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Hundert Wörter für Schnee Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42377

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/4,5 cm

Gewicht

612 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07543-6

Beschreibung

Rezension

"Franzobel, ein erstklassiger Stilist, erzählt konventionell realistisch, gewürzt mit einer gewissen Süffisanz … ein großer Roman!" Stefan Michalzik, Frankfurter Rundschau, 08.04.25
"Von erschreckender Aktualität ... Als Leser leidet man mit, stolpert Seite für Seite mit ihnen ins Verderben, während der Erzählfluss durch die Geschichte trägt wie der Wind die Schiffe nach Norden." Andreas Lesti, Frankfurter Allgmeine Sonntagszeitung, 23.03.25
"Ein thematisch wie sprachlich äußerst gelungenes Plädoyer für Vielfalt und Offenheit. Keine Leserin, keinen Leser wird dieser Text kalt lassen." Andreas Puff-Trojan, Münchner Merkur, 22.02.25
"Franzobel hat einen bitterkomischen Roman geschrieben." Katharina Teutsch, Die Zeit, 20.02.25
"Ein wunderbarer, trauriger, böser und vor allem menschlicher Roman über das Abenteuer und den Schrecken des Eises und der Finsternis." Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten, 20.02.25
"Mit Ironie und teils groteskem Sprachwitz erzählt Franzobel eine reale Antihelden-Saga, die heute ganz ähnlich stattfinden könnte." Jürgen Deppe, NDR Kultur, 16.02.25
"Franzobel entfaltet eindrucksvolle Bilder … Ihm ist ein großartiger, gelehrsamer Roman gelungen, der nicht belehrend sein will." Irina Kiliminik, Presse Spectrum, 15,02.25
"Ein aufwühlender, entlarvender, abenteuerlich guter Roman." Bernd Melichar, Kleine Zeitung, 15.02.25
"Mit immenser Suggestivität zeichnet Franzobel in seinem Buch ein Porträt der Epoche des Kolonialismus, in der Gier, Raffsucht und Egozentrik dominierten." Ulf Heise, MDR Kultur, 14.02.25
"Franzobel hat ein gutes Gespür für historische Stoffe, formuliert aus, was man bislang vielleicht eher gestreift hat. Er haucht Schicksalen Leben ein, zeichnet seine Figuren klar, versieht sie mit Charakter." Wolfgang Huber-Lang, APA, 14.02.25

Produktdetails

Verkaufsrang

42377

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

18.02.2025

Verlag

Zsolnay, Paul

Seitenzahl

528

Maße (L/B/H)

20,5/13,5/4,5 cm

Gewicht

612 g

Farbe

Hellblau / Anthrazit

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-552-07543-6

Herstelleradresse

Zsolnay-Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    31.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Clash der Kulturen

    Es ist die wahre Geschichte des Robert Peary, der im ausgehenden 19. Jahrhundert „der Erste“ am Nordpol sein wollte – ohne Rücksicht auf Verluste. Etliche Male hat er es versucht, nie ist es ihm gelungen. Bei einer seiner Rückreisen von Grönland nach New York hat er den damals neunjährigen Minik und fünf weitere Inuit mitgenommen. Bis auf Minik, sind alle Inuit aufgrund von Krankheiten innerhalb kurzer Zeit verstorben. Sie wurden im Naturhistorischen Museum ausgestellt – auch diese Geschichte ist leider wahr. Minik kommt in New York nur schwer zurecht. Jahre später kehrt er nach Grönland zurück, aber auch da kann er sich nicht mehr einleben und muss zurück nach Amerika. Franzobel gelingt es mit der richtigen Prise Humor das Leben der beiden und etlicher anderer Protagonist*innen sehr plastisch zu erzählen – es entstehen beim Lesen großartige Bilder im Kopf. Ich halte den Roman jetzt schon für einen der besten dieses Jahres. Auf über 500 Seiten wird so viel Wissenswertes über Grönland und ihre Bewohner*innen erzählt: es gibt etwa keinen Baum und keinen Busch in Grönland. Waisenkinder wurden damals umgebracht – niemand konnte sie versorgen, wenn die Eltern starben, so wurden sie getötet. Es geht im Roman auch immer wieder um den Blick der Inuit auf die Amerikaner*innen (natürlich auch umgekehrt): was für ein primitives Volk, das weder an Geister glaubt noch mit ihren toten Verwandten Kontakt hält und ohne Scham Tabus bricht. Ein wundervolles, lehrreiches, charmantes Buch, das ich wahnsinnig gerne gelesen und dabei jede Menge gelernt habe. Franzobel ist es wieder mal gelungen ein historisches Ereignis in eine Geschichte zu verpacken, die mich nicht mehr losgelassen hat. So spannend und auch emotional! Klare Empfehlung.

  • yellowdog

    5/5

    22.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Clash of cultures

    Hundert Wörter für Schnee ist kein konventioneller historischer Roman, obwohl Franzobel Ereignisse 1893 bei einer Expedition nach Grönland erzählt. Er benutzt einen modernen Erzählstil und findet schnell einen Ton für den Roman, der auch einiges mit dem Figuren zu tun hat. Hauptfigur ist Robert E. Peary, ein Egozentriker, der zusammen mit seiner Frau Josephine eine Reise nach Grönland macht und dort die Inughuit trifft. Da ist Minik eine zentrale Figur, der ab seiner Geburt gezeigt wird und später Peary auf die Rückreise in die USA begleitet. Für beide Seiten wird es ein Clash of cultures und Franzobel arbeitet das sehr feinfühlig und mit einer Portion Ironie heraus. Minik wird nachdem er Grönland als Junge verlassen musste, sich stets als Heimatloser fühlen. Peary ist kein Sympathieträger, aber doch so eine interessante Figur, dass er den Roman tragen kann. Franzobel findet viele Details, die er in die Handlung einbringt. Dennoch hat man als Leser nie das Gefühl, dass es überfrachtet wird. Das Buch macht wirklich Spaß!

