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Walter Fürhacker Buchhandlung: Thalia Salzburg – Europark
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Meine letzte Rezension Jenseits der See von Paul Lynch
Bolivar ist Fischer. Er ist ein grober Mensch. Er trinkt gern. Er raucht gern. Er liebt seine Rosa. Und er lässt sich nichts sagen. So missachtet er auch Warnungen der Dorfbewohner. Ein Sturm komme auf. Er solle nicht aufbrechen, um zu fischen. Er tut es trotzdem. In Begleitung eines jungen Mannes bricht er auf, sticht trotz eindringlicher Mahnungen in See und gerät in das Abenteuer seines Lebens. Bolivar und sein Begleiter werden auf das offene Meer hinausgetrieben. Sie begegnen der wilden ungezügelten Kraft der Natur, der unglaublichen und einsamen Stille des weiten Ozeans. Paul Lynch versteht es mit Worten zu spielen. Seine Literatur berührt. Auf knappe, fast lyrische Sätze folgen ausschweifend, wilde Worte, einem nachlassenden Sturm gleich beruhigt sich seine Sprache wieder, erfindet sich neu auf dem besänftigten, spiegelglatten Meer seiner Fantasie. Wie feingeriffelte, vom Wind zart bewegte Wellen lesen sich seine Worte, dann wieder gleichen sie wild aufschäumend, triefend rollenden Wasserwogen. Es sind schließlich jedoch nicht die Tiefen des unendlich weiten Ozeans, sondern die Abgründe der menschlichen Seele, die mich erstaunt und bewegt zurücklassen. Ein großes Stück Literatur. Bitte unbedingt lesen.
ab 23,50 €
Produktbild Jenseits der See
5/5
  • Walter Fürhacker
  • Buchhändler/-in

5/5

Jenseits der See

Bolivar ist Fischer. Er ist ein grober Mensch. Er trinkt gern. Er raucht gern. Er liebt seine Rosa. Und er lässt sich nichts sagen. So missachtet er auch Warnungen der Dorfbewohner. Ein Sturm komme auf. Er solle nicht aufbrechen, um zu fischen. Er tut es trotzdem. In Begleitung eines jungen Mannes bricht er auf, sticht trotz eindringlicher Mahnungen in See und gerät in das Abenteuer seines Lebens. Bolivar und sein Begleiter werden auf das offene Meer hinausgetrieben. Sie begegnen der wilden ungezügelten Kraft der Natur, der unglaublichen und einsamen Stille des weiten Ozeans. Paul Lynch versteht es mit Worten zu spielen. Seine Literatur berührt. Auf knappe, fast lyrische Sätze folgen ausschweifend, wilde Worte, einem nachlassenden Sturm gleich beruhigt sich seine Sprache wieder, erfindet sich neu auf dem besänftigten, spiegelglatten Meer seiner Fantasie. Wie feingeriffelte, vom Wind zart bewegte Wellen lesen sich seine Worte, dann wieder gleichen sie wild aufschäumend, triefend rollenden Wasserwogen. Es sind schließlich jedoch nicht die Tiefen des unendlich weiten Ozeans, sondern die Abgründe der menschlichen Seele, die mich erstaunt und bewegt zurücklassen. Ein großes Stück Literatur. Bitte unbedingt lesen.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Am Himmel die Flüsse
    • Walter Fürhacker
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    5/5

    Am Himmel die Flüsse

    Wie Tautropfen, glitzernde Wasserperlen, aufgefädelt auf einem silbrigen Faden, abtropfend, nachfließend, sich immer wieder erneuernd aus einem unendlichen Schwall aus flüssigem Glas, so fließen die bezaubernden Worte Elif Shafak´s durch mich hindurch. Eine wundersame, märchenhafte Geschichte, wie „Tausend und eine Nacht“. Shafak`s Roman umfasst tausende Jahre und verknüpft am Ende die Bande aller Romanfiguren. Sie vereint in einem einzigen Wassertropfen tausende Jahre Geschichte, spinnt aus einem unerschöpflichen Reichtum an Wissen ein alles umfassendes farbenreiches Netz und lässt am Schluss die Weisheit des Orients in einem großen, weiten Lebensmeer zusammenfließen. Eine wundersame, faszinierende Reise in das osmanische Reich, fantasievoll verwebt mit dem 19. Jahrhundert und der grausamen Realität der gegenwärtigen Situation im Nahen Osten. Ein sehr berührender Roman. Sehr empfehlenswert.

