• Produktbild: Der Zirkus von Girifalco
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Der Zirkus von Girifalco Roman

66

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/4,6 cm

Gewicht

609 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Appunti di meccanica celeste

Übersetzt von

Anja Mehrmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05461-3

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»Atmosphärisch dicht erzählt.« ("Saale-Zeitung")
»Ein wunderbar erzähltes Buch, poetisch und magisch fast. Lesenswert!« ("Westfalen-Blatt")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

04.03.2021

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,4/12,9/4,6 cm

Gewicht

609 g

Auflage

2. Auflage

Originaltitel

Appunti di meccanica celeste

Übersetzt von

Anja Mehrmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-05461-3

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Verlag
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
Deutschland
Email: verlag@kiwi-verlag.de
Url: www.kiwi-verlag.de
Telephone: +49 221 376850
Fax: +49 221 3768511

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  • Bewertung

    aus Schleswig

    5/5

    26.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine unterhaltsame Dorfgeschichte

    Mit dem Roman "Der Zirkus von Girifalco" entführt uns der Autor Domenico Dara in die Welt eines süditalienischen Dorfes. Zum Inhalt: Girifalco, ein beschaulicher Ort, feiert im Hochsommer das Fest des Dorfheiligen San Rocco. Das ist der Höhepunkt des Jahres und ein großartiges Familienfest. Dieses Jahr nun verirrt sich ein Zirkus hierher und nimmt einen mysteriösen Einfluss auf die Dorfbewohner. Alle sind in Unruhe und Erregung, geheim gehaltene Hoffnungen der Dorfgemeinschaft scheinen sich erfüllen zu können. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Zu Beginn dieses Romans werden die Dorfbewohner vorgestellt, Archidemu, ein Menschen- und Sternenbeobachter, die verbitterte Mararosa,die allen nur das schlechteste wünscht oder auch Don Venanziu, der geheime Liebhaber der Dorffrauen. In einer wunderbaren Sprache werden die Protagonisten, der Zirkus und die Verhältnisse zueinander dargestellt. Mal komisch, dann wieder tragisch aber immer liebevoll, eine fast märchenhafte Lektüre. Mir hat es sehr gefallen, hier über die Hoffnungen und Träume zu lesen, ohne das es in Richtung Kitsch abdriftet. Eine unterhaltsame Geschichte, die ich gerne weiter empfehlen möchte.

  • Bewertung

    5/5

    12.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach nur schön!

    Der Autor Domenico Dara entführt seine Leser wieder nach Italien, in den kleinen verschlafenen Ort Girifalco. Mitten im August, kurz vor den Feierlichkeiten des Dorfheiligen San Rocco. Die Bewohner sind völlig aus dem Häuschen, als ein großer Zirkus dort ein Gastspiel gibt. Auf den ersten einhundert Seiten lernt man jede Menge Bewohner kennen, genau siebenundzwanzig. Das ist eine stattliche Anzahl an Protagonisten, die man erstmal auseinanderhalten muss. Aber sie zeigen die Vielfalt der Bewohner von Girifalco. Jeder hat seine Hoffnungen, Träume und Sehnsüchte. Und wer weiß, vielleicht gehen einige davon ja in Erfüllung... Der Autor, selber in Girifalco aufgewachsen, möchte seinen Heimatort der Welt öffnen und verfällt deshalb vielleicht auch in diese detaillierten Darlegungen von Bewohnern und ihrem Drumherum. Ich fand es sehr interessant und man bekommt einen authentischen Einblick in das italienische Leben dieser Zeit. Das italienische Feeling hat er auf jeden Fall eingefangen und mit seinen Worten auf wunderbare Weise wiedergegeben. Das Personenregister am Ende des Buches ist sehr hilfreich, um den Überblick zu behalten.

