Seine Endzwanziger hat sich Hendrik Popom anders vorgestellt. Nichts will ihm so richtig gelingen. In seinem Agenturjob sitzt er seine Zeit ab, mit seiner Freundin lief es schon einmal besser, und dann ist da plötzlich dieser Mann - Popóm. Er ist fast doppelt so alt und dennoch weiß Hendrik: Dieser Mann bin ich.
Zögerlich nähern sich die beiden einander an. Ihre Beziehung ist voller Rätsel, Zuneigung und Widerstände. Hendrik hofft, in seinem anderen Ich das zu finden, was ihm in seinem Leben fehlt - Halt und Zuversicht. Doch je stärker er sich an Popóm klammert, desto mehr weicht dieser zurück. Als er sich einer Kollegin anvertraut, begreift er, welch hohen Preis man zahlt, wenn man sich dem Leben entzieht.
In >Popóm< entfaltet sich das klassische Literaturmotiv des Doppelgängers vor der Kulisse einer immer unübersichtlicheren Gegenwart. Nach dem großen Erfolg ihres Debüts >Nincshof< und der beim Bachmann-Wettbewerb mehrfach ausgezeichneten Kurzgeschichte >Das Gurkerl< lotet Johanna Sebauer erneut die Grenzen zwischen Fiktion und Realität aus - leichtfüßig und
mit feinem Humor.
Kundinnen und Kunden meinen
3.9/5.0
Bewertung
5/5
14.08.2026
eBook (ePUB)
Der Doppelgänger neu interpretiert
Johanna Sebauers Popóm ist ein Roman gelungen, der mich in seiner Absurdität, aber auch der dahinterliegenden Ernsthaftigkeit lange beschäftigt hat - ein Roman wie ein Spiegelkabinett, in dem jede Drehung eine neue, leicht verzerrte Version des eigenen Gesichts freigibt. Und mittendrin steht der Ich-Erzähler Hendrik, ein junger Mann, der sich selbst begegnet, ohne zunächst zu wissen, ob er sich erkennt.
Auf eine Inhaltsangabe verzichte ist, die kann man überall lesen, nur ist sie nicht das Wichtigste, um zu sehen, worauf man sich einlässt.
Sebauer baut ihre Geschichte auch nicht wie ein klassisches Narrativ, sondern wie ein Gedankenspiel auf, das sich langsam verdichtet. Die Begegnung zwischen Hendrik und seinem älteren Ego ist kein direkt phantastisches Ereignis, sondern eher ein poetischer Riss in der Wirklichkeit – ein Moment, in dem die Zeit kurz den Atem anhält.
Der Name Popóm, mit seinem wandernden Akzent/accont aigu, spiegelt dabei das zentrale Thema des Romans: Eine verunsichernde Gesellschaft und in ihr die (mitunter überbetonte) Suche nach Selbstoptimierung und Identität. Und die ist verschiebbar, doppeldeutig und manchmal sogar ein bisschen albern. Der Akzent ist wie ein kleines, bewegliches Zeichen dafür, dass Identität nie stillsteht.
Was Form und Sprache angeht, beherrscht Sebauer die Kunst der leichten Schwere. Ihre Sprache ist leicht, aber nie belanglos. Sie benennt die Dinge schlicht, aber ohne sie zu verharmlosen. Hendrik erzählt von sich mit einer Mischung aus Ironie, Verwirrung und zarter Selbstverachtung - eine Stimme, die sich selbst ständig unterläuft und dadurch umso glaubwürdiger wird.
Der Humor ist fein, fast musikalisch. Er entsteht aus dem Rhythmus der Sätze, aus kleinen Verschiebungen im Blick, aus der Art, wie Hendrik sich selbst beobachtet, ohne zu erkennen, was er sieht.
Unter der spielerischen Oberfläche liegt eine aber auch eine stille Melancholie. Hendriks Arbeitswelt z.B. - die Kreativagentur, die Meetings, die leeren Versprechen - wirkt wie ein Nebel, in dem er sich verliert. Sebauer zeichnet eine Generation, die sich im Glanz der Möglichkeiten erschöpft hat und nun vor der Frage steht, wer sie eigentlich sein will.
