Produktbild: Falls jemand fragt, wer wir waren
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Eva Kranenburg

1. Falls jemand fragt, wer wir waren

Falls jemand fragt, wer wir waren

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166

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Marit Beyer

Spieldauer

8 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

21.01.2027

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

14

Verlag

Hörbuch Hamburg

Sprache

Deutsch

EAN

9783844948271

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  • Angela J

    aus Neuengörs

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Story über den Volksaufstand in der DDR, absolute Leseempfehlung

    Eine Geschichte über den Volksaufstand im Juni 1953 in der DDR, die Freundschaft zweier junger Frauen, die Ideologie und Vertrauen ... Tilla lebt mit ihrem Vater bescheiden in Halle, er arbeitet für den Staat, ist dabei verschwiegen und geheimnisvoll. Sie steht auch hinter dem System der DDR, der Regierung und glaubt, dass alles gut ist so wie es ist. Ihre Freundin Rena verschwindet spurlos, Tilla sucht sie vergeblich und bittet sogar Roman, den Sohn des Polizeichefs, um Hilfe. Haben die drei Männer was damit zu tun, die plötzlich bei ihrem Treffpunkt auftauchen? Rena ist so anders als Tilla freiheitsliebend, macht ein Geheimnis um ihre Vergangenheit und wirkt irgendwie mysteriös. Wir lernen hier einiges über den Aufstand am 17. Juni 1953 gegen die SED und ihre Machenschaften, der letztendlich von sowjetischen Panzern blutig niedergeschlagen wurde. Dieser historischen Hintergrund hat mir sehr gut gefallen, da ich gar nicht soviel darüber wusste. Die Autorin hat ihren Charakteren Leben eingetaucht, Tilla und Roman machen eine enorme Entwicklung durch und überraschen mich zum Ende hin. Von Rena hätte ich gerne noch mehr erfahren, was ihre Vergangenheit angeht. Der Aufstand, aber auch der Rückzugsort der Frauen wird bildgewaltig beschrieben, ich habe alles im Kopfkino gesehen. Von mir gibt es die Leseempfehlung

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ruhige, aber interessante und spannende Handlung

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Kritik, die ich bereits mehrfach gelesen habe, dass es langatmig sei und nichts passieren würde, kann ich nicht ganz verstehen. Es ist nicht besonders aufregend, aber es ist dennoch spannend und interessant. Interessant fand ich insbesondere die Berichte aus dem Leben in der DDR, aber auch den Gedanken- beziehungsweise Meinungswechsel, den Tilla durchlebt hat, fand ich interessant und nachvollziehbar. Spannend fand ich auch die Frage, was mit Rena passiert ist und es gibt noch eine weitere Situation, deren Auflösung ich sehr spannend fand. Ich möchte hier aber natürlich nicht zu viel verraten. Die Charaktere fand ich auch gut durchdacht. Vor allem die anfangs sehr naive Tilla, die dann immer mehr aufdeckt und dann nach und nach doch anfängt ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und Sachverhalte mehr zu hinterfragen. Roman mit seinen zwei Gesichtern, fand ich auch ein interessanten Charakter. Anfangs fand ich seine Aggressive Art sehr anstrengend, aber am Ende habe ich auch diese Seite an ihm verstanden. Rena ist eine starke Persönlichkeit und wusste von Anfang schon mehr oder hat mehr geahnt, daher fand ich ihre direkte Art auch sehr nachvollziehbar. Für mich gab es hier keine Längen oder Langeweile. Es ist zwar keine schnelle Handlung, aber es gibt doch immer wieder interessante Aspekte. Von mir bekommt das Buch 4,7*