  • Bewertung

    aus Hirschberg

    5/5

    12.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traumhafte Geschichte

    "Der Zirkus von Girifalco" ist ein Buch, das mich sehr bezaubert hat - ein wunderbares Leseerlebnis! Ich habe mir so viele Stellen angestrichen, dass ich gar nicht alle Lieblingszitate hier auflisten kann! In Girifalco steht das Fest von San Rocco an, aber dieses Jahr kommt ungeplant ein Zirkus in das Dorf, wodurch sich die Leben der Bewohner verändern. Als würde man ein altes Getriebe neu in Gang setzen, drehen sich jetzt die Zahnrädchen des Schicksals &wirbeln die gewohnten Abläufe der Protagonisten durcheinander. Zu Beginn werden die zahlreichen Figuren vorgestellt, die bestimmte Momente eines Tages unterschiedlich wahrnehmen. Sich die Namen zu merken, fiel mir anfangs relativ schwer, weil sie recht ungewöhnlich waren, z.B. Cuncettina, Carantulu oder Varvaruzza. Als der Zirkus ankommt, nach etwa 100 Seiten, beginnt die Handlung dann richtig. Die Tagesabläufe der Menschen im Dorf werden jetzt von den abendlichen Vorstellungen &den abenteuerlichen Schaustellern bestimmt. Wünsche erfüllen sich, Sehnsüchte werden ausgesprochen, aber auch Streit, Bitterkeit &Traurigkeit bestimmen die Figuren. Jeder einzelne hat eine besondere Geschichte &wird von Dara stark &vielschichtig dargestellt. Besonders gefiel mir, dass bestimmte Schlüsselmomente aus der Sicht von mehreren Personen gezeigt wurden. Eine bildgewaltige, präzise &märchenhafte Sprache führt uns durch diesen erhitzten Sommer in Girifalco. Domenico Dara schreibt poetisch &sanft, aber auch sehr eloquent &ungewöhnlich. Er zeigt tiefgreifende Gedanken über das Leben, die Existenz oder das Universum, die die Protagonisten beschäftigen. "Der Zirkus von Girifalco" war für mich ein bisschen wie "Die fabelhafte Welt der Amélie", nur eben in Italien. Eine große Leseempfehlung, wenn man - vor allem im Sommer - in eine außergewöhnliche, bittersüße Geschichte eintauchen möchte!

  • Bewertung

    aus Alpthal

    5/5

    08.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebe, lieben, leiden in Italien

    Der Zirkus von Girifalco ist ein ungewöhnliches Buch und hat mich nicht nur überrascht sondern auch gefesselt. Anders als in anderen Büchern gibt es nicht einen speziellen Protagonisten, sonder ein ganzes Dorf mit seinen Bewohnern die man bei ihrem Leben, leiden und lieben begleiten darf. Dabei sind die beschriebenen Konflikte und Herausforderungen denen sich die Personen zu stellen haben durchaus kontrovers und auch nicht immer ganz gesellschaftsfähig. Auch reduziert sich der Autor nicht nur auf eine spezielle Gruppe, sondern wir können eine Jungen folgen und dessen Mutter, die auf Grund der unehelichen Herkunft des Kindes ausgegrenzt werden. Da ist ein geistig eingeschränkter Junge der in der nahe gelegenen Nervenheilanstalt wohnt, ein durchaus pikanter Schneider, zu dem ich nicht zu viel verraten will und ein Spieler mit verstümmelter Hand. Bei allen Personen erfahren wir wie es zu ihren Problemen kam und man begleitet sie bei deren Bewältigung. Ach ja meine besondere Favoritin ist eine sehr bösartige Frau, die ihrer verflossenen Liebe hinterher trauert und sich sehr menschlich verhält. Ja und dann ist da natürlich auch noch der Zirkus der in die Stadt kommt und irgendwie als Katalysator für das ganze Dorf und der Problembewältigung wirkt. Das Buch ist wunderbar geschrieben. Die Personen ganz hervorragend und nicht immer politisch korrekt herausgearbeitet und alle Handlungsstränge und es sind doch einige finden ihr Ende und finden zusammen bilden ein großes Ganzes und keiner geht verloren. Ich bin ja sowieso ein Fan vom Verlagshaus Kiepenheuer & Witsch und hier hat der Verlag einmal mehr sein außergewöhnliches Händchen für besondere Bücher bewiesen. Wer also gerne mal zu etwas anderem als der bewährten Bestsellerliste oder einem Krimi greifen will, sollte K&W immer im Auge behalten es lohnt sich.

