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Produktbild: Nelka
Neu
Artikelbild von Nelka
Svenja Leiber

1. Nelka

Nelka

Gesprochen von
29
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

4048

Gesprochen von

Maria Hartmann

Spieldauer

6 Stunden und 45 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

05.10.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

120

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742443953

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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4048

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Maria Hartmann

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6 Stunden und 45 Minuten

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Ja

Erscheinungsdatum

05.10.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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120

Verlag

Der Audio Verlag

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Deutsch

EAN

9783742443953

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  • Sursulapitschi

    3/5

    18.10.2026

    Hörbuch-Download (MP3)

    Tragische Geschichte, kunstvoll erzählt

    Das Thema dieses Buches ist ein weiteres erschütterndes Kapitel des Zweiten Weltkriegs: Die Entführung von „Ostarbeiterinnen“. Nelka passiert genau das, sie wird am hellen Tag beim Einkaufen festgenommen und vom ukrainischen Lemberg nach Deutschland verfrachtet, interniert, zur Arbeit gezwungen. Dieser Teil der Geschichte wird sehr berührend beschrieben. Man kann sich gut in das Schicksal dieser Frauen hineinversetzen und erlebt mit, wie schrecklich das war. Sie waren niedrigste Arbeitskräfte und außerdem Freiwild für Soldaten. Nelka kennt sich mit Obstanbau aus. Nur deshalb kann sie den Verwalter des Gutes, auf dem sie arbeiten muss, auf Abstand halten. Nach dem Krieg versucht sie mit dem Trauma des Erlebten weiterzuleben. Diesen Teil ihrer Geschichte erfährt man in Andeutungen, eine Art Streifzug durch ihr weiteres Leben, das in einem Wiedersehen mit dem uralten Verwalter gipfelt. Auch wenn diese Geschichte sehr berührend ist, hat sie mich nicht so sehr getroffen, wie sie sollte. Der Erzählstil ist kunstvoll, aber distanziert. Viele Sätze wirken, wie zum Zitieren entworfen, sind schön gedrechselt, platziert, laden ein, bewundert zu werden wo sie berühren sollten. Maria Hartmann liest das Hörbuch sehr ruhig und ohne viel Pathos und unterstützt damit die kunstvoll getragene Stimmung des Textes. Ich hätte mir etwas mehr Pausen zwischen Zeit- und Szenenwechseln gewünscht. Die gehen nahtlos ineinander über und man muss beim Hören gut aufpassen. Es dauert 6 Stunden und 45 Minuten.

  • Annnnnnna

    aus .

    5/5

    28.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein stilles Zeugnis der Vergangenheit

    Nelka ist gerade einmal 16 Jahre alt, als sie aus ihrer Heimat verschleppt und zur Zwangsarbeit auf einen norddeutschen Gutshof gezwungen wird. Gemeinsam mit zwei Mädchen aus ihrem Heimatort muss sie sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden. Die Freundschaft, die die drei miteinander verbindet, gibt Nelka Halt. Sie stammt aus Lemberg, dem heutigen Lwiw, und spricht Deutsch. Ihr Wissen über den Obstbau macht sie für den Verwalter wertvoll. Doch er will mehr von ihr als ihre Fähigkeiten. Er nutzt seine Macht aus und Nelka bleibt kaum eine Wahl, als sich seinem Willen zu beugen. Knapp 40 Jahre später kehrt Nelka an den Ort zurück, der ihre Jugend und ihr Leben geprägt hat. Dort lebt immer noch Marten Wilhelmsen, der mittlerweile 77-jährige Verwalter, dem das ehemalige Verwalterhaus und ein Teil des aufgeteilten Gutslandes gehören. Auch ihn lässt die Vergangenheit nicht los. Was die beiden miteinander verbindet, reicht weit zurück und macht deutlich, dass die Spuren der damaligen Ereignisse nicht einfach mit den Jahren verschwinden. Svenja Leiber erzählt Nelkas Geschichte mit einer feinsinnigen Sprache und einer eindringlichen Atmosphäre, die mich tief berührt haben. Nelka ist eine ruhige, zugleich unglaublich sensible und willensstarke Frau. Was ihr widerfahren ist, hätte sie zerbrechen können. Doch trotz aller Gewalt und Demütigung hat sie sich etwas bewahrt, das sich nicht auslöschen ließ: ihre Menschlichkeit. Auch die Apfelbaumplantage wird zu einem stillen Zeugnis der Vergangenheit. Die Spuren der Zwangsarbeit sind noch immer sichtbar. Die Natur vergisst nicht, was Menschen ihr und anderen Menschen angetan haben. Was einst unter Zwang entstand, wächst weiter und erzählt von einer Geschichte, die nicht einfach mit dem Ende des Krieges abgeschlossen ist. Denn der Krieg endet nicht, nur weil irgendwann Frieden herrscht. Seine Folgen leben weiter. In Erinnerungen. Im Schweigen. In den Kindern und Enkelkindern. Und in den Orten, an denen das Geschehene seine Spuren hinterlassen hat. Nelka ist ein aufwühlender, erschütternder und zugleich feinfühlig erzählter Roman, der lange nachhallt. Er erinnert daran, dass sich die Vergangenheit nicht ungeschehen machen lässt. Aber sie lässt sich erzählen. Und manchmal ist genau das ein erster Schritt, um mit ihr leben zu können.