  • Produktbild Das Lied des Propheten
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Das Lied des Propheten

    Albtraumhaft beschreibt Paul Lynch in seinem Roman ein von Anfang an dunkles, düsteres Schauspiel, das sich wüst und wild in einer gewaltigen Bildsprache zu einem grauenhaft deprimierenden Bürgerkrieg hochschaukelt. Die schwarzen Worte Lynchs schwärmen auf wie Nachtfalter, finstere Boten der Dunkelheit flirren ins dasige Hell, bedecken alles Licht, ihre Flügel umschließen die Hoffnung und verschlingen im Schwirren das letzte Schimmern einer guten Welt. Ein großes Warum bleibt übrig. Ich sehe auf, blinzle und blicke in meine Welt, wissend, dass dieses Buch diese Welt beschreibt, diese Welt, in der ich lebe, dass vieles Wirklichkeit sein könnte und auch tatsächlich ist. Ein erschütterndes, trauriges Buch. Ich war beim Lesen den Tränen nahe. Ein aufrüttelnder Roman. Eine Warnung, wachsam zu bleiben. Bitte unbedingt lesen!

  • Produktbild Hundert Wörter für Schnee
    • Walter Fürhacker
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    5/5

    Hundert Wörter für Schnee

    Franzobel beschreibt mit viel Ironie die strapaziöse Eroberung des Nordpols und gibt dem Naturvolk Grönlands, den Inughuits, ein neues Gesicht. Mit leger-witzigem Humor legt er seinen Protagonisten und Erzählern eine freche Zunge ins grönländische Maul. In einem erbitterten Wettkampf lässt er Robert Peary und Frederick Cook, die aus verschiedenen Beweggründen ihre Abenteuer starten, gegeneinander antreten. Ihr großes Ziel: Die Eroberung des eisigen Nordpols, und das als jeweils Erster. Im Zuge dieser Eroberungsversuche verschleppt Peary sechs Inughuits nach Amerika, um sie auszustellen und herzuzeigen. Dabei stirbt ein Großteil der Entführten. Übrig bleibt der neunjährige Minik. Im Fortgang des Romans wird nun seine Geschichte erzählt. Minik wird zum Spielball zwischen der zivilisierten Kultur und seiner, für damalige amerikanischen Verhältnisse, primitiven Lebensweise. Franzobels Bleistift sitzt dabei sehr locker. In teils ironischen und hochwitzigen Wortbildern beschreibt er, akribisch und historisch penibel genau recherchiert, das Leben und Überleben der Inughuits im tiefgefrorenen Grönland und stellt sie der neuzeitlichen Lebensweise der Amerikaner gegenüber. Dabei entzaubert er den angeblichen Fortschritt der zivilisierten Kultur. Mehr als einmal wünschte ich mich zurück in die frostige Einsamkeit des Nordpols, um der Hektik und dem Erfolgsstreben der Moderne zu entgehen. Mit viel Ironie und sehr schelmenhaft ist Franzobel ein ausgezeichneter historischer Abenteuerroman gelungen. Ich habe ihn verschlungen. Bitte unbedingt lesen.

  • Produktbild Jenseits der See
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Jenseits der See

    Bolivar ist Fischer. Er ist ein grober Mensch. Er trinkt gern. Er raucht gern. Er liebt seine Rosa. Und er lässt sich nichts sagen. So missachtet er auch Warnungen der Dorfbewohner. Ein Sturm komme auf. Er solle nicht aufbrechen, um zu fischen. Er tut es trotzdem. In Begleitung eines jungen Mannes bricht er auf, sticht trotz eindringlicher Mahnungen in See und gerät in das Abenteuer seines Lebens. Bolivar und sein Begleiter werden auf das offene Meer hinausgetrieben. Sie begegnen der wilden ungezügelten Kraft der Natur, der unglaublichen und einsamen Stille des weiten Ozeans. Paul Lynch versteht es mit Worten zu spielen. Seine Literatur berührt. Auf knappe, fast lyrische Sätze folgen ausschweifend, wilde Worte, einem nachlassenden Sturm gleich beruhigt sich seine Sprache wieder, erfindet sich neu auf dem besänftigten, spiegelglatten Meer seiner Fantasie. Wie feingeriffelte, vom Wind zart bewegte Wellen lesen sich seine Worte, dann wieder gleichen sie wild aufschäumend, triefend rollenden Wasserwogen. Es sind schließlich jedoch nicht die Tiefen des unendlich weiten Ozeans, sondern die Abgründe der menschlichen Seele, die mich erstaunt und bewegt zurücklassen. Ein großes Stück Literatur. Bitte unbedingt lesen.