  • mama2009

    aus Niederwürschnitz

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Buch, was berührt

    Meine Meinung und Fazit: Die Fünfziger in Haale/Saale. Da beginnt die Geschichte um Tilla. Es ist Nachkriegszeit und wirklich kein leichtes Leben. Sie lernt Rena kennen und dort kann sie sein, wie sie ist, soe muss sich nicht verstellen oder aufpassen was sie sagt. Das hat sie zeitig genug gelernt. Doch von einen auf den anderen Moment ist alles anders und Rena ist weg. Nichts deutet auf sie hin, wie kann das sein? Die Suche beginnt und ich als Leserin tauche in die damalige Zeit ein und da ich erst vor kurzem in Haale gewesen bin, weiß ich wo Tillas Wege lang geführt haben. Die Hauptprotagonistin ist eine clevere junge Frau, die langsam erkennt, dass nicht alles so ist, wie es erzählt wird. Sie zweifelt und wird lauter und sie zeigt auf, wie schwer es ist, die Wahrheit zu erkennen und so vielleicht auch geliebten Menschen vor den Kopf zu stoßen. Beim Lesen hat mich das Geschehen sehr mitgenommen und ich frage mich, wie ich reagiert hätte. Ich bin selbst in der DDR geboren und frage ich, wann hätte ich mitbekommen, dass es ein unrechtsstaat ist, der Kinder einsperren? Ich war zum Mauerfall 9 Jahre, wie lange hätte ich noch gebraucht? Eine klare Leseempfehlung und hier meine Lieblingsstellen: Seite 127 "... Ein Gänsehautgefühl, etwas nicht Greifbares. Und ich denke darüber nach, welche Kraft unser Staat entfalten würde, wenn er die mehrstimmigkeit zuließe. 206 "Wenn man in der Liebe verletzt wird, dann hat man das Gefühl, die Welt stürzt ein." Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de und den Hanser Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und Autorin, die Geschichte lebendig werden lässt.

  • Schoko_und_Buch

    aus Friedberg

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Werte, Familie und Verrat

    Tilla und Rena sind beste Freundinnen, zumindest glaubt Tilla das. Denn als Rena plötzlich verschwindet, stellt Tilla fest, dass kaum etwas von dem, was Rena erzählt hat, wahr ist. Die Mädchen wachsen in Halle, in der noch jungen DDR auf. Tilla glaubt fest an das System, sie ist überzeugt, dass ihr Papa aus dem Krieg nur dank Stalin zurückkehren konnte. Und so nimmt sie die Gründe, warum sich Freundinnen aus der Klasse zurückziehen, nicht wahr. Nur mit Rena ist sie glücklich. Als sich aus der Klasse dann Roman, aus einer ebenfalls „hundertprozentig“ überzeugten Familie und Sohne des Polizeichefs der Stadt, beginnt, sich für Tilla zu interessieren, beschäftigt sich auch Tilla langsam mit sich, ihrem Umfeld und beginnt Fragen zu stellen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Rena und stoßen auf eine Wand voller Hindernisse und Geheimnistuerei. Dies alles passiert in der Zeit, als sich die Arbeiter im Staat langsam offen zusammentun und beginnen sich gegen, mehr oder wenige sinnhafte Vorgaben zu wehren. Tilla beginnt zu begreifen, dass sie auch ihren Vater nicht richtig eingeschätzt hat. Sie beginnt zu hinterfragen und lernt, selbst Schlüsse zu ziehen und zu erkennen. Wie weit geht sie und kann sie feste Überzeugungen zugunsten von Freundschaft und Wahrheit aufgeben? In der Erzählung begleiten wir Tilla von einem doch recht naiven jungen Mädchen auf dem Weg, sich eine eigene Meinung zu bilden, Dinge zu hinterfragen, auch kritisch, berechtigte Zweifel zu teilen und letztlich für sich Entscheidungen zu treffen. Im Vordergrund steht die Freundschaft um die beiden Mädchen. Nach und nach klärt es sich auf, wie es dazu kam und was eigentlich passiert ist. Bei den Zeitsprüngen musste ich daher ab und an zurückblättern, in welchem Monat wir uns gerade befinden. Aber die Geschichte hat mir gut gefallen. Das Unrecht, der fast Zwang zum Gehorsam, der Ideologie zu folgen, kam dabei sehr gut raus, ohne dominant zu sein oder zu offensichtlich, sondern hat sich geschickt einweben lassen in die Handlung. Dabei lässt diese auch Spielraum für eigene Interpretationen. In welche Richtung der Roman geht, kommt erst im Laufe des Buches heraus. Begonnen bei einer Mädchenfreundschaft, hin zu Zweifeln, ob Rena je existierte bis hin zum politischen Hintergrund machen wir beim Lesen eine Reise mit. Große Empfehlung.

