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Der Hals der Giraffe Bildungsroman

Aus der Reihe suhrkamp pocket
16

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2011

Abbildungen

mit ca. 20 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,2 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42177-2

Beschreibung

Rezension

»... nichts an diesem Buch ist trist. Es schillert, es schimmert, es zieht einen immer tiefer hinein.« ("ZEIT ONLINE")
»Ein Kunststück - für die bundesdeutsche Literatur seit 1989 - von geradezu historischen Dimensionen gelang Judith Schalansky mit Der Hals der Giraffe - der erste in Ostdeutschland spielende Roman, der fast völlig ohne die üblichen, wie aus dem Gruselkabinett des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie ausgeborgt wirkenden, DDR-Versatzstücke auskommt.« ("SPIEGEL ONLINE")
»Judith Schalansky erzählt vom Leben einer Naturwissenschaftlerin, deren Verstand – vor und nach der Wende – jede Gefühlsregung nivelliert. Sie zeichnet das Bild einer unsympathischen Frau allerdings so eindringlich, dass man heftige Sympathie für diese aus der Zeit gefallene Heldin empfindet, die sich für Tiere stets mehr interessierte als für Menschen oder gar Kinder.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Am beeindruckensten aber ist, wie Judith Schalansky völlig hinter der Perspektive ihrer Protagonistin verschwindet, den Leser in ihren Bann zieht und sie sich selbst entlarven lässt. Ein subtiles Plädoyer gegen falsch verstandenen Darwinismus. Ein hinreißender Beweis dafür, was Literatur kann. « ("NDR")
»Die Kunsthistorikerin und Kommunikationsdesignerin [Judith Schalansky] hat nicht nur einen traumhaft schönen Text geschrieben, einen Roman, sondern sie hat diesen Roman auch traumhaft schön gestaltet, hat ihn selbst gesetzt und auch das Material, die Schrift und die Farben ausgesucht.« ("DER SPIEGEL")
»Bücher wie Schatzkisten. Das schönste dieser Schmuckstücke hat nun Judith Schalansky gemacht. Es trägt einen Leineneinband wie ein altes Biologiebuch, und innen stößt man auf Quallen, Kaulquappen und Pilze. Aber die Wissenschaftlichkeit ist Camouflage: Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist so hinreißend, dass einem beim Lesen fast die Tränen kommen.« ("Neon")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.09.2011

Abbildungen

mit ca. 20 Abbildungen

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

20,6/13/2,2 cm

Gewicht

331 g

Farbe

Seidengrau / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-42177-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44
10119 Berlin
Deutschland
Email: verkauf@suhrkamp.de
Url: www.suhrkamp.de
Telephone: +49 30 7407440
Fax: +49 30 740744199

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Inge Lohmark würde das Buch lieben!

ML aus Basel am 22.08.2012

Bewertungsnummer: 787229

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für Freunde schöner, gekonnter Schreibe ist dieser sehr schön gemachte Band ein Muss (auch als Taschenbuch wird es sicher ein spezielles Buch werden). Die Person, pardon, Gymnasiallehrerin, Inge Lohmark die vor ihrer Klasse steht und über sich, das Leben an sich, Mutterliebe und vieles weitere Gedanken macht, ist nicht zu fassen. Denkt man, man hätte sie, entwindet sie sich wieder und man steht vor einem neuen Rätsel. Darf man sie mögen, verachten, für überheblich halten oder sollte man sie einfach nur so hinnehmen? Der Schreibstil ist fulminant, trocken und doch so farbig, dass man gerne in dieser Welt versinkt. Auch wenn sie grau und unwirtlich erscheint. Lesen!

Inge Lohmark würde das Buch lieben!

ML aus Basel am 22.08.2012
Bewertungsnummer: 787229
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für Freunde schöner, gekonnter Schreibe ist dieser sehr schön gemachte Band ein Muss (auch als Taschenbuch wird es sicher ein spezielles Buch werden). Die Person, pardon, Gymnasiallehrerin, Inge Lohmark die vor ihrer Klasse steht und über sich, das Leben an sich, Mutterliebe und vieles weitere Gedanken macht, ist nicht zu fassen. Denkt man, man hätte sie, entwindet sie sich wieder und man steht vor einem neuen Rätsel. Darf man sie mögen, verachten, für überheblich halten oder sollte man sie einfach nur so hinnehmen? Der Schreibstil ist fulminant, trocken und doch so farbig, dass man gerne in dieser Welt versinkt. Auch wenn sie grau und unwirtlich erscheint. Lesen!

Schalansky, Der Hals der Giraffe

Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 14.09.2011

Bewertungsnummer: 516555

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit Aehnlich, Alle sterben, auch die Löffelstöre, und Leky, Die Herrenausstatterin, bin ich nicht mehr so geistreich unterhalten worden. Und habe ganz nebenbei auch noch so viel gelernt! Köstlicher Roman über eine Biologielehrerin, die versucht, einen Funken von Verstand in den Köpfen ihrer Schüler zu entzünden. Beste Dialoge, z.B. auf S.121:"Der Beitrag der Männer zur Fortpflanzung...". Bei Frau Inge Lohmark hätte ich zu gerne Unterricht gehabt!!

Schalansky, Der Hals der Giraffe

Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 14.09.2011
Bewertungsnummer: 516555
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Seit Aehnlich, Alle sterben, auch die Löffelstöre, und Leky, Die Herrenausstatterin, bin ich nicht mehr so geistreich unterhalten worden. Und habe ganz nebenbei auch noch so viel gelernt! Köstlicher Roman über eine Biologielehrerin, die versucht, einen Funken von Verstand in den Köpfen ihrer Schüler zu entzünden. Beste Dialoge, z.B. auf S.121:"Der Beitrag der Männer zur Fortpflanzung...". Bei Frau Inge Lohmark hätte ich zu gerne Unterricht gehabt!!

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Der Hals der Giraffe

von Judith Schalansky

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Meinung aus der Buchhandlung

Claudia Horvath

Thalia Tulln – Rosenarcade

Zum Portrait

5/5

intensiv und nahegehend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich. Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.
  • Claudia Horvath
  • Buchhändler/-in

5/5

intensiv und nahegehend

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich. Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.

Annemarie Blaßnig

Thalia Klagenfurt – City Arkaden

Zum Portrait

5/5

Überlebensstrategien mittels biologistischer Lehrsätze

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben.
  • Annemarie Blaßnig
  • Buchhändler/-in

5/5

Überlebensstrategien mittels biologistischer Lehrsätze

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben.

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