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Die geheimste Erinnerung der Menschen Roman / Prix Goncourt 2021

19

28,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.11.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

14,7/21,4/4,1 cm

Gewicht

628 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

7

Originaltitel

La plus secrète mémoire des hommes

Übersetzt von

Holger Fock + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27411-2

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.11.2022

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

448

Maße (L/B/H)

14,7/21,4/4,1 cm

Gewicht

628 g

Farbe

Camel / Anthrazit

Auflage

7

Originaltitel

La plus secrète mémoire des hommes

Übersetzt von

  • Holger Fock
  • Sabine Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-27411-2

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    01.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Ein bedeutendes Buch erzählt immer nur von nichts, und doch steckt alles in ihm“

    „Versuche nie zu sagen, wovon ein großes Buch handelt. Wenn du es dennoch tust, ist die einzig mögliche Antwort: »von nichts«. Ein bedeutendes Buch erzählt immer nur von nichts, und doch steckt alles in ihm.“ Diesen Rat gibt ein Übersetzer dem Protagonisten Diégane. Und „Die geheimste Erinnerung der Menschen“ von Mohamed Mbougar Sarr ist genau ein solches bedeutsames Buch. Diégane ist Literaturstudent und will eigentlich seine Doktorarbeit schreiben. Bei seinen Recherchen stößt er auf den Namen T.C.Elimane, der in einem Zeitungsartikel aus dem Jahr 1938 als „der schwarze Rimbaud“ betitelt wird. Er begibt sich auf die Suche nach dessen einzigen Romans „ Das Labyrinth des Unmenschlichen“ und nach einer, zugegebenermaßen absurden, Erotikszene, kommt er in den Besitz des Buches und es beginnt eine mysteriöse Odyssee durch die Identität des verschollenen Autors und einer enormen Bandbreite von Themen ( allen voran Rassismus und Kolonialismus). Was mit einem Ich-Erzähler beginnt, führt zu einem „Labyrinth“ von ausgeklügelten Erzählstrukturen, die den/die Leser*In in seinen Bann ziehen. Dieses Buch zeigt, was Literatur mit einem Menschen machen kann und wohin einen ein einziges Buch führen kann.

  • Bewertung

    5/5

    02.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der senegalesiche Autor macht...

    Der senegalesiche Autor macht sich in seinem atemberaubenden Roman auf die Suche nach einem vergessenen afrikanischen Autor. Ein Buch für Menschen, die Bücher generell und insbesondere französischsprachige Literatur lieben. Völlig zurecht mit dem Prix Goncourt geehrt!

  • Katrin

    aus Kiel

    5/5

    15.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literarische Obsessionen

    Diégane Latyr Faye ist ein junger senegalesischer Autor, der in Paris eigentlich sowohl an seiner Doktorarbeit als auch an seinem zweiten Roman sitzt und durch Zufall ein Buch in die Hände bekommt, nach dem er schon seit Langem gesucht hat: T. C. Elimanes „Das Labyrinth des Unmenschlichen“, das 1938 als dessen Debüt erschien und für Wirbel in der Pariser Literaturszene sorgte. Der Autor, ebenfalls aus dem Senegal stammend, wurde als „schwarzer Rimbaud“ bezeichnet, denn natürlich konnte sein Werk nur vor der Folie europäischer Literatur betrachtet werden. Doch nach rassistischen Verrissen und einem Skandal verschwanden sowohl Werk als auch Autor in der Versenkung. Entsprechend euphorisch ist Diégane, als er den Roman endlich lesen kann und ihn als ein Stück großartige Literatur erkennt. Er macht sich auf die Suche nach dem Autor, liest alte Kritiken, recherchiert in Archiven und spricht mit Menschen, die ihn kannten. Trotzdem bleibt Elimane nicht greifbar, er wirkt wie ein Geist, der verschiedene Gestalten annehmen kann. Sarr hat seinen Roman als Labyrinth angelegt, er spielt mit verschiedenen Erzähl- und Zeitebenen, sodass ein konzentriertes Lesen notwendig ist. Durch die unterschiedlichen Erzähler*innen verändert sich auch Elimane ständig, er changiert zwischen verkanntem Genie und Racheengel, er ist Sohn, Liebhaber, Schriftsteller und mysteriöses Wesen gleichzeitig. In einem Labyrinth kann man sich leicht verlaufen, doch Sarr schafft es, uns als Leser*innen sicher wieder hinauszuführen. Dabei führt er alle Wege wieder zusammen, und am Ende habe ich mich gefragt, ob ich das schade oder genial finden soll. Spaß gemacht hat der Roman auf jeden Fall, es geht schließlich um Literatur in der Literatur und die Frage, ob es ein Buch geben kann, das alle anderen Bücher überflüssig macht. Und es geht um Kolonialismus und unseren Blick auf andere, um die Frage, wer über wen sprechen darf und wer vielleicht gar nicht erkennen kann, um was es geht.

