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Produktbild: Nelka

Nelka Roman | 'Von der ersten Seite an war ich verzaubert, so herzzerreißend, so traurig und doch federleicht ...' Kristine Bilkau | Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2026

32

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

16091

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

204 (Printausgabe)

Dateigröße

2020 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786253

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • alle zum Verständnis notwendigen Inhalte sind über Screenreader zugänglich
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  • alle Texte können angepasst werden
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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

16091

Erscheinungsdatum

18.02.2026

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

204 (Printausgabe)

Dateigröße

2020 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783518786253

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  • Buechervorhersage

    aus Dortmund

    5/5

    04.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein wichtiger Einblick in das Schicksal von vor allem weiblichen Kriegsgefangenen im 2. Weltkrieg

    Anfangs habe ich etwas gebraucht, um in die Geschichte reinzufinden, da ich mich immer wieder gefragt habe, weshalb Nelka an den Ort des Geschehens zurückkehrt und wofür die Gegenwartsebene gut ist, doch am Ende ergibt sich ein vollständiges Bild und die Gegenwart bildet vor allem den Rahmen für die Reise zurück in die Vergangenheit. Nelkas Geschichte zeigt auf, wie Frauen aus dem Osten im 2. Weltkrieg zu Kriegsgefangenen wurden und unter anderem für die Ernährung der Deutschen sorgten. Dabei schafft es die Autorin mit wenigen Worten und ohne unnötige Ausschmückung ein realistisches und gleichzeitig nicht zu brutal detailliertes Bild zu erschaffen, so dass man sich die Grausamkeiten vorstellen kann, ohne dass es beim Lesen zu belastend wird. Ich finde das macht die Aufarbeitung solch schwieriger Themen aus der Vergangenheit für die heutigen Generationen, die nichts davon miterlebt haben, einfacher und gleichzeitig greifbarer. Insgesamt war die Geschichte für mich gut umgesetzt und dank des Klappentextes ist man gut auf den Inhalt vorbereitet.

  • Eva

    5/5

    03.10.2026

    eBook (ePUB)

    Ein vergessenes Kapitel des finsteren 20. Jahrhunderts

    Nelka ist eine Annäherung. Vieles bleibt ungesagt, die Leerstellen in der Geschichte sprechen Bände. Vorsichtig und mit Hilfe starker sprachlicher und manchmal ambitionierter Bilder tastet Svenja Leiber sich vor, gibt den Zwangsarbeiterinnen eine Stimme, fügt der männlichen Geschichtsschreibung ein Kapitel hinzu, das allzu leicht im Schatten der Geschichte des grausamen 20. Jahrhunderts verblasst. Metaphorisch, assoziativ und leise erzählt Nelka vom Leid und dem Alltag der Zwangsarbeiterinnen und Kriegsgefangenen. Gerade die Frauen hielten die deutsche Wirtschaft während des Krieges am Laufen und waren der Willkür und brutalen Übergriffen der Landbevölkerung schutzlos ausgeliefert. In den 1940er-Jahren wird Nelka aus Lemberg auf einen fiktiven Hof in Norddeutschland verschleppt. Sie überlebt, profitiert von ihren Kenntnissen des Apfelanbaus, die ihr Vater sie lehrte. Jetzt reist sie zurück an diesen Ort, will dem Gutsverwalter begegnen, ihn mit der Vergangenheit aus Machtmissbrauch und Opportunismus konfrontieren. Auf kaum mehr als 200 Seiten verhandelt Svenja Leiber große Themen des Menschseins. Über allem steht die Frage nach Identität und nach Heimat. Im Kontext der Zwangsarbeit in der Landwirtschaft stehen die Früchte der Erde für eben jenes Gefühl von Heimat, das Nelka in sich trägt. Mit Sprache beginnt alles. Missbrauch, Zwang und Entmenschlichung, Zuschreibung von Attributen zu Nationalitäten und Kulturen. Tiefe und Sogwirkung erhält der Roman an den Brüchen der Charaktere. Auch im größten Elend erfährt Nelka Liebe, Freundschaft und Solidarität, jede Figur getrieben von Sehnsüchten, Emotionen, Reaktionen unter der zerstörerischen Wucht der Ideologie. Svenja Leiber verweist auf die Frauen, die die Landschaft gestalteten, die für uns so selbstverständlich erscheint. Nelka ist eine Schule des Sehens, der Wahrnehmung, der Gewissheit. Wahrheit entsteht nie im luftleeren Raum, sie ist ein Resultat des Umfelds, der Geschichte, der Empfindungen, ambivalent, flüchtig, fragil, menschlich.

