Die Zeit, die Zeit

detebe Band 24261

Martin Suter

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Beschreibung

Ist es verrückt, wenn einer glaubt, die Zeit lasse sich »zurückdrehen«? Es ist verrückt, denkt Peter Taler anfangs, als er das Vorhaben des alten Knupp begreift, der ihm gegenüber wohnt. Denn der möchte etwas denkbar Unmögliches möglich machen.

Produktdetails

Verkaufsrang 22550
Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Erscheinungsdatum 28.08.2013
Verlag Diogenes
Seitenzahl 304 (Printausgabe)
Dateigröße 1999 KB
Auflage 2. Auflage
Sprache Deutsch
EAN 9783257601893

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Mysterium Zeit

Bewertung aus Wien am 11.01.2015

Bewertet: eBook (ePUB)

Faszinierende, gut durchdachte Geschichte, die mich noch eine ganze Weile grübelnd zurückgelassen hat. Man zittert, verzweifelt und hofft bis zur letzten Seite mit den Protagonisten. Lesenswert für alle, die sich schon einmal mit der Frage beschäftigt haben: Was wäre wenn?

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Zukunft und Vergangenheit gibt es nicht, nur die Gegenwart?

Bewertung aus Erding am 18.02.2014

Bewertet: eBook (ePUB)

unterhaltsam, humorvoll, genial. Man könnte die philosophischen Gedanken selbst überdenken, mit der Schlussfolgerung, dass es Vergangenheit und Zukunft nicht gibt, nur die Gegenwart. Laut Stephen Hawking sind Zeitreisen in die Vergangenheit gar nicht möglich, in die Zukunft nur mit fast Lichtgeschwindigkeit, aber was würde einen da erwarten, wenn sich das Leben nur in der Gegenwart abspielt: nichts? Im Roman von Martin Suter wird dennoch versucht, die Vergangenheit wieder herzustellen.

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Gedankenexperiment

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Peter Taler hat vor einem Jahr seine Frau verloren, sie wurde vor ihrem Haus erschossen. Seitdem hat er sich von der Welt zurückgezogen und beobachtet von seinem Fenster aus den alten Nachbarn, der ebenfalls, allerdings schon vor 20 Jahren seine Frau verloren hat. Irgendetwas muss dieser Alte doch gesehen haben, an dem Tag an dem seine Frau ermordet wurde, denkt sich Taler und nimmt Kontakt mit dem Alten auf, das ist genau, worauf der Alte wartet, denn er braucht einen Verbündeten für sein Experiment. Davon ausgegehend, dass Zeit nicht existiert, sondern nur Veränderung muss also, wenn er alles wieder so rückbaut wie vor dem Tod seiner Frau er sie noch einmal sehen können. Damit beginnt ein Vorhaben, das schon bald vollkommen aus dem Ruder zu laufen droht.
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Tod minus Zeit gleich?

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Albert Knupp hat vor zwei Jahrzehnte seine Frau verloren. Seine Art der Trauerarbeit: Er leugnet die Existenz der Zeit. Seinen Nachbar Peter Taler ereilte ein ähnliches Schicksal: Vor einem Jahr wurde seine Frau direkt vor der Haustür erschossen, der Mörder blieb unentdeckt. Talers Leben bleibt rückwärtsgewandt und besteht zum Großteil daraus, den letzten gemeinsam erlebten Tag mit seiner Frau aufs immer Neue wiederherzustellen und ihrem Mörder nachzuspüren. Die beiden Witwer finden zusammen, als Knupp ihm von seinem Vorhaben berichtet, dass er vorhabe einen ganz bestimmen Tag an dem seine Frau nach am Leben war bis ins kleinste Detail anhand von fotografischen Belegen zu rekonstruieren – mit dem Ziel, dass somit auch die Zeit an diesen Tag zurückkehren müsse und seine Frau wieder am Leben wäre. Taler bleibt ungläubig, doch je länger seine Form der Trauerarbeit unbefriedigend und wenig Trost spendend bleibt, desto mehr klammert er sich an diesen letzten, wenn auch offensichtlich abstrusen Hoffnungsschimmer und wird der Gehilfe von Knupp. Martin Suter geht, geprägt von einem eigenen privaten Schicksalsschlag, der Frage nach, ob man die Zeit für einen Menschen zurückdrehen kann, dessen Lebensuhr bereits abgelaufen ist und was man dafür zu riskieren und opfern bereit wäre. Der Plot entwickelt sich innerhalb der ersten 100 Seiten auf rasante Weise und das theoretische Gebilde dieses Projektes wider die Zeit fasziniert bis zum abschließenden Twist auf den letzten Seiten. Bisweilen erinnert das neueste Werk des schweizer Romanciers an Aspekte von Paul Austers „Stadt aus Glas“ und Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“. Auch wenn der Roman in der zweiten Hälfte in den ausufernden Schilderungen des Fortschreiten des Projekts einige Längen enthält, sei er trotzdem langjährigen und neuen LeserInnen Martin Suters empfohlen.
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