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Reise nach Laredo Roman

136

27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7229

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2024

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/2,8 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28118-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

7229

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2024

Verlag

Carl Hanser

Seitenzahl

272

Maße (L/B/H)

20,5/12,7/2,8 cm

Gewicht

366 g

Farbe

Salsa Rot

Auflage

6

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28118-9

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

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  • Bewertung

    aus Bielefeld

    5/5

    17.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    was ist Glück

    Im Jahr 1558 verweilt der zurückgetretene Kaiser Karl der fünfte bereits seit 1 1/2 Jahren im Kloster im spanischen Yuste. Er siecht dahin und seine Bediensteten, sein Arzt, sein Sekretär, alle um ihn herum warten auf seinen Tod um wieder frei zu sein. Für Karl selbst ist seine einzige Freude, im Garten zu sitzen. Von dort sieht er den elfjährigen Geronimo, seinen Sohn, der nicht weiß, dass der ehemalige Kaiser sein Vater ist. Beiden ist langweilig. Karl möchte ausbrechen aus seiner klösterlichen Enge und den Vorschriften. Er bittet Geronimo um Hilfe um sein Ziel, Laredo im Norden Spaniens, zu erreichen. Mit seiner Armbrust, einem Pferd und einem Maulesel machen sie sich auf den beschwerlichen Weg. Hilfe bekommen sie von dem Geschwisterpaar Honza und Angelita, die der geächteten Gruppe der Cagots angehörten. Im Laufe ihrer gemeinsamen Reise sind sie Gefahren ausgesetzt, die für Karl völlig fremd sind. Während seines abgeschirmten Lebens hat er das Leben der einfachen Bevölkerung nicht kennengelernt. Auf der Reise erfährt Karl was Liebe und Zuneigung bedeutet, wie man ums Überleben kämpfen muss und was Glück ist und er erinnert sich an sein privilegiertes Leben, an seine Lehrer, seine geliebte und früh verstorbene Frau, seinen Umgang mit seinen Kindern. Der Roman ist phantasievoll, poetisch und mit viel Lebensweisheit geschrieben.

  • Bewertung

    5/5

    06.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So schön kann Sprache sein!!!

    So schön kann Sprache sein. Das weiß man eigentlich, wenn man ein neues Werk von Arno Geiger in Händen hält. Darauf ist bei Arno Geiger Verlass! So auch in seinem neuen Roman "Reise nach Laredo". Und eine zweite Gewissheit bei diesem Autor: Ungewöhnliche Gedanken, neue Perspektiven des Nachdenkens eröffnend, Reflexionslust auslösend - eine Bereicherung. Und was will man als Leser:in also mehr, als eine schöne Sprache, angereichert mit weiterführenden Gedanken, genießen zu können? So war für mich - zugegebenermaßen - die reine Handlung eher zweitrangig. König Karl hat abgedankt; ihm ist es in der Einöde seines verfallenden Körpers, umsorgt von seinem 'Betreuungsteam', furchtbar langweilig; umgeben von einer Vielzahl von Uhren ist er umso mehr konfrontiert mit dem Zeitlichen. Sein Blick fällt auf Geronimo, den elfjährigen Jungen, sein uneheliches Kind. Karl beschließt mit dem Jungen an den Küstenort Laredo zu reisen - die Reise steht hierbei sinnbildlich für den (letzten) Aufbruch, dafür das Leben nocheinmal in Angriff zu nehmen, befreit aus allen vorherigen, einengenden Rollen; und das Meer als Ziel ist der Sehnsuchtsort, in dem sich die Schwere des Lebens und die Bedeutung des Individuums auflöst im Ewigen. Natürlich wird das eine oder andere Abenteuer erlebt und Karl lernt ihm bislang unbekannte Seiten von sich kennen; fast schon regt sich eine Lust am Leben. Ein unbedingt lesenswertes Buch!

  • Bewertung

    aus Rösrath

    5/5

    06.11.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So schön kann Sprache sein...

