Produktbild: Treppe aus Papier
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Treppe aus Papier »Eine echte Entdeckung.« NDR Kultur

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.01.2027

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,9 cm

Gewicht

213 g

Farbe

Cognac / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-805-8

Beschreibung

Rezension

»Dass die Echos der Geschichte überall sind, wenn man nur hinhört, zeigt dieser originelle Roman« ("Raphaela Edelbauer")
»Szántós Sprache fließt durch dieses Haus und durch die Zeiten, klug und voller Details. Unbedingt lesen!« ("Markus Thielemann")
»Packend« ("Deutschlandfunk")
»Unglaublich originell, vielschichtig erzählt und sprachlich temporeich. Eine echte Entdeckung.« ("NDR Kultur")
»Ein ungewöhnlicher Text über Erinnerung, Vergessen und das Ungeheuer der Zeit, trotzdem eine smart-anschmiegsame Erzählung.« ("Der Tagesspiegel")
»Ein Buch gegen das Vergessen und Verschweigen, und eines, das kunstvoll Vergangenheit und Gegenwart, Schuld und Verantwortung verbindet. Eine literarische Aufarbeitung.« ("Günter Keil")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.01.2027

Verlag

Blessing

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/1,9 cm

Gewicht

213 g

Farbe

Cognac / Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-89667-805-8

Herstelleradresse

Blessing Karl Verlag
Neumarkter Strasse 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • AnnaLovesBooks23

    5/5

    26.08.2026

    eBook (ePUB)

    Eine außergewöhnliche Geschichte mit einer Sprache, die mich von Anfang an fasziniert hat. 4,5 ⭐️

    Ich habe Treppe aus Papier vor allem wegen der Idee gekauft, dass ein Haus selbst die Geschichte erzählt. Und genau das war für mich auch eines der schönsten Dinge an diesem Buch. Das Haus beobachtet, erinnert sich und erzählt von den Menschen, die über Jahrzehnte darin gelebt haben. Vergangenheit und Gegenwart liegen dadurch ganz nah beieinander und genau diese Verbindung hat mich unglaublich gut erreicht. Ich musste mich am Anfang ein bisschen hineinfinden. Der erste Satz geht über drei Seiten und auch danach sind die Sätze oft sehr lang, beschreibend und voller kleiner Details. Dazu wechseln die Zeiten und Perspektiven teilweise recht schnell. Manchmal musste ich mich kurz daran erinnern, dass hier gerade das Haus erzählt. Aber genau diese ungewöhnliche Art zu erzählen hat das Buch für mich auch so besonders gemacht. Die Sprache hat mich dabei wirklich fasziniert. Sie ist poetisch, fließend und rhythmisch und gleichzeitig immer wieder überraschend humorvoll. Ich habe beim Lesen unglaublich viel markiert, einfach weil immer wieder Sätze dabei waren, die ich so schön, klug oder treffend fand. Gerade bei einem Buch mit dieser schweren Thematik haben mir die kleinen humorvollen Stellen richtig gut gefallen. Sie haben die Geschichte immer wieder etwas aufgelockert, ohne ihr die Ernsthaftigkeit zu nehmen. Besonders die Geschichte von Irma, Nele und Ruth habe ich sehr gerne gelesen. Es geht um die NS-Zeit und den Krieg, aber für mich vor allem darum, was danach bleibt. Um Schuld, Verantwortung und die Frage, wie Menschen Jahrzehnte später mit dem umgehen, was sie getan, gesehen oder verschwiegen haben. Auch die Weitergabe von Wunden über Generationen fand ich sehr spannend. Eine der stärksten Stellen war für mich das Kapitel über Irma und ihre Schuld. Wie das Haus ihre Gedanken und ihr späteres Unbehagen einordnet, war unglaublich gut geschrieben. Besonders der Gedanke, dass ihr schlechtes Gewissen kein Preis für das Geschehene ist, sondern persönliches Unbehagen, ist mir im Kopf geblieben. So klar und auf den Punkt habe ich das selten gelesen. Am Ende bleibt für mich vor allem die Sprache. Die Geschichte hat mir gefallen, aber wie Henrik Szántó sie erzählt, hat mich noch mehr fasziniert. Es war ungewöhnlich, poetisch und gleichzeitig so lebendig, dass ich mich immer wieder einfach in den Sätzen verlieren konnte. Ich bin mit einer großen Begeisterung aus diesem Buch herausgegangen und weiß jetzt schon, dass ich unbedingt noch mehr von Henrik Szántó lesen möchte.