  • Produktbild Die Insel des kleinen Gottes
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Die Insel des kleinen Gottes

    Alexander Pechmann ist ein grandioser, unheimlicher Abenteuerroman gelungen. In teils wildgroben, dann wieder feinschliffigen Wortbildern beschreibt er die tragische Überfahrt und katastrophale Strandung eines Auswandererschiffes vor der Küste Philadelphias. Sein Protagonist beobachtet dieses Szenario und wird durch seine tatkräftige Mithilfe an der Rettung der Schiffbrüchigen mitten in die Katastrophe hineingezogen. Durch Alpträume geplagt, versucht er ein Jahr später, die nur bruchstückhaft vorhandenen Gedankensplitter dieser Rettung zusammen zu fügen. Dabei gräbt er tief. Zu tief, denn das Verschollene, das zu Tage kommt, ist mehr als düster. Ein faszinierender schauriger Abenteuerroman. So faszinierend, dass das 208 Seiten umfassende Buch viel zu schnell ausgelesen war. Ich hätte gern Nachschlag gehabt.

  • Produktbild Die Welt und alles, was sie enthält
    • Walter Fürhacker
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    4/5

    Die Welt und alles, was sie enthält

    Hemons poetische Sprache badet im Blut eines grauenhaften Krieges. Im Lesen und Verfolgen des düsteren Lesestoffes, wringe ich seine triefenden Wörter aus, versuche das Grauen immer wieder abzuschütteln. Ich blättere weiter, wieder und wieder tränken sich seine Wörter jedoch neu in schmutz- und krankheitstriefenden Bodenlachen, den entsetzlichen Wahrheiten eines barbarischen Kriegsgemetzels. Dem entgegen setzt Hemon die poetische Geschichte einer zarten Liebe zwischen zwei Männern, einer Liebe, die trotz der entsetzlichen Kriegswirren Bestand hat und trotz widriger Umstände nicht zerbricht. Historisch sehr genau, mit drastisch-brutaler Sprache schneidet Hemon glatte Schnitte in seine Geschichte, dann wieder fransen seine Wörter lyrisch aus und versuchen im düsteren Kriegsgeschehen Lichter zu finden, Lichter, die im Fortgang des Romanes immer wieder gleißend aufkeimen und schließlich doch verglühen. Die verzerrte Fratze des 1. Weltkrieges, mit all seinen Nachwirkungen, verwebt Hemon gekonnt mit der Geschichte einer für diese Zeit schändlichen und unmöglichen Liebe zwischen zwei Männern zu einem bewegenden, schonungslosen Schlachtenepos, das mich erschüttert zurücklässt.

  • Produktbild Der Junge
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Der Junge

    Die Todesnachrichten schwappen wie Wellen an den baskischen Strand, wobei die Erste, gleich einem wilden Sturm, das Leben des Dorfes Ortuella und die Idylle einer ansässigen Familie in traurige Stücke reißt. In der versickernden, schaumigen Gischt der Brandung spiegeln sich die Gesichter von fünfzig toten Kindern und drei Lehrern, verstorben durch eine gewaltige Explosion im Keller ihrer Schule. Darunter auch der kleine Nico. Seine Familie hadert mit dem tragischen Schicksal. Der Umgang mit der Todesnachricht lässt tiefe Gräben entstehen, in der Verneinung und Akzeptanz der menschlichen Sterblichkeit schwingt Hoffnung mit, eine Hoffnung, die im tragischen Tod Nicos Vaters jedoch schicksalsvoll versandet. Nicasio, Nicos Großvater, lässt den Jungen nicht los, sucht im irrationalen Tun den toten Enkel am Leben zu halten, während Mariaje, Nicos Mutter, im Angesicht der vielen Tode, verzweifelt nach neuen Lebensufern sucht. Trotz aller Trauer lebt der Roman zwischen den Kapiteln immer wieder erschreckend ironisch auf. Eine irrwitzige Idee des Autors erteilt dem Text spöttische Brüche, indem das Manuskript selbst den Fortlauf und den Inhalt des Romans kommentiert, Brüche, die mich immer wieder aus der ergreifenden Stille des Romans herausreißen und mit Fortdauer der Geschichte zu befreienden Stützen werden, die mich die tiefe Traurigkeit des Romans ertragen lassen. Ein bedrückendes, schönes Buch.

