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Das blinde Licht Irrfahrten der Wissenschaft | Lieblingsbuch von Barack Obama 2021

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

187

Maße (L/B/H)

21,6/13,2/2,5 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Pastell Gelb

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un verdor terrible

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42922-8

Beschreibung

Rezension

»Benjamín Labatut zeigt meisterlich die Grenze zwischen Wahnsinn und Wissenschaft ... und schafft es, dass Quantenmechanik und Biochemik begreiflich werden. Ich kann Das blinde Licht von Herzen empfehlen.« ("SWR2 lesenswert Magazin")
»Raffiniert, vielschichtig und zutiefst erschütternd – ein außergewöhnlicher Roman, der die Urväter der Quantenmechanik mit den Abgründen zweier Weltkriege in Verbindung bringt.« ("The Guardian")
»Die alte Menschheitsfrage ›Was kann ich wissen?‹, Labatut stellt sie mit erzählerischer Bravour neu.« ("DIE ZEIT")
» Das blinde Licht wird sicher als eines der besten Bücher aus der Corona-Zeit in Erinnerung bleiben.« ("NDR")
»Labatuts Erzählungen entwickeln daher eine starke Sogwirkung. Wie im Rausch muss das Buch geradezu verschlungen werden.« ("literaturkritik.de")
»Das erste Buch auf Deutsch von einem virtuosen Neuling ...« ("Bayerischer Rundfunk")
»In einer genialen Mischung aus Essay und Erzählung erzählt Benjamin Labatut von Grenzüberschreitungen in der Wissenschaft, bei denen Verstand oder Realität auf der Strecke blieben. Dem Schriftsteller gelingt eine betörende Nähe zu seinen Protagonisten.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Schwungvoll und unterhaltsam führt Benjamin Labatut also entlang zunehmend kurioser wirkender Lebenswege und anhand mitunter seltsamer Entdeckungen prominenter wie auch weniger bekannter Persönlichkeiten durch seinen Roman ...« ("sandammeer.at")
»Labatut rüttelt seine Leserinnen und Leser nicht nur auf und beschenkt sie mit denkwürdigen Bildern, er pflanzt ihnen auch die unbedingte Notwendigkeit ein, alles zu lesen, was er noch schreiben wird – und zwar so schnell wie möglich.« ("La Tercera")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.03.2020

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

187

Maße (L/B/H)

21,6/13,2/2,5 cm

Gewicht

350 g

Farbe

Pastell Gelb

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Un verdor terrible

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42922-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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Ekelpornographie

Bewertung am 25.02.2025

Bewertungsnummer: 2421978

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor schwelgt in jedem Kapitel in Beschreibungen, wie Menschen elend zu Grunde gehen. Wie Heisenberg auf Helsoland in die Hose macht, habe ich das Buch angewidert in eine Ecke gefeuert.

Ekelpornographie

Bewertung am 25.02.2025
Bewertungsnummer: 2421978
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Autor schwelgt in jedem Kapitel in Beschreibungen, wie Menschen elend zu Grunde gehen. Wie Heisenberg auf Helsoland in die Hose macht, habe ich das Buch angewidert in eine Ecke gefeuert.

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Das blinde Licht

von Benjamín Labatut

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Meinung aus der Buchhandlung