  • Sophia

    5/5

    29.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Absolute Leseempfehlung für diese besondere Geschichte, die nachhallt

    Ein Haus, das Ende des 19. Jahrhunderts gebaut wird, erzählt die Geschichte seiner Bewohner. Aus seiner Sicht lernen wir Menschen kennen, wie sie sich streiten, leben, denken und fühlen. Dem Haus bleibt fast nichts verborgen, es überdauert und erzählt von Gegenwart und Vergangenheit. In der Gegenwart schreibt Nele, die mit ihren Eltern im Haus wohnt, bald eine Geschichtsklausur zum Thema Naionalsozialismus. Zufällig begegnet sie der 90-jährigen Irma im Haus und sie erfährt von ihrer Vergangenheit in der NS-Zeit. Nele kommt immer mehr ins Grübeln: was weiß sie von ihrer Familie aus dieser Zeit? Auch Irma stellt sich der Vergangenheit, wegen der sie sich immer noch schämt. Es gibt sie noch, diese Bücher, die ganz besonders sind und nachhallen, die man gar nicht beenden möchte, weil man direkt merkt, dass die Geschichte besonders ist. Ganz besonders ist die Erzählperspektive des Hauses. Es erzählt in der Wir-Form, denn es sind viele: Fenster, Treppen, Wände, Türen usw. Die Handlung reicht von ungefähr 1920 bis in die Gegenwart und wir erfahren alles aus der fast schon allwissenden Sicht des Hauses. Dem Autor gelingt mit dieser besonderen und einmaligen Erzählperspektive und seinem Schreibstil, den Leser eintauchen zu lassen in Vergangenheit und Gegenwart. Beides vermischt sich, oft auf einer Seite oder satzweise abwechselnd. Stakkatoartig werden Ereignisse oder Dinge runter erzählt, dann wieder fast poetisch beschrieben. Dieser abwechslungsreiche Schreibstil macht das Lesen zu einem Vergnügen. Oft dachte ich beim Lesen, dass die Welt ein kleines bisschen besser wäre, wenn alle Menschen mehr denken würden wie das Haus, das erzählt - offener, toleranter und aufmerksamer. Neles Gefühlwelt wird ebenso hervorragend beschrieben wie der Zwiespalt, den Irma fühlt. Ebenso die wichtigen Thema des Nationalsozialismus und das Vergessen werden toll eingebaut. Auf der einen Seite ist Nele, die wissbegierig ist, hinterfragt, infrage stellt. Auf der anderen Seite ihre Eltern, die stets betonen, ihre Familien hätten in der NS-Zeit nicht auf der falschen Seite gestanden und Neles Fragen abtun als unwichtig - ein grandioses Beispiel, wie in der heutigen Zeit mit dem Thema Nationalsozialismus in zwei unterschiedliche Richtungen umgegangen wird. "Treppe aus Papier" ist für mich ein wichtiges, aktuelles und spannendes Buch, das mit seiner Erzählperspektive, seinem Schreibstil und der Handlung auf ganzer Linie überzeugt. Unbedingt lesen!