  • Bewertung

    aus Wien

    1/5

    22.03.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    100 & mehr sexistische und sexualisierende Darstellungen von Frauen

    Zwar mag sich Franzobel auf historische Gegebenheiten berufen, doch nach der 80 Beschreibung von nackten und willigen Frauen sowie eindeutig objektifizierende Vergleichen zwischen Frauenkörpern und Nahrungsmitteln (etwa Teigklumpen) sowie das reine Reduzieren auf Körperlichkeit ohne jegliche historische Einordnung á lá „natürlich sollte man heutzutage nicht so über Menschen/Frauen sprechen“ kann man wohl kaum noch von „historischen Tatsachen“ sondern vielmehr von der Reproduktion von sexistischen Klischees sprechen, die eher der voyeuristischen Unterhaltung dienen als einer ernsthaften Auseinandersetzung mit historischen Realitäten.

  • Bewertung

    5/5

    15.03.2025

    eBook (ePUB)

    historischer Roman

    Franzobel beschreibt die realen Ereignisse um Robert Edwin Peary und Frederik Cook bei einer Expeditionen zum Nordpol Schauplatz ist die eisige Landschaft Grönlands n der die Inughuit, eine kleine Gruppe der indigenen Grönlands, leben. Es geht um das indigene Volk, das im Nordwesten von Grönland lebt Das tragische Schicksal des Jungen Minik, der als einziger überlebte ist herzzerreisend Die Seiten habe ich regelrecht verschlungen, so fasziniert und überzeugt war ich von der Geschichte Ein spannender Bericht mit historischem Hintergrund. Ich kann das Buch nur empfehlen

  • Shilo

    aus Ulm

    5/5

    26.02.2025

    eBook (ePUB)

    Ein ergreifender Roman mit historischem Hintergrund

    Franzobel erzählt in diesem Buch die Geschichte des amerikanischen Abenteurers Robert Edwin Peary (1856-1920), einem Ingenieur und Polarforscher. Im Jahr 1897 verschleppt er sechs Inughuit auf einem Dampfschiff von Grönland nach New York, um sie auszustellen und zu präsentieren. Unter ihnen ist der 9-jährige Minik, der als einziger überleben wird. Sein tragisches Schicksal ist herzzerreißend. Er wird immer heimatlos bleiben und erst am Ende seines Lebens kann er endlich glücklich werden. Doch es geht auch um die Ureinwohner, die Inughuit, die im Nordwesten der Insel leben. Um ihre Lebensart, ihren Glauben und ihre Traditionen. Und um ihren Überlebenskampf in dieser menschenfeindlichen Umgebung. Durch diesen überaus spannenden Roman, der wahren Begebenheiten nachempfunden ist, führt der Autor mit einer lebendigen und flüssigen Schreibweise. Er hat die verschiedenen Charaktere lebensecht und detailliert in Szene gesetzt. Die historischen Fakten wurden akribisch recherchiert. Ebenso hat mich sehr beeindruckt, dass am Ende der Lektüre beschrieben wird, wie sich das Leben der einzelnen Protagonisten weiterentwickelt hat. Mich hat dieses Buch gefesselt und das Los von Minik schließlich zu Tränen gerührt. 5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Bewertungen (5)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Walter Fürhacker

    Walter Fürhacker

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

    5/5

    25.02.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    EIN GESICHT FÜR INUGHUITS!

    Franzobel beschreibt mit viel Ironie die strapaziöse Eroberung des Nordpols und gibt dem Naturvolk Grönlands, den Inughuits, ein neues Gesicht. Mit leger-witzigem Humor legt er seinen Protagonisten und Erzählern eine freche Zunge ins grönländische Maul. In einem erbitterten Wettkampf lässt er Robert Peary und Frederick Cook, die aus verschiedenen Beweggründen ihre Abenteuer starten, gegeneinander antreten. Ihr großes Ziel: Die Eroberung des eisigen Nordpols, und das als jeweils Erster. Im Zuge dieser Eroberungsversuche verschleppt Peary sechs Inughuits nach Amerika, um sie auszustellen und herzuzeigen. Dabei stirbt ein Großteil der Entführten. Übrig bleibt der neunjährige Minik. Im Fortgang des Romans wird nun seine Geschichte erzählt. Minik wird zum Spielball zwischen der zivilisierten Kultur und seiner, für damalige amerikanischen Verhältnisse, primitiven Lebensweise. Franzobels Bleistift sitzt dabei sehr locker. In teils ironischen und hochwitzigen Wortbildern beschreibt er, akribisch und historisch penibel genau recherchiert, das Leben und Überleben der Inughuits im tiefgefrorenen Grönland und stellt sie der neuzeitlichen Lebensweise der Amerikaner gegenüber. Dabei entzaubert er den angeblichen Fortschritt der zivilisierten Kultur. Mehr als einmal wünschte ich mich zurück in die frostige Einsamkeit des Nordpols, um der Hektik und dem Erfolgsstreben der Moderne zu entgehen. Mit viel Ironie und sehr schelmenhaft ist Franzobel ein ausgezeichneter historischer Abenteuerroman gelungen. Ich habe ihn verschlungen. Bitte unbedingt lesen.

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