  • Anjas_Buchspuren

    5/5

    13.09.2026

    eBook (ePUB)

    Eine Vergangenheit, zwei Erinnerungen

    Die 16-jährige Nelka wird im Jahr 1941 aus ihrer Heimatstadt Lemberg verschleppt und muss auf einem Gut in Norddeutschland Zwangsarbeit leisten. Von ihrem Vater hat Nelka viel über den Apfelanbau gelernt. Dieses Wissen hilft ihr nun, sich gegenüber dem Gutsverwalter zu behaupten. Jahrzehnte später kehrt Nelka an den Ort ihres Leides zurück, um sich ihrer Vergangenheit zu stellen und sich selbst zu befreien. Svenja Leiber erzählt in ihrem Roman „Nelka“ ein sehr dunkles Kapitel deutscher Geschichte auf eine persönliche und intensive Weise, die mich sehr beeindruckt hat. Sie erzählt von der Vergangenheit, aber auch davon, wie diese über Jahrzehnte hinweg weiterwirkt. Nach und nach erfahren wir, was Nelka während des Zweiten Weltkrieges erlebt hat. Wir spüren die Entrechtung, Erniedrigung und Gewalt, denen die Zwangsarbeiter ausgesetzt waren. Nelka ist für mich die stärkste Figur des Romans. Sie besitzt Wissen, Würde und Überlebenswillen trotz allem, was ihr widerfährt. Von ihrem Wissen profitiert ausgerechnet Gutsverwalter Marten, der dadurch wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolg erreicht. Wie bitter! Marten selbst nutzt seine Machtposition gnadenlos aus und versucht gleichzeitig, sein Handeln so darzustellen und sich selbst einzureden, als würde er Nelka schützen. Und so begegnen sich beide nach Jahrzehnten wieder. Beide erinnern sich an dieselbe Vergangenheit und erleben sie doch aus völlig unterschiedlichen Perspektiven und Positionen. Auch die Sprache hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ruhig und einfühlsam und zugleich ehrlich in der Darstellung der schrecklichen Taten jener Zeit. Beim Lesen war ich immer wieder berührt und musste angesichts des Schicksals so vieler Menschen innehalten. Fazit: Ein bewegender und wichtiger Roman über Zwangsarbeit, Machtmissbrauch, Schuld und über die langfristigen Folgen von Gewalt und Unrecht. Ein Buch, das mich berührt und nachdenklich zurückgelassen hat. Definitiv lesenswert!

  • Alysonbooks

    5/5

    06.09.2026

    eBook (ePUB)

    Intensive Geschichte

    In dem Roman „Nelka“ von Svenja Leiber lesen wir von der sechzehnjährigen Nelka, die 1941 gemeinsam mit zahlreichen Frauen und Mädchen von Soldaten aus Lemberg nach Deutschland verschleppt wird. Dort wird sie auf einem norddeutschen Gutshof zur Zwangsarbeit gezwungen. In jungen Jahren hat Nelka von ihrem Vater bereits viel über den Apfelanbau und das Veredeln der Früchte gelernt. Dieses Wissen hilft ihr schließlich zunächst dabei, sich den Aufdringlichkeiten des Gutsverwalters zu erwehren, indem sie ihm bei der Planung seines Apfelanbaus hilft. Die Erzählweise von „Nelka“ ist sehr besonders. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Sie beginnt in der Gegenwart auf dem Gutshof, den Nelka viele Jahre später plötzlich und unerwartet besucht. Stück für Stück eröffnen sich dann die Geschehnisse aus dem Jahr 1941. Es gibt keine einzelnen Kapitel. Die Geschichte wird an einem Stück erzählt und lediglich durch Absätze sind die Wechsel in der Erzählung erkennbar. Svenja Leiber verwendet dabei eine eher ruhige und sehr konzentrierte Sprache. Vieles wird nur angedeutet oder liegt zwischen den Zeilen. Beim Lesen entsteht dennoch eine sehr intensive Atmosphäre und viele der bedrückenden und erschreckenden Geschehnisse wirken gerade durch diese zurückhaltende Erzählweise besonders intensiv. Die Geschichte lebt von den Auslassungen und von dem, was man selbst beim Lesen im Kopf weiterdenkt. So beschreibt die Autorin beispielsweise gleich zu Beginn, als Nelka nach so vielen Jahren zum ersten Mal auf den Hof des Gutsverwalters zurückkehrt, dessen Verhalten in eigentlich nur wenigen Sätzen und Handlungen. Trotzdem lässt sich daraus unglaublich viel über seine Persönlichkeit und die Vergangenheit ableiten. Thematisch ist „Nelka“ ein sehr wichtiger Roman. Nelka steht dabei stellvertretend für die unzähligen Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs zur Zwangsarbeit verschleppt wurden. Svenja Leiber zeigt auf knapp 200 Seiten viele verschiedene Facetten dieser Zeit und erzählt davon, was diese Menschen erleiden mussten, wie sie behandelt wurden und was sich für sie nach dem Ende des Krieges veränderte. Obwohl das Buch nur knapp 200 Seiten umfasst, habe ich dennoch etwas länger zum Lesen gebraucht. Die Sätze wirken nach und ich brauchte manchmal einen Moment, um sie in ihrer Gänze zu erfassen. Dadurch habe ich mir beim Lesen bewusst etwas mehr Zeit gelassen. Im krassen Gegensatz zu den Geschehnissen auf dem Gutshof stehen die fast liebevollen Beschreibungen des Apfelanbaus, der einzelnen Sorten, der Pflege der Obstbäume und der Kunst des Veredelns. So wie diese Beschreibungen im Gegensatz zu den Schrecken der Geschichte stehen, geben sie Nelka gleichzeitig Halt in diesen schweren Zeiten. Sie kann ihre Sehnsucht nach ihrer Heimat mit ihren Erinnerungen ein wenig stillen, sich von der Gegenwart ablenken und in ihrer Tätigkeit und ihrem Wissen Trost finden. Gleichzeitig verbessert sich durch ihr fundiertes Wissen zunächst auch ihre Position auf dem Gutshof. „Nelka“ hat mir sehr gut gefallen und steht für mich absolut verdient auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Der Roman ist thematisch wichtig, sprachlich besonders und intensiv und ein Buch, das man so schnell nicht vergisst.