    Das weiß man eigentlich, wenn man ein neues Werk von Arno Geiger in Händen hält. Darauf ist bei Arno Geiger Verlass! So auch in seinem neuen Roman "Reise nach Laredo". Und eine zweite Gewissheit bei diesem Autor: Ungewöhnliche Gedanken, neue Perspektiven des Nachdenkens eröffnend, Reflexionslust auslösend - eine Bereicherung. Und was will man als Leser:in also mehr, als eine schöne Sprache, angereichert mit weiterführenden Gedanken, genießen zu können? So war für mich - zugegebenermaßen - die reine Handlung eher zweitrangig. König Karl hat abgedankt; ihm ist es in der Einöde seines verfallenden Körpers, umsorgt von seinem 'Betreuungsteam', furchtbar langweilig; umgeben von einer Vielzahl von Uhren ist er umso mehr konfrontiert mit dem Zeitlichen. Sein Blick fällt auf Geronimo, den elfjährigen Jungen, sein uneheliches Kind. Karl beschließt mit dem Jungen an den Küstenort Laredo zu reisen - die Reise steht hierbei sinnbildlich für den (letzten) Aufbruch, dafür das Leben nocheinmal in Angriff zu nehmen, befreit aus allen vorherigen, einengenden Rollen; und das Meer als Ziel ist der Sehnsuchtsort, in dem sich die Schwere des Lebens und die Bedeutung des Individuums auflöst im Ewigen. Natürlich wird das eine oder andere Abenteuer erlebt und Karl lernt ihm bislang unbekannte Seiten von sich kennen; fast schon regt sich eine Lust am Leben. Ein unbedingt lesenswertes Buch!

  • Bewertung

    5/5

    01.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der erschöpfte König

    Darf man dieses Buch als Geschichtsbuch lesen? Nein. Außer die Abdankung und die Kulisse von Spanien ist nichts geschichtlich. Arno Geiger schafft es mit seiner Art, das Fantastische, das Leise und das Nahbare in uns zu wecken. Geiger ist für mich hier in Bestform. Das Buch "Reise nach Laredo" von Arno Geiger ist kein Buch für zwischendurch. Es zu lesen bedeutet Zeit, Ruhe und Stimmung, um in die packende Geschichte abtauchen zu können. Der Sinn des Lebens, traumhaft schön erzählt.

