Produktbild: Der Hals der Giraffe

Der Hals der Giraffe Bildungsroman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.10.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

19,1/12/1,8 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

13

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46388-8

Beschreibung

Rezension

»... nichts an diesem Buch ist trist. Es schillert, es schimmert, es zieht einen immer tiefer hinein.« ("ZEIT ONLINE")
»Ein Kunststück - für die bundesdeutsche Literatur seit 1989 - von geradezu historischen Dimensionen gelang Judith Schalansky mit Der Hals der Giraffe - der erste in Ostdeutschland spielende Roman, der fast völlig ohne die üblichen, wie aus dem Gruselkabinett des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie ausgeborgt wirkenden, DDR-Versatzstücke auskommt.« ("SPIEGEL ONLINE")
»Judith Schalansky erzählt vom Leben einer Naturwissenschaftlerin, deren Verstand – vor und nach der Wende – jede Gefühlsregung nivelliert. Sie zeichnet das Bild einer unsympathischen Frau allerdings so eindringlich, dass man heftige Sympathie für diese aus der Zeit gefallene Heldin empfindet, die sich für Tiere stets mehr interessierte als für Menschen oder gar Kinder.« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Am beeindruckensten aber ist, wie Judith Schalansky völlig hinter der Perspektive ihrer Protagonistin verschwindet, den Leser in ihren Bann zieht und sie sich selbst entlarven lässt. Ein subtiles Plädoyer gegen falsch verstandenen Darwinismus. Ein hinreißender Beweis dafür, was Literatur kann. « ("NDR")
»Die Kunsthistorikerin und Kommunikationsdesignerin [Judith Schalansky] hat nicht nur einen traumhaft schönen Text geschrieben, einen Roman, sondern sie hat diesen Roman auch traumhaft schön gestaltet, hat ihn selbst gesetzt und auch das Material, die Schrift und die Farben ausgesucht.« ("DER SPIEGEL")
»Bücher wie Schatzkisten. Das schönste dieser Schmuckstücke hat nun Judith Schalansky gemacht. Es trägt einen Leineneinband wie ein altes Biologiebuch, und innen stößt man auf Quallen, Kaulquappen und Pilze. Aber die Wissenschaftlichkeit ist Camouflage: Die Geschichte, die hier erzählt wird, ist so hinreißend, dass einem beim Lesen fast die Tränen kommen.« ("Neon")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.10.2012

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

222

Maße (L/B/H)

19,1/12/1,8 cm

Gewicht

238 g

Farbe

Karamell / Anthrazit

Auflage

13

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-46388-8

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Ira Rübenkönig

    aus Baden-Baden

    5/5

    18.03.2013

    Buch (Taschenbuch)

    Nachdenken garantiert!

    Der Hals der Giraffe ist der zweite Roman von Judith Schalansky, der 2011 als Bildungsroman erfolgreich erschien und nun als Taschenbuch erhältlich ist. Es geht um eine von Darwin geprägte 55 jährige Biologielehrerin. Inge Lohmank unterrichtet seit 30 Jahren an ihrem geliebten Gymnasium. Das ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern, die Stadt im hinteren Vorpommern schrumpft, es fehlt an Kindern. n In der Welt von Inge Lohmank steht die Natur über Erziehung und Humanismus. So lebt sie und so unterrichtet sie auch ! Das hat seine Konsequenzen. Erst recht, als Inge Lohmank Gefühle für eine Schülerin entwickelt. Ein außergewöhnliches Taschenbuch, mit einer präzisen Sprache, der Sarkasmus kommt dabei nicht zu kurz. Biologieunterricht vom feinsten ! Nachdenken garantiert !!

  • Bewertung

    5/5

    28.10.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Der Hals der Giraffe

    Ein tolles, kleines Buch. Die Geschichte ist schnell erzählt: Eine von Darwin geprägte Biologielehrerin unterrichtet im Osten ihre Schüler an einer Schule, die bald geschlossen werden soll. Gefühle lässt sie nicht zu, für sie zählt nur das klar strukturierte Denken. Dies geschieht in einer solch präzisen, fesselnden Sprache, dass man es nicht mehr aus der Hand legen kann. Zudem ist der Biounterricht gleich mit eingebaut. Tolle Illustrationen untermalen die Geschichte auf eine tolle Art. Lesenswert und nun auch als Taschenbuch.

  • Edith Berger

    aus 3istau

    5/5

    25.10.2012

    Buch (Taschenbuch)

    wundervolles Leseerlebnis

    Inge Lohmark ist Lehrerin für Biologie. Seit mehr als 30 Jahren versucht sie, mit mal mehr, mal weniger Erfolg, dieses Wissen an ihre Schüler weiterzugeben. .... "Inge Lohmark war dafür bekannt, dass sie die Zügel anziehen und die Leine kurz halten konnte, ganz ohne Tobsuchtsanfall und Schlüsselbundwerferei" und bei Inge Lohmark gab es kein Mitspracherecht .......... "Der Hals der Giraffe" von Judith Schalansky ist ein großes Lesevergnügen.

