Produktbild: Schlaf

Schlaf Roman | »Unglaublich bewegend« Ann Patchett

95

19,99 €

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

45411

Erscheinungsdatum

26.03.2026

Verlag

Ullstein Ebooks

Seitenzahl

304 (Printausgabe)

Dateigröße

2957 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Voit

Sprache

Deutsch

EAN

9783843738569

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Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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45411

Erscheinungsdatum

26.03.2026

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Ullstein Ebooks

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304 (Printausgabe)

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2957 KB

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1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Voit

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Deutsch

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9783843738569

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  • carmen

    4/5

    10.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Leise und eindringlich

    „Schlaf“ ist eine ruhige Geschichte, die trotzdem eine erstaunlich starke Wirkung entfaltet. Im Mittelpunkt steht Margaret, die nach längerer Zeit in ihr Elternhaus zurückkehrt, weil ihre Mutter im Sterben liegt. Mit diesem Abschied kommen auch Erinnerungen zurück, denen sie sich lange nicht wirklich stellen konnte. Besonders gefallen hat mir, wie Honor Jones die schwierige Familiendynamik und Margarets Vergangenheit beschreibt. Vieles wird nur angedeutet und nicht ausführlich erklärt. Gerade dieses Ungesagte sorgt für eine bedrückende Stimmung und lässt einen als Leser immer wieder zwischen den Zeilen lesen. Der eher nüchterne und kühle Schreibstil passt dabei sehr gut zur Geschichte. Die Handlung wechselt zwischen Margarets Kindheit und ihrem späteren Leben. Dadurch wird nach und nach deutlich, wie stark die Erlebnisse aus ihrer Kindheit sie bis ins Erwachsenenalter begleiten. Vor allem die Rückblicke auf ihre junge Jahre fand ich emotional und teilweise beklemmend. „Schlaf“ ist kein Buch für alle, die eine rasante Handlung oder große Wendungen erwarten. Es ist vielmehr eine leise, psychologisch intensive Geschichte über Familie, Erinnerungen, Schuld und die Frage, wie sehr uns unsere Vergangenheit prägt. Eine besondere Lektüre, die nicht laut sein muss, um im Gedächtnis zu bleiben.

  • Igela

    4/5

    08.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Sachlicher Schreibstil

    Margaret lebt als alleinerziehende Mutter mit ihren Töchtern Helen und Jo in New York. Sie ist geprägt von ihrer Kindheit mit einer narzisstischen Mutter, die nun im Sterben liegt. Margaret kehrt nun ins Elternhaus in New Jersey und zu der sterbenden Elisabeth zurück. Sie muss Abschied nehmen, aber auch Ungesagtes aus der Kindheit bereinigen und sich ihren Erinnerungen stellen. Honor Jones hat ihrem Debütroman den Titel "Schlaf" gegeben und tatsächlich ist der Zustand des Schlafes ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Protagonistin Margaret erfährt nämlich nachts, als Zehnjährige, Übergriffe durch ihren älteren Bruder. Diese werden jedoch äusserst sachlich und unaufgeregt erzählt. Die Kindheit Margarets, in einer eher toxischen Familie, dient als Einstieg in das Buch. Sie wächst mit Bruder Neil, Vater Hugh und Mutter Elisabeth auf und zumindest zwei der vier Familienmitglieder sind psychisch seltsam. Bruder Neil ist nicht nur seltsam, sondern auch übergriffig. Mutter Elisabeth ist immer bereit ihre Tochter zu piesacken und den Sohn vorzuziehen. Mir hat das kleine Mädchen, deren Stütze und Halt nicht etwa Vater Hugh, sondern ihre beste Freundin Biddy ist, leid getan. Es gibt da ein paar Passagen, da lief es mir trotz aller Sachlichkeit kalt den Rücken hinunter. Abrupt wechselt die Geschichte nach einem Drittel und Margaret ist 35 Jahre alt, geschieden, Mutter von zwei kleinen Töchtern und geprägt von der schwierigen Kindheit und der Beziehung zu ihrer Mutter. Sie hat sich zu einer überbehütenden Mutter entwickelt und muss sich nun mit dem baldigen Tod ihrer Mutter auseinandersetzen. Margaret denkt oft zurück an ihre Kindheit und kurze Einspieler davon wurden in die Handlung in der Gegenwart eingesetzt. Horor Jones schreibt in einem leicht holperigen Schreibstil. Zum grössten Teil ist der Stil sachlich, was einerseits bei oben erwähnten Passagen erleichternd ist und andererseits halt auch automatisch zu den Figuren eine Distanz erzeugt.

