Manfred Spitzer ist Professor für Psychiatrie an der Universität Ulm, wo er die Universitätsklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik leitet. Er studierte Medizin, Psychologie und Philosophie in Freiburg, wo er sich auch zum Psychiater weiterbildete und die Habilitation für das Fach Psychiatrie (1989) erlangte. Er war von 1990 bis 1997 als Oberarzt an der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg tätig. Zwei Gastprofessuren an der Harvard-Universität und ein weiterer Forschungsaufenthalt am Institut for Cognitive and Decision Sciences der Universität Oregon prägten seinen Forschungsschwerpunkt im Grenzbereich der kognitiven Neurowissenschaft und Psychiatrie. Im Jahre 2004 gründete er das Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen (ZNL) an der Universität Ulm. Für sein wissenschaftliches Werk wurde Spitzer mit dem Forschungspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Nervenheilkunde und dem Preis der Cogito-Foundation zur Förderung der Zusammenarbeit von Geistes- und Naturwissenschaften ausgezeichnet.
Kinder lernen immer - ihr Gehirn kann nicht anders. Hat das Gehirn für Lehrer auch ein Pädagogik-Modul, das zum Lehren befähigt? Wie funktioniert es, wenn wir lehren? Und was hat es mit Fähigkeiten wie Intelligenz und emotionaler Intelligenz bis hin zu Selbstkontrolle und Glückserleben zu tun? Welches Schulwissen, das gelehrt wird, befähigt zu den zukunftig gestellten Anforderungen andere - vielleicht auch krisenhafter - Lebensumstände?
Auf diese und viele andere Fragen sucht Manfred Spitzer Antworten der Gehirnforschung in seinem neuen Buch für Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, Mütter und Väter, das auch Großmütter und Großväter lesen werden. Denn das Organ, dass unsere geistige und emotionale Entwicklung steuert, ist vor allem das Gehirn.