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Produktbild: Schlaf
Artikelbild von Schlaf
Honor Jones

1. Schlaf

Schlaf Roman | »Unglaublich bewegend« Ann Patchett

Gesprochen von
92
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Ute Piasetzki

Spieldauer

8 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

98

Verlag

Audio Verlag München

Übersetzt von

Claudia Voit

Sprache

Deutsch

EAN

9783748405757

Beschreibung

Produktdetails

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Ja

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Gesprochen von

Ute Piasetzki

Spieldauer

8 Stunden und 28 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

20.04.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

98

Verlag

Audio Verlag München

Übersetzt von

Claudia Voit

Sprache

Deutsch

EAN

9783748405757

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  • Bewertung

    5/5

    24.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unfassbar

    Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation wie die Protagonistin. Mittlerweile bin ich 30 Jahre alt und habe mich noch nie so verstanden gefühlt wie bei diesem Buch. Meiner Meinung nach ein Werk, dass sehr viel Aufmerksamkeit bekommen muss, um auch die Folgen von Trauma aufzuzeigen, das für manche vielleicht erstmal „ungewöhnlich“ wirkt und dennoch genauso zerstörerisch sein kann.

  • AnneE

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie ein emotionaler Schwelbrand...

    Dieser Roman hat sich für mich angefühlt wie ein emotionaler Schwelbrand: nicht laut, nicht dramatisch inszeniert, aber permanent unterschwellig bedrohlich. Während des gesamten Lesens lag über allem dieses wabernde Gefühl von Unruhe, Verletzung und unausgesprochenem Schmerz. Im Mittelpunkt steht Margaret, inzwischen selbst Mutter von zwei Töchtern und nach ihrer Scheidung ohnehin schon in einer fragilen Lebensphase. Doch die eigentliche Wucht des Romans entsteht in den Rückblicken auf ihre Kindheit und Jugend. Nach außen wirkt die Familie lange beinahe perfekt, aber je tiefer man eintaucht, desto deutlicher wird, wie früh die emotionalen Risse entstanden sind. Besonders erschütternd fand ich die Figur der Mutter Elizabeth. Dieses subtile, aber konsequente Ungleichgewicht in der Behandlung ihrer Kinder zieht sich wie Gift durch die gesamte Familiengeschichte. Honor Jones zeigt unglaublich präzise, wie solche Dynamiken nicht nur Geschwisterbeziehungen zerstören, sondern sich tief im Selbstbild eines Menschen festsetzen – und später ganz unbewusst an die nächste Generation weitergegeben werden. Gerade die Zeitsprünge fand ich dabei extrem gelungen, weil sich die Familiengeschichte Stück für Stück zusammensetzt wie ein Puzzle. Mit jeder Rückblende versteht man mehr, warum Margaret so fühlt, handelt und kämpft. Und genau darin liegt für mich auch die große Stärke des Romans: Er beobachtet seine Figuren messerscharf, ohne sie jemals bloßzustellen. Mich hat das Buch durchgängig beeindruckt und emotional sehr mitgenommen. Es regt enorm dazu an, über familiäre Prägungen, weitergegebene Verletzungen und die eigene Rolle innerhalb von Familien nachzudenken. Vor allem darüber, wie stark Kindheit selbst dann nachwirkt, wenn man längst erwachsen ist. Schlaf ist meiner Meinung nach keine leichte Lektüre, sondern eine intensive psychologische Familiengeschichte, die leise erzählt wird und gerade deshalb so tief unter die Haut geht. Ein Buch, das man nicht einfach zuklappt und vergisst.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der lange Hall des Missbrauchs