  • Bewertung

    5/5

    24.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unfassbar

    Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation wie die Protagonistin. Mittlerweile bin ich 30 Jahre alt und habe mich noch nie so verstanden gefühlt wie bei diesem Buch. Meiner Meinung nach ein Werk, dass sehr viel Aufmerksamkeit bekommen muss, um auch die Folgen von Trauma aufzuzeigen, das für manche vielleicht erstmal „ungewöhnlich“ wirkt und dennoch genauso zerstörerisch sein kann.

  • AnneE

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie ein emotionaler Schwelbrand...

    Dieser Roman hat sich für mich angefühlt wie ein emotionaler Schwelbrand: nicht laut, nicht dramatisch inszeniert, aber permanent unterschwellig bedrohlich. Während des gesamten Lesens lag über allem dieses wabernde Gefühl von Unruhe, Verletzung und unausgesprochenem Schmerz. Im Mittelpunkt steht Margaret, inzwischen selbst Mutter von zwei Töchtern und nach ihrer Scheidung ohnehin schon in einer fragilen Lebensphase. Doch die eigentliche Wucht des Romans entsteht in den Rückblicken auf ihre Kindheit und Jugend. Nach außen wirkt die Familie lange beinahe perfekt, aber je tiefer man eintaucht, desto deutlicher wird, wie früh die emotionalen Risse entstanden sind. Besonders erschütternd fand ich die Figur der Mutter Elizabeth. Dieses subtile, aber konsequente Ungleichgewicht in der Behandlung ihrer Kinder zieht sich wie Gift durch die gesamte Familiengeschichte. Honor Jones zeigt unglaublich präzise, wie solche Dynamiken nicht nur Geschwisterbeziehungen zerstören, sondern sich tief im Selbstbild eines Menschen festsetzen – und später ganz unbewusst an die nächste Generation weitergegeben werden. Gerade die Zeitsprünge fand ich dabei extrem gelungen, weil sich die Familiengeschichte Stück für Stück zusammensetzt wie ein Puzzle. Mit jeder Rückblende versteht man mehr, warum Margaret so fühlt, handelt und kämpft. Und genau darin liegt für mich auch die große Stärke des Romans: Er beobachtet seine Figuren messerscharf, ohne sie jemals bloßzustellen. Mich hat das Buch durchgängig beeindruckt und emotional sehr mitgenommen. Es regt enorm dazu an, über familiäre Prägungen, weitergegebene Verletzungen und die eigene Rolle innerhalb von Familien nachzudenken. Vor allem darüber, wie stark Kindheit selbst dann nachwirkt, wenn man längst erwachsen ist. Schlaf ist meiner Meinung nach keine leichte Lektüre, sondern eine intensive psychologische Familiengeschichte, die leise erzählt wird und gerade deshalb so tief unter die Haut geht. Ein Buch, das man nicht einfach zuklappt und vergisst.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der lange Hall des Missbrauchs