Der Doppelgänger wird hier aus meiner Sicht neu interpretiert, er ist kein Schreckgespenst wie bei klassischen Autoren, sondern eine Aufforderung: Schau Dich an! Erkenne dich! Oder erkenne wenigstens, dass du dich nicht erkennst.
Allein die Leichtigkeit, mit der die Autorin mit der Doppelgängertradition zu spielen scheint, ist beeindruckend, sie entstaubt dieses alte literarische Motiv. Ihr Doppelgänger ist kein Schatten, kein Dämon, kein metaphysisches Rätsel. Er ist eine Möglichkeit. Eine Zukunft. Hoffnung gegen die Machtlosigkeit in historisch schwierigen Zeiten, Hoffnung auf Selbstwirksamkeit.
Fazit
Popóm ist ein Roman, der mir die Beschreibung und Bewertung nicht leicht gemacht hat, in gewisser Weise weigert er sich, eindeutig zu sein.
Er ist verspielt und ernst, leicht und tief, komisch und existenziell zugleich. Er zeigt, dass Identität kein festes Gebilde ist, sondern ein wandernder Akzent, ein Spiegel, der sich bewegt, mindestens in drei Teilen spiegelt wie der Kommodenspiegel meiner Großmutter, den ich so sehr mochte. Auch diese Geschichte mochte ich spontan sehr, ohne sagen zu können, warum genau.
Denn Johanna Sebauer hat ein Buch geschrieben, das nicht nur gelesen, sondern gespürt werden will – ein Roman, der die Frage stellt, wie viele Versionen eines Menschen gleichzeitig möglich sind, um der Komplexität unserer Welt zu begegnen, und der uns nachdenklich wie mit einem Lächeln zurücklässt, weil die Antwort immer ist: in jedem Fall mehr als eine.
Majo C.
aus Wien
5/5
16.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn jeder Schlafmangelgrund so angenehm ist, schlafe ich gerne immer nur 5 Stunden
Was macht man denn, wenn man sich selbst trifft? Kann es gesund sein sich nur noch "mit sich selbst" zu beschäftigen? Oder sollte man möglichst viel Abstand suchen, um sich nicht selbst zu "spoilern" was die eigene Zukunft anbelangt? Wieviel Wissen über das eigene Ende kann ein Mensch verkraften, bevor er zerbricht?
Am Ende lässt Sebauer uns die wunderbare Freude und Qual das Geheimnis selbst zu verstehen. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was meine Freund:innen mir erzählen werden, wie sie es interpretiert haben, denn Sebauers Sprache lässt mehrere mögliche Enden zu – wenn man nicht zu viel hineininterpretieren möchte auch ein sauber geschlossenes Ende. Sprachlich fantastisch, ausgefallen und leicht verdaulich, ein Spannungsbogen an dem man zugrunde gehen könnte und Charaktere so menschlich, so greifbar, so nachvollziehbar und teils unsympathisch, dass man sich fragt wen die Autorin aus ihrem Leben da nun in dieses Buch hineingeschrieben hat. So plastisch, das kann man sich ja gar nicht ausdenken. Eines meiner Lieblingsbücher dieses Jahr.
Es war schon viel zu spät für mich, am nächsten Tag ruft der Frühdienst, aber es war mir physisch unmöglich dieses Buch aus den Händen zu legen. Auf den letzten 30 Seiten fielen mir dann die Augen schon immer wieder zu, aber ich musste einfach erfahren, was denn nun Popóms Geheimnis war. Die darauffolgende Müdigkeit hat sich auf jeden Fall ausgezahlt. Wäre jedes Buch, das ich in die Hand nehme so packend, könnte ich jeden Tag nur 5 Stunden schlafen, da würde es mir ganz anders gehen. Zum Glück (für meine Gesundheit) ist dieses Buch eine große Ausnahme, sehr sehr selten fesselt mich etwas so sehr, wie diese Geschichte.
Jetzt mache ich mich erstmal daran Sebauers vorige Werke direkt zu verschlingen, denn jetzt bin ich offiziell obsessed.
