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Eva Kranenburg

1. Falls jemand fragt, wer wir waren

Falls jemand fragt, wer wir waren

Gesprochen von
97

20,95 €

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

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  • Yernaya

    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichten, die erzählt werden müssen

    Romane, die eine Zeit aufgreifen, in der ich noch nicht geboren war, wecken meine Aufmerksamkeit. Gerade weil wir in der Schule zwar alles über die Französische Revolution, aber kaum etwas über deutsche Nachkriegsgeschichte gelernt haben. Mein Vater war noch ein Kind, als seine Eltern Mecklenburg verlassen haben. Ich selbst habe die DDR nur bei seltenen Besuchen entfernter Verwandter kennengelernt. Der 17. Juni war für mich ein willkommener Feiertag. Über die Hintergründe wusste ich damals nur wenig. Nun legt Eva Kranenburg, eine in Dresden lebende Psychotherapeutin und Drehbuchautorin mit "Wenn jemand fragt, wer wir waren" einen bewegenden und spannenden Roman vor, den ich unbedingt weiter empfehlen möchte. Die Geschichte beginnt im Frühjahr 1953 in Halle an der Saale. Dort lebt Tilla, eine 17jährige Oberschülerin, die an den Sozialismus und den jungen ostdeutschen Staat ebenso glaubt, wie an die Entstehung des neuen Menschen in der Sowjetunion. Sie ist überzeugt davon, dass die Klassengegensätze überwunden werden und dass alles, was in der DDR nicht funktioniert eine Folge des klassenfeindlicher Sabotage aus dem Westen ist. Tilla ist 17 Jahre alt und wir betrachten alles was passiert aus ihrer Sicht. Zunächst erleben wir ihre Freundschaft zu Rena, einer ungestümen und geheimnisvollen Gleichaltrigen. Die beiden verbringen ihre Freizeit an der Saale, die von den Abwässern der Chemischen Industrie verseucht wird. Rena ist das genaue Gegenteil von Tilla, die eine hinterfragt und ist vorlaut, die andere ist brav und angepasst. Und doch gibt es ein enges Band zwischen den beiden. Als eine weibliche Leiche gefunden wird und Rena plötzlich verschwindet, macht sich Tilla auf die Suche nach ihrer Freundin. Dabei stellt sie zunächst fest, dass Rena ihr in vielen Punkten nicht die Wahrheit gesagt hat. So beginnt Tilla Dinge zu hinterfragen und hinter die Fassaden zu blicken. Was weiß sie wirklich über die Menschen, die sie umgeben? Was über ihre ehemalige Freundin Lotte, die sich von ihr abgewandt hat? Was über ihren Freund Roman, den Sohn des Polizeipräsidenten? Und einmal angefangen: was weiß sie über ihren eigenen Vater, der das KZ und die Zwangsarbeit überlebt hat? Was ist die Wahrheit? Durch Tilla erleben wir den DDR-Alltag kurz vor dem Volksaufstand des 17. Juni 1953. Eva Kranenburg bringt die Angst und das Misstrauen der Menschen untereinander genauso zu Papier wie die aufkeimende Hoffnung. Der Schreibstil ist mitreißend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Der 17. Juni 1953 ist für mich nicht länger bloß ein historisches Datum. Er ist lebendig gewordene Geschichte.

  • Bewertung

    aus Horn-Bad Meinberg

    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein authentischer Einblick

    Mit "Falls jemand fragt, wer wir waren" liegt ein historischer Roman vor, der die geneigten Leser*innen in die Stadt Halle an der Saale im Jahr 1953 entführt. Im Mittelpunkt der Geschehnisse stehen die beiden Mädchen Tilla und Rena. Tilla, die Musterschülerin, die mit dem Sohn des Polizeipräsidenten liiert ist, und die Ausreißerin Rena, die ein freies selbstbestimmtes Leben führt. Gemeinsam erleben sie einen Sommer, die Liebe unter Frauen und auch die politischen Unruhen, die zum Volksaufstand in der DDR führten. Alte Gewissheiten werden in Frage gestellt und bisher selbstverständliches kurzzeitig über den Haufen geworfen. Die Geschichte ist teilweise inspiriert von der Familiengeschichte der Autorin, was das Geschehen noch nahbarer macht. Die Schreibweise ist lebendig und berührend, so dass es nicht schwer fällt ganz in das Geschehen einzutauchen und sich innerlich mit den Charakteren zu verbinden. Manches hätte ich mir anders gewünscht, die 1950er Jahre waren aber leider noch nicht die Zeit dafür.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    22.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    intensiv