    Margarets Kindheit ist geprägt von der innigen Freundschaft zu ihrer Freundin Biddy und: schwierigen Familienverhältnissen. Ihre Mutter Elisabeth ist herrisch und kalt, ihr Bruder Neal hingegen lässt ihr eine Aufmerksamkeit zukommen, die sie so nie wollte. Der familiäre Missbrauch verfolgt sie bis ins Erwachsenenalter und als das Leben der Mutter dem Ende zugeht, startet Margaret einen nüchternen Aufarbeitungs- und Befreiungsversuch. "Schlaf" von Honor Jones ist ein bewegender Roman, der vor allem durch die Authentizität der Protagonistin und ihren emotionalen Kampf um Selbstbestimmung besticht. Margaret scheint von sich selbst entrückt zu sein, kapselt ihre Gefühle hab, wirkt dadurch nüchtern, distanziert und manchmal auch naiv. Lange Zeit ist es ihr nicht möglich, sich von ihrem kindlichen Ich zu befreien, erst im Laufe der Zeit, als sie zu reflektieren beginnt, gelingt es ihr an Stärke zu gewinnen - und sich nicht immer alles gefallen zu lassen. Die Kälte und die Manipulation, die ihr ihre Mutter zukommen hat lassen - und die ihr auch im Erwachsenenalter noch immer zu Teil wird, ist beklemmend, man fragt sich, wie es möglich ist, dass man sein eigenes Kind so für die eigene Selbstdarstellung missbrauchen kann. Durch die nüchterne, aber eindringliche und oft kindliche Sprache gelingt es der Autorin, dass man beim Lesen selbst den riesigen Kloß spürt, den Margaret mit sich herumschleppt. Dass sich die Protagonistin als Erwachsene von der für sie unbefriedigenden Ehe mit Ezra befreit, deutet auf ihren Befreiungsschlag in Richtung Selbstbestimmung hin. Doch Elisabeth, ihre Mutter, will sie nicht loslassen, hält sie in starren Fängen, die es Margaret nicht ermöglichen sollen, eigenständig zu sein. Besonders gern spielt sie die Karte der umsorgenden Oma aus, die der eigenen Tochter auch noch ihren kruden Erziehungsstil aufdrücken will. Ein Lichtblick ist die tiefe Verbundenheit mit der Kindheitsfreundin Biddy, die unumwunden an ihrer Seite ist und Margaret nimmt, wie sie ist, auch wenn nicht immer alles aus- und angesprochen wird. Die Autorin erzeugt besonders damit eine Sogwirkung, dass vieles nicht explizit geschildert wird, sondern eher angedeutet und vor allem die Auswirkungen auf die Psyche der Protagonistin dargestellt wird. So wird vermittelt, wie schwer es ist, aus sich selbst auszubrechen, um sich von den sozialisierten Lasten zu befreien. Auch die Bewusstseinsbildung für das Geschehene kommt erst im Laufe der Zeit zum Vorschein. Margaret kämpft tapfer und traut sich irgendwann auch zu konfrontieren. Mein Fazit: "Schlaf" ist ein gelungener Roman über die tiefen Kerben einer Kindheit, die geprägt ist von Missbrauch, Verdrängung und Schweigen, deren Vollumfänglichkeit aber erst im Laufe eines Lebens bewusst wird. Es ist ein berührendes Buch über eine Selbstermächtigung, deren Schmerz man aber auch aushalten muss. Eine Leseempfehlung für alle, die bereit sind, sich auf psychische und teilweise auch körperliche Gewalt einzulassen und nicht wegzuschauen.

  • Bewertung

    aus Siegen

    5/5

    29.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Traumatisierende Kindheitserinnerungen

