen Stärken, aber auch Herausforderungen des Buches: Es ist als ob es ein Buch in einem Buch wäre. Während Diégane auf Spurensuche geht, entfaltet sich gleichzeitig ein zweiter Erzählstrang: die Geschichte von T.C. Elimane – erzählt unter anderem von dessen Cousine – und damit auch ein Nachdenken über die Verantwortung von Literatur, Identität und Wahrheit. Was uns im Lesekreis besonders beeindruckt hat: Sarr meistert es, jeder Stimme einen ganz eigenen Ton zu verleihen – mal sachlich, mal lyrisch, dann wieder fragmentarisch oder essayistisch. T.C. Elimane selbst blieb für mich aber schwer fassbar – vielleicht sogar absichtlich. Er ist eher Mythos, Spiegel für die vielen Fragen, die sich der Roman stellt: Wem gehört eine Geschichte? Was bedeutet literarischer Erfolg? Wie gehen wir mit kulturellem Erbe um – besonders im Spannungsfeld zwischen afrikanischer und europäischer Perspektive?

  • Bewertung

    5/5

    01.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Ein bedeutendes Buch erzählt immer nur von nichts, und doch steckt alles in ihm“

    „Versuche nie zu sagen, wovon ein großes Buch handelt. Wenn du es dennoch tust, ist die einzig mögliche Antwort: »von nichts«. Ein bedeutendes Buch erzählt immer nur von nichts, und doch steckt alles in ihm.“ Diesen Rat gibt ein Übersetzer dem Protagonisten Diégane. Und „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarr ist genau ein solches bedeutsames Buch. Diégane ist Literaturstudent und will eigentlich seine Doktorarbeit schreiben. Bei seinen Recherchen stößt er auf den Namen T.C.Elimane, der in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1938 als „der schwarze Rimbaud“ betitelt wird. Er begibt sich auf die Suche nach dessen einzigen Romans „ Das Labyrinth des Unmenschlichen“ und nach einer, zugegebenermaßen absurden, Erotikszene, kommt er in den Besitz des Buches und es beginnt eine mysteriöse Odyssee durch die Identität des verschollenen Autors und einer enormen Bandbreite von Themen ( allen voran Rassismus und Kolonialismus). Was mit einem Ich-Erzähler beginnt, führt zu einem „Labyrinth“ von ausgeklügelten Erzählstrukturen, die den/die Leser*In in seinen Bann ziehen. Dieses Buch zeigt, was Literatur mit einem Menschen machen kann und wohin einen ein einziges Buch führen kann.

  • MarieOn

    5/5

    20.06.2024

    Buch (Taschenbuch)

    So eine gut durchdachte Geschichte

    Diégane Latyr Faye, ein junger Mann aus dem Senegal schrieb nach seinem Studium einen kurzen Roman „Anatomie der Leere“. In den ersten zwei Monaten nach erscheinen verkaufte er neunundsiebzig Exemplare, etliche davon an sich selbst, dann schloss sich Stille um das Buch. Auf Facebook erhielt es 1.700 Likes und Kommentare: „Yo Bro, weiter so!“, „Du machst uns stolz!“, „Wo kann man es kaufen?“ (Stand im Posting), „Was kostet es?“ (ebenfalls), „Wie heißt es?“ (dito). Dann nach weiteren vier bis fünf Monaten der Ruhe versetzte ein Literaturkritiker dem Buch den Todesstoß, indem er es, die kommende Verheißung der francophonen afrikanischen Literatur nannte. Da wußten alle, dass Diégane der Xte Debütant war, der vor Talent nur so triefte. Dann fiel ihm das Buch von Elimane „Das Labyrinth des Unmenschlichen“ in die Hände, das dieser 1938 geschrieben hatte. Das Buch erreichte ihn durch die atemraubende Siga D., ebenfalls aus Afrika, ebenso Autorin, allerdings eine, die sich schon gefunden hatte und dem was sie zu sagen hatte, treu blieb. Siga hatte sich der unbedingten Ehrlichkeit verschrieben und wähnte ebensoviele Befürworter wie Kritiker an ihrer Seite, von denen Letztere, nicht wenige, gegen sie prozessierten. Tja und der dritte im Bunde war Musimbwa: Ich erinnere mich, dass ich ihm anfangs misstraute, wenn nicht gar ihn verachtete, als er wie ein roher Meteorid in die Literaturszene einschlug und mit einer Gleichgültigkeit, von der ich nicht wusste, ob sie an Demut oder an Arroganz grenzte, Preise, Bewunderung und Lorbeeren einheimste. Dieser Musimbwa ist nur eine Mode, dachte ich, sein Erfolg liegt in der Luft, deshalb wird er sich erkälten … S. 47 Jedenfalls gab Siga D. Diégane das einzige noch existierende Exemplar von Elimanes „Das Labyrinth des Unmenschlichen“ und weckte in ihm das tiefe Bedürfnis Elimane zu folgen. Fazit: So eine gut durchdachte Geschichte. Mohamed Mbougar Sarr ist tatsächlich eine Ausnahmegeschichte über eine Ausnahmegeschichte gelungen. Er räumt auf, mit den französischen Kolonien, den deutschen Nazis und grundsätzlichem Rassismus. Er bedenkt den Literaturbetrieb mit der Ironie und Polemik, den er verdient. Spielt mit Erwartungen und Vorurteilen an Autor*innen, obwohl jede*r Leser*in doch nur subjektiv ermessen kann, was gefällt oder nicht. Und was mir besonders gut gefallen hat, die Darstellung seiner Charaktere, wie er sie alle so menschlich zeichnet, mich hinter die Kulissen führt und deren Beweggründe beleuchtet. Seine Schreibweise ist arg unterhaltsam, die Technik sorgt dafür, dass ich mich trotz der vielen exotischen Namen und Zeitsprünge gut zurecht gefunden habe. Mohamed Mbougar Sarr hat mich mitten hineingeführt in seine Geschichte, die unterhaltsam, spannend, erhellend und bildreich ist und ich habe keine einzige Sekunde meiner Zeit bereut. Große Leseempfehlung!

