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Vater unser

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

288

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28896-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Taschenbuch

Seitenzahl

288

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28896-6

Herstelleradresse

Carl Hanser Verlag
Vilshofener Straße 10
81679 München
DE

Email: info@hanser.de

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Was für ein Buch!

Bewertung am 23.02.2025

Bewertungsnummer: 2420700

Bewertet: eBook (ePUB)

Ich konnte dieses Buch nicht weglegen und war echt traurig, als es vorbei war! So toll geschrieben. So akkurat und ohne Umschweife bekommen wir einen Einblick in die manipulativen, wütenden, verletzten Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Werde mir direkt das nächste Buch von Angie bestellen!

Was für ein Buch!

Bewertung am 23.02.2025
Bewertungsnummer: 2420700
Bewertet: eBook (ePUB)

Ich konnte dieses Buch nicht weglegen und war echt traurig, als es vorbei war! So toll geschrieben. So akkurat und ohne Umschweife bekommen wir einen Einblick in die manipulativen, wütenden, verletzten Gedanken und Gefühle der Protagonistin. Werde mir direkt das nächste Buch von Angie bestellen!

Die wahnsinnige Frau Gruber

Danyboy (Mitglied der Book Circle Community) am 06.06.2024

Bewertungsnummer: 2217360

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

+ Das Zitat “Ach Frau Gruber”, sagt Korb und seufzt, “so klug sind Sie. Was hätte aus Ihnen bloss alles werden können, wenn Sie nicht so verrückt wären.” Ich nicke. “Ja”, sag ich, “wenn ich einfach nur ein bisschen blöder wär, hätt ich zum Beispiel Psychiater werden können.” + Die Thematik Eva Gruber ist, wie sie selbst sagt, im “Irrenhaus” nahe Wien. Dort wird sie eingeliefert nachdem sie behauptet hat, eine Kindergartenklasse erschossen zu haben (was nie geschah). In der grossen psychiatrischen Einrichtung ist auch ihr magersüchtiger Bruder Bernhard. Und diesen will sie um jeden Preis beschützen. Nur: Vor wem und was eigentlich genau? Was hat es mit der Vergangenheit der Familie auf sich und mit der Besessenheit mit dem Vater…? Eva ist die unzuverlässige Erzählerin dieser Geschichte. Höchst manipulativ, mit derbem Witz und sich erst im Verlauf des Romans erschliessender Motivation führt sie uns durch ihren Anstaltsalltag und ihre Vergangenheit. Was stimmt? Was ist gelogen? Und wie krank ist wer eigentlich? + Zum Mitnehmen Wer mit der (traumatischen) Realität nicht zurechtkommt, erfindet alternative Geschichte(n). + Kritik Lehners 2019 erschienener Roman hat mich begeistert. Eva Gruber ist eine Protagonistin, wie man sie nur selten trifft. Abwechselnd will man sie abwatschen und umarmen. Krass manipulativ versucht sie Kontrolle über Leben und ihre eigene Geschichte zu bekommen, während man als Leser gleichzeitig schnell merkt, dass sie genauso sehr Opfer (ihrer Krankheit) wie “Täterin” ist. Wahn, Schutzbedürfnis und Überforderung spielen eine grosse Rolle. Die Geschichte überzeugt mich mit ihrem derben Witz, der ausgezeichneten Charakter- und Milieuanalyse sowie der tollen strukturellen und formalen Gestaltung. Die traumatisierte ländlich-katholische Familie wird hautnah beschrieben, dabei wirds nie frömmelnd oder bieder. Im Gegenteil. Hinzu kommen witzige persiflierende Passagen auf psychiatrischen Alltag und Behandlung. Ein toller Roman!