    Dieses Buch beschreibt eine diffizile Mutter-Tochter Beziehung in verschiedenen chronologischen Zeitphasen. Dabei gibt es auch immer wieder inhaltlich relevante Rückblicke, die die Haltung von Mutter Elizabeth beleuchten und zu erklären versuchen. Wir lernen Margaret als vorpubertären Teenager kennen, zwischen kindlichem Versteckspiel und leisem STraumatisierende Kindheitserinnerungenchwarm für einen Nachbarsjungen. Die dominante Mutter Elizabeth zeigt sich hier bereits wenig einfühlsam, als sie ihre Tochter zwingt, ihre verdreckte Kleidung vor anwesenden Gästen abzulegen, um nur ja keinen Schmutz ins Haus zu bringen. Allein das fand ich schon erniedrigend für Margaret, aber schnell kommt es zu weiteren unverständlichen Verhaltensweisen der Mutter. In dieser Zeit kommt es zu sexuellen Übergriffen durch Margarets Bruder. Da gibt es eine kleine versteckte Kamera im Badezimmer der Kinder, was Margaret verstört und sie deshalb Unterstützung von ihrer Mutter erhofft. Da diese aber ihren Sohn vergöttert, wird alles unter den Tisch gekehrt und als harmlos dargestellt. Noch schlimmer wird es für Margaret, als der Bruder nachts in ihr Zimmer schleicht und sie berührt. Mit diesen Erfahrungen bleibt die Zehnjährige ganz allein, sie kann sich niemandem anvertrauen und trägt diese traumatisierenden Erfahrungen mit in ihre spätere Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter. Ich finde das Buch sehr ergreifend und musste immer mal wieder innehalten und das Gelesene überdenken, weil es so unbegreiflich ist, dass ein Kind keinen Rückhalt bei der Mutter findet. Somit ist es keine leichte Lektüre, die man einfach mal so zur Unterhaltung liest, sondern es macht betroffen. Und doch ist es realistisch, Nachrichten solcher Art erscheinen immer wieder in der Öffentlichkeit. Die übergriffigen und nicht verarbeiteten Ereignisse beeinflussen Margaret in ihrem Denken und Handeln besonders deutlich, als sie selbst Mutter zweier Töchter ist und sie überall unüberschaubare Situationen zu sehen meint, vor denen sie ihre Töchter schützen will. Denn sie will ihre Töchter davor bewahren, missbraucht zu werden. Interessant und überzeugend dargestellt empfand ich auch die andauernde dominante Haltung von Margarets Mutter, selbst als sie schon sterbenskrank ist. Noch immer versucht sie Margaret zu beeinflussen und schreckt auch nicht davor zurück, ihre Enkelinnen gegen die eigene Mutter auszuspielen, nicht offensichtlich, aber in gewohnter Weise unauffällig. Eine unglaubliche und selbstverliebte Verhaltensweise! Der Schreibstil der Autorin spricht mich sehr an, denn er ist sofort zugänglich, obwohl hinter den eher ruhigen Schilderungen eine hohe Aussagekraft steht. Einzelne Szenen wirken zunächst harmlos, entfalten sich aber sehr atmosphärisch, wenn man sich vor Augen führt, was man da gerade gelesen hat. Dies ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, weil es auf ruhige Art und Weise in die Tiefe geht und zum Nachdenken anregt.

  • Dany

    aus Ritterhude

    5/5

    27.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fragile Mutter-Tochter-Beziehung