  • Melreadsbooks

    5/5

    01.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte rund um den Aufstand vom 17. Juni 1953

    FALLS JEMAND FRAGT, WER WIR WAREN von Eva Kranenburg hat mich sowohl optisch als auch vom Klappentext her sehr angesprochen. Ich lese sehr gerne im historischen Bereich, doch zur Geschichte der DDR hat mich noch nicht viel Lesestoff angesprochen. Daher bin ich wirklich glücklich diese Buch gefunden zu haben. Für mich fühlte sich das Leseerlebnis nach einer intensiv erlebbaren Geschichtsstunde an, denn die Autorin schafft es den Leser mitten in die Handlung hinein zu pflanzen. Wir lernen Tilla, ein unbedarftes und regimetreues Mädchen, aus Halle in der noch jungen DDR im Jahre 1953 kennen. Auf der Suche nach ihrer Freundin Rena stößt Tilla auf Antworten die sie nach und nach an den Aussagen des Staates zweifeln lassen. Bis wir auf einmal mitten drinnen sind im Arbeiteraufstand am 17.06.1953. Vor allem die Schilderungen dieses besonderen Tages haben mich sehr mitgenommen und mir diesen Teil unserer deutschen Geschichte eindrücklich vor Augen geführt. Gerne hätte ich mehr über die Folgen des Aufstands gelesen, doch auch wenn dieser Teil nur angedeutet wurde war das Leseerlebnis großartig. Wer sich einmal für kurze Zeit in die Anfangszeiten der DDR und vor allem zu einem der Schauplätze des Aufstands am 17.061953 mitnehmen lassen möchte, dem empfehle ich diese eindrückliche Lektüre von Herzen.

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (166)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Magda W.

    Magda W.

    Thalia Oberwart

    Buchhändler*in

    4/5

    06.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Freundschaft und Volksaufstand