Die wahnsinnige Frau Gruber

Danyboy (Mitglied der Book Circle Community) am 06.06.2024
Bewertungsnummer: 2217360
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

+ Das Zitat “Ach Frau Gruber”, sagt Korb und seufzt, “so klug sind Sie. Was hätte aus Ihnen bloss alles werden können, wenn Sie nicht so verrückt wären.” Ich nicke. “Ja”, sag ich, “wenn ich einfach nur ein bisschen blöder wär, hätt ich zum Beispiel Psychiater werden können.” + Die Thematik Eva Gruber ist, wie sie selbst sagt, im “Irrenhaus” nahe Wien. Dort wird sie eingeliefert nachdem sie behauptet hat, eine Kindergartenklasse erschossen zu haben (was nie geschah). In der grossen psychiatrischen Einrichtung ist auch ihr magersüchtiger Bruder Bernhard. Und diesen will sie um jeden Preis beschützen. Nur: Vor wem und was eigentlich genau? Was hat es mit der Vergangenheit der Familie auf sich und mit der Besessenheit mit dem Vater…? Eva ist die unzuverlässige Erzählerin dieser Geschichte. Höchst manipulativ, mit derbem Witz und sich erst im Verlauf des Romans erschliessender Motivation führt sie uns durch ihren Anstaltsalltag und ihre Vergangenheit. Was stimmt? Was ist gelogen? Und wie krank ist wer eigentlich? + Zum Mitnehmen Wer mit der (traumatischen) Realität nicht zurechtkommt, erfindet alternative Geschichte(n). + Kritik Lehners 2019 erschienener Roman hat mich begeistert. Eva Gruber ist eine Protagonistin, wie man sie nur selten trifft. Abwechselnd will man sie abwatschen und umarmen. Krass manipulativ versucht sie Kontrolle über Leben und ihre eigene Geschichte zu bekommen, während man als Leser gleichzeitig schnell merkt, dass sie genauso sehr Opfer (ihrer Krankheit) wie “Täterin” ist. Wahn, Schutzbedürfnis und Überforderung spielen eine grosse Rolle. Die Geschichte überzeugt mich mit ihrem derben Witz, der ausgezeichneten Charakter- und Milieuanalyse sowie der tollen strukturellen und formalen Gestaltung. Die traumatisierte ländlich-katholische Familie wird hautnah beschrieben, dabei wirds nie frömmelnd oder bieder. Im Gegenteil. Hinzu kommen witzige persiflierende Passagen auf psychiatrischen Alltag und Behandlung. Ein toller Roman!

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Vater unser

von Angela Lehner

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

Zum Portrait

5/5

Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Frau Gruber“, sagt er …, „erzählen Sie mir doch einmal, wie ein so aufgeweckter junger Mensch dazu kommt, zu behaupten, er habe eine Kindergartenklasse erschossen.“ In Eva Grubers Familie dürfte einiges schief gelaufen sein. In einer Wiener Psychiatrie sucht die junge Frau ihren Bruder Bernhard. Gemeinsam mit ihm will sie ihren Vater umbringen. Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent. „Du musst die alten Geschichten abschließen, einen Deckel drauftun wie auf einen Topf, damit du ein gesunder Mensch wirst.“ „Und dafür“, flüstert er, „muss ich den Vater umbringen?“ „Nein“, sag ich, „ich bring ihn eh um. Aber tot, tot ist er dann für dich.“
  • Hans Wilhelm Schmölzer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Frau Gruber“, sagt er …, „erzählen Sie mir doch einmal, wie ein so aufgeweckter junger Mensch dazu kommt, zu behaupten, er habe eine Kindergartenklasse erschossen.“ In Eva Grubers Familie dürfte einiges schief gelaufen sein. In einer Wiener Psychiatrie sucht die junge Frau ihren Bruder Bernhard. Gemeinsam mit ihm will sie ihren Vater umbringen. Sarkastisch, witzig, zynisch, ernstes Thema, großes Schreibtalent. „Du musst die alten Geschichten abschließen, einen Deckel drauftun wie auf einen Topf, damit du ein gesunder Mensch wirst.“ „Und dafür“, flüstert er, „muss ich den Vater umbringen?“ „Nein“, sag ich, „ich bring ihn eh um. Aber tot, tot ist er dann für dich.“

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