    In Ihrem Roman „Schlaf“, erschienen im Ullstein-Verlag, zeichnet die Autorin Honor Jones eine fragile Mutter-Tochter-Beziehung. Im Zentrum der Geschichte steht Margaret. Diese ist zusammen mit ihrem älteren Bruder in einem wohlhabenden Villen-Viertel aufgewachsen, die beste Freundin direkt in der Nachbarschaft. Ihre Mutter Elizabeth hat stets viel Wert auf gutes Benehmen gelegt. Wenn Elizabeth mit dem Verhalten ihrer Tochter nicht einverstanden war, strafte sie diese mit Liebesentzug und insbesondere, wenn Margaret Wiederworte gab, schlug ihr die Kälte und Missachtung der Mutter entgegen. Als Leser begleiten wir Margaret über einen längeren Zeitraum. Als junges Mädchen, wie sie Verstecken unter Brombeersträuchern spielt, als Heranwachsende, wo sie erste Erfahrungen mit dem „Frau-werden“ sammelt und später als alleinerziehende Mutter von zwei Töchtern. Im Hintergrund der Geschichte spielt die „Me-Too“-Debatte eine große Rolle, da Margaret in New York für eine Zeitung arbeitet und auf der Suche nach entsprechenden Geschichten ist. Gleichzeitig erfährt der Leser, dass es in ihrer eigenen Vergangenheit ganz ähnliche Situationen gab. Wir erfahren, dass gerade Elizabeth, die ihre Tochter eigentlich hätte schützen müssen, dies nicht getan hat. Es geht um missbräuchliche Situationen, um Wegsehen und Totschweigen. Das Cover passt sehr gut zur Geschichte, da es vermutlich die Villa zeigt, in der Margaret als Kind aufgewachsen ist und wo sie nun, da ihre Mutter im Sterben liegt, zurückkehrt. Generell halten wir uns während dieser Geschichte sehr viel im Elternhaus der Protagonistin auf. Hier kommen auch immer wieder alle möglichen Nebenfiguren wieder zusammen. Die Geschichte ist ruhig, aber eindringlich. Der Autorin gelingt es, ein schwieriges Thema ernsthaft anzugehen, aber den Roman nicht zu schwer werden zu lassen. Die Mutter-Tochter-Beziehung zeichnet Honor Jones sehr authentisch und lebendig. Man kann sich gut in Margaret hineinfühlen. Wie sie immer wieder, schon als kleines Mädchen, versucht, die Aufmerksamkeit und Liebe ihrer Mutter zu gewinnen und gleichzeitig gegen offensichtliches Fehlverhalten rebelliert. Ich habe die Geschichte, trotz seines schweren Themas, sehr gerne gelesen und kann sie sehr empfehlen.

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    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    4/5

    08.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Sie hatte diese Spuren in die Oberfläche der Welt gekratzt. Sie war nicht noch einmal zurückgeworfen worden.“

    Honor Jones‘ Roman „Schlaf” (aus dem Englischen von Claudia Voit) schafft bereits mit dem Cover ein etwas mulmiges Gefühl. Ein pompöses Haus inmitten von Grün an einem lauen Sommertag – klingt angenehm und fein, doch werfen Bäume und Sträucher Schatten, zeigen Flecken auf, die gern im Verborgenen liegen, doch bereits durch einen Windhauch aufgefegt werden können. Die Geschichte dreht sich um Margaret, beginnt in ihrer Kindheit umgeben von ihrer besten Freundin und den Nachbarsjungen, ihrem älteren Bruder und einer eher gefühlskalten Mutter. Auch hier sind es Sommertage, an die sie immer wieder zurückdenken muss. Das erste Mal, als sie im Badeanzug anders angesehen wurde, angegriffen wurde, und nicht mal ihre Mutter ihr Schutz geben wollte. Bloß nicht hinsehen, dann muss sich auch nicht mit schwierigen Themen auseinandergesetzt werden, war das Leitmotiv ihres Aufwachsens. Margaret versuchte noch, sich gegen die Jungs zu behaupten, doch als auch das ihr nur Ärger brachte, verstummte sie immer mehr. Als sie dann eines Tages eine Kamera, versteckt in ihrem Badezimmer findet, beginnt eine ganz neue Art des Grauens für sie. Auch hier ist sie auf sich gestellt, ihre Mutter sieht nur zu gerne weg, der Bruder doch so gut zu ihr. Als sie Jahre später mit ihren eigenen Kindern zurück in dieses Haus muss, kommt dieser eine Sommer immer wieder zu ihr zurück und Margaret versucht, die Geschehnisse ihrer Kindheit aufzuarbeiten. Ein Roman, der tief schneidet und berührt, wütend macht und nach Aufschrei ruft. Ich fand den Ton sehr stimmig und gut zu lesen, bin auch schon seit Längerem begeistert von Claudia Voits Übersetzungen. Zum Ende hin fand ich das Buch dann leider etwas zu seicht, das Thema für mich etwas zu wenig ausgearbeitet.

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Bewertungen (1)

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