Bewertung
5/5
16.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Das ungewöhnlichste Buch des Jahres!
Ich habe das neue Buch von Johanna Sebauer unheimlich gerne gelesen. Ein großartiges Buch! Es geht um den 20-jährigen Hendrik Popom. Eines Tages sieht er einen älteren Mann in einem Späti und merkt sofort: Das bin ich. Er spricht ihn an, zögerlich verbringen sie Zeit miteinander. Im Laufe der Geschichte geraten sie immer mehr aneinander und ein Geheimnis wird gelüftet. Klar, der Roman ist ungewöhnlich und vielleicht auch ein bisschen schräg. Aber er ist unglaublich lesenswert und amüsant. Am Ende habe ich mir gedacht: Wie würde ich reagieren, wenn ich meinen Doppelgänger sehen würde?
Ein absolut lesenswerter, hoch intelligenter Roman!
Buecherheidrun
aus Horb
4/5
04.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Selbstfindung der besonderen Art
Was macht es mit uns, wenn wir uns selbst in einer älteren Version begegnen?
Genau das passiert Protagonist Henrik Popom, der nur kurz zum Kiosk läuft, um seiner Freundin Anja den abendlichen Heißhunger-Wunsch nach einer Fassbrause und einer Tafel Erdbeerschokolade zu erfüllen. Denn dort trifft er auf IHN und sein Leben, das auch bisher nicht so richtig rundläuft, gerät völlig aus dem Takt. Er weiß sofort, dass dieser ältere Mann mit gelbem Mantel und grauem Hut am Dosenpfirsich-Regal er selbst ist. Er verfolgt ihn und was zunächst wie Stalking anmutet, führt nach und nach zu einer behutsamen Annäherung der beiden Henriks und Popom beginnt sogar im antiquierten Pfeifenladen Popóms auszuhelfen. Dabei sind sie manchmal wie Spiegelbilder ihres selbst, manchmal sich abstoßende Magneten und manchmal tatsächlich ein und dieselbe Person.
Die humorvollen und klugen Gespräche der Beiden, die ja eigentlich alles voneinander wissen, jeden peinlichen oder unangenehmen Gedanken des anderen kennen, tragen diese ungewöhnliche Geschichte.
„Abgesehen davon sind Tabakpfeifen ganz generell etwas Wunderbares. Besonders jene aus Holz, wie diese hier. In ihnen kommt zusammen, was sich eigentlich Feind ist - Holz und Feuer. In ihnen haust in gewisser Weise Waffenstillstand. Sie sind ein Ort des Friedens, den man in die Hand nehmen und genießen kann.“ (S. 92)
Mit diesem Roman, der das schon häufig in der Literatur verwendete Motiv des Doppelgängers thematisiert, lässt die Autorin die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion verschwimmen. Fast philosophisch werden Fragen nach lebensverändernden Entscheidungen, nach Individualität oder schicksalhaften Begebenheiten gestellt.
Auch wenn ich aufgrund der etwas skurrilen Figurenzeichnung keine emotionale Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte, hat mich zumindest das letzte Kapitel sehr berührt.
„Es ist notwendig für mich, mich von dir zu lösen. Ich habe mich zu sehr in dir verstrickt, um noch mit klarem Kopf ich selbst sein zu können. Lange hab ich geglaubt, dass ich, wenn ich bei dir sei, gleichzeitig auch mehr bei mir selbst sei. Das stimmt aber nicht. Ich gehe verloren. Ich falle aus dem Jetzt. Ich falle aus der Welt. Aber genau dahin muss ich zurück.“ (S. 200)
Ein Finden zu sich selbst durch einen besonderen Blick in die Zukunft. Lesenswert.
Stillesen
4/5
23.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine ungewöhnliche Geschichte
Mit „Popóm“ legt Johanna Sebauer einen Roman vor, dessen Grundidee ich unglaublich spannend fand: Hendrik, Ende zwanzig und mitten in einer Lebenskrise, begegnet plötzlich einem älteren Mann und ist überzeugt, dass es sich dabei um sein zukünftiges Ich handelt.