  • gaia

    5/5

    14.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Haus hat viel zu erzählen – und das sehr originell

    In Henrik Szántós Romandebüt „Treppe aus Papier“ erzählt ein ganzes Haus die Geschichte seiner Bewohner – der ehemaligen und gegenwärtigen. In unserer Gegenwart treffen die 15jährige Nele und die 90jährige Irma aufeinander. Die eine muss gerade für den Geschichtsunterricht etwas über das Dritte Reich und die Gründung der BRD lernen, die andere hat dies hautnah selbst miterlebt. Irma hat auch miterlebt, wie Juden verschleppt wurden und ihre Familie ist nicht unschuldig daran. Durch den Kontakt der beiden treffen Generationen aufeinander, etwas, was in der Wahrnehmung des Hauses sowieso ständig passiert. Szántó lässt sich nämlich etwas ganz besonderes für seinen Roman einfallen: Es spricht nicht nur in der „Wir“-Form das Haus mit uns, sondern in seiner Wahrnehmung findet alles gleichzeitig statt. Es überlagern sich dutzende Menschen, Situationen, Geräusche, Gerüche in einem Moment des Erzählens, da Zeit, wie wir sie kennen, für so ein altes Gemäuer nicht existiert. Habe ich zu Beginn noch gedacht, der Spoken-Word-Künstler Szántó übernehme sich hier ein bisschen, webt er doch auf den ersten Seiten all seine Sprachkunst auf einmal ein, entspannt sich die Sprache mit der Zeit und es ist problemlos möglich, den verschiedenen, gleichzeitig stattfindenden Erzählebenen zu folgen. „Gleichzeitig stattfindend“ heißt in diesem Falle, dass wir in einem Absatz der kleinen Jüdin Ruth als Schülerin in den 1930ern begegnen können, dem Baby Ruth auf dem Arm ihres Vaters Jahre zuvor, die Greisin Ruth, die mit ihrem Gehstock das Treppenhaus betritt und den Geruch von Zwiebelsuppe ins Haus hinauslässt. Das finde ich toll gemacht. Es liest sich ganz anders als Bücher, bei denen kapitelweise die Zeitebenen gewechselt werden. So kommt man den Figuren nicht nur sehr nahe, sondern auch dem Umstand, dass Vergangenes immer noch in der Nähe lauert. Und so natürlich auch nationalistische-rechtsextreme Gesinnungen, die da sind. Damals wie heute. Verdrängung, die gestriges nicht mehr wahrhaben will. Aber eins macht uns Szántó mit seinem Roman sehr deutlich bewusst: Vergangenheit existiert immer auch heute noch. Vergangenheit beeinflusst unsere Gegenwart und wird auch unsere Zukunft beeinflussen. Ob auf der persönlichen, familiären Ebene oder auf gesellschaftlicher Ebene. Ganz unwillkürlich fängt man an sich nicht nur noch einmal zu fragen, was die eigenen Vorfahren erlebt und zu verantworten haben, sondern auch was dieses oder jenes Haus nicht alles schon gesehen, gehört, gespürt hat. Ich habe in diesem kleinen Büchlein immer noch Hintergründe zur NS-Zeit und die Zeit kurz danach neu gelernt. Das macht das Buch für mich, durch seine Erzählperspektive, zu etwas Besonderem. Sodass ich dem Autor auch vergebe, dass die Sprachkunst manchmal mit ihm durchgeht und mitunter über mehrere Seiten hinweg, jeder Satz etwas drängendes will. Leseempfehlung von meiner Seite! 4,5/5 Sterne

  • dreadwolfdreams

    5/5

    09.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geschichte wird erlebbar - warm, poetisch, außergewöhnlich!

