Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt.
In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlichen Erlebens.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
Buecherseele79
3/5
04.02.2020
Buch (Taschenbuch)
Für mich nicht ganz überzeugend
Ein Mann, der täglich am Friedhof sitzt und ihn bewundert und belauscht macht sich so seine Gedanken... was würden die Toten wohl jetzt den Lebenden erzählen?
Würden sie vom Jenseits reden?
Oder eher jammern, zettern, meckern?
Würden sie das alte Leben vermissen, hätten sie neue Erkenntnisse getroffen?
Und er lauscht den Stimmen.
Der Autor Robert Seethaler schreibt in seinem Roman „Das Feld“ über die kleine Stadt Paulstadt.
Und das ganze Buch, Klappentext, Cover haben mich so angesprochen aber dann doch eher verwirrt und ja, fast enttäuscht.
Der Schreibstil ist ruhig, er plätschert dahin was ich gar nicht mal als unangenehm empfand, denn so kam schnell das Gefühl von der Vergänglichkeit auf, über was ärgern wir uns im Leben, wo sind wir zu gewissenhaft, zu lasch, zu ehrlich oder zu falsch?
Und welche Erkenntnisse treffen wir wenn wir unter der Erde liegen und nochmals über alles nachdenken, einer der Stimmen sind die ihre Geschichte erzählen wird?
Wir haben viele Personen, viele Namen, viele Begebenheiten, viele Erkenntnisse.
Über jedem neuen Kapitel steht der Name der verstorbenen Person, manche Personen hängen zusammen, haben ein gemeinsames Leben bestritten, andere werden so erwähnt, aber alle haben einen Bezug zu der kleinen Stadt Paulstadt.
Das Lesen fällt leicht, man „schwebt und schwimmt“ mit der Geschichte der Paulstädter mit und macht sich hier und da seine Gedanken, dafür spreche ich dem Autor auch gleich 5 Sterne aus.
Was mich aber eher auf die Palme gebracht hat und somit den Lesefluss und den Genuss komplett zerstört hat – hängen die Personen nun alle irgendwie zusammen?
Oder nicht?
Jede Person hat das ein oder andere Erlebnis in der Stadt mitbekommen, aber ja, ich war so oft am vor und zurückblättern weil ich bei vielen Namen und Geschehnissen dachte – diesen Namen habe ich doch 4 Geschichten vorher gelesen, hängen die zusammen?
Dann wieder nicht... dann nur ansatzweise und das hat, für mich persönlich, den Lesefluss sehr gestört.
Auch ist manch Geschichte eher verwirrend und nicht ganz durchschaubar und somit lässt mich das Buch im Allgemeinen eher verwirrt und doch enttäuscht zurück.
Laut Klappentext sind die Menschenleben in diesem Buch alle irgendwie miteinander verbunden, das würde ich so nicht unterschreiben, in meinen Augen führt das auch zu einer Menge an Verwirrungen.
Alle haben die Stadt gemeinsam, manche das gleiche gesehen und mitbekommen, aber dann wird es schon weniger an Gemeinsamkeiten.
Wie erwähnt – für die Gefühle die hier abgerufen werden spreche ich dem Autor 5 Sterne aus, aber die Umsetzung dann im Ganzen – leider nur 3 Sterne.
das_lese_wesen
2/5
19.04.2020
Buch (Taschenbuch)
Ein komplexes, schwer greifbares Buch
Es ist das Porträt einer Kleinstadt, das sich aus der Sicht der verstorbenen Bewohner nach und nach zusammensetzt. In 29 Erzählungen lässt Seethaler verschiedene Personen zu Wort kommen. Ein Bürgermeister, der durch krumme Geschäfte versucht, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Ein Pfarrer, der aus lauter Verzweiflung die Kirche abfackelt. Um zwei Beispiele zu nennen.
Der Leser wird zum Zuhörer. Dieser Lebensgeschichten, Beichten, Erfahrungen. Dieser einzelnen Schicksale. Sie sind zum Teil beiläufig, skurril und dramatisch. Wir werden Zeugen unterschiedlicher Todesarten: Suizid, Unfalltod, schwere Krankheiten. Wir lernen diese kleine Stadt in ihren unterschiedlichen Facetten kennen. Ob es am Ende ein schlüssiges Gesamtbild gibt? Eher nicht. Aber das scheint auch nicht die Intention dieses Romans gewesen zu sein.