  • Odilie Pressberger

    aus Regensburg (Donau EKZ)

    5/5

    17.10.2012

    Buch (Taschenbuch)

    Besuchen Sie den Biologieunterricht von Inge Lohmark!

    Seit "Alle sterben, auch die Löffelstöre" und "Die Herrenausstatterin" bin ich nicht mehr so geistreich unterhalten worden, wie in diesem Buch "Der Hals der Giraffe". Nebenbei habe ich auch noch ganz viel über die Evolution gelernt! Köstlicher Roman über eine Biologielehrerin, die versucht, einen Funken von Verstand in den tumben Köpfen ihrer Schüler zu entfachen. Beste Dialoge, z.B. auf S.121:"Der Beitrag der Männer zur Fortpflanzung . . . " Bei Frau Inge Lohmark hätte ich zu gerne Unterricht gehabt!

  • Bewertung

    4/5

    12.11.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Achterbahn der Gefühle

    Wir mussten dieses Buch für die Schule lesen. Anfangs hatte ich sehr Mühe, es zu lesen, da ich eigentlich keine Bücher lese, die eine pessimistische Weltanschauung vertreten, wie hier von der Protagonistin Inge Lohmark ausgeht. Nach der ersten Hälfe bemerkte ich, dass die Mischung zwischen all den biologischen Ausdrücken und Schilderungen verschiedener Aspekte unserer Welt und die verzweifelte „alles und alle sind schlecht“ Einstellung von Inge Lohmark, kreieren eine faszinierende Geschichte. Je mehr ich in das Buch eintauchte, desto mehr merkte ich, dass sie nur zu diesem Menschen wurde, weil ihre Gesellschaft und vor allem ihre Kindheit sie zu dem gemacht hat. Sie hat mir leid getan. Deshalb gebe ich vier Sterne, denn es ist nicht eines meiner Lieblingsbücher, aber ich fand, dass es sehr schön geschrieben war, und dass ich als angehende Lehrerin von jemandem wie Inge Lohmark etwas lernen kann, damit ich genau nicht so werde wie sie. Dieses Buch ist wirklich ein Kunstwerk.

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Bewertungen (16)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Claudia Horvath

    Claudia Horvath

    Thalia Tulln – Rosenarcade

    Buchhändler*in

    5/5

    22.06.2012

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    intensiv und nahegehend

    Inge Lohmark ist seit 30 Jahren Biologielehrerin an einem Gymnasium am Land, das vor der Schließung steht. Ihre Strenge und Menschenverachtung ganz besonders ihren Schülern gegenüber läßt sie nicht sympathisch erscheinen. Ihr Unterricht ist desillusionierend, verachtend und unzeitgemäß. Nur kurz gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken, als sie sexuelle Gefühle für eine Schülerin empfindet, die noch dazu am Ende der grausam-hierarchischen Kette der Klassengemeinschaft steht. Konkurrenz, Härte und Strenge prägen Lohmarks Leben - nicht zuletzt zur eigenen Tochter, die den Kontakt zu ihr abgebrochen hat. In dieser ihrer Welt steht die Natur über Erziehung, Humanismus ist ihr ein Fremdwort. Dieses Gedankengut hat für die Lehrerin Konsequenzen. Sie wird zu guter Letzt ausgesondert, aus dem System der Lehrerschaft wegselektiert, denn die Zeiten ändern sich. Ein hervorragend umgesetztes, aussagekräftiges Buch mit nachdenklichem Inhalt.
  • Zum Bewerterprofil von Annemarie Blaßnig

    Annemarie Blaßnig

    Thalia Klagenfurt – City Arkaden

    Buchhändler*in

    5/5

    30.11.2011

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Überlebensstrategien mittels biologistischer Lehrsätze

    Inge Lohmark ist Biologielehrerin am Charles Darwin-Gymnasium in einer Provinzstadt in Vorpommern, wo mangelnde Lebensperspektiven die Menschen zum Abwandern zwingen, sodass, infolge Schülerrückgangs, die Schule vor der Schließung steht. Als Landwirbeltiere im Wachstum im Gehege der Schule werden die Schüler von der emotionslos nüchternen Lohmark bezeichnet. Als Pädagogin ist sie zur Überzeugung gelangt, dass man nicht aus jedem Bauernkind einen Hochschulprofessor machen könne. Erziehung sei eben nicht alles, die Natur lasse sich nicht überwinden, so lautet ihr Credo, mit dem sie im Lehrerkollegium natürlich auch Gegenargumente provoziert. Aber humanistische Bildungsideale sind Lohmarks Sache nicht, egal welche Ideologie vorherrsche, Schule diene doch immer nur der Herrschaftssicherung, produziere eben gemäß der herrschenden Marktideologie konkurrenzorientierten Nachschub fürs Rentensystem. Dass dabei die Nichtanpassungsfähigen, Schwachen oder einfach vom System nicht mehr Gebrauchten auf der Strecke bleiben, muß die Lehrerin aber auch selbst hautnah erfahren. Beim Versuch, persönliche Enttäuschungen und Verlusterfahrungen mittels biologistischer Lehrsätze abzuwehren, bleibt das eigene Leben auf der Strecke und wird zum bloßen Überleben.

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