    Margarets Kindheit ist geprägt von der innigen Freundschaft zu ihrer Freundin Biddy und: schwierigen Familienverhältnissen. Ihre Mutter Elisabeth ist herrisch und kalt, ihr Bruder Neal hingegen lässt ihr eine Aufmerksamkeit zukommen, die sie so nie wollte. Der familiäre Missbrauch verfolgt sie bis ins Erwachsenenalter und als das Leben der Mutter dem Ende zugeht, startet Margaret einen nüchternen Aufarbeitungs- und Befreiungsversuch. "Schlaf" von Honor Jones ist ein bewegender Roman, der vor allem durch die Authentizität der Protagonistin und ihren emotionalen Kampf um Selbstbestimmung besticht. Margaret scheint von sich selbst entrückt zu sein, kapselt ihre Gefühle hab, wirkt dadurch nüchtern, distanziert und manchmal auch naiv. Lange Zeit ist es ihr nicht möglich, sich von ihrem kindlichen Ich zu befreien, erst im Laufe der Zeit, als sie zu reflektieren beginnt, gelingt es ihr an Stärke zu gewinnen - und sich nicht immer alles gefallen zu lassen. Die Kälte und die Manipulation, die ihr ihre Mutter zukommen hat lassen - und die ihr auch im Erwachsenenalter noch immer zu Teil wird, ist beklemmend, man fragt sich, wie es möglich ist, dass man sein eigenes Kind so für die eigene Selbstdarstellung missbrauchen kann. Durch die nüchterne, aber eindringliche und oft kindliche Sprache gelingt es der Autorin, dass man beim Lesen selbst den riesigen Kloß spürt, den Margaret mit sich herumschleppt. Dass sich die Protagonistin als Erwachsene von der für sie unbefriedigenden Ehe mit Ezra befreit, deutet auf ihren Befreiungsschlag in Richtung Selbstbestimmung hin. Doch Elisabeth, ihre Mutter, will sie nicht loslassen, hält sie in starren Fängen, die es Margaret nicht ermöglichen sollen, eigenständig zu sein. Besonders gern spielt sie die Karte der umsorgenden Oma aus, die der eigenen Tochter auch noch ihren kruden Erziehungsstil aufdrücken will. Ein Lichtblick ist die tiefe Verbundenheit mit der Kindheitsfreundin Biddy, die unumwunden an ihrer Seite ist und Margaret nimmt, wie sie ist, auch wenn nicht immer alles aus- und angesprochen wird. Die Autorin erzeugt besonders damit eine Sogwirkung, dass vieles nicht explizit geschildert wird, sondern eher angedeutet und vor allem die Auswirkungen auf die Psyche der Protagonistin dargestellt wird. So wird vermittelt, wie schwer es ist, aus sich selbst auszubrechen, um sich von den sozialisierten Lasten zu befreien. Auch die Bewusstseinsbildung für das Geschehene kommt erst im Laufe der Zeit zum Vorschein. Margaret kämpft tapfer und traut sich irgendwann auch zu konfrontieren. Mein Fazit: "Schlaf" ist ein gelungener Roman über die tiefen Kerben einer Kindheit, die geprägt ist von Missbrauch, Verdrängung und Schweigen, deren Vollumfänglichkeit aber erst im Laufe eines Lebens bewusst wird. Es ist ein berührendes Buch über eine Selbstermächtigung, deren Schmerz man aber auch aushalten muss. Eine Leseempfehlung für alle, die bereit sind, sich auf psychische und teilweise auch körperliche Gewalt einzulassen und nicht wegzuschauen.

Kundinnen und Kunden meinen

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    Claudia

    Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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    4/5

    08.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Sie hatte diese Spuren in die Oberfläche der Welt gekratzt. Sie war nicht noch einmal zurückgeworfen worden.“

    Honor Jones‘ Roman „Schlaf” (aus dem Englischen von Claudia Voit) schafft bereits mit dem Cover ein etwas mulmiges Gefühl. Ein pompöses Haus inmitten von Grün an einem lauen Sommertag – klingt angenehm und fein, doch werfen Bäume und Sträucher Schatten, zeigen Flecken auf, die gern im Verborgenen liegen, doch bereits durch einen Windhauch aufgefegt werden können. Die Geschichte dreht sich um Margaret, beginnt in ihrer Kindheit umgeben von ihrer besten Freundin und den Nachbarsjungen, ihrem älteren Bruder und einer eher gefühlskalten Mutter. Auch hier sind es Sommertage, an die sie immer wieder zurückdenken muss. Das erste Mal, als sie im Badeanzug anders angesehen wurde, angegriffen wurde, und nicht mal ihre Mutter ihr Schutz geben wollte. Bloß nicht hinsehen, dann muss sich auch nicht mit schwierigen Themen auseinandergesetzt werden, war das Leitmotiv ihres Aufwachsens. Margaret versuchte noch, sich gegen die Jungs zu behaupten, doch als auch das ihr nur Ärger brachte, verstummte sie immer mehr. Als sie dann eines Tages eine Kamera, versteckt in ihrem Badezimmer findet, beginnt eine ganz neue Art des Grauens für sie. Auch hier ist sie auf sich gestellt, ihre Mutter sieht nur zu gerne weg, der Bruder doch so gut zu ihr. Als sie Jahre später mit ihren eigenen Kindern zurück in dieses Haus muss, kommt dieser eine Sommer immer wieder zu ihr zurück und Margaret versucht, die Geschehnisse ihrer Kindheit aufzuarbeiten. Ein Roman, der tief schneidet und berührt, wütend macht und nach Aufschrei ruft. Ich fand den Ton sehr stimmig und gut zu lesen, bin auch schon seit Längerem begeistert von Claudia Voits Übersetzungen. Zum Ende hin fand ich das Buch dann leider etwas zu seicht, das Thema für mich etwas zu wenig ausgearbeitet.

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