Von der Elbe an den Atlantik: Leander Losts erster Fall
Das Septemberlicht an der Algarve ist von betörender Schönheit. Am Flughafen von Faro nehmen Sub-Inspektorin Rosado und ihr Kollege Esteves einen schlaksigen Kerl in schwarzem Anzug und mit schmaler Lederkrawatte in Empfang: Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg, für ein Jahr in Diensten der Polícia Judiciária. Eine Teambildung der besonderen Art beginnt, als die portugiesischen Sub-Inspektoren feststellen müssen, dass ihr neuer Kollege aus Deutschland nicht nur merkwürdig gekleidet ist, sondern sich auch merkwürdig verhält. Erst langsam kommen sie dem Mörder eines Privatdetektivs auf die Spur, sowie der Tatsache, dass Leander Losts Merkwürdigkeiten dem Asperger-Syndrom geschuldet sind – und dass seine Inselbegabungen äußerst hilfreich sind bei der Lösung des Falls um die schmutzigen Machenschaften eines Wasserversorgers an der Algarve.
Mit genauem Gespür für Spannung, mit viel Humor, Lokalkolorit und Sinn für psychologische Details hat Gil Ribeiro die Herzen der Krimi-Hörer erobert.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
Book Circle Community
5/5
11.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein ungewöhnlicher Ermittler in einer Ferien-Idylle
Der Auftakt der Krimireihe rund um den autistischen deutschen Kommissar, Leander Lost, ist definitiv gelungen und macht Lust auf mehr. Der Krimi ist eine gute Mischung aus portugiesischem Flair, gut konstruiertem Kriminalfall und Protagonisten, die in Erinnerung bleiben.
Einer der grössten Reize dieses Buches ist die Figur des Leander Lost. Gil Ribeiro alias Holger Karsten Schmidt beschreibt dessen Andersartigkeit in keinem Fall klischeehaft oder abwertend, sondern mit viel Feingefühl. Er schafft es, dass man sich direkt in Leander hineinfühlen kann und manchmal von seinen Gedanken berührt wird, manchmal aber auch lächeln muss. Die Beziehung zwischen ihm und den portugiesischen Leuten rund um ihn herum entwickelt sich glaubwürdig und warmherzig.
Auch das Lebensgefühl der Algarve wird hervorragend eingefangen. Sonne, Meer, langsames Leben einerseits, aber auch soziale Spannungen, Politik andererseits.
Die Kriminalgeschichte an sich ist sehr spannend und kurzweilig aufgebaut. Auch ist der Ausgang der Geschichte nicht bis ins kleinste Detail voraussehbar. Ich habe die Ermittlungen quasi wie ,,mitermittelt’' - am Ende war mir das Team, zu meiner Überraschung, aber einen Schritt voraus.
Das Buch ist definitiv mehr als ein Krimi. Es ist eine Geschichte über das Fremdsein, über Freundschaft und über die Möglichkeit in der Fremde ein Zuhause zu finden. Der Krimi macht definitiv Lust auf mehr.
Eli
Book Circle Community
5/5
28.03.2025
Buch (Taschenbuch)
Krimi vom feinsten
Ich liebe diese Reihe und Leander Lost. Der Deutsche Austausch Beamte mit Autismus/ Asperger Syndrom verschlägt es nach Portugal. Mit seiner Gabe dem Erkennen von Mikroexpressionen im Gesicht und seiner unfähigkeit zu Lügen gibt es viele spannende und witzige Situationen. Alle Charaktere sind toll ausgearbeitet und wachsen einem sofort ans Herz. Toller Schreibstil, interessante Kulisse in die man am liebsten selbts abtauchen würde um ein kühles Sagres oder feines Pastetas zu geniessen. Die Ganze Reihe ist sehr zu empfehlen.
Stine
5/5
29.01.2025
Buch (Taschenbuch)
Wirklich eine tolle Reihe!
Ich bin seit dem ersten Band über Leander Lost begeistert von dieser Reihe…
Jetzt warte ich schon gespannt auf den nächsten Band.
Leander Lost ist so eine coole Figur! Einfach nur toll! Die Fälle sind das auch!
Ein geschichtsträchtiger zweiter Fall für Leander Lost!
