Bittersüß und voller Charme: ein ebenso bewegender wie tiefgründiger Briefroman mit großen Themen und einer eigensinnigen HeldinAdoptivtochter und Starjuristin, Gartenliebhaberin und Ehefrau, Mutter und mütterliche Freundin – die 73-jährige Sybil van Antwerp hatte schon viele Rollen inne in ihrem bewegten Leben. Eines hat sie dabei stets begleitet: ihre Leidenschaft fürs Briefeschreiben. Jeden Tag greift sie zu Füller und Papier und schreibt darüber, was sie bewegt und stört, was sie begeistert und betrauert. Voller geistreichem Humor und mitunter etwas ruppiger Herzlichkeit berichtet sie von Schicksalsschlägen und Glücksmomenten, von Liebe und Triumph. Doch jenseits dieser Seiten hat Sybil die Menschen, die ihr etwas bedeuten, stets auf Abstand gehalten. Bis ein anonymes Schreiben sie zwingt, sich mit ihren eigenen Fehlern auseinanderzusetzen – und sich dem einen großen Geheimnis zu stellen, das ihr Leben geprägt hat. Denn für ein Postscriptum ist es nie zu spät.Ungekürzte Lesung mit Beate Himmelstoß, Thomas Loibl8h 46min
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
AnnaLovesBooks23
3/5
26.08.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Eine schöne Geschichte, die mich leider nicht ganz so mitgenommen hat, wie ich gehofft hatte. 3,5 ⭐️
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Hörbuch gegangen, weil ich es über eine Empfehlung entdeckt habe, mit der ich bisher wirklich immer gut gefahren bin. Vielleicht waren meine Erwartungen deshalb einfach ein bisschen zu hoch. Denn grundsätzlich hat mir Die Briefeschreiberin wirklich gut gefallen, nur so richtig gepackt hat sie mich leider nicht.
Die Briefform mochte ich sehr gerne. Ich mag es, wenn Geschichten über Briefe oder Tagebucheinträge erzählt werden, und hier hat das für mich sehr gut gepasst. Am Anfang war es im Hörbuch allerdings etwas schwierig den Überblick zu behalten. Sybil schreibt an so viele verschiedene Menschen, dass ich mich gerade in der ersten Stunde öfter gefragt habe, wer jetzt eigentlich wer ist. Mit der Zeit hat sich das aber immer mehr gefügt.
Sehr schön fand ich die Bücher, die in den Briefen erwähnt werden. Einige davon stehen auf meiner eigenen Leseliste und solche kleinen Dinge machen mir Spaß.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist einfach, klar, angenehm und zusammen mit den beiden Sprechern hat sich das Hörbuch wirklich wunderbar hören lassen. Beide haben ihre Rollen für mich sehr passend gesprochen und ich habe ihnen gerne zugehört.
Trotzdem hatte ich über längere Zeit nicht dieses Gefühl, unbedingt weiterhören zu wollen. Ich habe gerne zugehört, aber die Geschichte hat mich einfach nicht so mitgenommen, wie ich es mir vorgestellt hatte. Erst die letzten zwei bis drei Stunden haben bei mir noch einmal richtig etwas ausgelöst. Da kam noch einmal mehr Schwung in die Geschichte, vieles hat sich miteinander verknüpft und gerade die letzten Ereignisse haben mich dann doch sehr berührt.
Das Ende fand ich schön und vor allem sehr rund. Insgesamt war es für mich eine gute Geschichte, bei der ich sehr gut verstehen kann, wenn sie andere viel stärker mitnimmt. Für mich hat es für vier Sterne einfach noch nicht ganz gereicht.
Bewertung
5/5
08.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Den Hype absolut wert
Die Erwartungen waren hoch und wurden absolut erfüllt.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Buch, was nur aus Briefen besteht trotzdem so viele Emotionen rüberbringen kann. Sybil, eine so vielschichtige Frau, bei der man beim lesen ebenfalls so viele Emotionen durchlebt.
