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Das Floß der Medusa

Roman. Nominiert für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2017 und ausgezeichnet mit dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen 2017

(21)
18. Juli 1816: Vor der Westküste von Afrika entdeckt der Kapitän der Argus ein etwa zwanzig Meter langes Floß. Was er darauf sieht, lässt ihm das Blut in den Adern gefrieren: hohle Augen, ausgedörrte Lippen, Haare, starr vor Salz, verbrannte Haut voller Wunden und Blasen … Die ausgemergelten, nackten Gestalten sind die letzten 15 von ursprünglich 147 Menschen, die nach dem Untergang der Fregatte Medusa zwei Wochen auf offener See überlebt haben. Da es in den Rettungsbooten zu wenige Plätze gab, wurden sie einfach ausgesetzt. Diese historisch belegte Geschichte bildet die Folie für Franzobels epochalen Roman, der in den Kern des Menschlichen zielt. Wie hoch ist der Preis des Überlebens?
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 592
Erscheinungsdatum 30.01.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05816-3
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 20,8/13,3/4,2 cm
Gewicht 690 g
Auflage 7
Verkaufsrang 19.509
Buch (gebundene Ausgabe)
26,80
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„Harte Kost!“

Daniela Perhalt, Thalia-Buchhandlung Gmunden

Zimperlich darf man nicht sein denn die Schicksale und Ereignisse gehen gewaltig unter die Haut. Mich fesselte die Geschichte, trotz vieler Fachausdrücke und französischer Namen, trieb mich die makabere Neugier voran.
Schaudernd und Haarsträubend!!
Zimperlich darf man nicht sein denn die Schicksale und Ereignisse gehen gewaltig unter die Haut. Mich fesselte die Geschichte, trotz vieler Fachausdrücke und französischer Namen, trieb mich die makabere Neugier voran.
Schaudernd und Haarsträubend!!

„Von Kannibalen und anderen Menschen“

Gregor Schwarzenbrunner, Thalia-Buchhandlung Linz, Zentrale

Mit dem Roman - Das Floss der Medusa - ist dem österreichischen Schriftsteller Franzobel das Debüt auf der ganz großen Bühne gelungen: es war für den deutschen Buchpreis 2017 nominiert und hat es bis zur Shortlist geschafft. Den Preis hat ein anderer Österreicher bekommen, allerdings muss sich Franzobels Roman nicht unter seinem Scheffel stellen. Gewonnen hat er dann schlussendlich den bayrischen Buchpreis. Eine tatsächlich geschehene Katastrophe dient als Vorlage für diese sehr realitätsnah beschriebene Ereignisse. Der Roman teilt sich mit einem berühmten Gemälde seinen Titel. Jenes wurde von Théodore Géricault gemalt und erinnert an die katastrophale Seefahrt. 1816 war das Schiff Medusa auf dem Weg in eine westafrikanische Kolonie, lief auf eine Sandbank auf. Weil es zuwenig Rettungsboote gab - wurde knapp die Hälfte der 400 Personen an Bord - auf ein hastig zusammengebautes Floss verfrachtet.

Mir hat dieser düstere Abenteuerroman sehr gut gefallen und das lag auch am Erzählstil. Der Schriftsteller schafft es den Leser trotz der harten Kost, Schiffsunglück, Trauma und Kannibalismus, immer bei Laune zu halten und den Text sprachlich aufzulockern. Etwa indem der Schriftsteller seine Protagonisten mit Personen aus Film und Fernsehen vergleicht und somit die eine oder andere Figur dem Leser länger in Erinnerung bleibt. In den ersten Kapiteln wird dem geneigten Leser einige der 400 Passagiere und Besatzungsmitglieder vorgestellt, vom Schiffsjungen der zu Hause ausgerissen ist, bis zum Kapitän, der sein Amt nicht durch sein Können zu Verdanken hat. Dem Leser drängt aber auch ein anderer Vergleich auf, etwa die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Zwischen den Zeilen kreist die Geschichte also auch immer ein wenig um die Frage der Menschlichkeit, damals wie heute. Franzobel hat mit - Das Floss der Medusa - mein Interesse geweckt und bin gespannt, was der Autor noch in petto hat.
Mit dem Roman - Das Floss der Medusa - ist dem österreichischen Schriftsteller Franzobel das Debüt auf der ganz großen Bühne gelungen: es war für den deutschen Buchpreis 2017 nominiert und hat es bis zur Shortlist geschafft. Den Preis hat ein anderer Österreicher bekommen, allerdings muss sich Franzobels Roman nicht unter seinem Scheffel stellen. Gewonnen hat er dann schlussendlich den bayrischen Buchpreis. Eine tatsächlich geschehene Katastrophe dient als Vorlage für diese sehr realitätsnah beschriebene Ereignisse. Der Roman teilt sich mit einem berühmten Gemälde seinen Titel. Jenes wurde von Théodore Géricault gemalt und erinnert an die katastrophale Seefahrt. 1816 war das Schiff Medusa auf dem Weg in eine westafrikanische Kolonie, lief auf eine Sandbank auf. Weil es zuwenig Rettungsboote gab - wurde knapp die Hälfte der 400 Personen an Bord - auf ein hastig zusammengebautes Floss verfrachtet.

Mir hat dieser düstere Abenteuerroman sehr gut gefallen und das lag auch am Erzählstil. Der Schriftsteller schafft es den Leser trotz der harten Kost, Schiffsunglück, Trauma und Kannibalismus, immer bei Laune zu halten und den Text sprachlich aufzulockern. Etwa indem der Schriftsteller seine Protagonisten mit Personen aus Film und Fernsehen vergleicht und somit die eine oder andere Figur dem Leser länger in Erinnerung bleibt. In den ersten Kapiteln wird dem geneigten Leser einige der 400 Passagiere und Besatzungsmitglieder vorgestellt, vom Schiffsjungen der zu Hause ausgerissen ist, bis zum Kapitän, der sein Amt nicht durch sein Können zu Verdanken hat. Dem Leser drängt aber auch ein anderer Vergleich auf, etwa die Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer. Zwischen den Zeilen kreist die Geschichte also auch immer ein wenig um die Frage der Menschlichkeit, damals wie heute. Franzobel hat mit - Das Floss der Medusa - mein Interesse geweckt und bin gespannt, was der Autor noch in petto hat.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
16
4
0
1
0

Große Literatur !!
von einer Kundin/einem Kunden am 06.10.2017

Absolut großartiges Leseerlebnis! Franzobel erzählt von einem historischen Ereignis mit Bezug zur Gegenwart.Wie lange brauchen Menschen in Extremsituationen um ihre Werte von Zivilisation , Moral und Menschlichkeit über Bord zu werfen. Unterscheiden wir Europäer uns da wirklich von den vermeintlich " Fremden " ?

von einer Kundin/einem Kunden am 05.03.2018
Bewertet: anderes Format

Der Roman ist grotesk, raffiniert, sehr temporeich und verstörend. Das Buch ist ein ganz außergewöhnliches Leseerlebnis. Eine Lektüre, sie lohnt sich!

von einer Kundin/einem Kunden am 03.11.2017
Bewertet: anderes Format

Die wahre Begebenheit des Schiffsbruchs der Medusa wird von Franzobel in eine muntere, durchaus derbe und sehr modern geschriebene Geschichte integriert. Ein grandioses Buch!