In seinem zweiten Fall bekommt es das Ermittler-Trio mit kriminellen Machenschaften zu tun, deren Ursprung auf die koloniale Vergangenheit Portugals zurückgeht. Nachdem die Polizistin Teresa Fiadairo aus einer benachbarten Dienststelle entführt worden ist, bleibt Leander Lost und seinen Kollegen Graciana Rosado und Carlos Esteves nicht mehr viel Zeit, um sie lebend zu finden. Die Ermittlungen nehmen an Fahrt auf, als auch noch eine Frau und deren Tochter vermisst werden und die Täter immer noch ein Phantom sind. Während es für Senhor Lost beruflich turbulent zugeht, kehrt privat etwas Ruhe ein: Die von Gracianas Eltern adoptierte Zara ist bei Lost im Nebenhaus der Villa Elias eingezogen und möchte ihren Schulabschluss nachholen und auch die Tochter der entführten Polizistin, Eva Fiadairo, hat eine beruhigende Wirkung auf ihn, da sie ähnlich zu ticken scheint wie Lost. Letzteres gefällt Gracianas Schwester Soraia gar nicht, da sie heimlich in Leander verliebt ist...
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5/5
11.11.2024
eBook (ePUB 3)
Mundwinkel 15° nach oben? Wahrscheinlich ein Lächeln!
Mit Leander Lost ist es alles andere als einfach! Er ist manchmal beleidigend direkt, versteht absolut keinen Humor, hat null Ahnung von Ironie, ist vollkommen ausserstande zu lügen und die Stimmungslage seiner Mitmenschen hat er anhand der Stellung der Mundwinkel und Augenbrauen zu lesen gelernt, ein intuitives Verständnis davon besitzt er nicht. ___ Die besonders drastischen Auswirkungen von Losts Persönlichkeit belasten die Annäherung zu seinen neuen Kollegen doch sehr, etwa der Verrat des geheimen Cannabis Ackers, den die portugiesischen Polizist:innen doch unbedingt für sich behalten hätten wollen. Und über den von ihm abgegebenen Schuß sei hier nichts verraten, er trägt aber sicherlich auch nicht zu spontaner Freundschaft bei. Andererseits sind Losts Kombinationsgabe und seine analytischen Fähigkeiten ganz herausragend und es ist sein fotografisches Gedächtnis, das die anstehenden Ermittlungen erst in die richtige Richtung führt. ___ Leander Lost ist Betroffener des Asperger Syndroms. Er ist im Rahmen eines Austausch Programms für ein Jahr von Hamburg an die Algarve versetzt worden. Rasch wird klar, dass man in Hamburg dafür nicht den fähigsten Kollegen ausgesucht sondern die Gelegenheit genutzt hat, sich seiner zu entledigen. ___ Damit kommen bereits die sehr unterschiedlichen Mentalitäten zur Sprache: während man sich in Hamburg hinter seinem Rücken über Lost lustig macht, nehmen ihn die Kollegen in Fuseta nach anfänglichen Schwierigkeiten nicht nur bald ernst und sondern dann auch auf und arrangieren sich mit seinen Defiziten. Gil Ribeiro beschreibt die Portugiesen als ausserordentlich herzlich und (gast)freundlich, eine gewisse Melancholie ist ihnen in seinem Buch ebenso zu eigen wie der Wille und auch die Gabe, aus den Gegebenheiten stets das Beste zu machen. ___ Gil Ribeiro hat mit einem autistischen Kriminalpolizisten zweifellos eine Art Unique Selling Point geschaffen. Aber über alledem steht doch sicherlich die Frage, wie sehr das Buch als Kriminalroman taugt. Und da habe ich ganz hervorragende Nachrichten für den Leser. Neben seinen athmosphärischen Qualitäten ist das Buch auch ein ganz besonders gelungener Krimi, der sich einem gravierenden Problem dieser Region widmet, nämlich der Wasserversorgung. Lost in Fuseta ist eine schön komplexe, zunehmend spannende, stimmige, glaubwürdige und oft auch berührende Geschichte, die vorwiegend unterhalten will und dabei reflektiert und intelligent ein wichtiges Thema behandelt. Eine große Empfehlung für Krimileser!
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4/5
25.08.2018
Buch (Taschenbuch)
2. Teil des Krimis um den Hamburger...
2. Teil des Krimis um den Hamburger Kommissar Leander Lost an der portugiesischen Algarve.
Auch diesmal ist fast das Gefühlsleben des Asperger- Autisten spannender als der Krimi.
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