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Lanny

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2020

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/11,3/2 cm

Gewicht

204 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Uda Strätling + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6105-7

Beschreibung

Rezension

»Ein aufwühlender, spannender, stilistisch beeindruckender Roman.« Guy Helminger, Luxemburger Tageblatt, 31.10.2020 ("Luxemburger Tageblatt")
»Dieses Buch verdient mehrmaliges Lesen, denn es verbirgt sich so viel in und zwischen den Zeilen.« Dorothee Wahl, Frankfurter Rundschau, 16. August 2019 ("Frankfurter Rundschau")
»Eine derart naturmystisch getönte Geschichte ist vor dem Kitsch nur zu bewahren, wenn man eine Sprache findet, die Stereotype meidet und ihren eigenen Klang entwickelt. Max Porter (und seinen beiden deutschen ÜbersetzerInnen) ist beides ganz wunderbar gelungen. Ein fantastisches Buch.« Ferdinand Quante, WDR5, 17. Mai 2019 ("WDR 5")
»Seine Leser tröstet Max Porter genauso wundersam und magisch wie es seine Krähe im Debütroman vermocht hat.« Gesa Ufer, Deutschlandfunk Kultur, 5.4.2019 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Max Porters zweiter Roman ist ein virtuoses Rätselspiel mit unseren Urängsten.« Meike Schnitzler, Brigitte; 27.3.2019 ("Brigitte")
»Max Porter ist ein Meister der Tonalitäten. Mit wenigen Worten zeichnet er ganz eigene Charaktere, treffsicher vermischt er absoluten Realismus mit surrealistisch anmutendem Dorfsagenmaterial, lässt unschuldigste Schönheit vom Bösen wegfegen.« Jochen Overbeck, SPIEGEL Online, 27.3.2019 ("SPIEGEL Online")
»Der Brite Max Porter ist ein wunderbarer Erzähler. Um das Verschwinden eines kleinen Jungen strickt er eine gefühlvolle Geschichte und stellt dazu wichtige Fragen unserer Zeit.« Elle, 6.3.2019 ("ELLE")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.05.2020

Verlag

Kein & Aber

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,3/11,3/2 cm

Gewicht

204 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Uda Strätling
  • Matthias Göritz

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-0369-6105-7

EU-Ansprechpartner

Kein & Aber Verlag
Württembergallee 12
14052 Berlin
DE
berlin@keinundaber.de

Herstelleradresse

Kein & Aber AG
Bäckerstrasse 52
8004 Zürich
CH
berlin@keinundaber.de

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Altvater Schuppenwurz agiert