  • Bewertung

    5/5

    09.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine große postkoloniale Erzählung

    Suchst du eine große Erzählung, in die du eintauchen kannst? Ein Labyrinth, das dich in den Bann zieht, ausufernd, spannend, soghaft, episch, mit Humor, mit Libido, mit einem klaren Blick und einem Schuss Selbstironie? Suchst du eine große Erzählung, die die Literatur selbst zum Gegenstand macht, die Liebe zum Lesen, zum Schreiben, die Betrachtung der Welt durch die Augen der Literatur? Suchst du eine große Erzählung aus der Perspektive einer senegalesisch-pariser Figur, die sich weigert, rassistische Klischees zu bedienen, diese thematisiert, historisch einordnet und zurückspielt? Dann greife zu diesem. Konzentration braucht es schon, die Ebenen und Fährten dieses klugen Romans zusammen zu bringen. Doch es lohnt sich sehr, denn »Die geheimste Erinnerung der Menschen« führt eine fast altmodisch anmutende klassische etwas größenwahnsinnige Erzählung, die sowie europäischen, als auch lateinamerikanischen und westafrikanischen Erzählungtraditionen folgt, zusammen mit einem heutigen Sound, einem krimihaft aufgebauten Plot und einer kaum zu entgegnenden Kritik am Literaturbetrieb, der als Spiegel dient für eine rassistische postkoloniale Situation. Gewidmet hat Sarr »Die geheimste Erinnerung der Menschen« Yambo Ouluguem, der mit »Das Gebot der Gewalt« 1968 als erster Afrikanischer Autor den Prix Renaudot gewann, dann mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert wurde und sich nach Mali zurückzog. Sarr spinnt aus ihm Elimane, der 1938 als erster afrikanischer Autor einen wichtigen Literaturpreis in Frankreich gewinnt, dafür gefeiert, angezweifelt, angefeindet und schließlich mit Plagiatsvorwürfen überzogen wird, ohne der Frage der Intertextualität nachzugehen. 80 Jahre später fällt dem jungen Autor Diégane Latyr Faye das phantastische Werk nebst Geschichten um den Autoren in die Hände und er folgt den fragmentierten Spuren, die sich anders als erwartet zusammenfügen. 2021 gewann der erst 31jährige Sarr mit diesem großartigen Traditionen, Zeiten und Perspektiven verpflechtenden postkolonialen Roman den wichtigen Prix Goncourt.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    09.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine große postkoloniale…

    Eine große postkoloniale Erzählung Suchst du eine große Erzählung, in die du eintauchen kannst? Ein Labyrinth, das dich in den Bann zieht, ausufernd, spannend, soghaft, episch, mit Humor, mit Libido, mit einem klaren Blick und einem Schuss Selbstironie? Suchst du eine große Erzählung, die die Literatur selbst zum Gegenstand macht, die Liebe zum Lesen, zum Schreiben, die Betrachtung der Welt durch die Augen der Literatur? Suchst du eine große Erzählung aus der Perspektive einer senegalesisch-pariser Figur, die sich weigert, rassistische Klischees zu bedienen, diese thematisiert, historisch einordnet und zurückspielt? Dann greife zu diesem. Konzentration braucht es schon, die Ebenen und Fährten dieses klugen Romans zusammen zu bringen. Doch es lohnt sich sehr, denn »Die geheimste Erinnerung der Menschen« führt eine fast altmodisch anmutende klassische etwas größenwahnsinnige Erzählung, die sowie europäischen, als auch lateinamerikanischen und westafrikanischen Erzählungtraditionen folgt, zusammen mit einem heutigen Sound, einem krimihaft aufgebauten Plot und einer kaum zu entgegnenden Kritik am Literaturbetrieb, der als Spiegel dient für eine rassistische postkoloniale Situation. Gewidmet hat Sarr »Die geheimste Erinnerung der Menschen« Yambo Ouluguem, der mit »Das Gebot der Gewalt« 1968 als erster Afrikanischer Autor den Prix Renaudot gewann, dann mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert wurde und sich nach Mali zurückzog. Sarr spinnt aus ihm Elimane, der 1938 als erster afrikanischer Autor einen wichtigen Literaturpreis in Frankreich gewinnt, dafür gefeiert, angezweifelt, angefeindet und schließlich mit Plagiatsvorwürfen überzogen wird, ohne der Frage der Intertextualität nachzugehen. 80 Jahre später fällt dem jungen Autor Diégane Latyr Faye das phantastische Werk nebst Geschichten um den Autoren in die Hände und er folgt den fragmentierten Spuren, die sich anders als erwartet zusammenfügen. 2021 gewann der erst 31jährige Sarr mit diesem großartigen Traditionen, Zeiten und Perspektiven verpflechtenden postkolonialen Roman den wichtigen Prix Goncourt.

