Wir klicken uns das Gehirn weg Ohne Computer, Smartphone und Internet geht heute gar nichts. Das birgt immense Gefahren, denn bei intensiver Nutzung baut unser Gehirn ab. Kinder und Jugendliche verbringen mit digitalen Medien mehr als doppelt so viel Zeit wie in der Schule. Die Folgen sind Sprach- und Lernstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Stress, Depression und zunehmende Gewaltbereitschaft. Der renommierte Gehirnforscher Manfred Spitzer zeigt die besorgniserregende Entwicklung auf. Ganz entschieden fordert er von Eltern, den digitalen Zeitvertreib ihrer Kinder zu begrenzen, um sie nicht in die digitale Demenz abdriften zu lassen.
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sollten alle Pädagogen lesen
Biene aus ZH am 17.08.2024
Bewertungsnummer: 2269299
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Ein sehr spannendes und wissenschaftliches Buch, welches die Auswirkungen der Digitalisierung kritisch hinterfragt. Meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Thema, welches oft unterschätzt wird aufgrund der vermeintlichen Vorteile der Digitalisierung. Ich bin immer wieder schockiert, wenn ich im ÖV Handys und Tablets in Kinderwagen sehe.
Bewertung am 23.07.2021
Bewertungsnummer: 1534706
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Ob in der Schule oder am Arbeitsplatz, PCs und Handys sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Aber was, wenn diese verantwortlich sind, dass die heutige Jugend zunehmend unter Übergewicht und Lernstörungen leiden? Und warum werden Kinder aus Dritte Welt Ländern mit Laptops anstatt mit Essen und Trinken ausgestattet? Antwort darauf gibt der Gehirnforscher Manfred Spitzer. Er erklärt anhand wissenschaftlicher Studien, welche Auswirkungen der Umgang mit digitalen Medien auf die Gehirnbildung von Kindern hat, und es gelingt ihm mit Hilfe von Darstellungen und Vergleichen das Problem verständlich zu vermitteln.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ist unser Umgang mit den Neuen Medien noch gesund?
Dieser Frage geht Gehirnforscher und Psychiater Manfred Spitzer nach und sein Fazit lautet eindeutig "NEIN".
Zuerst einmal sei folgendes gesagt: egal, wie man zu den Neuen Medien steht, eines sollte man sich in Erinnerung rufen. Zuviel von einer Sache ist nie gut. Zucker und Alkohol sind in Maßen genossen nicht schädlich, aber jeder weiß, was passiert, wenn man zu viel davon zu sich nimmt. So ist es auch mit den Neuen Medien. Stundenlanges Spielen auf PC oder Konsole oder Fernsehen können nicht gesund sein. Spitzer wettert nicht gegen Gelegenheitsspieler und -seher, sondern er ist viel mehr dagegen, dass man Kinder zu früh in die Neuen Medien einführt und sie zuviel Zeit mit TV & Co verbringen lässt.
Thema Neue Medien und Schule: ist es wirklich sinnvoll, allen Kindern in der Schule PCs oder Tablets zur Verfügung zu stellen? Klar, PCs sind schon mal hilfreich, wenn man das eine oder andere lernen möchte, aber welches Kind will abends nicht ins Bett gehen weil es am PC noch etwas lernen will? Neue Medien werden selten für das Lernen herangezogen und wenn doch, ist das Lernen mit ihnen offenbar doch nicht so einfach, wie man uns suggerieren möchte. Kaum verwunderlich, wenn man hört, dass eine Vielzahl der Studenten trotzdem immer noch lieber aus dem guten alten Buch lernt als mit Hilfe eines PCs.
Aber einmal ganz abgesehen davon, wie man zu den Neuen Medien steht: Spitzers Buch bietet weit mehr als seine persönliche Ansicht. Es lehrt uns eine Menge über das Gehirn und die Vorgänge darin. Es macht Lust aufs Lernen. Stark vereinfacht zusammengefasst: Je mehr man gelernt hat im Leben, desto länger dauert es, bis man alles wieder vergessen hat. Tatsächlich hat Bildung Einfluss auf Krankheiten wie Demenz oder Alzheimer.
