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Nelka Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2027

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200

Maße (L/B)

19/11,8 cm

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47601-7

Beschreibung

Rezension

»... Nelka setzt den ›Ostarbeiterinnen‹ ein filigranes Denkmal. Svenja Leiber erzählt ausbalanciert. ... [I]hr bewegender und bedrückender Roman [macht] Mut.« ("Berliner Zeitung")
»Nelka wird man nicht so schnell vergessen.« ("DIE ZEIT")
»Svenja Leiber ist ein grosser Roman gelungen, ein Text, der einen beim Lesen schier körperlich erfahren lässt, was es damals bedeutete, Mensch zu sein. Vor allem als Frau.« ("NZZ am Sonntag")
»Nelka … ist ein meisterhaftes Buch, präzis, anschaulich und völlig unsentimental. Gerade deshalb wühlt es auf. Die Autorin schreibt mit verblüffendem Sinn fürs sprechende Detail. Nichts wirkt angelesen. Die Konstruktion – zwei Zeitebenen, zwei Perspektiven – trägt.« ("NZZ am Sonntag")
»Ein toller, eindringlicher Roman, nach dessen Lektüre man meint, sehr viel mehr als nur schmale 200 Seiten gelesen zu haben.« ("Hamburger Abendblatt")
»Ein mutmachendes Buch auchin unserer Zeit.« ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»Ein wichtiges, sehr lesenswertes Buch.
»Der Roman ist sehr gut geschrieben ...
»Präzise und poetisch ...« ("Südwestrundfunk")
»Nelka ist ein eindrucksvolles Erinnerungswerk, ein schonungslos offener Roman, dem man vor allem viele junge Leser wünscht. Ein Buch gegen das kollektive Verdrängen und Vergessen.« ("Landshuter Zeitung")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.04.2027

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

200

Maße (L/B)

19/11,8 cm

Farbe

Beige / Tabak

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47601-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Magnolia

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwangsarbeit in Zeiten des Nationalsozialismus

    Nach Jahrzehnten treibt es sie zurück auf den Gutshof in Norddeutschland. 1941 wurde sie als 16jährige aus dem damals polnischen Lemberg hierher verschleppt, um Zwangsarbeit zu leisten. NELKA.    Der Roman beginnt mit dem Brief, den Marten, der damalige Gutsverwalter, heute in Händen hält. Nelka teilt ihm ihr Kommen mit. Er erinnert sich an sie und auch an die Apfelbäume, die sie für ihn veredelt hat und an noch so einiges mehr. In dieses Gegenwärtige fließen das Vergangene, also ihre Kindheit und Jugend bis zu ihrer Verschleppung, gekonnt ineinander. Bis dann der Fokus auf den Jahren der Zwangsarbeit liegt. Svenja Leiber erzählt hier speziell von den Frauen, die als Arbeitssklavinnen nach Nazideutschland deportiert wurden. Erzählt über brutale Gewalt und Ausbeutung bis hin zu Missbrauch und Abhängigkeiten. Und das in einer ruhigen Sprache ohne Effekthascherei. Ein Stück unserer unrühmlichen Vergangenheit wird hier klar dargeboten mit Nelka als Hauptfigur. Ihr Leidensweg und auch der ihrer Leidensgenossinnen werden unaufgeregt nachgezeichnet. Es entsteht ein bedrückendes Bild dieser Jahre in einer geradezu poetischen, ja einer eindringlichen Erzählweise, der ich gebannt gefolgt bin. In ihrem Nachwort greift die Autorin dieses Thema nochmal auf. 20 Millionen Menschen mussten für das nationalsozialistische Deutschland Zwangsarbeit mit all den damit einhergehenden Grausamkeiten erleiden. Der Roman ist fiktiv, die Zwangsarbeiter waren es nicht. Ein Roman, eine Erzählung, die mich so schnell nicht loslässt.

  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    5/5

    04.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiger Einblick in das Schicksal von vor allem weiblichen Kriegsgefangenen im 2. Weltkrieg

    Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, da ich mich immer wieder gefragt habe, weshalb Nelka an den Ort des Geschehens zurückkehrt und wofür die Gegenwartsebene gut ist, doch am Ende ergibt sich ein vollständiges Bild und die Gegenwart bildet vor allem den Rahmen für die Reise zurück in die Vergangenheit. Nelkas Geschichte zeigt auf, wie Frauen aus dem Osten im 2. Weltkrieg zu Kriegsgefangenen wurden und unter anderem für die Ernährung der Deutschen sorgten. Dabei schafft es die Autorin mit wenigen Worten und ohne unnötige Ausschmückung ein realistisches und gleichzeitig nicht zu brutal detailliertes Bild zu erschaffen, so dass man sich die Grausamkeiten vorstellen kann, ohne dass es beim Lesen zu belastend wird. Ich finde das macht die Aufarbeitung solch schwieriger Themen aus der Vergangenheit für die heutigen Generationen, die nichts davon miterlebt haben, einfacher und gleichzeitig greifbarer. Insgesamt war die Geschichte für mich gut umgesetzt und dank des Klappentextes ist man gut auf den Inhalt vorbereitet.

