Produktbild: Homo sacer

Homo sacer Die souveräne Macht und das nackte Leben

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13,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

19.09.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1251 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Homo sacer. Il potere sovrano e la nuda vita

Übersetzt von

Hubert Thüring

Sprache

Deutsch

EAN

9783518784204

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Erscheinungsdatum

19.09.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1251 KB

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Homo sacer. Il potere sovrano e la nuda vita

Übersetzt von

Hubert Thüring

Sprache

Deutsch

EAN

9783518784204

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    Ralf Rother

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    5/5

    01.07.2018

    Buch (Taschenbuch)

    Das Lager als ein Paradigma.

    Man braucht kein Freund von Jean-Claude Juncker sein, um zu verstehen, was er vor dem EU-Migrationsgipfel in Brüssel (28. Juli 2018) mit seiner Warnung vor einem europäischen Neokolonialismus meinte. Es ist verblüffend wie erschreckend, welche Konjunktur der Begriff des Lagers erfahren kann, nach all den grauenvollen Tatsachen, die man von den Lagern des Kolonialismus, von den Flüchtlingslagern für sogenannte „Ostjuden“ vor dem Nationalsozialismus, von den Vernichtungslagern des Nationalsozialismus und den stalinistischen Lagern hörte. Gewiss, es wird mit rhetorischen Finten gefochten, und manch ein Politiker wird behaupten, dass er sich die Begriffe nicht von der Geschichte rauben lässt, auch wenn diese Finten nichts anderes als Kausalitätsinversionen sind. Um sich zu besinnen, was auf dem Spiel steht, sobald von der Errichtung von Lagern die Rede ist, wenn territoriale Zonen des Ausnahmezustands – ob innerhalb der EU oder außerhalb – gebaut werden sollen, ist es angebracht auf Lektüren von Kotek und Rigoulot, von Bauman, Sofsky und Agamben zurückzukommen. Einen Beitrag zur Diskussion um den Begriff des Lagers hat Agamben mit seiner Trilogie zum homo sacer und seinen Arbeiten zum Ausnahmezustand angeboten. In den Analysen heißt es, dass seit der Antike das Lager – und nicht der Staat – das Paradigma der abendländischen Politik darstellt. Das Lager ist, wie der Ausnahmezustand, keine Anomalie, die jenseits des Staates, des Politischen und des Rechts liegt. Mit dieser These stellte Agamben die Annahme in Frage, dass die souveräne Gewalt in sublimierter Weise in die politische Rechtsordnung des Staates aufgehoben ist, der wiederum mit seinen Instrumenten der Staats- und Rechtsgewalt garantiert, politische Formen des Totalitarismus in Schranken zu halten. Agamben wies hingegen darauf hin, dass sich in der metaphysisch-ontologischen Grundordnung abendländischen Denkens ein dichotomisches System von Einschlüssen und Ausschlüssen herausgebildet hat, das bis heute intakt ist und wirkt. Darin sind jene Elemente angelegt, die dem Totalitarismus, aber auch der Demokratie – dort als eine „versteckte Matrix“ – eigen sind: der Ausnahmezustand, die Souveränität, der Bann und das Lager. In diesem Sinne stellt die Moderne keinen Bruch mit der abendländischen Tradition dar, wie auch das politische Konzept der Demokratie nicht mit wesentlichen Mechanismen des Totalitarismus bricht. Abendländische Politik konstituiert sich stets über Ausnahmezustände und erzeugt mittels des Rechts rechtloses Leben, um es der souveränen Macht zu unterwerfen.

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