    Manchmal gibt es sie noch, diese Bücher, die Kopf und Herz gleichermaßen ansprechen. Diese Bücher, die man langsam und bedächtig liest, weil man nicht möchte, dass sie so schnell enden. Und diese Bücher, deren Wörter, Sätze, Kapitel noch lange nach dem Zuklappen der Buchdeckel wie ein Echo nachhallen. Henrik Szántó ist es gelungen, ein solch außergewöhnliches Buch zu schreiben – in einer Zeit, in der die Thematik kaum aktueller sein könnte. Das helle, in bunten Farben gehaltene Cover deutet es bereits an – hier erzählt ein Haus mit all seinen Wohnungen, Räumen, Wänden, Dielen. Es berichtet von den ganz unterschiedlichen Menschen, die es im Laufe der Jahrzehnte bewohnt haben. Freud und Leid, Hoffnung und Verzweiflung, Zuflucht und Verfolgung – es lässt nicht aus, beschönigt nicht. Das Haus entpuppt sich als origineller, aber auch ehrlicher Erzähler, dem ich gerne noch länger gelauscht hätte. Die Schicksale, die sich dort abspielen, stehen ganz im Zeichen der jüngeren deutschen Geschichte und dem Alltag der Menschen darin. Konkret durchleuchtet wird die Zeit des Nationalsozialismus und wirft unwillkürlich die Frage auf, wie wir uns damit auch heute noch auseinandersetzen möchten. Dabei wird kein Richtig oder Falsch aufgezeigt, sondern nur anhand der Protagonisten veranschaulicht, wie unterschiedlich die Konfrontation mit der Vergangenheit verlaufen kann. Es war sehr erfrischend, dies anhand der Teenagerin Nele und der alten Dame Irma zu erleben. Die weibliche Perspektive, der Kontrast der NS-Ideologie zur modernen Freiheit der Frau hätte kaum deutlicher werden können als durch diese beiden Protagonistinnen. Sie sind Kinder ihrer Zeit und gleichzeitig nicht unfehlbar, treffen Entscheidungen, bereuen diese ob der Konsequenzen. Und nun lehrt uns ausgerechnet ein Haus, dass all das menschlich ist? Dass dies gelingt, liegt vor allem an der sprachlichen Schönheit dieses ganz besonderen Werks. Als Laie kann ich kaum in Worte fassen, wie leichtfüßig die Sätze sich trotz des unerträglichen historischen Inhalts aneinanderreihen. Gelegentlich traut sich der Autor, einzelne Kapitel poetischer oder eben auch sperriger zu gestalten und beeinflusst so, ganz im Sinne des Inhalts, das Erzähltempo. Ich kenne keinen Autor, der die Wucht seines Inhalts sprachlich so abzufedern vermag wie Henrik Szántó. Er verkennt dabei nicht die Schrecken der Vergangenheit, er macht sie lediglich für den Leser erträglich. Am Ende hallen die Sätze noch lange nach und erfüllen damit wohl ihren Zweck – Vergangenes in der Gegenwart verarbeiten, um die Zukunft lebenswerter zu machen. Fazit: Die „Treppe aus Papier“ ist auf den ersten Blick vielleicht nicht für Liebhaber seichter Unterhaltung geeignet. Ich kann jedoch nur jeden einladen, diesem Buch eine Chance zu geben. Henrik Szántó hat ein hervorragendes Buch geschrieben, das in unruhigen Zeiten einen Nerv trifft. Warm und poetisch statt staubtrocken macht er Geschichte und Erinnerung erlebbar und lädt dazu ein, sich selbst und andere zu hinterfragen. Niemand hat gesagt, dass das leicht ist – aber selten ist es so außergewöhnlich erzählt worden. Mein Jahreshighlight!

