Produktbild: Marseille 1940
Band 6642

Marseille 1940 Die große Flucht der Literatur

Aus der Reihe Beck Paperback
28

19,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5803

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Abbildungen

mit 28 Abbildungen und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19,3/12,4/2,4 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85115-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5803

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Abbildungen

mit 28 Abbildungen und 2 Karten

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

19,3/12,4/2,4 cm

Gewicht

340 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-85115-5

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Büchertanz.de

    aus Freiburg

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn Kultur um ihr Leben rennt - Ein Buch gegen das Vergessen

    Es gibt Bücher, die lese ich nicht einfach so nebenbei. Es sind Bücher, auf die ich mich voll und ganz einlassen muss. Bücher, die in meinem Kopf einen dichten, fast schmerzhaften Sog entwickeln. Uwe Wittstocks dokumentarisches Buch „Marseille 1940 – Die große Flucht der Literatur“ ist genau so ein Werk. Für mich war der Einstieg absolut problemlos, doch schnell wurde mir klar: Dieses Buch wird mich herausfordern und gleichzeitig mit einer zutiefst bewegenden Erfahrung belohnen. Wittstocks Schreibstil ist mitunter sehr sachlich, fast dokumentarisch. Doch genau diese Nüchternheit erzeugt eine ungeheure Intensität. Ich tauchte völlig in dieses dunkle, wichtige Kapitel der Geschichte ein. Die größte Herausforderung beim Lesen ist das dichte Geflecht aus Schicksalen. Manchmal war es gar nicht so leicht, die vielen historischen Figuren und ihre komplexen Hintergründe im Kopf zu behalten. Das ist kein Buch für das schnelle Überfliegen vor dem Einschlafen. Ich musste stets konzentriert bleiben, doch jede investierte Minute in dieses Buch hat sich gelohnt. Was mich beim Lesen am intensivsten berührt hat, ist die allgegenwärtige Atmosphäre aus Angst und Verzweiflung. Wittstock transportiert die Beklemmung des Jahres 1940 direkt ins Hier und Jetzt. Marseille war in diesem Sommer der letzte, überlaufene Zufluchtsort für jüdische und vom NS-Regime verfolgte Intellektuelle, während die Wehrmacht und die Nationalsozialisten immer näher rückten. Besonders schrecklich war hier die perfide, bürokratische Willkür: Ständig änderten sich die Voraussetzungen, Gesetze und Regeln für Visa und Ausreisen. Alles war völlig undurchschaubar. Ich spürte beim Lesen förmlich das lähmende Ohnmachtsgefühl der Menschen, die in diesem bürokratischen Mahlwerk gefangen waren und deren Überleben von einem einzigen Stempel abhing. Die Schicksale im Buch sind mir allesamt unglaublich nahegegangen. Ob Anna Seghers, die mit ihren Kindern um das nackte Überleben bangte, oder Heinrich und Golo Mann. Hier prallten plötzlich zwei völlig verschiedene Welten aufeinander, die aus der Not heraus zusammenarbeiten mussten: Auf der einen Seite die berühmte Elite der europäischen Kultur, also gefeierte Intellektuelle, die nun völlig auf die Hilfe von anderen Menschen angewiesen waren. Und auf der anderen Seite Varian Fry. Was für eine unfassbare Persönlichkeit. Ein amerikanischer Journalist, der mit purem Pragmatismus, immensem Mut und unter ständigem Lebensrisiko zu einem der größten Retter der Kulturgeschichte wurde. Der Kontrast zwischen den feinsinnigen Denkern und dem riskanten, zupackenden Einsatz dieses Mannes ist meisterhaft gezeichnet. Das Buch „Marseille 1940 – Die große Flucht der Literatur“ von Uwe Wittstock hat meinen Blick auf unsere heutige Welt verändert. Es führt uns allen schmerzhaft vor Augen, wie unfassbar verletzlich unsere Kultur, unsere Werte und unsere Freiheit sind, sobald politische Systeme sich radikalisieren. Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Sie kann innerhalb kürzester Zeit wegbrechen. Danke für dieses großartige und nachhallende Leseerlebnis. Fazit: „Marseille 1940 – Die große Flucht der Literatur“ ist ein emotional forderndes, aber absolut großartiges und wichtiges Sachbuch. Uwe Wittstock hat den Verfolgten und ihren Rettern ein würdevolles Denkmal gesetzt. Unbedingt lesen!

