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Michel Houellebecq

1. Vernichten

Vernichten Ungekürzte Lesung mit Christian Berkel (2 mp3-CDs)

Gesprochen von
12

35,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Christian Berkel

Spieldauer

19 Stunden und 9 Minuten

Erscheinungsdatum

25.01.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Originaltitel

Anéantir

Übersetzt von

Stephan Kleiner + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783742424242

Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Christian Berkel

Spieldauer

19 Stunden und 9 Minuten

Erscheinungsdatum

25.01.2022

Hörtyp

Lesung

Medium

Audio

Anzahl

2

Verlag

Der Audio Verlag

Originaltitel

Anéantir

Übersetzt von

  • Stephan Kleiner
  • Bernd Wilczek

Sprache

Deutsch

EAN

9783742424242

Herstelleradresse

Der Audio Verlag
Hardenbergstr. 9A
10623 Berlin
DE
info@der-audio-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Pregassona

    2/5

    10.03.2022

    Hörbuch (Audio)

    Skurril, enttäuschend.

    Mein erstes Huellebecq Buch. Ich erwartete Provokation, steile Thesen, Populismus, Rassismus, subtile Gesellschaftsanalyse. Gut, all das kommt in diesem Buch nicht vor. Er ist sicherlich ein guter Schriftsteller, die Hauptfiguren sind präzise skizziert. Die Nebenfiguren bleiben allerdings sehr schwammig. Das einzige Überzeugende ist die Liebesgeschichte der Hauptperson, mit seiner Frau. Die Wandlung von einer sich ausgelebten Ehe zurück in eine tiefe, wahre Beziehung und Liebe. Das war's dann auch schon. Das ganze politische hat weder Hand noch Fuss. Der Roman spielt zwar im Wahlkampf 2027, aber der bleibt, wie so ziemlich alles, ein marginal tangierter Nebenschauplatz. Videos von Enthauptungen, Bombenanschläge. Aber wer dahinter steckt, warum es passierte, und was es bewirkte, darüber schweigt Huellebecq sich aus. Ein paar Passagen sind auch komplett unlogisch und auch schon nur vom zeitlichen Ablauf schlichter Nonsens. Die Krankenschwester, die in einem Pflegeheim arbeitet, dort zusammen mit den Angehörigen die Pazienten vorbildlich pflegt, wird aus dubbiosen Gründen auf eine andere Station im gleichen Pflegeheim versetzt, und innert einer Woche liegen dort die Alten in ihren Exkrementen, liegen sich wund, bekommen kein Essen und werden miserabel gepflegt. Solch eine Verschlechterung in der Pfege dauert Jahre. Das kann nicht in einer Woche passieren. Und dann kam der Schluss. Die letzten ca 200 Seiten. Was soll ich dazu sagen? Keine Ahnung, mir fehlen die Worte. Plötzlich wird die Hauptfigur todkrank, leidet an einer der zerstörendsten Krebsarten, die den Menschen entstellt und entwürdigt und auch Begleiterscheinungen wie Verwesungsgeruch, unmöglichkeit zu essen und trinken und anderes beinhaltet. Die Therapie ist brutal, trotz keinerlei Aussicht auf Genesung. Die Krankheitspassagen sind präzise und realistisch. Das kann ich bewerten, da ich im Krankenhaus arbeite. Aber die Geschichte seiner Krankheit im Endstadium wird auf seine männliche Sexualität fixiert. Die letzten 150 Seiten drehen sich eigentlich nur noch um der Hauptfigurs Penis. Wie er trotz Krankeit immer noch Steif wird. Welche Stellungen beim Sex noch möglich sind. Wie er trotz totgeweihtem Körper seine Frau noch penetrieren kann. Wie sehr sein Körper am Krebs zu Grunde geht, aber sein Schwanz dem ganzen trotzt. Die Hälfte des letzten Abschnitts, der von seiner Krankheit, erzählt von seinem Schwanz im Mund seiner Frau. Und wenn sie die letzten Sätze, die ich geschrieben habe ein bisschen wirr und abstossend empfinden, nun, genauso ist es mir bei der Lektüre dieses Buches ergangen. Fazit: am Anfang sehr schöne Geschichte einer Familie im Beaujolais, gut geschrieben, ein bisschen Lokalkolorit, ein bisschen Frankreich Feeling. Der Rest ist für mich ein Sammesurium an Geschichten, die bruchteilhaft erzählt werden. Nix hat einen Anfang, nix hat eine Entwicklung, nix hat ein Ende. Und der Schluss ist die Erzählung eines Krebstodes der Hauptfigur aus der sicht seines Schwanzes. Diese Buch kann man lesen, muss es aber nicht lesen. Und man verpasst wirklich gar nichts, wenn mann es nicht liest. Eine doch recht grosse Enttäuschung!