Der Roman spielt gekonnt mit dem Motiv des Doppelgängers und wirft immer wieder philosophische Fragen auf. Dabei bleibt lange unklar, ob Hendriks Begegnung real ist oder nur in seinem Kopf stattfindet.
Sprachlich ist das Buch anspruchsvoll und originell. Johanna Sebauer schreibt mit viel Wortwitz, Ironie und skurrilen Dialogen. Man merkt, dass hier bewusst mit Sprache gespielt wird. Leider hat mich das Buch nicht ganz erreicht, sodass ich oft das Gefühl hatte, auf Distanz zur Geschichte zu bleiben.
Auch Hendrik selbst machte es mir nicht leicht. Seine Selbstbezogenheit, seine ständige Unzufriedenheit und seine passive Art empfand ich über weite Strecken eher anstrengend als sympathisch. Zwar passt das gut zu seiner Identitätskrise, emotional konnte ich aber kaum eine Verbindung zu ihm aufbauen.
Trotzdem finde ich, dass „Popóm“ sehr lesenswert ist, gerade weil Johanna Sebauer den Mut hat, hier mal einen Roman der anderen Art zu präsentieren. Wer Freude an philosophischen Gedankenspielen und skurrilen Geschichten hat, wird hier vermutlich auf seine Kosten kommen.
„ Popóm“ ist ein ungewöhnlicher Roman mit einer originellen Idee, für mich persönlich jedoch eher interessant als mitreißend. 4/5 Sternen
Klappentext:
Kann es einen Menschen zweimal geben? Hendrik Popom will nur kurz runter zum Kiosk, da entdeckt er ihn. In saharagelbem Mantel und taubengrauem Hut studiert er das Regal mit den Konservendosen. Dieser Mann, denkt Hendrik, das bin doch ich! Eine magnetische, ganz und gar rätselhafte Verbindung bahnt sich an. Der Andere führt Hendrik nach und nach ein Bild seiner
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
07.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Popóm - eine leicht fantastische Lektüre
Darf's ein bisserl skurril sein? Dann dürfen Sie beherzt zu Johanna Sebauers Roman "Popóm" greifen. Erstens erfahren Sie in dem Buch, wie man "Popóm" ausspricht - das alleine ist lesenswert. Und zweitens gibt Ihnen das Buch eine Idee davon, wie man sich verhalten könnte, falls man irgendwann zufällig einmal seinem älteren Alter Ego über den Weg laufen würde. Ein kurzweiliger Roman für jede Jahreszeit und ein würdiger Nachfolger von "Nincshof".
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
04.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Du und dein älteres Ich
"Popóm" ist mein erster Berührungspunkt mit Johanna Sebauer, wahrscheinlich aber nicht mein letzter!
Sebauers Schreibstiel ist sehr angenehm und hat mich alles so miterleben lassen, als ob ich vor Ort wäre.
Hendrik ist Ende 20 und sein Leben scheint festgefahren zu sein. Plötzlich begegnet er seinem Doppelgänger, welcher aber schon ein paar Jahrzehnte älter ist als er. Was kann Hendrik durch den Kontakt mit seinem älteren Ich über sich und sein Leben lernen - und wäre es überhaupt ratsam, zu wissen, was die Zukunft bereithält? Ein wunderbares Werk, dass die Grenzen von Fiktion und Realität verschwimmen lässt.
Würde ich gerne ein zweites Mal zum ersten Mal lesen können!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
13.07.2026
eBook (ePUB)
Der Doppelgänger
Mit Popóm ist Johanna Sebauer ein geistreicher Roman gelungen.
Wie praktisch wäre das bitte? Seine ältere Version kennenzulernen, um herauszufinden, welche Überraschungen das eigene Leben noch so für einen bereithält. Aber wäre das wirklich so toll?
Für mich war die Geschichte wie eine große Metapher über Selbstfindung sowie eine unterhaltsame Erinnerung, dass man nicht vergessen sollte, sein Leben zu leben.
Ein origineller, sehr lesenswerter Roman, der im Gedächtnis bleibt.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
14.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Doppelt hält besser
Ich frage für mein Leben gern. Eine der interessantesten, weil wahnsinnig viel über einen Menschen aussagenden, lautet: „Was wäre der größte Vorteil, wenn du mit einem Menschen befreundet sein könntest, der exakt so ist wie du?“ Und was soll ich sagen, Johanna Sebauer hat einen Roman darüber geschrieben.
