Produktbild: Conquistadoren und Azteken

Conquistadoren und Azteken Cortés und die Eroberung Mexikos

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PDF

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Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

25.01.2019

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

399 (Printausgabe)

Dateigröße

19884 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406734007

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PDF

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Erscheinungsdatum

25.01.2019

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C.H.Beck Digital

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399 (Printausgabe)

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1. Auflage

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Deutsch

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9783406734007

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  • Bewertung

    5/5

    10.06.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    die zwei Seiten der Medaille

    Wird die Eroberung Mesoamerikas durch die Spanier zum Thema, so driftet die Diskussion in den meisten Fällen hin zu einem von zwei Erzählsträngen: die Conquista als glorreicher Abenteuerfeldzug einer kleinen Gruppe von Pionieren, oder als grausamer Feldzug von goldsüchtigen europäischen Tyrannen, gegen die die naiven Indigenen keinerlei Chance gehabt hätten. Beide Darstellungen beinhalten ein Stück Wahrheit, und doch stimmt beides nicht. Stefan Rinke stellt in diesem wunderbaren Buch so einiges richtig. Denn ohne die Mithilfe zahlloser indigener Verbündeter hätten die Spanier nie an Boden gewinnen können. Der Autor bezieht sich in seiner Rekonstruktion der Ereignisse sowohl auf spanische wie auch indigene Quellen, sowie die neuesten Forschungsergebnisse. Diese lassen auf eine weitaus differenziertere und komplexere Entwicklung schließen, als bisher allgemein angenommen. Besonders wird betont, dass sich die verschiedenen indigenen Stämme Mesoamerikas nicht so einfach in eine hilflose Opferrolle drängen lassen, gehörten ausgeklügelte Kampftaktiken und Täuschungsmanöver doch schon lange vor der Ankunft der Spanier zum militärischen Repertoire der Stammesführer, und gegenseitige Eroberungen und Unterwerfungen hatten eine lange Tradition. So entsteht ein angenehm entromantisierter Blick auf dieses einschneidende geschichtliche Ereignis, und nebenbei erfährt man zahlreiche spannende Details über die vorspanischen Völker und Kulturen Mesoamerikas. Ein ungemein lesenswertes Buch.

  • S.A.W

    5/5

    05.02.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die gekaperte Rebellion

    Die größte Zivilisationskatastrophe war die Entdeckung Amerikas, jedenfalls aus der Sicht der Indianer. Von denen gab es im Jahr 1492 80 Millionen, ihre Städte waren größer, ihre Feldfrüchte nahrhafter als alles, was es in der alten Welt gab. Tenochtitilan hatte 100.000 Einwohner, mehr als Paris, allein im Tal von Mexiko lebten 2 Millionen Indigene. Rinke geht nochmals alle Quellen zur Eroberung Mexikos durch. Die Gier der Spanier, die bereits alle Kariben versklavt hatten, vermutete Gold bei Mayas und Azteken. Cortes zettelte einen Aufstand gegen die Azteken an und setzte sich an die Spitze der Rebellion. Indianische Verbündete zerstörten die Hauptstadt, danach eroberten die Spanier ganz Mexiko, indem sie weiterhin die Stämme gegeneinander ausspielten. 90 % der Indianer starben innerhalb von 30 Jahren an Pocken, Grippe und Masern, gegen die das Immunsystem der Indigenen machtlos war. So konnten sie sich nicht dagegen wehren, dass die Spanier sie durch das System der Encomiendas allmählich versklavten. Europäische Landwirtschaft mit Pflug und Pferden führte zur Bodenerosion und Hunger. Rinke zerstört alle Hagiographien über die zivilisatorische Überlegenheit der Spanier. Die von Cortes kolportierten glorreichen Siege für das Christentum entpuppen sich als Massaker ohne jede Skrupel. Die Priester zerstören alle Zeugnisse der mexikanischen Kultur, vor allem alle auf Rindenpapier geschriebenen Bücher. Der Kriegsverlauf ist nichts Neues, seine Interpretation aber wohl. Rüdiger Opelt, Autor von „Deutschland gewinnt den Krieg“