  • Bewertung

    5/5

    24.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Haus und viele Leben

    „Uns freut jedes mitgebrachte Land, jede bewanderte Erinnerung und jede neue Sprache, denn auch nur ein kurzes Bewohnen erweitert unsere Welt um kostbare Facetten.“ (S. 25) Ach würde doch die ganze Welt so denken wie das alte Haus in diesem wunderbaren Buch! Die Welt wäre um vieles besser, schöner, toleranter und offener! Henrik Szántó hat eine ungewöhnliche Erzählperspektive gewählt, um die Geschichten seiner Bewohner und Bewohnerinnen zu erzählen. Durch den Keller, das Treppenhaus, die Wohnungen bis auf den Dachboden begleite ich die 90-jährige Irma, die fast ihr ganzes Leben in dem Haus wohnt. Als Kind litt sie unter der strengen Hand ihrer nazitreuen Eltern, bis heute wird sie von Fragen hinsichtlich ihrer Rolle in der damaligen Zeit geplagt. Einzig die Teenagerin Nele aus dem obersten Stock lockt sie ein wenig aus ihrem Schneckenhaus, als sie mit vielen offenen Fragen wegen ihrer Geschichtsklausur vor der Tür der Nachbarin steht. „Der erste Atemzug in einem über Jahre verschlossenen Raum ist nicht angenehm. Darunter bebt der Staub. Eine Schicht freizulegen bedeutet, eine Wunde zu reißen, […]“ (S. 99) Beide hinterfragen immer mehr die Vergangenheit und Nele beginnt zu begreifen, dass „die Vergangenheit nicht vergangen ist, sondern nur wenige Stufen entfernt.“ (Klappentext) Das Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen. Ich mochte alles daran! Die Erzählperspektive, die Hausbewohner*innen, die verwobenen Erzählstränge, den Schreibstil von Henrik Szántó und die ganze Idee hinter dem Roman. Wer bzw. was könnte die Geschichte besser erzählen, als das Haus, in dem all die glücklichen und tragischen Ereignisse stattgefunden haben, wo man in all die menschlichen Abgründe aber auch in die offenen Herzen blicken kann. Ziemlich am Anfang des Buches geht Nele mit ihrem Hund raus und passiert im Treppenhaus die Geister der Vergangenheit, ohne es natürlich mitzubekommen. Dieses Bild hat mir besonders gut gefallen. „Eine Prise Widerstand formt den Charakter, zu viel verformt.“ (S. 110) „Treppe aus Papier“ ist ein Zeitzeugnis. Ein Buch gegen das Vergessen und für mehr Toleranz und Verständnis. Ein Buch, das die richtigen Fragen und infrage stellt und das man unbedingt gelesen haben sollte!

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Lilian

    Lilian

    Thalia Graz

    Buchhändler*in

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    5/5

    07.11.2025

    eBook (ePUB)

    Ein Haus erzählt seine Geschichte...

    Ein Haus erzählt seine Geschichte... und man lacht, weint und seufzt mit ihm. Wortgewaltig, mitreißend, aufwühlend, dieses Buch ist ein Glanzstück und lässt einen so schnell nicht mehr los. Eines meiner persönlichen Jahreshighlights!
  • Zum Bewerterprofil von Claudia

    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

    Buchhändler*in

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    4/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „So funktionieren Erinnerungen. Wenn du frei entscheiden kannst, was du bewahrst und was nicht.“

    Henrik Szántó schreibt mit seinem neuen Roman „Treppe aus Papier“ eine Geschichte, die lange in Erinnerungen bleiben wird. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, war vom Schreibstil und der Form der Erzählung gleichermaßen begeistert. Erzählt wird uns hier eine Geschichte eines Wohnhauses – über das Leben der Menschen darin, im Laufe der Jahre, aus der Sicht und Stimme des Hauses selbst; ein Roman über die deutsche Geschichte, eine Erzählung der NS-Zeit, bis hinein in die frühen 2000er. Seit Jahrzehnten steht das Wohnhaus auf festen Grund und Boden, sieht, hört und überlebt vieles. Wir erfahren von 1928 weg ist Alwin Sternheim Eigentümer des Wohnhauses, lebt dort mit seiner Familie, seiner Frau Golda und Tochter Ruth und führt im Erdgeschoss sein Uhrengeschäft. Etwas unter ihnen lebt Familie Thon, Vater Josef, Mutter Hertha, die beide ihre Hingabe zur NSDAP unverfroren vor sich hertragen, mit Tochter Irma. Rund 80 Jahre später finden wir nur noch Irma hier wohnen, über ihr nun eine Familie mit der jungen Nele, welche ihren Weg in Irmas Wohnung, Gedanken und Erinnerungen findet. Ein unglaublich berührender Roman mit wichtigem Inhalt und Themen, die gerade in dieser Zeit noch lauter wiederholt werden müssen. Die Vergangenheit findet ihren Weg zur Gegenwart, darf nicht im Verborgenen liegen bleibe, muss gehört, besprochen werden, darf nicht in Vergessenheit geraten. Nie wieder ist Jetzt!

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