Internat

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.01.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

19/11,7/2,4 cm

Gewicht

282 g

Beschreibung

Rezension

»Große Sprachkunst.« ("DIE ZEIT")
»Zhadans Sprachfuror und der pulsierende Rhythmus seiner Sätze peitschen einen regelrecht durch das Inferno.« ("Neue Zürcher Zeitung")

»
Internat
ist ein kleines Meisterwerk, kongenial übersetzt von Juri Durkot und Sabine Stöhr ... Es ist mehr als ein Roman über einen fast vergessenen Krieg in Europa. Es geht auch um das universale Thema des Menschen, der seine Heimat verliert, weil er gehen muss, gehen will oder bleibt, aber sie nicht mehr als seine Heimat erkennen kann.«
("DER SPIEGEL")

»Doch das größte Lob gebührt natürlich dem Autor, Serhij Zhadan. ... Auch
Internat
legt Zeugnis ab von seiner herausragenden Fähigkeit, die Welt der Ostukraine mit bestechender Präzision zu schildern, ohne sie zu banalisieren, zu bagatellisieren.«
("der Freitag")
»Serhij Zhadan ... hat den bislang wohl wichtigsten Roman über den Krieg in seiner Heimat geschrieben, ohne Ideologie, ohne Vereinfachung und mit unvergesslichen Bildern.« ("ndr.de")
»Ein visionärer, immer wieder unruhig hochflackernder Roman, der das Bewusstsein seines Helden auf filmische Weise vor Augen führt und hellwach ist. Er handelt von einer Gegenwart, die keineswegs fern und die Gegenwart Europas ist.« ("Börsenblatt")

»Hoffnung hat auch Serhij Zhadan trotz alledem, wenn er auf sein schwieriges und zerrissenes Heimatland, die Ukraine, blickt. Mit seinem expressiven Winterroman
Internat
hat er dafür den überzeugenden literarischen Ausdruck gefunden.«
("Deutschlandfunk")
»Der glänzend ins Deutsche übertragene ... Roman entfaltet eine eigentümliche, hyperwache Stimmung.« ("Deutschlandfunk Kultur")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.01.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

300

Maße (L/B/H)

19/11,7/2,4 cm

Gewicht

282 g

Auflage

1

Originaltitel

Angabe fehlt

Übersetzt von

  • Juri Durkot
  • Sabine Stöhr

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47233-0

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Ostukraine

Grete aus Gudensberg am 29.03.2023

Bewertungsnummer: 1910526

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Den Krieg, den der Wester ignoriert hat. Wenn man sich nicht einmischt passiert einem nichts, so glauben viele Bewohner der Station über die Auseinandersetzung im Donbass herumzukommen. Auch Pascha ein Ukrainischlehrer, versucht seinen Alltag zu leben, ungeliebt von den Schülern und nicht ernstgenommen von seiner Familie. Nun muss er seinen Neffen aus dem Internat aus der Stadt abholen - viel zu spät "die anderen" übernehmen die Stadt. Pascha stellt sich der Aufgabe und will seinen Neffen heimholen, der HInweg vom Aufbruch, Stillstand und Flucht geprägt. Zhadan findet Worte und Bilder, die den Konflikt für den Leser sehr nah erlebbar machen, die Zermürbung, die Wehrlosigkeit, die Sinnlosigkeit und das Leiden der Zivilbevölkerung. Und immer wieder die Sprache russisch/ukrainisch die immer wieder zum Ausdruck bringt ob Freund und Feind. Frank Arnold hat gut gelesen und auch den aufmüpfigen Sascha eine Stimme gegeben. Kommen sie nach Hause?
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Ostukraine