  • Eva

    5/5

    03.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein vergessenes Kapitel des finsteren 20. Jahrhunderts

    Nelka ist eine Annäherung. Vieles bleibt ungesagt, die Leerstellen in der Geschichte sprechen Bände. Vorsichtig und mit Hilfe starker sprachlicher und manchmal ambitionierter Bilder tastet Svenja Leiber sich vor, gibt den Zwangsarbeiterinnen eine Stimme, fügt der männlichen Geschichtsschreibung ein Kapitel hinzu, das allzu leicht im Schatten der Geschichte des grausamen 20. Jahrhunderts verblasst. Metaphorisch, assoziativ und leise erzählt Nelka vom Leid und dem Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangenen. Gerade die Frauen hielten die deutsche Wirtschaft während des Krieges am Laufen und waren der Willkür und brutalen Übergriffen der Landbevölkerung schutzlos ausgeliefert. In den 1940er-Jahren wird Nelka aus Lemberg auf einen fiktiven Hof in Norddeutschland verschleppt. Sie überlebt, profitiert von ihren Kenntnissen des Apfelanbaus, die ihr Vater sie lehrte. Jetzt reist sie zurück an diesen Ort, will dem Gutsverwalter begegnen, ihn mit der Vergangenheit aus Machtmissbrauch und Opportunismus konfrontieren. Auf kaum mehr als 200 Seiten verhandelt Svenja Leiber große Themen des Menschseins. Über allem steht die Frage nach Identität und nach Heimat. Im Kontext der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft stehen die Früchte der Erde für eben jenes Gefühl von Heimat, das Nelka in sich trägt. Mit Sprache beginnt alles. Missbrauch, Zwang und Entmenschlichung, Zuschreibung von Attributen zu Nationalitäten und Kulturen. Tiefe und Sogwirkung erhält der Roman an den Brüchen der Charaktere. Auch im größten Elend erfährt Nelka Liebe, Freundschaft und Solidarität, jede Figur getrieben von Sehnsüchten, Emotionen, Reaktionen unter der zerstörerischen Wucht der Ideologie. Svenja Leiber verweist auf die Frauen, die die Landschaft gestalteten, die für uns so selbstverständlich erscheint. Nelka ist eine Schule des Sehens, der Wahrnehmung, der Gewissheit. Wahrheit entsteht nie im luftleeren Raum, sie ist ein Resultat des Umfelds, der Geschichte, der Empfindungen, ambivalent, flüchtig, fragil, menschlich.

  • Hanna (text.reisen)

    5/5

    29.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wunderschön geschrieben, ohne zu beschönigen.

    Nelka ist gerade mal 16 Jahre alt, als sie von den Nationalsozialisten in ihrer Heimatstadt Liwiw (Lemberg) aufgegriffen wird. Ohne Erklärungen wird sie gemeinsam mit vielen anderen Frauen und Mädchen nach Deutschland transportiert, wo sie auf einem Gutshof Zwangsarbeit leisten muss. Nach 50 Jahren kehrt sie zurück - dabei stellt sie sich nicht nur ihren eigenen Erinnerungen, sondern konfrontiert auch den damaligen Gutsverwalter mit einer Schuld, die dieser bislang verdrängt hat. Svenja Leiber hat es geschafft, wunderschöne und berührende Worte für diese tragische Geschichte zu finden und auch wenn Nelka eine fiktive Figur ist, steht ihr Schicksal doch exemplarisch für das von vielen Zwangsarbeiterinnen aus dem Osten während des Zweiten Weltkrieges. Die Autorin verhandelt über die Beziehung zwischen Nelka und dem Gutsverwalter Fragen nach Macht, Schuld und Ausbeutung, zeigt anhand der Nebenfiguren aber auch Solidarität und Zusammenhalt unter den Arbeiter:innen. Wirklich gelungen fand ich die erzählerische Verflechtung von Vergangenheit, Gegenwart und Erinnerung. Ganz besonders ist auch der Blick auf die Landschaft, die quasi als Zeitzeuge fungiert, und tatsächlich war es auch ein alter Apfelbaum im Garten ihrer Eltern, der Svenja Leiber zu dieser Geschichte inspiriert hat. Ein kurzes, aber eindrückliches Buch, dessen Lektüre ich euch sehr ans Herz legen.

  • LG

    5/5

    24.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Großartig

    Svenja Leiber gehört schon länger zu meinen Lieblingsautorinnen und auch „Nelka“ hat mich wieder sehr berührt. Im Mittelpunkt steht die sechzehnjährige Nelka aus Lemberg, die verschleppt und zur Zwangsarbeit auf einen norddeutschen Hof gebracht wird. Mit ihrem Wissen über den Apfelanbau, das sie von ihrem Vater gelernt hat, wird Verwalter Marten nach dem Krieg erfolgreich. Jahrzehnte später kehrt Nelka an diesen Ort zurück. Leiber erzählt diese Geschichte unglaublich poetisch und herzzerreißend. Und trotzdem ist der Roman für mich gleichzeitig erstaunlich leicht und sogar ermutigend. Gerade diese Verbindung hat mir gefallen. Die Geschichte erzählt von Gewalt, Ausbeutung und Erinnerung, bleibt dabei aber nicht hoffnungslos. Besonders gefallen hat mir außerdem, dass „Nelka“ ein Kapitel der deutschen Geschichte in den Mittelpunkt stellt, über das ich in historischen Romanen bisher tatsächlich kaum gelesen habe. Das war schon bei Leibers letztem Roman so und auch dafür liebe ich die Autorin. Ein wunderschön geschriebener und zugleich schmerzhafter Roman, der eine wichtige Geschichte erzählt und zum Nachdenken und Nachfragen anregt. Für mich wieder ein Beweis dafür, warum Svenja Leiber zu meinen Lieblingsautorinnen gehört.

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