Kaffeeelse am 20.01.2021

Bewertungsnummer: 1243058

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie will man dieses Buch/dieses Konstrukt beurteilen? Ich versuche es mal. Als erstes muss ich die Sprache von Max Porter hervorheben. Dieses Spiel mit den Wörtern, mit den Sätzen, mit der Sprache macht einfach Spaß. Es ist sehr schön zu lesen und man kann diese Schreibe total genießen. Als nächstes muss und will ich auf diesen unglaublichen Sog in der Sprache des Max Porter eingehen. Im ersten Teil plätschert die Geschichte so dahin, ich war thematisch etwas überrascht und wunderte mich wohin die Geschichte so steuert. Im zweiten Teil des Buches entfaltet sich ein regelrechter Orkan aus Worten und Handlung, ein heftiges Szenario wird in diesem Teil des Buches thematisiert, ich war etwas schockiert und gleichzeitig auch entrüstet, schockiert über das Grundthema und entrüstet über die Menschen in der Handlung. Wobei mir neben der Sprache auch die Gesellschaftskritik in diesem Teil sehr gefallen hat. Und im dritten Teil des Buches gewinnt schlussendlich der mystische Teil wieder an Bedeutung und eine vollkommen neue Art von Geschichte wird beschrieben. Insgesamt ist dieses Buch durch diese besondere Art der Schreibe ein Lesegenuss. Wenn ich auf den Aufbau des Buches zu sprechen komme, variiert er von Teil zu Teil genauso. Im ersten Teil des Buches wird in Abschnitten geschrieben, die mit den Namen der sprechenden Person überschrieben sind, ein engerer Personenkreis kommt zu Wort. Im zweiten Teil wechselt in kleinen Absätzen die beschreibende Person, wobei die Person nicht immer ersichtlich und erkennbar ist und die Menge der beschreibenden Personen extrem zunimmt, das ganze Dorf ist plötzlich dabei und auch die Polizei. Im dritten Teil wird einerseits eine mystische traumhafte Geschichte erzählt, die wieder nur einen engeren Teil des Personenkreises betrifft und andererseits folgt ein Blick einer anderen Person des Dorfes. Insgesamt ist dieses Buch in seinem ganzen Aufbau/seiner ganzen Gestaltung ein sehr kunstvolles Buch. Zum Inhalt des Buches, es geht um ein Kind, Lanny, ein etwas wunderliches und seltsames Kind, ein singendes und fabulierendes Kind, ein außergewöhnliches Kind, das trotzdem seine Umgebung auch verzaubert, nicht jeden, aber viele. Und es geht darum, wie dieses kleine englische Dorf und seine Einwohner und auch die Eltern mit diesem Kind umgehen. Es geht aber auch darum , wie die alteingesessenen Bewohner dieses kleinen englischen Dorfes zu Zugezogenen und Außenseitern stehen und wie menschliche Dramen in den Medien ausgeschlachtet werden können. Es ist eine Geschichte, die den Menschen und sein Tun im Blick hat und dieses Tun heftig kritisiert. Und eine Mystik ist an zentraler Stelle, eine Mystik, die wir vergessen haben. Aber muss sie deswegen nicht mehr existent sein? Insgesamt betrachtet ist dieses Buch wein künstlerisches Buch, ein sehr interessantes Buch, aber ebenso ein Buch, welches nicht jedem gefallen wird. Mir hat es dagegen sehr gefallen!

Altvater Schuppenwurz agiert

Kaffeeelse am 20.01.2021
Bewertungsnummer: 1243058
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie will man dieses Buch/dieses Konstrukt beurteilen? Ich versuche es mal. Als erstes muss ich die Sprache von Max Porter hervorheben. Dieses Spiel mit den Wörtern, mit den Sätzen, mit der Sprache macht einfach Spaß. Es ist sehr schön zu lesen und man kann diese Schreibe total genießen. Als nächstes muss und will ich auf diesen unglaublichen Sog in der Sprache des Max Porter eingehen. Im ersten Teil plätschert die Geschichte so dahin, ich war thematisch etwas überrascht und wunderte mich wohin die Geschichte so steuert. Im zweiten Teil des Buches entfaltet sich ein regelrechter Orkan aus Worten und Handlung, ein heftiges Szenario wird in diesem Teil des Buches thematisiert, ich war etwas schockiert und gleichzeitig auch entrüstet, schockiert über das Grundthema und entrüstet über die Menschen in der Handlung. Wobei mir neben der Sprache auch die Gesellschaftskritik in diesem Teil sehr gefallen hat. Und im dritten Teil des Buches gewinnt schlussendlich der mystische Teil wieder an Bedeutung und eine vollkommen neue Art von Geschichte wird beschrieben. Insgesamt ist dieses Buch durch diese besondere Art der Schreibe ein Lesegenuss. Wenn ich auf den Aufbau des Buches zu sprechen komme, variiert er von Teil zu Teil genauso. Im ersten Teil des Buches wird in Abschnitten geschrieben, die mit den Namen der sprechenden Person überschrieben sind, ein engerer Personenkreis kommt zu Wort. Im zweiten Teil wechselt in kleinen Absätzen die beschreibende Person, wobei die Person nicht immer ersichtlich und erkennbar ist und die Menge der beschreibenden Personen extrem zunimmt, das ganze Dorf ist plötzlich dabei und auch die Polizei. Im dritten Teil wird einerseits eine mystische traumhafte Geschichte erzählt, die wieder nur einen engeren Teil des Personenkreises betrifft und andererseits folgt ein Blick einer anderen Person des Dorfes. Insgesamt ist dieses Buch in seinem ganzen Aufbau/seiner ganzen Gestaltung ein sehr kunstvolles Buch. Zum Inhalt des Buches, es geht um ein Kind, Lanny, ein etwas wunderliches und seltsames Kind, ein singendes und fabulierendes Kind, ein außergewöhnliches Kind, das trotzdem seine Umgebung auch verzaubert, nicht jeden, aber viele. Und es geht darum, wie dieses kleine englische Dorf und seine Einwohner und auch die Eltern mit diesem Kind umgehen. Es geht aber auch darum , wie die alteingesessenen Bewohner dieses kleinen englischen Dorfes zu Zugezogenen und Außenseitern stehen und wie menschliche Dramen in den Medien ausgeschlachtet werden können. Es ist eine Geschichte, die den Menschen und sein Tun im Blick hat und dieses Tun heftig kritisiert. Und eine Mystik ist an zentraler Stelle, eine Mystik, die wir vergessen haben. Aber muss sie deswegen nicht mehr existent sein? Insgesamt betrachtet ist dieses Buch wein künstlerisches Buch, ein sehr interessantes Buch, aber ebenso ein Buch, welches nicht jedem gefallen wird. Mir hat es dagegen sehr gefallen!