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    20.06.2026

    eBook (ePUB)

    Großes, interessantes Lesevergnügen

    Die Nazis überfallen nach und nach ihre Nachbarn. Auch Frankreich muss sich überraschend schnell geschlagen geben. 1940 ist die Grande Nation besiegt. Der Süden Frankreichs ist noch der letzte Zufluchtsort, die letzte Möglichkeit außer Landes zu kommen. Viele, von diesem Verbrecherregime verfolgte Menschen setzen ihre ganze Hoffnung darauf. Darunter namhafte KünstlerInnen mit ihren Familien, wie Anna Seghers, Hanna Arendt, Lion Feuchtwanger, Franz Werfel und Alma Mahler, Heinrich und Golo Mann, Marc Chagall, Max Ernst, Stephane Hessel, André Breton, Walter Benjamin usw. Marseille ist Dreh und Angelpunkt. Der amerikanische Journalist Varian Fry erkennt bereits 1935, seinem ersten Aufenthalt in Berlin, in welche Richtung Hitlers „Neues Deutschland“ marschiert. Zurück in Amerika, versucht er auf die Not, die Verzweiflung aufmerksam zu machen. Wenigen ist die katastrophale Lage bewusst. Aber einigen Menschen doch. Varian Frey geht nach Marseille und baut dort ein Hilfsnetz auf. Ihm und seinen HelferInnen gelingt es unter Todesgefahr vielen Menschen zur Flucht zu verhelfen.

  • Bewertung

    5/5

    13.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Interessant

    Frankreich 1940. Deutschland breitet seine Angriffe immer weiter aus, Teile von Frankreich werden besetzt. Viele Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle haben vor ein paar Jahren Deutschland verlassen und sind jetzt wieder auf der Flucht. Ziele gibt es einige, nur wenig Möglichkeiten dahin zu gelangen. Der amerikanische Journalist Varian Fry versucht mit Hilfe des Emergency Rescue Committee’s Visas und Ausreisedokumente zu organisieren und so den Menschen zu helfen. Eigentlich ein Sachbuch, doch es liest sich fast wie ein Roman. In kurzen Kapiteln lernen wir die hier betroffenen Menschen kennen, unter anderem Hannah Arendt, Anna Seghers, Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger und Franz Werfel. Einfühlsam geschrieben, tief berührend ist das Schicksal dieser Menschen. Uwe Wittstock führt uns ganz nah ran, an die Verzweiflung, an die Hoffnung. Marseille fungiert hier als Dreh- und Angelpunkt des Wartens und des Ankommens. Wir lesen über Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft aber auch Machtlosigkeit. Wittstock führt hier viele einzelne Schicksale in dem Jahr zusammen mit dem literarischen und politischen Kontext. Alles was in diesem Buch geschrieben steht, ist gründlich recherchiert. Ein wichtiger Teil unserer deutschen Geschichte, sehr lesenswert.

  • Bewertung

    5/5

    01.07.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Damals. Und heute?

    Ich kann mich dem Lob der anderen Leserinnen und Leser nur anschliessen. Ein spannend geschriebenes, gut recherchiertes Buch über die Ereignisse damals. Ich habe eine ganze Menge gelernt. Ich hätte mir noch ein paar Seiten mehr darüber gewünscht, was die Flüchtlinge auf dem Weg durch Spanien und Portugal erlebt haben. Aber es hat mich auch nachdenklich gemacht. Wie gehen wir heutzutage mit Flüchtlingen um? Wenn man sieht, welchen Problemen und Risiken sich die Menschen, die vor den Nazis fliehen mussten, gegenüber sahen: Armut, Lebensmittelmangel, Gefahren für Leib und Leben, Lager und Gefängnis, Kriminalität, Behördenwillkür, Einreiseverbote (auch in den USA). Und die Fluchthilfeorganisation von Varian Fry, wäre sie heute als (mindestens halbkriminelle) Schlepperbande verschrien? Aber ja, es damals und es gibt glücklicherweise auch heute viele, die Menschen in solcher Not helfen.

  • Bewertung

    5/5

    28.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tolles Buch

    Ich habe das Buch wirklich verschlungen. Ganz große Klasse! Vieles wusste ich noch nicht und ich habe nebenbei viel selber noch recherchiert und dazugelernt. Absolute Kaufempfehlung!

Kundinnen und Kunden meinen

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Bewertungen (28)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Martin Berger

    Martin Berger

    Thalia Wien – Mitte / W3

    Buchhändler*in

    4/5

    17.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der schwere Weg in die Sicherheit

    Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten Anfang 1933 in Deutschland und 1938 in Österreich mussten viele Kulturschaffende emigrieren. Frankreich erschien vielen von ihnen als sicherer Hafen. Doch als im Mai 1940 der deutsche Westfeldzug begann und überraschend schnell zur Kapitulation Frankreichs führte, mussten die Bedrohten erneut fliehen. Heinrich Mann, Lion Feuchtwanger, Hannah Arendt oder Franz Werfel sind nur einige über deren Schicksal in diesen dramatischen Zeiten Uwe Wittstock in seinem Buch berichtet. So entsetzlich jeder einzelne dieser Fälle auch ist, vergessen wir nicht die vielen Männer und Frauen, die in der gleichen Situation waren, aber über keinen großen Namen oder prominente Fürsprecher verfügten. (Siehe auch: Lehmkuhl, Der doppelte Erich)

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