  • Bewertung

    aus Hürtgenwald

    3/5

    17.08.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    befriedigend

    Ich bin ein großer Freund der Geschichte. Bereits im jungen Alter wurde in mir durch Vater und großen Bruder das Interesse an der Geschichte geweckt und in der Schule nahm ich am Geschichte -Leistungskurs teil. Auch historische Romane interessieren mich sehr. Ich möchte diese Bewertung also aus der Perspektive eines "Viellesers" durchführen. Das Thema der Konquistadoren an sich birgt schon ein erhebliches Spannungspotential. Man bedenke den Anblick, der sich den Spaniern zeigte, als sie das erste Mal Tenochtitlan, die aztekische Hauptstadt sahen, die von ihrer Infrastruktur her besser aufgestellt war, als alle was europäische Städte damals zu bieten hatten. Aus diesem Interesse an der Geschichte der Azteken heraus stieß ich auf dieses Buch und kaufte es auch aufgrund der hervorragenden Bewertungen anderer Leser. Anders als diese Bewerter, komme ich jedoch zum Fazit, dass das Buch nur als zufriedenstellend bewertet wird. Es gelingt dem Autor nicht wirklich ein Geschichtsbuch zu schreiben, welches der Spannung und dem Reiz des Themas gerecht wird. Gewiss werden geschichtliche Fakten und Zusammenhänge geliefert, aber der Funke sprang bei mir als Leser nicht wirklich über. Dies begann schon bei der Einleitung die fast hochwissenschaftlich anmutet. Die ständige Aneinanderreihung von Namen unterschiedlichster Protagonisten trägt wenig zur guten Leserlichkeit bei. Ein Beispiel dafür, wie man ein spannendes nonfiktionales Geschichtbuch schreiben kann, ist für mich das Buch 1812, des polnischen Autors Adam Zamoyski, welches Napoleons Feldzug in Russland beschreibt. Dieses Buch habe ich in einem einwöchigen Urlaub in Norddeich in einer Woche durchgelesen. Wer am Thema Azteken wirklich interessiert ist, dem empfehle ich den Roman : "Der Azteke" von Gerry Jennings. Dieses Buch lässt einen in die Welt der Azteken eintauchen. Es ist dabei hervorragend recherchiert und sehr spannend. Auch die Eroberung durch Cortez kommt darin natürlich vor.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Ralf Rother

    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    5/5

    02.12.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein detailreiches und spannendes Buch zur Eroberung des Azteken Reiches

    Stefan Rinke, Professor für die Geschichte Lateinamerikas in Berlin, hat ein detailreiches und spannendes Buch zur Eroberung des Azteken Reiches durch die spanischen Conquistadoren geschrieben. Es räumt mit vielen Mythen auf, die das militärische Geschick der Spanier betrifft. Zwar weist er auch auf den Beitrag hin, den die eingeschleppten Krankheiten (Bakterien und Viren) auf die Eroberung Mexikos hatten, jedoch liegt die Stärke des Buches auf die materialreiche Beschreibung der sozialen, historischen und politischen Beziehungen und Spannungen innerhalb der unterschiedlichsten Akteuren und zwischen ihnen während der militärischen Auseinandersetzungen. In den Schilderungen Rinkes wird ausführlich die gesellschaftliche und politische Situation der indigenen Reiche und Städte dargestellt, z.B. die der Zapoteken, Mayas und Azteken. Auf der spanischen Seite werden von Rinke hingegen die politischen und persönlichen Intrigen geschildet, die bei weitem keinen unwesentlichen Einfluss auf die Abläufe der historischen Ereignisse hatten. Als Leserin ist man wirklich erstaunt über die differenzierte Beschreibung der einzelnen Handlungsabläufe während der Begegnungen zwischen den „Amerikanern“ und den „Europäern“, wobei er nicht nur auf überlieferte Dokumente der Spanier zurückgreifen konnte, sondern auch auf die ihrer indigenen Gegner und Verbündeten.
  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    5/5

    01.03.2019

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zusammenstoß zweier Welten

    Vor 500 Jahren betraten die spanischen Conquistadoren unter der Führung von Hernán Cortés den Boden der Halbinsel Yukatan. Folgt man deren Aufzeichnungen, so unterwarf dieser kleine Haufen fast im Alleingang das mächtige Reich der Azteken und legte den Grundstein zu einem Kolonialreich, welches Jahrhunderte überdauerte. Stefan Rinke stellt in seinem hervorragenden Buch ein differenziertes Bild Mesoamerikas vor. Die Handlungen der indigenen Völker als auch der europäischen Eindringlinge werden in den Kontext der lokalen Verhältnisse gestellt, so ergibt sich ein neues, anderes Bild dieser Ereignisse.

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