Ganz ganz tolles Buch
Bewertung
5/5
21.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Originell
Ich fand es faszinierend, aus den Briefen einer Person ihre Lebensgeschichte zu konstruieren.
Spannend, den Wert des Briefeschreibens erkennt man immer mehr während der Lektüre.
Am Anfang waren die Seiten mit den Adressaten noch hilfreich, später „kennt“ man die Personen selber.
Gela
Thalia Book Circle Community
5/5
19.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Briefe öffnen kleine Fenster in ein ganzes Leben
Ein Roman, der ausschließlich aus Briefen besteht? Keine lückenlos erzählte Handlung, sondern einzelne Briefe, die nur nach und nach Fragmente aus Sybil van Antwerps über siebzigjährigem Leben freilegen? Ich war skeptisch – und anfangs fühlte ich mich darin sogar bestätigt.
Sybil wirkte auf mich distanziert und hartherzig. Ihren Kindern begegnete sie verschlossen und abwehrend, selbst ihren engsten Vertrauten gegenüber blieb sie oft grob und unnachgiebig. Sie schien alles und jeden zu beurteilen. Ihre Briefe dagegen waren präzise, fein gezeichnet und sorgfältig komponiert – als sollten sie ihr Vermächtnis werden.
“Ich bin der Überzeugung, dass die zwischenmenschliche Kommunikation ein kostbares Gut ist. Du darfst nicht vergessen, dass Worte - und damit meine ich vor allem niedergeschriebene Worte - unsterblich sind.”
Mit jedem Brief spürte ich dann immer mehr den besonderen Reiz des Briefeschreibens zu spüren. Ein handgeschriebener Brief verlangt Entschlossenheit; man kann Tinte nicht einfach löschen oder ersetzen. Die Worte reisen langsam, sie müssen auch nach Tagen noch Bestand haben. In einer Welt, in der digitale Nachrichten wie Geschosse hin- und herfliegen, ist das Warten auf eine Antwort ein seltener, besonderer Moment. Zwischen dem Schreiben und der Antwort liegt dieses besondere Warten: voller Hoffnung, Sorge oder Sehnsucht. Genau darin liegt für mich der große Reiz dieses Romans.
Auch die anfängliche Verwirrung angesichts der vielen Personen und unterschiedlichen Sprachstile legte sich zunehmend. Besonders die Briefe an den sechzehnjährigen Harry und der liebevolle Austausch mit Sybils langjähriger Freundin Rosalie haben mich berührt.
Am stärksten sind jene Briefe, die Sybil immer wieder schreibt, ohne sie abzuschicken. Ihrem „Pferdchen“ vertraut sie sich an, zeigt ihre Verletzlichkeit und ihre Angst vor dem Verlust ihres Augenlichts. Hinter ihrer harten Schale kam eine zutiefst verletzte Frau zum Vorschein. Stück für Stück bröckelte auch meine Abwehr gegen Sybil. Ich begann, ihre Entscheidungen, ihre Ängste, die innere Distanz und die „Steine“, die sie seit Jahren mit sich herumträgt, zu verstehen.
Besonders Theodor, ihren Nachbarn, habe ich in mein Herz geschlossen. Seine Geschichte ist traurig, aber gerade deshalb wirkt er so echt. Er ist einer dieser Menschen, die man beim Lesen immer fester an sich drücken möchte.
Dieser Roman hat mich daran erinnert, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen, Konflikte nicht für immer liegen zu lassen und Verzeihen zuzulassen. Er hat mich über das Älterwerden, über verpasste Möglichkeiten und über die kleinen Hoffnungsschimmer im Leben nachdenken lassen.
Nicht jede Passage hat mich gleichermaßen überzeugt. Manche Briefe wirkten auf mich nebensächlich und Sybils Verhalten blieb mir lange fremd. Doch genau diese Widersprüchlichkeit machte diese alte Dame so glaubwürdig.
Und dann habe ich mich tatsächlich hingesetzt, um einen handgeschriebenen Brief an die Autorin Virginia Evans zu schicken, um mich für diesen Roman zu bedanken.