Spitzer bezieht sich auf mehr als 400 Quellen (Studien etc.). Man muss nicht alle seine Ansichten teilen, aber man sollte sein Buch lesen und es weiterreichen. Denn Bücher wie diese sollte man weitergeben und nicht ins Regal stellen. Und das sage ich als jemand, der die Neuen Medien gut und gerne nutzt
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Die übermäßige Nutzung von Smartphones unserer Kinder
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Seit dem Jahr 2007 sind Smartphones auch in unseren Breiten Teil des alltäglichen Lebens. Eigentlich nichts ist heute noch möglich ohne diese Geräte dabei zu haben. Sei es die Kundenkarte der Firma XYZ, samt dazugehörigem Scan-Code oder eine der tausenden Apps, die so ziemlich alles Mögliche können. Von Schrittezählen bis hin zu Flugzeugen am Himmel bestimmen, ist diesen kleinen technischen Wunderwerken eigentlich keine Grenze mehr gesetzt. Doch der übermäßige Konsum dieser Geräte birgt eine Gefahr, die noch bei weitem nicht völlig erforscht ist.
Da die nächste Generation unserer Kinder mit diesen Geräten ganz alltäglich aufwächst, ist für sie völlig normal, was noch für unsere eigenen Eltern undenkbar war... ohne ein Smartphone aus dem Haus zu gehen. Sogar in der Schule und der Freizeit ist es beinahe schon unmöglich ohne diese Geräte zu existieren. Fast aus einer anderen Zeit scheint schon einen Film zu sehen, in welchem keiner der Protagonisten ein Handy nutzt, um alltägliche Dinge zu erledigen. Doch wo sind die Grenzen dieser Geräte und ist der übermäßige Konsum von digitalen Errungenschaften wirklich für Menschen gefährlich?
Manfred Spitzer, ein weithin bekannter Hirnforscher der Universität Ulm, ist davon überzeugt. In einer ganzen Reihe von Beispielen zeigt er auf, wie die übermäßige Nutzung von modernen Medien unsere Kinder nachhaltig schädigt. Es gibt ja kaum brauchbare Hürden um nutzlose Videos oder auch gewaltverherrlichende Einspielungen zu unterbinden. Auch die schiere Anzahl an Influencern, die mittlerweile weite Teile unseres Lebens beherrschen, zeigen ein viel zu positives und überhebliches Bild unserer Gesellschaft. Alle sind schön, hip und top in Form. Ein völlig falsches Bild, ist er überzeugt.
Eine der besten Geschichten des Buches, welche mir lange in Erinnerung bleiben wird, ist die der Londonder Taxifahrer. Wie auch in anderen Städten unserer modernen Welt gibt es hier Taxler, die einen von A nach B bringen und man abschließend zahlt. Großer Unterschied zum Rest der Welt ist jedoch nun folgender. Die Taxifahrer in London müssen selbstständig, das heißt ohne ein Navi oder GPS, in der Lage sein die jeweilige Straße zu finden. Erst wenn sie alle auswendig können und ohne GPS finden, sind sie laut Londoner Taxigesetz dazu berechtigt hier zu fahren. Vorher nicht.
Auch die Pandemie hat einen großen Digitalisierungsschub in unserer Gesellschaft gebracht. „Whiteboards“ sind in vielen Schulen eingezogen und haben auch das Lernen an sich verändert. Auch hier ist Spitzer überzeugt, dass nur ein gutes Maß für die Schüler notwendig ist und es nicht zu viel sein darf. Die Lerninhalte könnten auch über ganz klassische Bücher (wie sie hoffentlich gerade eines in Händen halten) oder andere Lernmaterialien vermittelt werden.
Sein Buch ist ein Appell für eine Digitalisierung mit Maß und Ziel. Sollten Sie als Eltern der Meinung sein, dass Handys und Tablets ihrer Kinder schon viel zu viel der Tageszeit einnehmen und es wirklich mal genug ist, so lesen sie dieses Werk. Es ist ein sehr kritischer Titel, der aufzeigt, welche Gefahren zu viel digitale Geräte in unseren Alltag bringen und dass junge Menschen und Kinder darunter am meisten zu leiden haben. Ganz ohne, ist in vielen Fällen vielleicht nicht die richtige Antwort, aber weniger in jedem Fall. Ein sehr kritisches Buch zu einem Thema das immer wichtiger wird.
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