  • bookloving

    5/5

    22.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckender Roman

    Der berührende Roman "Reise nach Laredo" von dem mehrfach mit Literaturpreisen ausgezeichneten österreichischen Schriftstellers Arno Geiger entführt uns auf eine faszinierende literarische Reise, auf der wir an den letzten Lebenswochen des abgedankten Kaisers Karl V. im Jahr 1558 teilhaben. Dieser tiefgründige Roman ist jedoch weit mehr als ein historischer Roman. Er kann als eine zeitlose Parabel gelesen werden, die existenzielle Fragen aufwirft und zu einer tiefgründigen Auseinandersetzung mit universellen menschlichen Themen anregt wie Selbstfindung, Identität, Suche nach Sinn und dem wahren Wert des Lebens, Glauben, Sterblichkeit und Loslassen. Geigers brillanter bildhafter und poetischer Sprachstil und seine atmosphärischen Beschreibungen lassen die Geschichte rasch lebendig werden. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der 58-jährige, einst einflussreiche Herrscher Karl, der sich nach seiner Abdankung ins spanische Kloster Yuste zurückgezogen hat. Vereinsamt und gezeichnet von Krankheit und Alter sieht er dort seinem Tod entgegen. Die Begegnung mit seinem illegitimen elfjährigen Sohn Geronimo wird zum Auftakt einer spontanen nächtlichen Odyssee, die das ungleiche Paar über abenteuerliche Umwege schließlich ans Meer nach Laredo führt. Geiger gelingt in seinem Roman eine faszinierende Verschmelzung von historischen Fakten und Fiktion. Die Geschichte entfaltet sich auf zwei kunstvoll verwobenen Erzählebenen: Einerseits begleiten wir Karl durch seinen schleichenden Verfall und langsamen Sterbeprozess, wobei uns tiefe Einblicke in sein Seelenleben und seine inneren Kämpfe gewährt werden. Andererseits entführt uns der Autor auf eine phantastische Reise nach Laredo, auf der die Protagonisten mit ihren eigenen inneren Dämonen konfrontiert werden, und die sich vorwiegend in Karls fiebrigen Wahnvorstellungen abspielt. Durch die geschickte Integration surrealer Elemente verwischt Geiger die Grenze zwischen Wirklichkeit und Phantasie. So entsteht ein vielschichtiges Narrativ, das historische Genauigkeit mit literarischer Freiheit vereint und den Leser in seinen Bann zieht. Die symbolische Spiegelung der historischen letzten Reise von Karl V. von Laredo quer durch Spanien nach Yuste verleiht die dem Roman eine interessante zusätzliche historische Relevanz. Die einfühlsame Darstellung von Karls Sterbeprozess nicht nur als Ende seines Lebenswegs sondern auch als eine erhellende Reise ins eigene Ich und zur Selbsterkenntnis ist besonders eindrucksvoll gelungen und tief berührend. Geiger entwirft ein facettenreiches Bild Karls V., das sowohl den einst mächtigen Monarchen als auch den gebrechlichen alten Menschen offenbart. Er zeigt einen Mann, der unter der Last seiner Herrschaft litt und nun, am Ende seines Lebens, mit Schwächen, Zweifeln und Ängsten ringt. Gleichzeitig eröffnet ihm die imaginäre Reise ungeahnte Momente der Leichtigkeit und Freiheit - ein bewegender Kontrast zu seinem bisherigen, von Pflicht und Verantwortung geprägten Dasein. Geiger verzichtet bewusst auf einen historischen Anhang zu Kaiser Karl V. und seiner Epoche. Diese Entscheidung fordert den Leser zwar heraus, sich selbst um die geschichtliche Einordnung zu bemühen, unterstreicht aber gleichzeitig die zeitlose, allgemeingültige Botschaft des Romans, die über die bloße historische Nacherzählung hinausgeht. Indem der Autor den Protagonisten nicht explizit als Karl V. identifiziert, öffnet er Raum für eine tiefere Deutungsebene: In jedem Menschen steckt ein "zurückgetretener König" - eine Metapher für die Suche nach dem eigenen Ich jenseits gesellschaftlicher Rollen. FAZIT Ein feinsinniger und anspruchsvoller Roman, der durch seine psychologische Tiefe und sprachliche Brillanz besticht. Ein beeindruckendes und bereicherndes Leseerlebnis, das tief berührt und zum Nachdenken über die großen Fragen des Lebens anregt!

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Bewertungen (136)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Walter Fürhacker

    Walter Fürhacker

    Thalia Salzburg – Europark

    Buchhändler*in

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    BEZAUBERND!

    Ich habe dieses Buch mit großer Begeisterung gelesen. Karl, ein zurückgetretener, kranker König, beschließt eines Tages spontan mit Geronimo, einem 11-jährigen Jungen, Pferd und Maulesel zu satteln und ins Abenteuer nach Laredo zu reisen. Auf dieser aufregenden Reise beginnt Karl sein Leben zu reflektieren - er begegnet der Liebe, der Freundschaft und vor allem der Freiheit - Gefühle, die ihm in seinem Leben bisher fremd waren. Karl begegnet der Achtsamkeit, beginnt den Augenblick zu leben und findet schließlich das Glück. Arno Geiger schreibt nicht, er malt. Aus dem Gemälde seiner Fantasie tropfen seine farbenreichen Wort- und Sprachbilder direkt in das Herz des Lesers und der Leserin. Ein wunderbares Märchen, eine weise Abenteuergeschichte mit großem Tiefgang. Sehr empfehlenswert.

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