»Ein wenig Leben« handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Wie in ein schwarzes Loch werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist zugleich realistischer Roman und Märchen – ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Erlösung. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.
Unglaublich gut geschrieben, aber es zerstört einen.
AnnaLovesBooks23 am 04.05.2026
Bewertungsnummer: 3128063
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ich habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll.
Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm
Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder.
Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen.
Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders.
Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh.
Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz.
Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz.
Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen.
Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter.
Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy.
Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben!
Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten.
Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an.
Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes.
Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!
Meinung aus der Buchhandlung
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Endlich habe ich mich herangetraut an Hanya Yanagiharas Wälzer über 4 Freunde in New York und ich bin wirklich froh dieses Buch gelesen zu haben. Es ist wahnsinnig gut geschrieben und hat mich in einen regelrechten Lesesog gezogen, so dass ich es trotz der beachtlichen Länge schnell durch hatte.
Ich war wie gebannt von Judes, Willems, JBs und Malcolms Geschichte, die einen nicht kalt lassen kann, denn was dem, ich würde sagen Hauptprotagonisten Judes alles widerfahren ist, ist schockierend und erschütternd in jeder Hinsicht. Eine Trigger Warnung am Anfang des Buches wäre eventuell keine schlechte Idee, denn es könnte nicht für Jedermann die beste Lektüre sein. Auch ich habe es zum Teil schwer ertragen von Judes ersten 15 Jahren zu lesen und zu erfahren, woher sein Trauma und seine körperliche Versehrtheit rührt. Ich habe dem Ende des Romans wahrlich entgegengefiebert, um es hinter mir zu haben. Das passiert mir bei einem guten Buch im Normalfall nie, denn dann will ich, dass es nicht endet. Obwohl das hier total anders war, bin ich wahnsinnig froh "Ein wenig Leben" gelesen zu haben. Denn trotz allem Leid finde ich, dass es ein hoffnungsvolles Buch ist, das zu Tränen rührt und einen so schnell nicht wieder loslässt.
Hanya Yanagihara schreibt über schwere Traumata und was diese aus einem Menschen machen, so schwer, dass es kein Entkommen gibt. Aber sie schreibt eben auch über Freundschaft, über bedingungslose Liebe, über schöne Seelen, auch wenn diese es nicht sehen können und darüber dass auch nur ein bisschen Glück eben ein wenig Leben bedeutet, dass es auszukosten gilt. Dass alles in diesem intensiven Roman zu finden ist eine Herausforderung, so wie auch für die Protagonisten selbst, aber es ist möglich.
Ich kann "Ein wenig Leben" jedem empfehlen, der bereit ist für eine emotional aufwühlende und schmerzende Reise, der sich nicht davor scheut, dahin zu gehen, wo es wehtut, und der vor allem gefestigt sein sollte.
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Dieses Buch hat mich an den tiefsten Stellen meiner Seele berührt.
Eine Geschichte wie sie selten erzählt wird.
Der Roman handelt von Männerfreundschaften in New York. Jude St. Francis, einer der Freunde, hat ein Geheimnis das sein ganzes Leben bestimmt. Was kann es sein? Weshalb hat dieser Mann am Cover so tief empfundene Schmerzen?
Finden sie es heraus und begeben sie sich auf eine Achterbahnfahrt ihrer Gefühle!
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