  • Magnolia

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    11.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwangsarbeit in Zeiten des Nationalsozialismus

    Nach Jahrzehnten treibt es sie zurück auf den Gutshof in Norddeutschland. 1941 wurde sie als 16jährige aus dem damals polnischen Lemberg hierher verschleppt, um Zwangsarbeit zu leisten. NELKA.    Der Roman beginnt mit dem Brief, den Marten, der damalige Gutsverwalter, heute in Händen hält. Nelka teilt ihm ihr Kommen mit. Er erinnert sich an sie und auch an die Apfelbäume, die sie für ihn veredelt hat und an noch so einiges mehr. In dieses Gegenwärtige fließen das Vergangene, also ihre Kindheit und Jugend bis zu ihrer Verschleppung, gekonnt ineinander. Bis dann der Fokus auf den Jahren der Zwangsarbeit liegt. Svenja Leiber erzählt hier speziell von den Frauen, die als Arbeitssklavinnen nach Nazideutschland deportiert wurden. Erzählt über brutale Gewalt und Ausbeutung bis hin zu Missbrauch und Abhängigkeiten. Und das in einer ruhigen Sprache ohne Effekthascherei. Ein Stück unserer unrühmlichen Vergangenheit wird hier klar dargeboten mit Nelka als Hauptfigur. Ihr Leidensweg und auch der ihrer Leidensgenossinnen werden unaufgeregt nachgezeichnet. Es entsteht ein bedrückendes Bild dieser Jahre in einer geradezu poetischen, ja einer eindringlichen Erzählweise, der ich gebannt gefolgt bin. In ihrem Nachwort greift die Autorin dieses Thema nochmal auf. 20 Millionen Menschen mussten für das nationalsozialistische Deutschland Zwangsarbeit mit all den damit einhergehenden Grausamkeiten erleiden. Der Roman ist fiktiv, die Zwangsarbeiter waren es nicht. Ein Roman, eine Erzählung, die mich so schnell nicht loslässt.

  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    5/5

    04.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiger Einblick in das Schicksal von vor allem weiblichen Kriegsgefangenen im 2. Weltkrieg

    Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, da ich mich immer wieder gefragt habe, weshalb Nelka an den Ort des Geschehens zurückkehrt und wofür die Gegenwartsebene gut ist, doch am Ende ergibt sich ein vollständiges Bild und die Gegenwart bildet vor allem den Rahmen für die Reise zurück in die Vergangenheit. Nelkas Geschichte zeigt auf, wie Frauen aus dem Osten im 2. Weltkrieg zu Kriegsgefangenen wurden und unter anderem für die Ernährung der Deutschen sorgten. Dabei schafft es die Autorin mit wenigen Worten und ohne unnötige Ausschmückung ein realistisches und gleichzeitig nicht zu brutal detailliertes Bild zu erschaffen, so dass man sich die Grausamkeiten vorstellen kann, ohne dass es beim Lesen zu belastend wird. Ich finde das macht die Aufarbeitung solch schwieriger Themen aus der Vergangenheit für die heutigen Generationen, die nichts davon miterlebt haben, einfacher und gleichzeitig greifbarer. Insgesamt war die Geschichte für mich gut umgesetzt und dank des Klappentextes ist man gut auf den Inhalt vorbereitet.

  • Eva

    5/5

    03.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein vergessenes Kapitel des finsteren 20. Jahrhunderts

    Nelka ist eine Annäherung. Vieles bleibt ungesagt, die Leerstellen in der Geschichte sprechen Bände. Vorsichtig und mit Hilfe starker sprachlicher und manchmal ambitionierter Bilder tastet Svenja Leiber sich vor, gibt den Zwangsarbeiterinnen eine Stimme, fügt der männlichen Geschichtsschreibung ein Kapitel hinzu, das allzu leicht im Schatten der Geschichte des grausamen 20. Jahrhunderts verblasst. Metaphorisch, assoziativ und leise erzählt Nelka vom Leid und dem Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangenen. Gerade die Frauen hielten die deutsche Wirtschaft während des Krieges am Laufen und waren der Willkür und brutalen Übergriffen der Landbevölkerung schutzlos ausgeliefert. In den 1940er-Jahren wird Nelka aus Lemberg auf einen fiktiven Hof in Norddeutschland verschleppt. Sie überlebt, profitiert von ihren Kenntnissen des Apfelanbaus, die ihr Vater sie lehrte. Jetzt reist sie zurück an diesen Ort, will dem Gutsverwalter begegnen, ihn mit der Vergangenheit aus Machtmissbrauch und Opportunismus konfrontieren. Auf kaum mehr als 200 Seiten verhandelt Svenja Leiber große Themen des Menschseins. Über allem steht die Frage nach Identität und nach Heimat. Im Kontext der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft stehen die Früchte der Erde für eben jenes Gefühl von Heimat, das Nelka in sich trägt. Mit Sprache beginnt alles. Missbrauch, Zwang und Entmenschlichung, Zuschreibung von Attributen zu Nationalitäten und Kulturen. Tiefe und Sogwirkung erhält der Roman an den Brüchen der Charaktere. Auch im größten Elend erfährt Nelka Liebe, Freundschaft und Solidarität, jede Figur getrieben von Sehnsüchten, Emotionen, Reaktionen unter der zerstörerischen Wucht der Ideologie. Svenja Leiber verweist auf die Frauen, die die Landschaft gestalteten, die für uns so selbstverständlich erscheint. Nelka ist eine Schule des Sehens, der Wahrnehmung, der Gewissheit. Wahrheit entsteht nie im luftleeren Raum, sie ist ein Resultat des Umfelds, der Geschichte, der Empfindungen, ambivalent, flüchtig, fragil, menschlich.

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