  • Bewertung

    aus Neunkirchen

    5/5

    08.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Manege der Träume

    Girifalco, Mikrokosmos im menschlichen Universum, beschaulich, abseits der pochenden Zentren des Fortschritts. So auch deren Bewohner, philiströs im Denken und Sein. Höhepunkt im gemeinsamen Dasein, dass jährliche Dorffest zu Ehren des auserkorenen Schutzheiligen. Same procedere than every year. Doch dann verirrt sich ein Zirkus im Dorf. Eine Ansammlung von Menschen, die so ganz anders sind als die Bewohner des Dorfes. Die anders aussehen, andere Dinge tun. Wie eine bunt schillernde Seifenblase dreht sich die Manege der Artisten. In ihr spiegeln sich die Wünsche und Träume der Bewohner wider. Und beginnen sich zu erfüllen. Die „Guten“ ebenso wie die „Schlechten“. Damit fällt das Reguläre aus den Fugen. Domenico Dara beschreibt in seinem Roman die Normalität der Menschen. Dabei verwendet er eine Sprache, die einmal prosaisch und bildgewaltig ist, anderseits aber auch in seinen Beschreibungen gnadenlos sezierend. Das „Höchste“ wird rigoros degradiert, das „Niedere“ verherrlicht. Moral bleibt auf der Strecke, denn es zählt nur der eigene Wert. Und wer denkt, das ist alles nur eine Geschichte, dem fehlt der präzise Blick auf das Leben. Lesenswert!

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    Lukas Bärwald

    Thalia St. Pölten

    Buchhändler*in

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    4/5

    08.05.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Worte der Hoffnung

    „Er streichelte ihren Arm, als hätte sie eine Wunde, die versorgt werden musste, und la mala konnte nicht glauben, dass ihr all das tatsächlich widerfuhr. Als der Walzer zu Ende ging, zog Sarvatùra die Hand und zurück und wandte den Blick ab, aber nicht das Herz, sein Herz blieb bei ihr, bei Mararosas Wunde, um sie zu heilen.“ Vor zwei Jahren verzauberte Domenico Dara die Welt mit seinem Roman über ein kleines kalabrisches Bergdorf und die bewegenden Schicksale seiner charismatischen Bewohner*innen. Mit seinem zweiten Buch kehrt er erneut zurück nach Girifalco, den Ort seiner eigenen Kindheit. In einer der schönsten Romaneröffnungen der vergangenen Jahre stellt er nacheinander die knapp zehn verschiedenen Hauptfiguren vor, wirft den Blick in ihrer Seelen und schildert, was ihre ureigenen Sehnsüchte und Ängste sind: Angeliaddu, der gehänselte Jungen, der sich nach einem Vater sehnt; Caracantulu, der zwei Finger verlor und unter der ständigen Angst lebt, jemand könnte es mitbekommen; oder Mararosa, die sich von der Welt um die Liebe ihres Lebens betrogen fühlt und nun wenig mehr als Missgunst in sich trägt. Nachdem die Figuren aufs Tableau gesetzt wurden, gerät Bewegung in ihren Alltag, als durch einen Zufall der Zirkus seine Zelte bei ihnen aufschlägt. Der besondere Zauber der Darbietungen und Artist*innen legt sich alsbald über das Dorf und plötzlich erscheinen lang gehegte Hoffnungen als nicht mehr unmöglich. Wie auch schon beim „Postboten von Girifalco“ erzählt der italienische Autor mit seiner lyrischen Sprache von den philosophischen Werten und Fragen im Leben, auf die es eben nicht nur die eine Antwort oder Lösung gibt. Was ist Glück, Hoffnung, Liebe, Geborgenheit – ein „gut“ gelebtes Leben? Sie alle haben eine große Leerstelle in ihrem Leben, die sie zu füllen hoffen. Manche wissen genau womit, kommen aber nicht daran, Andere irren mit diesem unbestimmten Sehnen durch ihren Alltag. Das Buch ist unterteilt in zahlreiche kürzere Kapitel, die gemeinsam mit dem übersichtlichen Personenregister im Anhang dafür sorgen, dass es sehr lesefreundlich ist und problemlos auch mal einige Woche zur Seite gelegt werden kann, ohne mit größeren Problemen wieder einzusteigen. Obwohl der Schauplatz derselbe ist, baut der „Zirkus“ nicht auf dem Vorgänger auf und kann vollkommen separat gelesen werden. Wer jedoch den „Postboten“ bereits kennt und ihn mit Genuss gelesen hat, dem sei Daras neues Buch gleichermaßen empfohlen. Es besticht durch eine wunderschöne und dabei niemals verkopfte Sprache und wenn im Finale des Romans die verschiedenen Handlungsstränge und Schicksale der Protagonist*innen sich verweben und auflösen, berührt das nachhaltig und bleibt im Gedächtnis. „Diese Worte der Hoffnung schwebten noch im Zimmer, nachdem die Tür bereits geschlossen war, und sie ähnelten dem Schweif einer Sternschnuppe, bei dessen Anblick man Lust bekommt, sich etwas zu wünschen.“

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