    Eva Kranenburg erzählt in „Falls jemand fragt, wer wir waren“ die Geschichte der 16-jährigen Tilla, deren Freundin Rena in der jungen DDR plötzlich verschwindet. Die Geschichte gipfelt im Volksaufstand des 17. Juni 1953. Im Roman geht es um Freundschaft, Mut, Loyalität und die Frage, was richtig und was falsch ist. Mit Tilla konnte ich gut mitfühlen, ihre Entwicklung war für mich besonders stimmig und nachvollziehbar beschrieben. Sie entdeckt Unstimmigkeiten und beginnt daraufhin, sich selbst, das System und auch ihren Vater zu hinterfragen. Dass sie zu Beginn des Buches gar nicht genau weiß, was ihr Vater, ein ehemaliger KZ-Häftling, beruflich macht, ist bezeichnend für die Naivität, mit der sie anfangs durchs Leben geht. Im Laufe der Geschichte wandelt sie sich immer mehr zu einer mutigen Frau, die für ihre Überzeugungen und ihre Bedürfnisse einsteht. Das Buch ist in mehrere Teile gegliedert und ich hatte das Gefühl, dass der Roman mit jedem Teil seinen Schwerpunkt verändert. Der erste Teil erzählt vom Kennenlernen und der Freundschaft zwischen Tilla und Rena. Recht früh beginnt Tilla zu hinterfragen, wer Rena eigentlich ist. Das ging für mich etwas zu schnell, ich würde meine beste Freundin nicht gleich komplett infrage stellen. Dass sich die beiden erst zwei Monate gekannt haben, hat für mich die große Freundschaftsgeschichte etwas in den Hintergrund gerückt. Anhand des Klappentextes hatte ich mir erwartet, dass sich die beiden seit Kindheitstagen kennen und wirklich eng sind, sodass ein plötzliches Verschwinden wirklich das gesamte Leben zerstört. So fand ich das Erzählte etwas ernüchternd. Im zweiten Teil habe ich die Beziehung zwischen Tilla und Roman im Fokus gesehen. Auch Roman macht eine Entwicklung durch und ist eine besonders interessante und vielschichtige Figur, vor allem wegen seiner Vergangenheit und was er als Kind erleben musste. Er ist bereit, an sich zu arbeiten (vor allem in der Beziehung zu Tilla) und erkennt Unrecht als solches an. Sowohl Tilla als auch Roman haben eine Autoritätsfigur als Vater. An dieser Stelle ist besonders interessant, ob die Väter das System tatsächlich vertreten oder etwa aus Angst handeln. Romans Vater wird in meinen Augen tatsächlich als Bösewicht charakterisiert und wir kennen ihn vor allem aus Romans Sicht, während Tillas Vater vielschichtig auftritt: liebevoll zur Tochter, traumatisiert von den Ereignissen in der Vergangenheit, körperlich und seelisch verwundet. Zumindest Angst spielt im Leben von Tillas Vater eine größere Rolle. Ich hätte gerne noch mehr über ihn erfahren. Wie die Väter ihre Autorität gegenüber den Kindern sichtbar machen, war für mich interessant zu lesen. Besonders der Epilog verdeutlicht das noch einmal und zeigt auf, dass man seine Macht sowohl positiv als auch negativ einsetzen kann. Im dritten Teil des Buches steht schließlich der Volksaufstand im Vordergrund. Die ehemals voll begeisterte Sozialistin Tilla und auch Roman sind mittendrin und besonders Tilla ruft: „Lasst die Gefangenen frei!“ Dieser Abschnitt orientiert sich besonders stark an den historischen Ereignissen. Die Autorin hat mit Zeitzeugen gesprochen, um eine authentische Stimmung einzufangen, was ihr auch gelungen ist. Wenn ich mich bisher mit Literatur oder Filmen beschäftigt habe, die das Leben in der DDR zum Thema haben, haben sich diese meist auf spätere Zeitabschnitte konzentriert, etwa um 1980 herum. So konnte ich durch den Roman viel Neues über die frühe DDR lernen und feststellen, dass es schon früh Zweifel am System gab und kritische Menschen eingesperrt und gefoltert wurden. Jahrelang hat sich hier nichts geändert, was ich besonders erschreckend finde. Neben der historischen Handlung greift der Roman noch weitere Erzählstränge auf: eine ungeklärte Leiche, zahlreiche Geheimnisse und eine Beziehung, die zwischen Freundschaft und Liebe steht. Dadurch hatte ich stellenweise das Gefühl, dass der Roman etwas zu viele Themen gleichzeitig erzählen möchte und ich merke auch beim Gedanken an das Buch, dass ich nicht genau weiß, wo der Fokus liegt. Die Freundschaftsgeschichte stand für mich nicht so sehr im Vordergrund wie erwartet. Insgesamt schreibt die Autorin flüssig und atmosphärisch, ich konnte mich mit Tilla identifizieren und auch die Nebenfiguren sind greifbar. Zwei Zitate, die mir besonders in Erinnerung bleiben werden: „Die Partei hat immer recht.“ und „Es war ein Fehler, unsere Fehler zuzugeben.“ Diese beiden Sätze zeigen die Widersprüchlichkeit des Systems und charakterisieren es auch: blinder Gehorsam auf der einen Seite und die Unfähigkeit, sich Fehler einzugestehen, auf der anderen. Was Macht mit Menschen macht – in zwischenmenschlichen Beziehungen sowie im politischen System –, zeigt der Roman an vielen Stellen und ist es allein deshalb schon wert, gelesen zu werden.

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