Hendrik ist eines Tages wie vom Blitz geschlagen oder der Liebe auf den ersten Blick getroffen, als er einen Mann sieht, von dem er instinktiv weiß – nicht vermutet, sondern faktisch weiß – er ist ich, nur 30 Jahre später im Leben. Nachdem die erste, überstürzte Kontaktaufnahme vom Anderen ziemlich irritiert und verärgert abgewiesen wird, ändert sich alles beim Wiedersehen. Hendrik kann seinem Gegenüber (der selbstverständlich ebenfalls Hendrik heißt) auf den Kopf zu sagen, welche Vorlieben, Abneigungen und Erfahrungen er gemacht hat, bis dieser nachgibt und die Unglaublichkeit dieser skurrilen Situation zu akzeptieren beginnt.
Der zweite Roman der burgenländischen Autorin beschäftigt sich zentral mit der bangen Frage nach der eigenen Zukunft. Wenn um einen herum alles unsicher erscheint (der Protagonist wurde unlängst unsanft verlassen), der eingeschlagene Weg nicht der richtige zu sein scheint und da plötzlich jemand ist, der ziemlich sicher all das schon erlebt hat: wäre es nicht sehr nachvollziehbar, fragen und wissen zu wollen, was einen erwartet? Doch der „ältere Hendrik“, zögert, weigert sich, gibt selbst so gut wie nichts Privates über sich preis. Warum? Hat er ein Geheimnis? Gönnt er der Hauptfigur dieses Wissen nicht? Was versucht er zu verbergen?
Die beiden Männer drehen sich in einem immer problematischer werdenden Tanz umeinander, bis einer beginnt, die restliche Welt um sich herum zu übersehen…
„Popóm“ liest sich sehr leicht und flüssig dahin, hat einige skurril-witzige Momente und fokussiert sich ansonsten auf die Auseinandersetzung des Protagonisten mit seiner möglichen Zukunft und dem dafür immer blinder werden für seine Gegenwart. Dadurch verliert man beim Lesen nie den Überblick und kann auch nach längerer Lesepause problemlos wieder einsteigen. Jedoch bleibt am Ende auch ein Stück weit der Eindruck, als hätte der Roman noch ein oder zwei zusätzliche Handlungsfäden vertragen können, um noch etwas mehr Abwechslung zu bieten und das Thema vielleicht noch aus weiteren Perspektiven zu beleuchten.
Im aktuellen Trendgenre „Healing Fiction“ ist das Buch ein ungewöhnlicher, moderner Zugang jenseits von Teeläden und Bibliotheken zwischen Japan und Südkorea.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
4/5
15.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hendrik gibt es zweimal
Hendrik Popóm ist ein junger Mann, der in einer hippen Werbeagentur arbeitet und glücklich verliebt mit seiner Freundin Anja in einer netten Stadt wohnt. Er hat keinen großen Freundeskreis, geht aber hin und wieder mit seinen Kumpels von der Arbeit auf ein Feierabendbierchen oder mit seinem Freund Malte zum Sport. Verwandtschaft hat er keine in der Nähe, außer seiner anpackenden Tante Karin, die ihm immer wieder mal beisteht. Für Hendrik könnte das Leben weiter so dahinplätschern, aber Anja findet ihn zu verträumt und sie bleibt abends immer mal länger weg.
Und dann trifft Hendrik ihn: Einen doppelt so alten Mann, der Hendrik frappant an sich selbst erinnert und er ist sich sicher: Dieser Mann ist er selbst, in einer älteren Ausgabe!
Durch diese Begegnung wird sein Leben völlig auf den Kopf gestellt und Hendrik muss sich mit sich selbst auseinander setzen und damit, wie er sein Leben zu einem besseren machen kann.
Der Roman ist stellenweise lustig, aber auch nachdenklich und philosophisch. Auf jeden Fall kann ich ihn für ein kurzweiliges Lesevergnügen empfehlen.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.