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Heaven

Roman

Buch (Gebundene Ausgabe)

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Beschreibung

Der vierzehnjährige namenlose Ich-Erzähler lebt ein einsames Leben bei seiner Stiefmutter – sein Vater fällt vor allem durch Abwesenheit auf. Von seinen Mitschülern wird er unerbittlich gequält, weil er eine Fehlstellung der Augen hat. Anstatt sich zu wehren, resigniert er und leidet stumm. Eines Tages findet er eine Nachricht in seinem Federmäppchen: »Wir gehören zur selben Sorte.« Es folgen weitere Botschaften; plötzlich ist da jemand, der ihn nach seiner Lieblingsfarbe fragt, nach seiner Leibspeise, der das Wetter kommentiert. Bald stellt sich heraus, dass die Nachrichten von der Einzigen stammen, die versteht, was er durchmacht: von seiner Klassenkameradin Kojima, die selbst gemobbt wird. Die beiden Jugendlichen treffen sich fortan regelmäßig, stets heimlich, in der Hoffnung, weitere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Sie finden Trost in der Gesellschaft des anderen, doch ihre Freundschaft bleibt von ihren Peinigern nicht unbemerkt.
Vielschichtig, fesselnd, philosophisch − mit ihrem Roman ›Heaven‹ unternimmt Mieko Kawakami eine literarische Tour de Force. Schonungslos, präzise und mit echtem Gefühl für ihre Protagonisten erzählt sie die Geschichte zweier Jugendlicher, die anders sind, in einer Gesellschaft, die kein Anderssein erträgt, und stellt damit abermals ihr schriftstellerisches Können unter Beweis.

»Kawakami macht ihren angstvollen Alltag nicht nur erdrückend nachempfindbar, sondern auch zu einem eindrucksvollen Weltanschauungsdiskurs zwischen den beiden, der noch lange nachwirkt.«
Katharina Kluin, STERN

»Kawakami [wirft] in trockenem Stil philosophische Fragen auf. Etwa, was es heißt, wehrhaft zu sein«
Lena Karger, WELT AM SONNTAG

»›Heaven‹ ist ein aufrüttelnder, verstörender, wahrhaftiger und fast schon philosophischer Roman über menschliche Unbarmherzigkeit und Gefühllosigkeit, aber auch über Wärme und Trost, die Freundschaften spenden.«
Sibylle Peine, DPA

»Die Autorin gibt keine Antwort. Aber sie stellt die richtigen Fragen.«
Dirk Wolters, FRANKFURTER NEUE PRESSE

»Im Grunde erzählt ›Heaven‹ in glasklarer und unprätentiöser Sprache eine universelle Mobbinggeschichte.«
Karin Cerny, FALTER

»Ein kluges Buch.«
Astrid Mayerle, BR DIWAN

»Meisterhaft in seiner Lakonie und inspirierend in seinem immanent philosophischen Zugang zum Sujet.«
Katharina Granzin, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kawakami hat einen unheimlich feinsinnigen, unsentimentalen Coming of Age Roman geschrieben..«
Sarah Murrenhoff, RBB KULTUR

»Hervorragend!«
Ulrike Frick, MÜNCHNER MERKUR

»›Heaven‹ trifft den Nerv der Zeit. Eine Hommage an das Schwächezeigen und Kritik an einer Gesellschaft, die sich mehr und mehr Schönheitsidealen und Optimierungszwängen hingibt.«
Carina Scherer, MISSY MAGAZINE

»Einfühlsam, aber niemals sentimental. ›Heaven‹ ist ein packender und zugleich tief erschütternder Roman.«
Barbara Geschwinde, WDR 5 BÜCHER

»Mieko Kawakami schürt Hoffnung, aus der Spirale von Einsamkeit und dem Gefühl des Nicht-Geliebt Werdens zu entkommen.«
Marius Leutenegger, LESEN MAGAZIN

»Mieko Kawakami hat eine schonungslose Mär über Stärke und Schwäche geschrieben, über Zeichen und Zufall und die Lesarten der Welt.«
Ingrid Mylo, BADISCHE ZEITUNG

»emotional, spannend und überzeugend«
Andreas Schröter, RUHR NACHRICHTEN

»Mieko Kawakamis Roman über Einsamkeit und Hilflosigkeit, aber auch über Hoffnung und Mut geht unter die Haut.«
Andrea Sell, GALA