  • Produktbild Reise nach Laredo
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Reise nach Laredo

    Ich habe dieses Buch mit großer Begeisterung gelesen. Karl, ein zurückgetretener, kranker König, beschließt eines Tages spontan mit Geronimo, einem 11-jährigen Jungen, Pferd und Maulesel zu satteln und ins Abenteuer nach Laredo zu reisen. Auf dieser aufregenden Reise beginnt Karl sein Leben zu reflektieren - er begegnet der Liebe, der Freundschaft und vor allem der Freiheit - Gefühle, die ihm in seinem Leben bisher fremd waren. Karl begegnet der Achtsamkeit, beginnt den Augenblick zu leben und findet schließlich das Glück. Arno Geiger schreibt nicht, er malt. Aus dem Gemälde seiner Fantasie tropfen seine farbenreichen Wort- und Sprachbilder direkt in das Herz des Lesers und der Leserin. Ein wunderbares Märchen, eine weise Abenteuergeschichte mit großem Tiefgang. Sehr empfehlenswert.

  • Produktbild Der Untergang der "Wager"
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Der Untergang der "Wager"

    Wir befinden uns im 18. Jahrhundert. Zwischen England und Spanien herrscht Krieg. Ein Geschwader ist von England aus aufgebrochen, um nach der Querung des Atlantiks das gefährliche, stürmische Kap Hoorn zu umrunden. Unter ihnen, ein königliches Eroberungsschiff, die »Wager«. Das Ziel, eine spanische Galeere aufzubringen, endet in einer menschlichen Katastrophe. David Grann hat sehr gut recherchiert. Sein Abenteuerroman schildert feinschliffig jedes kleinste Detail eines historischen, schicksalhaften Schiffbruches. Die tiefen menschlichen Abgründe, die sich auftun, wenn Menschen an ihre äußersten Grenzen gehen müssen, um zu überleben, lassen einen, nicht nur aufgrund der stetig eisigen Temperaturen, das Blut in den Adern gefrieren. Mord, Meuterei und die schockierende Offenlegung der Wahrheit am Ende der Geschichte beschließen diesen aufregenden, kriminalistischen Abenteuerroman. Das Time Magazin schreibt »Liest sich wie ein Thriller«. Wie wahr. Eine unbedingte Leseempfehlung für Freunde und Freundinnen maritimen Lesestoffes.

  • Produktbild Ihr wollt es dunkler
    • Walter Fürhacker
    • Buchhändler/-in

    5/5

    Ihr wollt es dunkler

    Stephen Kings Erzählungen zu lesen, ist, wie durch einen Sumpf zu waten. Mit jeder Geschichte gerate ich tiefer in den Schlamm, kaum befreie ich mich aus dem Schlick, gerate ich beim Umblättern in den nächsten, noch tieferen Morast. Und dann gibt es diese eine grässliche Kurzgeschichte, die mich noch tiefer einsinken lässt und die mir endgültig die Stiefel auszieht. Beim Zuklappen nach der letzten Seite des Buches, stolpere ich dann barfuß und zerschunden aus dem dunklen Wald seiner Fantasie, froh, es bis an die Lichtung geschafft zu haben. Ich liebe Kings schnörkellosen, geraden Schreibstil. Die schonungslose Beschreibung seiner Charaktere und das kleinbürgerliche Leben seiner Protagonisten lassen einen das Leben spüren so wie es ist. Ein vergnüglicher, gruseliger Spaziergang.

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