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Ralf Rother

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Wissenschaftsgeschichte als Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sicherlich muss man den Buchtitel, den der Schriftsteller seinem bzw. die Schriftstellerin ihrem Buch gibt, von dem Buchtitel der Übersetzung unterscheiden, der weitestgehend der übersetzende Verlag, die übersetzende Person, aber auch die semantischen Möglichkeiten der übersetzenden Sprache zu verantworten haben. Der Originaltitel des Buches von Benjamín Labatut lautet "Un verdor terrible" und lässt sich vielleicht mit "Ein schreckliches Grün" übersetzen. Womöglich bezog sich Benjamín Labatut bei der Titelfindung auf einige Textstellen seines Buches, in denen er einen grünen Farbton erwähnt. Die englischsprachige Übersetzung ("When We Cease to Understand the World") übernimmt den Titel der vierten Geschichte im Buch und macht ihn zum Buchtitel. Die deutsche Übersetzung überträgt den Buchtitel mit "Das blinde Licht. Irrfahrten der Wissenschaft" und bezieht sich anscheinend auf eine Textstelle, in der es um das blendende Licht der Atombombe geht. Der Untertitel "Irrfahren der Wissenschaft" erscheint mir allerdings in zweierlei Hinsicht "irreführend" zu sein. Das Buch von Benjamín Labatut ist weder ein wissenschaftsgeschichtliches Buch, zu dem der Untertitel passen könnte, noch beschreibt Benjamín Labatut in seinen Geschichten, die das Buch enthält, "Irrfahrten der Wissenschaft". Vielmehr handelt es sich um Erfolge in den Naturwissenschaften, auch wenn es in diesen wissenschaftlichen Erfolgsgeschichten sehr mörderisch und gewaltvoll zugeht und die Protagonisten von ihrem Unglück und Versagen eingeholt werden. Diese "Fahrten" der Wissenschaften führen weniger in die "Irre" als dass sie einer "negativen Dialektik" (Adorno) gehorchen. Man könnte vielleicht sagen, dass der chilenische Autor Benjamín Labatut seine Schicksalsgeschichten (oder auch non-fiction novels) anhand von naturwissenschaftlichen Erfindungen und Entdeckungen ausarbeitet, die spannungsreich, kenntnisreich und verblüffend von ihm - mit Tempo - erzählt werden. So verfolgen wir die Zyankalikapseln der Nationalsozialisten, Fritz Habers Arbeiten am Giftgas und am Stickstoff und Karl Schwarzschilds Überlegungen im Schützengraben zu Albert Einstein Relativitätstheorie. Weitere Protagonisten im Wissenschaftsuniversum der Literatur bei Benjamin Labatut sind u.a. Shinchi Mochizuki, Werner Heisenberg, Louis de Broglie, Niels Bohr, Alexander Grothendieck und Erwin Schrödinger. Wie der Autor selbst schreibt, beruht seine fiktionale Literatur auf Fakten, und die kann er uns gut erzählen: lehrreich und spannend.
  • Ralf Rother
  • Buchhändler/-in

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Wissenschaftsgeschichte als Literatur

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Sicherlich muss man den Buchtitel, den der Schriftsteller seinem bzw. die Schriftstellerin ihrem Buch gibt, von dem Buchtitel der Übersetzung unterscheiden, der weitestgehend der übersetzende Verlag, die übersetzende Person, aber auch die semantischen Möglichkeiten der übersetzenden Sprache zu verantworten haben. Der Originaltitel des Buches von Benjamín Labatut lautet "Un verdor terrible" und lässt sich vielleicht mit "Ein schreckliches Grün" übersetzen. Womöglich bezog sich Benjamín Labatut bei der Titelfindung auf einige Textstellen seines Buches, in denen er einen grünen Farbton erwähnt. Die englischsprachige Übersetzung ("When We Cease to Understand the World") übernimmt den Titel der vierten Geschichte im Buch und macht ihn zum Buchtitel. Die deutsche Übersetzung überträgt den Buchtitel mit "Das blinde Licht. Irrfahrten der Wissenschaft" und bezieht sich anscheinend auf eine Textstelle, in der es um das blendende Licht der Atombombe geht. Der Untertitel "Irrfahren der Wissenschaft" erscheint mir allerdings in zweierlei Hinsicht "irreführend" zu sein. Das Buch von Benjamín Labatut ist weder ein wissenschaftsgeschichtliches Buch, zu dem der Untertitel passen könnte, noch beschreibt Benjamín Labatut in seinen Geschichten, die das Buch enthält, "Irrfahrten der Wissenschaft". Vielmehr handelt es sich um Erfolge in den Naturwissenschaften, auch wenn es in diesen wissenschaftlichen Erfolgsgeschichten sehr mörderisch und gewaltvoll zugeht und die Protagonisten von ihrem Unglück und Versagen eingeholt werden. Diese "Fahrten" der Wissenschaften führen weniger in die "Irre" als dass sie einer "negativen Dialektik" (Adorno) gehorchen. Man könnte vielleicht sagen, dass der chilenische Autor Benjamín Labatut seine Schicksalsgeschichten (oder auch non-fiction novels) anhand von naturwissenschaftlichen Erfindungen und Entdeckungen ausarbeitet, die spannungsreich, kenntnisreich und verblüffend von ihm - mit Tempo - erzählt werden. So verfolgen wir die Zyankalikapseln der Nationalsozialisten, Fritz Habers Arbeiten am Giftgas und am Stickstoff und Karl Schwarzschilds Überlegungen im Schützengraben zu Albert Einstein Relativitätstheorie. Weitere Protagonisten im Wissenschaftsuniversum der Literatur bei Benjamin Labatut sind u.a. Shinchi Mochizuki, Werner Heisenberg, Louis de Broglie, Niels Bohr, Alexander Grothendieck und Erwin Schrödinger. Wie der Autor selbst schreibt, beruht seine fiktionale Literatur auf Fakten, und die kann er uns gut erzählen: lehrreich und spannend.