»Ich habe lange nicht mehr etwas gelesen, in dem ich mich so wiedergefunden habe. […] Bitte unbedingt lesen und sich auf das Buch auch emotional einlassen!«
Markus Foppe, BREMEN ZWEI

»[E]in großer Wurf«
BERLINER MORGENPOST

»[E]in beachtliches Werk […], das noch lange nachhallt, nachdem man es weggelegt hat: «
Judith Brandner, DIE PRESSE

»Ein schonungsloses literarisches Soziogramm und einfühlsame Analyse einer universellen Problemstellung.«
Manfred Gram, TREND

»Einfühlsam und eindrücklich schildert [Kawakami] zu welchen Grausamkeiten Teenager untereinander fähig sind, wie schwer sie ihren Opfern das Leben damit machen, doch auch, was die Täter motiviert.«
GOSLARSCHE ZEITUNG

»Ein wichtiges Buch!«
Helmut Schneider, VORMAGAZIN

»Mieko Kawakami ist eine bemerkenswerte Erzählerin.«
Thomas Ziegler, TOGO BERLIN

»Vielschichtig, fesselnd, philosophisch – mit ihrem Roman ›Heaven‹ unternimmt Mieko Kawakami eine literarische Tour de Force und erzählt von Einsamkeit und Ausgrenzung, von Gewalt und Hilflosigkeit, aber auch von Freundschaft, Hoffnung und dem Mut der Verzweiflung. «
Bernd Kielmann, BUCH-MAGAZIN

»Heaven ist ein Buch, in das man hineingreifen möchte, um zwei geschundene Seelen einer unbarmherzigen Welt zu entreißen.«
André C. Schmechta, BELLETRISTIK-COUCH

»Kawakami ist hier ein Meisterstück gelungen. […] Absolute Leseempfehlung!«
Elisa Minet, JAPANLIEBE.DE

Details

Verkaufsrang

24140

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2021

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/2,3 cm

Beschreibung

Details

Verkaufsrang

24140

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2021

Verlag

DUMONT Buchverlag

Seitenzahl

192

Maße (L/B/H)

20,7/13,7/2,3 cm

Gewicht

360 g

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Hevun

Übersetzer

Katja Busson

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8321-8374-5

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Erschütternd

Bewertung aus Peine am 28.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lesende werden mitten hineingeworfen, in die Welt des Ich- Erzählers, die von Angst und Gewalt dominiert wird. Er wird in seiner Schulklasse gemobbt und die Täter schrecken auch vor körperlichen Angriffen nicht zurück. Vollkommen hilflos und ausgeliefert fühlt er sich, kann sich nicht erklären, warum die Aggressionen der Anderen sich gegen ihn richten. Dann bekommt er einen Brief von Kojima, seiner Klassenkameradin, die ebenfalls drangsaliert wird. Die beiden treffen sich, verstehen und stützen einander und das gibt ihm zunächst Hoffnung. Als das Mobbing jedoch immer brutaler wird zeigt sich, dass der Weg, den Kojima wählt damit umzugehen für den Ich- Erzähler nicht annehmbar ist. Der Roman zeigt viele Facetten des Mobbings auf. In der Figur des Momose haben wir den Täter, der nicht begreift warum das, was er tut überhaupt falsch sein soll. Eine Haltung, die bei Mobbern tatsächlich vorkommt, weswegen oft nur ganz klare und unverrückbare Grenzen, die ihnen von außen gesetzt werden, das Mobbing stoppen können. In Kojima zeigt sich ein gefährliches Verschmelzen mit der Opferrolle, das fatal enden kann und zu psychischen Problemen führt. Und durch den Ich- Erzähler werden die Traumatisierungen deutlich, das Gefühl der völligen Hilflosigkeit, das sogar zu einem Decken der Täter führt. All das habe ich als Lehrerin an verschiedenen Schulen bereits beobachtet und musste Wege finden angemessen zu helfen, auch wenn mir eine solche Brutalität wie in "Heaven" noch nicht begegnet ist. Unglaublich wichtig finde ich es, über das Thema zu sprechen und zu schreiben, die Mechanismen, die dahinterstecken zu betrachten. Vieles davon geschieht in "Heaven". Ich fand es allerdings nicht nachvollziehbar, wieso am Ende das "Schielen" des Ich-Erzählers so in den Mittelpunkt rückt, denn es gibt keine Gründe für Mobbing. Die Täter finden einfach welche. Gewünscht hätte ich mir, dass Wege aus dem Teufelskreis gezeigt werden, aber Literatur kann natürlich Probleme benennen, ohne Lösungen aufzuzeigen. Am Ende gibt es meiner Meinung nach einen Hoffnungsschimmer, zumindest für den Erzähler. Wichtig ist es für Opfer von Mobbing immer zu begreifen, dass es Menschen gibt, die Andere tatsächlich grundlos quälen, denn häufig suchen sie die Gründe bei sich, obwohl es gar keine gibt, bzw. alles als Grund herhalten kann. Diese Erkenntnis hat der Ich- Erzähler meiner Meinung nach nur zum Teil.