Eine Geschichte über Menschen...

Bewertung am 25.06.2019

Bewertungsnummer: 331749

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte über Menschen und ihre Fehler, die auf magische Weise ans Licht kommen. Genauso einfallsreich wie Max Porters Erstling!

Eine Geschichte über Menschen...

Bewertung am 25.06.2019
Bewertungsnummer: 331749
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine Geschichte über Menschen und ihre Fehler, die auf magische Weise ans Licht kommen. Genauso einfallsreich wie Max Porters Erstling!

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Lanny

von Max Porter

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

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4/5

Eine Ballade für Chor und Typografie

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn der kleine Lanny spricht oder singt, wird alles um ihn still, Menschen kehren zur Ruhe und lauschen andächtig seiner Stimme. Dieses auf undefinierbare Art besondere Kind, lebt mit seinen Eltern in einem Vorort von London, umgeben von Menschen, die ihre alltäglichen Sorgen, Ängste und Vorurteile untereinander teilen. Der zweite Roman von Max Porter liest sich wie eine Komposition für Chor und einen Solisten. Aus der Perspektive seiner Mutter, seines Vaters und des ähnlich ungewöhnlichen und deshalb aneckenden Kunstlehrers wird der Blick auf Lanny geworfen und wie er im Alltag und der Umwelt um ihn herum Magisches zu erkennen scheint, wo Andere nur Gewöhnliches sehen. Die vierte Stimme darunter ist die von Altvater Schuppenwurz: einer mythologischen Personifizierung der uralten Natur dieses Ortes, erinnernd an die Gestalt des Pans aus der griechischen Sagenwelt. Wie ein unsichtbares Netzwerk durchdringen seine Wurzeln jeden Zentimeter von Natur und Stadt, ständig auf der Suche nach Lannys Stimme, die auch für ihn etwas Besonderes hat. An dieser Stelle kommt eine der hervorstechenden Merkmale dieses Romans zum Vorschein: die Typologie. Denn in den Erzählpassagen von Schuppenwurz werden die Konventionen über Bord geworfen, wie für gewöhnlich eine Druckseite und der Text darauf gesetzt werden. Stattdessen sehen die Doppelseiten und Zeilen darauf tatsächlich aus wie das Wurzelwerk, mit dessen Hilfe sich die unheimliche und mitunter bedrohliche Gestalt im Ort umhört. Max Porter spielt auch in der Folge mit unkonventioneller Typografie und Seitengestaltung, um den unterschiedlichen Stimmen und Meinungen dieses Ortes auf besondere Art und Weise Gehör zu verschaffen. So wie „Lanny“ nicht den gängigen Gestaltungsformen der Literatur entspricht, lässt es sich ebenso wenig einem eindeutigen Genre zuordnen. Letzten Endes handelt es sich, ähnlich wie Robert Seethalers „Das Feld“, um die Geschichte der Gemeinschaft eines Ortes und wie sich ihre Leben überschneiden, beeinflussen und auseinander gehen. Mittendrin die gleichermaßen nicht schlubladisierbare Titelfigur, die den Alltag seiner Mitmenschen wieder und wieder mit seinem außergewöhnlichen Blick auf die Welt unterläuft und seine Umwelt zum Innehalten bringt. Ein besonderes Buch für geduldige LeserInnen und Menschen, die ein Ohr für die Töne zwischen den Zeilen haben.
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