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Herbert Hofer

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Ein Koffer voller Pillen für Göring

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Bücher setzen mit einer Vehemenz an, durch die man sich unweigerlich an das Bekenntnis des amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Naumann erinnert fühlt, seine Kunst solle wirken wie ein Schlag ins Genick. 
 Einige erste Absätze der aktuelleren Literatur erfüllen diese Vorgabe umwerfend gut: Sterben von Knausgard, Karte und Gebiet von Houellebecq, Tyll von Kehlmann oder Die Tagesordnung von Vuillard beispielsweise. Und jetzt eben Das blinde Licht von Benjamin Labatut. Der hat mit dem letztgenanntem Vuillard nicht nur die Wucht präzise gewählter Details gemeinsam, sondern auch den konzeptuellen Zugang.
 Labatut versammelt in diesem seinem ersten auf Deutsch bei Suhrkamp erschienenen Buch biografische Erzählungen über herausragende Wissenschafter, die mit ihren außergewöhnlichen analytischen Fähigkeiten an gefährliche Grenzen gerieten. An die der eigenen geistigen und körperlichen Gesundheit zuallererst, vor Allem aber auch an jene, mit ihren Entdeckungen zwar das Wissen über die Welt bereichert, dabei aber der Menschheit Mittel in die Hand gelegt zu haben, die ihre massenhafte Vernichtung möglich machen. 
 Auch wenn manche wissenschaftliche Entstehungsgeschichte, die der Autor beschreibt, schon lange vor dem 20ten Jahrhundert, lange vor dessen technischen Möglichkeiten und menschlichen Abgründen begonnen hatte, in genau diesen Schrecken der Massenvernichtung - in den Versuch ihrer Vermeidung aber auch in ihre Umsetzung - darin münden, wie von einem Sog erfasst, alle hier versammelten Biografien und alle hier beschriebenen Entwicklungen. 
Dieses Thema und diese historischen Details bilden unbestreitbar eine überwältigende Ausgangslage für große Literatur. Sie erfordern - neben immenser Recherchearbeit - aber auch einen äusserst souveränen Autor, um ihnen gerecht zu werden. Und ein solcher ist Benjamin Labatut ganz unzweifelhaft! Deshalb ist meine ganz große Bitte an Sie: lesen Sie es!
  • Herbert Hofer
  • Buchhändler/-in

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Ein Koffer voller Pillen für Göring

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Manche Bücher setzen mit einer Vehemenz an, durch die man sich unweigerlich an das Bekenntnis des amerikanischen Konzeptkünstlers Bruce Naumann erinnert fühlt, seine Kunst solle wirken wie ein Schlag ins Genick. 
 Einige erste Absätze der aktuelleren Literatur erfüllen diese Vorgabe umwerfend gut: Sterben von Knausgard, Karte und Gebiet von Houellebecq, Tyll von Kehlmann oder Die Tagesordnung von Vuillard beispielsweise. Und jetzt eben Das blinde Licht von Benjamin Labatut. Der hat mit dem letztgenanntem Vuillard nicht nur die Wucht präzise gewählter Details gemeinsam, sondern auch den konzeptuellen Zugang.
 Labatut versammelt in diesem seinem ersten auf Deutsch bei Suhrkamp erschienenen Buch biografische Erzählungen über herausragende Wissenschafter, die mit ihren außergewöhnlichen analytischen Fähigkeiten an gefährliche Grenzen gerieten. An die der eigenen geistigen und körperlichen Gesundheit zuallererst, vor Allem aber auch an jene, mit ihren Entdeckungen zwar das Wissen über die Welt bereichert, dabei aber der Menschheit Mittel in die Hand gelegt zu haben, die ihre massenhafte Vernichtung möglich machen. 
 Auch wenn manche wissenschaftliche Entstehungsgeschichte, die der Autor beschreibt, schon lange vor dem 20ten Jahrhundert, lange vor dessen technischen Möglichkeiten und menschlichen Abgründen begonnen hatte, in genau diesen Schrecken der Massenvernichtung - in den Versuch ihrer Vermeidung aber auch in ihre Umsetzung - darin münden, wie von einem Sog erfasst, alle hier versammelten Biografien und alle hier beschriebenen Entwicklungen. 
Dieses Thema und diese historischen Details bilden unbestreitbar eine überwältigende Ausgangslage für große Literatur. Sie erfordern - neben immenser Recherchearbeit - aber auch einen äusserst souveränen Autor, um ihnen gerecht zu werden. Und ein solcher ist Benjamin Labatut ganz unzweifelhaft! Deshalb ist meine ganz große Bitte an Sie: lesen Sie es!

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Das blinde Licht

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