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Bewertungen (19)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Literatur als ein unheimlicher Sarg

    Das Suchen ist immer auch eine Suche nach sich selbst, auch wenn es um die Suche nach dem Autor eines Buches geht. Natürlich geht es nicht bloß darum zu wissen, wer ich bin und welchen Namen ich trage, woher ich komme, wo ich wohne und wohin ich gehen werde. So einfach, wie sich die Frage nach der Identität stellen lässt, so schwierig ist es, den Kreis zu schließen, um zu antworten. Mohamed Mboubar Sarr lässt seinen Roman mit der Bemerkung beginnen, dass die Frage nach dem Schriftsteller und dessen Werk durch die Rundung eines Labyrinths führt, an deren Kreisende und Zielpunkt die Einsamkeit steht. Durch diese Irrnis führt uns der Autor, auf der Suche nach dem verschollenen Schriftsteller T:C: Elimane und dessen Buch "Das Labyrinth des Unmenschlichen". Gegen Ende des Romans heißt es: "Möglicherweise ist in der Literatur gar nichts zu finden. Sie ist ein unheimlicher Sarg, schwarz und glänzend, doch möglicherweise enthält er keinen Leichnam." Möglicherweise ist die Suche nach der Identität eine Suche nach nichts, damit es noch nicht nichts gibt. Die Frage nach der Identität scheint wie ein glitzerndes Ding zu sein, das Buch als ein Sarg, in dem nichts verborgen liegt. Mohamed Mboubar Sarrs Roman ist ein kluges Buch über das Schreiben und über die Frage nach der Identität: ausgelotet im Tiefgang der Politik und deren Gewalt. Die Belesenheit des Autors ist erfahrbar und mit Gewandtheit ausgestattet.
  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolle Literatur für LeserInnen, die in die mystische afrikanische Welt (Senegal) eintauchen möchten

    „Die Kolonisation sät bei den Kolonisierten Verzweiflung, Tod, Chaos. Doch sie sät in ihnen auch – und das ist ihr teuflischster Erfolg – den Wunsch zu werden, was sie zerstört.“ Eine Clique junger afrikanischer Studenten und Emigranten in Paris auf der Suche nach dem Leben, nach der Zukunft und nach dem Autor des geheimnisvollen Meisterwerks „Das Labyrinth des Unmenschlichen“. Ein Roman über Literatur und das Schreiben, über Entwurzelung, Migration und Exil. Preisgekrönte Literatur für Leser, die in die mystische afrikanische Welt des Senegal eintauchen möchten.
  • Zum Bewerterprofil von Sonja Wachauer

    Sonja Wachauer

    Thalia Ried – Weberzeile

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tatsächlich... Literatur

    Wow, ein wahrhaftig literarischer Roman...da ist alles drin, intensiv, leidenschaftlich, einnehmend...mit zahlreichen Einschüben, Literatur Theorie, Geschichte...und Erotik - ein Vergnügen!

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