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    26.08.2026

    eBook (ePUB)

    Eine Geschichte über Schuld, Erinnerung und das Überleben

    1941 wird die gerade einmal sechzehnjährige Nelka aus Lemberg verschleppt und zusammen mit vielen anderen jungen Frauen nach Deutschland gebracht. Auf einem norddeutschen Gutshof müssen sie unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Nelka hat von ihrem Vater viel über Obstbau und das Veredeln von Apfelbäumen gelernt und genau dieses Wissen verschafft ihr zunächst einen gewissen Schutz. Der Gutsverwalter Marten erkennt schnell, wie wertvoll ihre Kenntnisse für ihn sein können. Doch aus diesem vermeintlichen Schutz entsteht eine immer bedrückendere Abhängigkeit. Marten nutzt Nelka für seine eigenen Interessen aus, während sie versucht, unter den Umständen, denen sie ausgeliefert ist, ihre Würde und ein Stück Selbstbestimmung zu bewahren. Gleichzeitig entsteht zwischen den Frauen, die gemeinsam verschleppt wurden, eine besondere Verbundenheit. Gerade dieser Zusammenhalt hat mich sehr berührt. Jahrzehnte später kehrt Nelka an diesen Ort zurück. Marten, inzwischen ein alter Mann, bekommt einen Brief von ihr und wird damit plötzlich wieder mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Was möchte Nelka nach all den Jahren von ihm? Warum kommt sie ausgerechnet jetzt zurück? Diese Fragen haben mich beim Lesen immer wieder begleitet. Was mir an dem Buch besonders gefallen hat, ist die Sprache von Svenja Leiber. Sie schreibt ruhig und beinahe poetisch, obwohl die Geschichte selbst alles andere als leicht ist. Vieles wird nicht ausführlich ausgeschmückt, sondern eher angedeutet und gerade dadurch wirken manche Szenen für mich umso stärker. Das Grauen ist ständig präsent, ohne dass es permanent in den Vordergrund gestellt werden muss. Nelka selbst ist für mich eine sehr beeindruckende Figur. Sie wird nicht einfach nur als Opfer ihrer Umstände dargestellt. Sie versucht immer wieder, Möglichkeiten zu finden, mit ihrer Situation umzugehen und sich kleine Stücke Selbstbestimmung zu bewahren. Auch die Freundschaften zwischen den Frauen geben der Geschichte etwas Warmes und Menschliches, obwohl die äußeren Umstände so grausam sind. Interessant fand ich auch Marten. Er ist nicht einfach nur der typische eindimensionale Bösewicht. Seine Gedanken und seine Art, sein eigenes Verhalten zu rechtfertigen, machen ihn teilweise sogar noch unangenehmer. Gerade dadurch wird deutlich, wie Menschen sich ihre eigenen Taten schönreden können. „Nelka“ ist definitiv kein Buch, das man einfach nebenbei liest. Die Geschichte ist schwer und bedrückend und hat mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Gleichzeitig geht es nicht nur um Gewalt und Ausbeutung, sondern auch um Freundschaft, Überlebenswillen und die Frage, was von solchen Erlebnissen bleibt, selbst wenn Jahrzehnte vergangen sind. Besonders die Rückkehr Nelkas gibt der Geschichte eine zusätzliche Spannung. Lange bleibt offen, was sie wirklich erreichen möchte und warum sie ausgerechnet jetzt wieder an diesen Ort zurückkehrt. Für mich ist „Nelka“ ein eindringlicher Roman über Erinnerung, Schuld und die Folgen einer Vergangenheit, die eben nicht einfach verschwindet, nur weil Zeit vergangen ist. Kein leichtes Buch, aber eines, das mich berührt und noch eine Weile beschäftigt hat.

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  • Produktbild: Nelka