  • bücherwurm24

    aus Deutschland

    5/5

    19.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Terror, große Politik,…

    Terror, große Politik, Familiendramen. Houellebecq liefert immer wieder großartige Bücher ab. Fans sollten auf jeden Fall zugreifen, für Neulinge ist es durchaus ein guter Einstieg. Der mysteriöse Terror bleibt elegant im Hintergrund, auch die große Politik zieht sich langsam zugunsten der Familien- und Beziehungsdramen zurück. Das ist alles auf höchstem Niveau geschrieben. Ich liebe das Ganze schon allein wegen der liebevollen Erwähnung der Havannamarke "La Gloria Cubana". Absolut lesenswert!

  • Bewertung

    5/5

    12.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auch wenn dieser Roman in naher...

    Auch wenn dieser Roman in naher Zukunft spielt, trifft dieser Roman von Michel Houellebecq den Zeitgeist Frankreichs "en point". Unter der Härte von Themen und Formulierungen lauert eine romantische Sehnsucht nach Menschlichkeit und vor allem Menschwürde. Brillant (wie immer).

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    04.04.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    großes Lesevergnügen

    Nächster Präsident Frankreichs - ja oder nein? Der geeignetste Kandidat wäre für Paul Raison sein Chef Bruno Juge auf jeden Fall. Der Auftakt zur Wahl wird unmittelbar von terroristischen Anschlägen erschüttert. Die gut koordinierte Wahlkampfmaschinerie gerät ins Stocken. Als engster Vertrauter Brunos wird Paul mit der Aufklärung betraut. Während der kometenhafte berufliche Aufstieg an Brunos Seite zum Stillstand kommt, entwickelt sich Pauls Privatleben erfreulicher. Nach jahrelanger Flaute in ihrer Ehe, scheinen erstmals wieder zarte Annäherungen zu seiner Frau möglich.

  • Bewertung

    5/5

    16.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der vielleicht zarteste Houellebecq, den es jemals gab

    Von Michel Houellebecq ist man es gewöhnt, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, gerne aneckt und die Political Correctness missachtet. Auch galt er hin und wieder als Frauenfeind. In "Vernichten" erscheinen seine Frauenfiguren weicher gezeichnet und Houellebecq gesteht ihnen positive Eigenschaften zu. Aber Houellebecq wäre nicht Houellebecq, wenn es nicht doch hin und wieder schlüpfrig werden würde. Auf altbekanntem Terrain findet sich der Leser wieder, wenn es politisch wird. Diesmal geht es um die französischen Präsidentschaftswahlen und um eine Anschlagsserie mit anscheinend satanischem Hintergrund. Aber auch die philosophischen Einschübe kennt man nur zu gut von dem Franzosen. Gleichzeit ist "Vernichten" ein Gesellschaftsroman, bei dem es um den Zusammenhalt in der Familie, das Wiederaufflammen der Liebe und die Frage nach einem würdigen Leben im Seniorenalter geht. Obwohl dieser Roman über 600 Seiten lang ist, gelingt es Houellebecq gekonnt mittels plötzlicher Wendungen die Spannung bis zum Schluss zu halten. Der vielleicht versöhnlichste und beste Houellebcq-Roman, den es jemals gab.

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Bewertungen (12)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Oliver Mertens

    Oliver Mertens

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.02.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lobgesang auf die radikale Liebe

    Das "Enfant Terrible der französischen Literatur", der "Berserker des Abendlandes" zeigt in "Vernichten" leichte Symptome der Altersmilde. Klar, es wird auch in diesem Roman der Untergang des Abendlandes besungen und perfekt auf der Klaviatur der intelligenten Ironie und des heiteren Weltekels gespielt. Es gibt wahrscheinlich keinen aktuellen Autor, der den Zustand unserer Welt so schonungslos und in weiten Teilen wohl leider auch treffend beschreibt. Tatsächlich aber provoziert Houellebeqc diesmal vor allem mit einer Lobgesang auf die radikale Liebe: Eine Liebe die alles vernichtet, was ihr entgegensteht und die tatsächlich so etwas wie Glück gewähren kann, wenn auch nur für kurze Zeit. Der eigentliche Schocker kommt allerdings erst im Nachwort: Hier kündigt Houellebecq an, dass es für ihn Zeit sei, "aufzuhören". Hat er sich also mit vernichten als Romanautor gleich selbst mitvernichtet? Wir werden sehen, ob das nur eine weitere Finte im Spiel mit der medialen Aufmerksamkeit ist. Aber der Roman klingt doch irgendwie nach Abschied. Lesenswert ist er allemal, sofern man die Nerven hat, sich dieser umfassenden Vernichtung auszusetzen.

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