Grete aus Gudensberg am 29.03.2023
Bewertungsnummer: 1910526
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Den Krieg, den der Wester ignoriert hat. Wenn man sich nicht einmischt passiert einem nichts, so glauben viele Bewohner der Station über die Auseinandersetzung im Donbass herumzukommen. Auch Pascha ein Ukrainischlehrer, versucht seinen Alltag zu leben, ungeliebt von den Schülern und nicht ernstgenommen von seiner Familie. Nun muss er seinen Neffen aus dem Internat aus der Stadt abholen - viel zu spät "die anderen" übernehmen die Stadt. Pascha stellt sich der Aufgabe und will seinen Neffen heimholen, der HInweg vom Aufbruch, Stillstand und Flucht geprägt. Zhadan findet Worte und Bilder, die den Konflikt für den Leser sehr nah erlebbar machen, die Zermürbung, die Wehrlosigkeit, die Sinnlosigkeit und das Leiden der Zivilbevölkerung. Und immer wieder die Sprache russisch/ukrainisch die immer wieder zum Ausdruck bringt ob Freund und Feind. Frank Arnold hat gut gelesen und auch den aufmüpfigen Sascha eine Stimme gegeben. Kommen sie nach Hause?

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Kaum auszuhalten

Sursulapitschi am 19.02.2023

Bewertungsnummer: 1883405

Bewertet: Hörbuch-Download

Ich höre mich durch die Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis. Dieses Buch ist auch nominiert worden und es ist tatsächlich sehr besonders. Hier geht es um Grauenhaftes, was gerade jetzt wieder traurig aktuell ist. In einer frisch besetzten Stadt auf der Krim möchte ein Mann seinen Neffen aus dem Internat abholen. Die offiziellen Wege sind nicht mehr benutzbar. An manchen Stellen wird noch gekämpft und wenn nicht gekämpft wird, wird kontrolliert. Mitten im Krieg sind noch nicht mal die eigenen Soldaten deine Freunde. „Temporäre Binnenflüchtlinge“ fliehen sinnlos hin und her, weil es nirgendwo Sicherheit gibt. Um Nahrung und Unterkunft zu finden, muss man erfinderisch sein. Serhij Zhadan beschreibt eindrucksvoll und poetisch diese furchtbare Situation. Die Lektüre ist wirklich deprimierend, kaum auszuhalten, aber damit auch umso realistischer. Hier wird eine einfache Fahrt durch die Stadt zu einer gemeingefährlichen kilometerlangen Reise, die hin und zurück drei Tage dauert. Ein großes Kompliment auch an Frank Arnold der es schafft, diesen erschütternden Text in einem sachlichen Ton zu lesen. Alles andere wäre in diesem Fall unerträglich, ist doch der Text selbst schon maximal aussagekräftig. Das Hörbuch dauert leidvolle 11 Stunden und 29 Minuten, ist aber auch zutiefst beeindruckend.
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Kaum auszuhalten

Sursulapitschi am 19.02.2023
Bewertungsnummer: 1883405
Bewertet: Hörbuch-Download

Ich höre mich durch die Nominierungen für den Deutschen Hörbuchpreis. Dieses Buch ist auch nominiert worden und es ist tatsächlich sehr besonders. Hier geht es um Grauenhaftes, was gerade jetzt wieder traurig aktuell ist. In einer frisch besetzten Stadt auf der Krim möchte ein Mann seinen Neffen aus dem Internat abholen. Die offiziellen Wege sind nicht mehr benutzbar. An manchen Stellen wird noch gekämpft und wenn nicht gekämpft wird, wird kontrolliert. Mitten im Krieg sind noch nicht mal die eigenen Soldaten deine Freunde. „Temporäre Binnenflüchtlinge“ fliehen sinnlos hin und her, weil es nirgendwo Sicherheit gibt. Um Nahrung und Unterkunft zu finden, muss man erfinderisch sein. Serhij Zhadan beschreibt eindrucksvoll und poetisch diese furchtbare Situation. Die Lektüre ist wirklich deprimierend, kaum auszuhalten, aber damit auch umso realistischer. Hier wird eine einfache Fahrt durch die Stadt zu einer gemeingefährlichen kilometerlangen Reise, die hin und zurück drei Tage dauert. Ein großes Kompliment auch an Frank Arnold der es schafft, diesen erschütternden Text in einem sachlichen Ton zu lesen. Alles andere wäre in diesem Fall unerträglich, ist doch der Text selbst schon maximal aussagekräftig. Das Hörbuch dauert leidvolle 11 Stunden und 29 Minuten, ist aber auch zutiefst beeindruckend.

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von Serhij Zhadan

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