Erschütternd

Bewertung aus Peine am 28.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Lesende werden mitten hineingeworfen, in die Welt des Ich- Erzählers, die von Angst und Gewalt dominiert wird. Er wird in seiner Schulklasse gemobbt und die Täter schrecken auch vor körperlichen Angriffen nicht zurück. Vollkommen hilflos und ausgeliefert fühlt er sich, kann sich nicht erklären, warum die Aggressionen der Anderen sich gegen ihn richten. Dann bekommt er einen Brief von Kojima, seiner Klassenkameradin, die ebenfalls drangsaliert wird. Die beiden treffen sich, verstehen und stützen einander und das gibt ihm zunächst Hoffnung. Als das Mobbing jedoch immer brutaler wird zeigt sich, dass der Weg, den Kojima wählt damit umzugehen für den Ich- Erzähler nicht annehmbar ist. Der Roman zeigt viele Facetten des Mobbings auf. In der Figur des Momose haben wir den Täter, der nicht begreift warum das, was er tut überhaupt falsch sein soll. Eine Haltung, die bei Mobbern tatsächlich vorkommt, weswegen oft nur ganz klare und unverrückbare Grenzen, die ihnen von außen gesetzt werden, das Mobbing stoppen können. In Kojima zeigt sich ein gefährliches Verschmelzen mit der Opferrolle, das fatal enden kann und zu psychischen Problemen führt. Und durch den Ich- Erzähler werden die Traumatisierungen deutlich, das Gefühl der völligen Hilflosigkeit, das sogar zu einem Decken der Täter führt. All das habe ich als Lehrerin an verschiedenen Schulen bereits beobachtet und musste Wege finden angemessen zu helfen, auch wenn mir eine solche Brutalität wie in "Heaven" noch nicht begegnet ist. Unglaublich wichtig finde ich es, über das Thema zu sprechen und zu schreiben, die Mechanismen, die dahinterstecken zu betrachten. Vieles davon geschieht in "Heaven". Ich fand es allerdings nicht nachvollziehbar, wieso am Ende das "Schielen" des Ich-Erzählers so in den Mittelpunkt rückt, denn es gibt keine Gründe für Mobbing. Die Täter finden einfach welche. Gewünscht hätte ich mir, dass Wege aus dem Teufelskreis gezeigt werden, aber Literatur kann natürlich Probleme benennen, ohne Lösungen aufzuzeigen. Am Ende gibt es meiner Meinung nach einen Hoffnungsschimmer, zumindest für den Erzähler. Wichtig ist es für Opfer von Mobbing immer zu begreifen, dass es Menschen gibt, die Andere tatsächlich grundlos quälen, denn häufig suchen sie die Gründe bei sich, obwohl es gar keine gibt, bzw. alles als Grund herhalten kann. Diese Erkenntnis hat der Ich- Erzähler meiner Meinung nach nur zum Teil.

Sehr lesenswert!