    Vorab: Bis auf das Cover gefällt mir echt alles an dem Buch und ich möchte es unbedingt weiterempfehlen. Ich interessiere mich sehr für das Thema DDR und speziell auch Widerstandsgeschichte in der DDR, weshalb ich von Seite 1 positiv gespannt auf das Buch und die Protagonistinnen war. Es hat keine 50 Seiten gebraucht und ich war mittendrin in der Geschichte und im Geschehen. Zwischendurch blieb es war etwas historisch (beschreibend), aber wirklich nur ab und zu und das hat es vielleicht auch gebraucht, um den Kontext und die Atmosphäre zu verstehen. Die Umsetzung des Volksaufstands 1953 in Romanform hätte man kaum besser machen können - mit genau der richtigen Mischung zwischen Fiktion und historischer Wirklichkeit. Mit Tilla und Rena hätte ich mir keine besseren Romanfiguren wünschen können, ich habe beide sehr in mein Herz geschlossen.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tilla und Rena und der Wunsch nach Selbstbestimmung

    DDR im Mai 1953 Die beiden jungen Mädchen Tilla und Rena verbindet eine innige Freundschaft, vielleicht auch etwas mehr. Beide gehören nirgends so richtig dazu. Tilla brennt für die Ideale der jungen Republik. Sie hat die Schrecken der Nazidiktatur am eigenen Leib erfahren. Zweifel an der neuen Ordnung hat sie deshalb nicht. Das trennt sie von ihrem alten Freundeskreis. Rena ist aus dem Nichts aufgetaucht. Sie hat keine Angst ihre Meinung zu äußern. Bei ihr scheint alles so leicht.  Als Rena über Nacht verschwindet, macht sich Tilla auf die Suche nach ihr. Die Suche nach Rena wird zu einer Suche nach der Wahrheit. Tilla beginnt zu hinterfragen, was die Partei behauptet. Auch ihr Vater erscheint plötzlich in einem anderen Licht . Und dann ist da noch Roman mit den zwei Gesichtern. Das eine unsichere, zu dem fühlt sich Tilla hingezogen und das andere autoritäre stößt sie ab. Der Tag des 17. Junis kommt , an dem sich die Stimme der Arbeiter erhebt und brutal zum schweigen gebracht wird.  Für mich beginnt der Roman mit einer Überraschung. Eben noch war  diese Leichtigkeit zwischen Tilla und Rena . Dann kippt die Stimmung und ich muss mit dem schlimmsten rechnen. Ich erlebe alles durch Tillas Augen  und teile ihre Gedanken. Die Entwicklung von der linientreuen Anhängerin zur Zweiflerin hat mich sehr  beeindruckt. Sowohl Tillas Begeisterung  als auch ihre wachsende Distanz war überzeugend und nachvollziehbar. Für mich war es eine Reise in eine fremde Welt, da ich keinerlei Bezug zur DDR hatte. Der Roman hat mir einiges näher gebracht und mein Verständnis gestärkt . Dabei liest sich die Geschichte leicht, spannend und unterhaltsam.

  • begine

    aus Lemwerder

    5/5

    21.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Stück Zeitgeschichte

    Eva Kranenburg wurde zu ihrem Roman“Falls jemand fragt, wer wir waren“ von ihrer eigenen Familiengeschichte inspiriert. Die Personen sind fiktiv. Sie hat sich sehr gut informiert, sie hat Zeitgenossen interviewt, diese auch in ihrem Nachwort erwähnt. So konnte sie alles so genau erzählen. Es ist die Geschichte von zwei siebzehnjährigen Mathilda Tilly genannt und Rena. Tillys Vater hat als Kommunist das KZ überlebt, die Mutter ist tot. Als sie Rena kennenlernt, kann sie sich endlich über alles unterhalten. Tilly ist von der Regierung total überzeugt. Erst als Reena verschwindet und sie einiges erfährt, fängt sie an nachzudenken. Der 17. Juni wurde in der Bundes Republik zu einem freien Arbeitstag, es wurde der Vergangenheit gedacht. Aber nach einer Zeit war es schöner freier Arbeitstag. Dieser Roman zeigt uns wieder mal genau, wie es war.

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