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  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Literatur als ein unheimlicher Sarg

    Das Suchen ist immer auch eine Suche nach sich selbst, auch wenn es um die Suche nach dem Autor eines Buches geht. Natürlich geht es nicht bloß darum zu wissen, wer ich bin und welchen Namen ich trage, woher ich komme, wo ich wohne und wohin ich gehen werde. So einfach, wie sich die Frage nach der Identität stellen lässt, so schwierig ist es, den Kreis zu schließen, um zu antworten. Mohamed Mboubar Sarr lässt seinen Roman mit der Bemerkung beginnen, dass die Frage nach dem Schriftsteller und dessen Werk durch die Rundung eines Labyrinths führt, an deren Kreisende und Zielpunkt die Einsamkeit steht. Durch diese Irrnis führt uns der Autor, auf der Suche nach dem verschollenen Schriftsteller T:C: Elimane und dessen Buch "Das Labyrinth des Unmenschlichen". Gegen Ende des Romans heißt es: "Möglicherweise ist in der Literatur gar nichts zu finden. Sie ist ein unheimlicher Sarg, schwarz und glänzend, doch möglicherweise enthält er keinen Leichnam." Möglicherweise ist die Suche nach der Identität eine Suche nach nichts, damit es noch nicht nichts gibt. Die Frage nach der Identität scheint wie ein glitzerndes Ding zu sein, das Buch als ein Sarg, in dem nichts verborgen liegt. Mohamed Mboubar Sarrs Roman ist ein kluges Buch über das Schreiben und über die Frage nach der Identität: ausgelotet im Tiefgang der Politik und deren Gewalt. Die Belesenheit des Autors ist erfahrbar und mit Gewandtheit ausgestattet.
  • Zum Bewerterprofil von Hans Wilhelm Schmölzer

    Hans Wilhelm Schmölzer

    Thalia Villach – Atrio

    Buchhändler*in

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    5/5

    26.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolle Literatur für LeserInnen, die in die mystische afrikanische Welt (Senegal) eintauchen möchten

    „Die Kolonisation sät bei den Kolonisierten Verzweiflung, Tod, Chaos. Doch sie sät in ihnen auch – und das ist ihr teuflischster Erfolg – den Wunsch zu werden, was sie zerstört.“ Eine Clique junger afrikanischer Studenten und Emigranten in Paris auf der Suche nach dem Leben, nach der Zukunft und nach dem Autor des geheimnisvollen Meisterwerks „Das Labyrinth des Unmenschlichen“. Ein Roman über Literatur und das Schreiben, über Entwurzelung, Migration und Exil. Preisgekrönte Literatur für Leser, die in die mystische afrikanische Welt des Senegal eintauchen möchten.
  • Zum Bewerterprofil von Sonja Wachauer

    Sonja Wachauer

    Thalia Ried – Weberzeile

    Buchhändler*in

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    5/5

    01.01.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tatsächlich... Literatur

    Wow, ein wahrhaftig literarischer Roman...da ist alles drin, intensiv, leidenschaftlich, einnehmend...mit zahlreichen Einschüben, Literatur Theorie, Geschichte...und Erotik - ein Vergnügen!

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