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 24.10.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2021! Klappentext: „Der vierzehnjährige namenlose Ich-Erzähler lebt ein einsames Leben bei seiner Stiefmutter  – sein Vater fällt vor allem durch Abwesenheit auf. Von seinen Mitschülern wird er unerbittlich gequält, weil er eine Fehlstellung der Augen hat. Anstatt sich zu wehren, resigniert er und leidet stumm. Eines Tages findet er eine Nachricht in seinem Federmäppchen: »Wir gehören zur selben Sorte.« Es folgen weitere Botschaften; plötzlich ist da jemand, der ihn nach seiner Lieblingsfarbe fragt, nach seiner Leibspeise, der das Wetter kommentiert. Bald stellt sich heraus, dass die Nachrichten von der Einzigen stammen, die versteht, was er durchmacht: von seiner Klassenkameradin Kojima, die selbst gemobbt wird. Die beiden Jugendlichen treffen sich fortan regelmäßig, stets heimlich, in der Hoffnung, weitere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Sie finden Trost in der Gesellschaft des anderen, doch ihre Freundschaft bleibt von ihren Peinigern nicht unbemerkt.“ Diese Geschichte geht tief unter die Haut und berührte mich im kleinsten Winkel meines Inneren. Autorin Mieko Kawakami geht hier mit solcher Sensibilität und Stille vor, dass man die Einsamkeit der beiden Protagonisten förmlich durch die Buchseiten spürt. Die Geschichte der beiden klingt einerseits traurig, andererseits gemein, fies und erinnert vielleicht diejenigen Leser daran, die früher in der Schule auch gern mal Mitschüler angestachelt haben. Man fiebert mit der Entwicklung der beiden mit, ist gespannt was passiert, wie sie sich wehren werden, wenn sie denn wollen und können. Hier erlesen wir so viele Gegensätze, werden immer wieder von positiven Funken in die düstere negative Welt zurück geworfen und wollen mit den beiden versuchen endlich dort heraus zu kommen. Ja, philosophisch wird Kawakami mit ihrem Schreibstil hier wirklich und tiefgründig alle Mal. Man taucht ab und ist stiller Begleiter der gern helfen würde, es aber nicht soll und darf - jeder muss da allein durch, jeder muss für sich lernen und jeder muss Stärke für sich aufbauen und Selbstvertrauen gewinnen. Kawakami beschreibt hier sehr bildhaft und eben auch mal ohne Namen eine Leidens- und Lebensgeschichte wie sie das Leben nunmal so schreibt. Als Leser schämt man sich regelrecht für das grausame Verhalten der Mitschüler und der anderen Akteure…Menschen können grausam sein und Kinder manchmal noch extremer als Erwachsene. Die Verbindung der beiden Hauptprotagonisten ist der helle Hoffnungsschimmer am Horizont und wird der rote Faden der Geschichte…. Selten so ein gewaltiges und stilles Buch gelesen das doch eigentlich nur so schreien könnte, wenn man sich denn trauen würde…Wow! Dafür gibt es 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Sehr lesenswert!

Kristall86 aus an der Nordseeküste am 24.10.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

!ein Lesehighlight 2021! Klappentext: „Der vierzehnjährige namenlose Ich-Erzähler lebt ein einsames Leben bei seiner Stiefmutter  – sein Vater fällt vor allem durch Abwesenheit auf. Von seinen Mitschülern wird er unerbittlich gequält, weil er eine Fehlstellung der Augen hat. Anstatt sich zu wehren, resigniert er und leidet stumm. Eines Tages findet er eine Nachricht in seinem Federmäppchen: »Wir gehören zur selben Sorte.« Es folgen weitere Botschaften; plötzlich ist da jemand, der ihn nach seiner Lieblingsfarbe fragt, nach seiner Leibspeise, der das Wetter kommentiert. Bald stellt sich heraus, dass die Nachrichten von der Einzigen stammen, die versteht, was er durchmacht: von seiner Klassenkameradin Kojima, die selbst gemobbt wird. Die beiden Jugendlichen treffen sich fortan regelmäßig, stets heimlich, in der Hoffnung, weitere Aufmerksamkeit zu vermeiden. Sie finden Trost in der Gesellschaft des anderen, doch ihre Freundschaft bleibt von ihren Peinigern nicht unbemerkt.“ Diese Geschichte geht tief unter die Haut und berührte mich im kleinsten Winkel meines Inneren. Autorin Mieko Kawakami geht hier mit solcher Sensibilität und Stille vor, dass man die Einsamkeit der beiden Protagonisten förmlich durch die Buchseiten spürt. Die Geschichte der beiden klingt einerseits traurig, andererseits gemein, fies und erinnert vielleicht diejenigen Leser daran, die früher in der Schule auch gern mal Mitschüler angestachelt haben. Man fiebert mit der Entwicklung der beiden mit, ist gespannt was passiert, wie sie sich wehren werden, wenn sie denn wollen und können. Hier erlesen wir so viele Gegensätze, werden immer wieder von positiven Funken in die düstere negative Welt zurück geworfen und wollen mit den beiden versuchen endlich dort heraus zu kommen. Ja, philosophisch wird Kawakami mit ihrem Schreibstil hier wirklich und tiefgründig alle Mal. Man taucht ab und ist stiller Begleiter der gern helfen würde, es aber nicht soll und darf - jeder muss da allein durch, jeder muss für sich lernen und jeder muss Stärke für sich aufbauen und Selbstvertrauen gewinnen. Kawakami beschreibt hier sehr bildhaft und eben auch mal ohne Namen eine Leidens- und Lebensgeschichte wie sie das Leben nunmal so schreibt. Als Leser schämt man sich regelrecht für das grausame Verhalten der Mitschüler und der anderen Akteure…Menschen können grausam sein und Kinder manchmal noch extremer als Erwachsene. Die Verbindung der beiden Hauptprotagonisten ist der helle Hoffnungsschimmer am Horizont und wird der rote Faden der Geschichte…. Selten so ein gewaltiges und stilles Buch gelesen das doch eigentlich nur so schreien könnte, wenn man sich denn trauen würde…Wow! Dafür gibt es 5 von 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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Jana Wottawa