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Eine Ballade für Chor und Typografie

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wenn der kleine Lanny spricht oder singt, wird alles um ihn still, Menschen kehren zur Ruhe und lauschen andächtig seiner Stimme. Dieses auf undefinierbare Art besondere Kind, lebt mit seinen Eltern in einem Vorort von London, umgeben von Menschen, die ihre alltäglichen Sorgen, Ängste und Vorurteile untereinander teilen. Der zweite Roman von Max Porter liest sich wie eine Komposition für Chor und einen Solisten. Aus der Perspektive seiner Mutter, seines Vaters und des ähnlich ungewöhnlichen und deshalb aneckenden Kunstlehrers wird der Blick auf Lanny geworfen und wie er im Alltag und der Umwelt um ihn herum Magisches zu erkennen scheint, wo Andere nur Gewöhnliches sehen. Die vierte Stimme darunter ist die von Altvater Schuppenwurz: einer mythologischen Personifizierung der uralten Natur dieses Ortes, erinnernd an die Gestalt des Pans aus der griechischen Sagenwelt. Wie ein unsichtbares Netzwerk durchdringen seine Wurzeln jeden Zentimeter von Natur und Stadt, ständig auf der Suche nach Lannys Stimme, die auch für ihn etwas Besonderes hat. An dieser Stelle kommt eine der hervorstechenden Merkmale dieses Romans zum Vorschein: die Typologie. Denn in den Erzählpassagen von Schuppenwurz werden die Konventionen über Bord geworfen, wie für gewöhnlich eine Druckseite und der Text darauf gesetzt werden. Stattdessen sehen die Doppelseiten und Zeilen darauf tatsächlich aus wie das Wurzelwerk, mit dessen Hilfe sich die unheimliche und mitunter bedrohliche Gestalt im Ort umhört. Max Porter spielt auch in der Folge mit unkonventioneller Typografie und Seitengestaltung, um den unterschiedlichen Stimmen und Meinungen dieses Ortes auf besondere Art und Weise Gehör zu verschaffen. So wie „Lanny“ nicht den gängigen Gestaltungsformen der Literatur entspricht, lässt es sich ebenso wenig einem eindeutigen Genre zuordnen. Letzten Endes handelt es sich, ähnlich wie Robert Seethalers „Das Feld“, um die Geschichte der Gemeinschaft eines Ortes und wie sich ihre Leben überschneiden, beeinflussen und auseinander gehen. Mittendrin die gleichermaßen nicht schlubladisierbare Titelfigur, die den Alltag seiner Mitmenschen wieder und wieder mit seinem außergewöhnlichen Blick auf die Welt unterläuft und seine Umwelt zum Innehalten bringt. Ein besonderes Buch für geduldige LeserInnen und Menschen, die ein Ohr für die Töne zwischen den Zeilen haben.

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