Bewertung
5/5
18.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Großartig!
Ein Leben in Briefen…
Genau so ist diese besondere Geschichte geschrieben, in Briefen, handgeschrieben. Briefe sind die Leidenschaft von Sybil van Antwerp, seit Kindheit. In ihnen kann sie sich am besten ausdrücken, aussprechen was sie als gesagtes Wort vielleicht nicht tun würde. Sybils Briefe sind scharfzüngig, ehrlich, pragmatisch, hinterfragend und reflektierend. Sybil wirkt in ihren Briefen taff, selbstbewusst, fast unerschütterlich.
Ihre Briefe werden im Verlauf des Buches zu ihrer Lebensgeschichte. Einem Leben das Höhen aber auch erschütternde Tiefen erfahren hat. Ein Leben auf das sie nun mit über siebzig Jahren zurückblickt. Sybil, so polemisch sie ihre Briefe teils schreibt, so verletzlich ist sie dahinter. Eine Frau die vieles bereut und die mit ablaufender Zeit bereit ist, sich den schwierigen Momenten in ihrem Leben noch einmal zu stellen, zu verzeihen, zu klären, zu entschuldigen und somit ihren Frieden zu finden.
Ein sehr berührendes Buch, ein lebensnahes und echtes Buch. Eine Geschichte über die Höhen und Tiefen eines Lebens. Ein sehr besonderes Leseerlebnis. Das ganze Buch besteht aus einem ununterbrochenen Schreibverkehr, einige Kontakte ziehen sich durch das ganze Buch hindurch, doch immer wieder kommen neue dazu, was die ganze Spannung aufrechterhält. Und dann schreibt sie seit Jahren an diesem einen Brief, den sie nie abschicken wird…
Eine Familiengeschichte die berührt, eine Protagonistin die stets hinterfragt, nicht zuletzt sich selber. Eine Geschichte über Verlust, Liebe, Familie und unerwartete Wendungen im Leben. Eine Hommage an das geschriebene Wort, das für immer bleibt und das Gefühle oft besser ausdrücken kann als Gesprochenes es je könnte. Großartig!
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5/5
26.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn Briefe Geschichten erzählen
Die Briefeschreiberin von Virginia Evans ist ein ruhiger und einfühlsamer Roman.
Das Leben der 73-jährigen Sybil entfaltet sich nach und nach durch ihre tägliche Korrespondenz. Als Leserin hatte ich das Gefühl, in einem persönlichen Archiv zu stöbern. Mit jedem Brief und jeder E-Mail fügt sich ein weiteres Puzzleteil zusammen, bis nach und nach ein vollständiges Bild ihrer Vergangenheit, ihrer Beziehungen und ihrer Persönlichkeit entsteht.
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5/5
25.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
fesselnd, ergreifend und ein Schuss Humor
Dieser Roman ist großartige Unterhaltung. In Form von Briefen an unterschiedliche Personen setzt sich uns auf langsame und spannende Art und Weise das Bild des Lebens und der Persönlichkeit Sybils van Antwerp zusammen. Auf fesselnde Weise bringt uns die Autorin ihre Protagonistin näher mit einer scharfzüngigen Prise Humor. Dieses Buch versüßt ihnen die Tage, sehr lesenswert!
Virginia Evans Roman ist ein ungewöhnliches, aber eindringliches Leseerlebnis. Statt klassischer
Kapitel wird die Geschichte ausschließlich über Briefe und E-Mails erzählt. Im Mittelpunkt steht
Sybil, eine pensionierte Juristin, die mit viel Schärfe, Humor, Verletzlichkeit und Nachdenklichkeit auf ihr Leben, ihre Beziehungen und ihre Vergangenheit blickt.
Der Roman überzeugt vor allem durch seine emotionale Tiefe und die feinfühlige Sprache.
Die Briefform macht den Text besonders authentisch. Ein wahrlich eindrucksvoller Roman über die Liebe und die Kunst des Schreibens, aber auch über eine starke Protagonistin, die man als
Leser einfach nur ins Herz schließen muss.
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