Thalia Linz - Lentia

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5/5

So grausam und gleichzeitig doch so schön

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als ich zum ersten Mal eine Inhaltsbeschreibung des Buches gelesen habe, dachte ich, da es vor allem um Mobbing in der Schule geht, dass es auch inhaltlich eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen würde. Trotz des gewählten Schauplatzes tut es dies nicht, „Heaven“ stellt sich in fast schon analytischer Art und Weise vielen philosophischen Fragen. Auch wenn grundsätzlich eher hässliche und verstörende Themen angesprochen werden, vergisst Mieko Kawakami nicht auf die schönen Facetten des Lebens. Chapeau, ein großartiger Roman.
5/5

So grausam und gleichzeitig doch so schön

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Als ich zum ersten Mal eine Inhaltsbeschreibung des Buches gelesen habe, dachte ich, da es vor allem um Mobbing in der Schule geht, dass es auch inhaltlich eher eine jüngere Zielgruppe ansprechen würde. Trotz des gewählten Schauplatzes tut es dies nicht, „Heaven“ stellt sich in fast schon analytischer Art und Weise vielen philosophischen Fragen. Auch wenn grundsätzlich eher hässliche und verstörende Themen angesprochen werden, vergisst Mieko Kawakami nicht auf die schönen Facetten des Lebens. Chapeau, ein großartiger Roman.

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Kemal Kulaksiz

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5/5

Stummer Schrei

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kawakamis 2009 erschienener Roman „Heaven“ ist kein Buch, sondern ein stummer Schrei. Der tonlose Schrei eines namenlosen Vierzehnjährigen, der uns auf 192 Seiten durch seine Augen an seinem Alltag teilhaben lässt. Ein Alltag der vom sadistischen Mobbing seiner Mitschüler:innen durchwirkt ist. Und das alles ganz offensichtlich, weil er ein schielendes Auge hat. Es ist beinahe so, als ob Kawakami den Lesenden durch das intakte Auge das Geschehen zeigt, und durch das unkontrolliert schielende die Gedanken und das Innenleben des Vierzehnjährigen. (Immerhin schweifen die Blicke vieler Menschen beim Denken ebenfalls unwillkürlich ab und starren ins Leere.) Eine gediegene Geschichte, die in einer gekonnten Balance aus Poesie und Nüchternheit von einem auf jeglicher Ebene alleine gelassenen Jungen erzählt, der von der Grausamkeit seiner Mitschüler:innen in „Obhut“ genommen wird
5/5

Stummer Schrei

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Kawakamis 2009 erschienener Roman „Heaven“ ist kein Buch, sondern ein stummer Schrei. Der tonlose Schrei eines namenlosen Vierzehnjährigen, der uns auf 192 Seiten durch seine Augen an seinem Alltag teilhaben lässt. Ein Alltag der vom sadistischen Mobbing seiner Mitschüler:innen durchwirkt ist. Und das alles ganz offensichtlich, weil er ein schielendes Auge hat. Es ist beinahe so, als ob Kawakami den Lesenden durch das intakte Auge das Geschehen zeigt, und durch das unkontrolliert schielende die Gedanken und das Innenleben des Vierzehnjährigen. (Immerhin schweifen die Blicke vieler Menschen beim Denken ebenfalls unwillkürlich ab und starren ins Leere.) Eine gediegene Geschichte, die in einer gekonnten Balance aus Poesie und Nüchternheit von einem auf jeglicher Ebene alleine gelassenen Jungen erzählt, der von der Grausamkeit seiner Mitschüler:innen in „Obhut“ genommen wird

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