Für mich bleibt Paulstadt blass. Der Roman extrem komplex und sehr herausfordernd. Sprachlich kann Robert Seethaler voll überzeugend. Und auch die Idee des Buches ist beeindruckend. Über die Umsetzung lässt sich streiten. Mich hat es nicht gepackt. Vielleicht auch deshalb, weil meine Erwartungen zu hoch waren. Einzelne Geschichten sind berührend, verleiten zum Nachdenken. Andere sind überflüssig und schwer nachvollziehbar. Zumindest für mich.
Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog (das_lese_wesen ) vorbei
Thomas
aus Weisslingen
5/5
23.07.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Anfang schwierig
Zu Beginn verzweifelt man fast angesichts der vielen, scheinbar zusammenhanglosen Geschichten. Doch je weiter man sich durch arbeitet, ist der Reiz dabei herauszufinden wie es wohl alles zusammenpassen wird. Am Ende stellt man fest, dass das Buch nachdenklich macht und nachschwingt in den eigenen Gedanken. Empfehlenswert, aber keine leichte Kost!
Bewertung
5/5
06.10.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Endlich ein neuer Seethaler. Das Warten hat sich gelohnt! Wie in Ein ganzes Leben reichen Seethaler kurze und kürzeste Sätze, um das Bild einer kleinen Stadt und ihrer Bewohner zu skizzieren. Eine Fülle von Leben, in denen wir unsere eigenen Sorgen, Fehler und Schwächen entdecken können. Ein ganz wunderbares Buch, lesen Sie es!
Bewertung
aus Wien
5/5
28.07.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Top 5 meiner Lieblingsbücher!
Von romantisch zu tiefgründig, verletzlich und vieles mehr.
Diese Kurzgeschichten geben einen sehr guten Einblick in die Leben der Charaktere.
Ein Gewinn!
Sehr Empfehlenswert, auch für Nicht-Leser!
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5/5
14.08.2025
Buch (Taschenbuch)
Das Feld
Wer das Einfache schätzt und das Schnörkellose, und wer außerdem Kurzgeschichten liebt, dem möchte ich Seethalers "Das Feld" ans Herz legen. Es sind ganz bezaubernde Geschichten dabei, alle berührend und auf eine bestimmte Art und Weise sind sie auch zusammenhängend.
Der Tod zieht sich allerdings durchs ganze Buch, ihn muss man aushalten können. So wie Geschichten enden, so endet auch jedes Leben. Und letztendlich ist klar, warum das Buch "Das Feld" heißt.
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5/5
30.12.2019
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Als Lebender über den Tod nachdenken. Als Toter vom Leben reden. Was soll das?"
„Als Lebender über den Tod nachdenken. Als Toter vom Leben reden. Was soll das? Die einen verstehen vom anderen nichts.“
In Robert Seethalers „Das Feld“ aber erzählen die Toten über die wesentlichen Momente in ihrem Leben. Direkt, klar, unaufgeregt, illusionslos. Tolle Literatur. Mit besonderem Genuss gelesen.
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5/5
04.09.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein Meister seines Fachs
Schauplatz dieses außergewöhnlichen Romans ist der Friedhof einer Kleinstadt. Seethaler lässt die Toten Ihr Leben Revue passieren. Wir haben teil an Ihren Wünschen, Träumen, Erfolgen, aber auch an Ihrem Scheitern, Ängsten und Versagen.
Obwohl es sich um Einzelschicksale handelt, versteht es der Autor sie miteinander zu verknüpfen. Im Lauf der Geschichten bekommt der Leser das Gefühl es handelt sich um Menschen die er kennt.
Und des Öfteren drängt sich die Frage auf: Wenn ich auf mein Leben zurückblicken würde, was möchte ich erzählen?
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5/5
01.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Feld
Österreichische Literatur... Buchpreis würdig!
Sprache, Inhalt, Personen die im Buch vorkommen, alles ein GENUSS....jedes Wort, jeden Satz genossen. Bitte Lesen
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4/5
10.06.2018
Buch (Gebundene Ausgabe)
"Die Stimmen der Toten"
Was würden sie uns wohl erzählen? Man glaubt es gar nicht, aber die Toten haben noch viel zu berichten. Über Dinge die sie bereuen im Leben nicht getan oder gesagt zu haben, Geheimnisse preisgeben uvm. Robert Seethaler gibt den Toten in seinem Roman noch einmal die Chance ihre Geschichte zu erzählen und gibt ihnen ein letztes Mal eine Stimme.
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