Wer frei sein will, muss aufbegehren.
Missstände aufdecken und die Menschen wachrütteln - dafür ist Juliane Journalistin geworden. Es ist 1971, und Missstände gibt es zuhauf, findet sie. Kaum hat etwa ihre beste Freundin Marianne einen Ring am Finger, ist all ihre Selbstständigkeit dahin. Auch Juliane träumt von der großen Liebe, aber auf Augenhöhe. Den Mann dafür hat sie noch nicht gefunden - bis Andreas auftaucht. Mit ihm kann sie sich vorstellen, dass eine gleichberechtigte Beziehung möglich ist. Wenn da nur nicht die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft wäre. Dann entbrennt die Debatte um den Paragraphen 218, und Juliane muss Stellung beziehen - als Redakteurin und als Frau.
Hochaktuell und mit viel Feingefühl erzählt: eine außergewöhnliche Liebe und der Kampf der Frauen um das Recht, über den eigenen Körper entscheiden zu dürfen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
03.02.2026
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Frauen kämpfen für ihre Rechte
Juliane ist ausgebildete Journalistin und arbeitet bei der Zeitung „Brigitte“,im Team, das überwiegend aus Frauen besteht, herrscht ein gutes Arbeitsklima. Sie ist eine selbstbewusste Frau,die in ihrem Beruf aufgeht.Inspiriert von den französischen Frauen, die auf die Straße gegangen sind, um gegen den Paragraphen 218 zu protestieren und sich öffentlich dazu bekannt haben, schon einmal ab getrieben zu haben,versuchen auch die Mitarbeiterinnen der Frauenzeitschrift eine ähnliche Aktion, mit durchschlagendem Erfolg. Ihre Chefin betraut Juliane mit der wöchentlichen Kolumne, die sich auch sehr schnell als Leserinnen Magnet erweist. Ihr Privatleben ändert sich, als sie den sympathischen Lehrer Andreas kennenlernt und sich in ihn verliebt. als sie eine alte Freundin von früher wieder trifft, die schwanger ist und nicht weiß, ob sie ihr Kind behalten soll,tritt bei ihr wieder eine alte Sehnsucht ins Bewusstsein. sie wurde als Baby von ihrer Mutter verlassen, und wuchs bei ihrer Tante auf. Diese hat so gut wie möglich versucht, die Lücke zu schließen und Juliane hat ein sehr gutes Verhältnis zu ihr.Doch immer wieder drängt sich die Frage auf ,ob ihre Mutter noch lebt und warum sie von ihr verlassen wurde.
Der Roman erscheint in der Reihe „Sternstunden der Frauen“.
Die Autorin hat auf eine sehr emotionale Weise, die jedoch niemals ins kitschige abdriftete, eine fiktive Geschichte mit den Ereignissen der siebziger Jahre verbunden. Viele Gesetze von damals, kann man sich überhaupt nicht mehr vorstellen und die Frauen von heute würden sich das nicht mehr gefallen lassen.Das Patriarchat herrschte,Selbstständigkeit der Frauen wurde immer wieder ausgebremst,sowohl für den Erwerb des Führerscheins ,als auch die Aufnahme einer Berufstätigkeit mußte vom Ehemann genehmigt werden.
Gewissermaßen als roter Faden dienten die Aktionen rund um den Paragraphen 218.
Die Protagonistin Juliane war mir von Anfang an sehr sympathisch, ich habe ihre Aktionen und Bemühungen,mit großer Begeisterung verfolgt. Auch wenn es eine fiktive Geschichte war, sollten wir uns immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass es viele reale Frauen gab, die für das, was wir heute als selbstverständlich hinnehmen, gekämpft haben.
Mir wurde das Buch von der großartigen Sprecherin Eva Becker vorgelesen, und es war ein echter Hörgenuss.
Gartenfee
aus Berlin
5/5
26.01.2026
Hörbuch-Download (MP3)
Starke Frauen
Susanne Lieder ist es hier gelungen, eine fesselnde Erzählung aus den 70er Jahren zu schreiben. Vor dem Hintergrund wahrer Begebenheiten geht es hier um jungen Frauen, die endlich über sich selbst bestimmen möchten. Gab es auf der einen Seite diejenigen, die sich nichts Schöneres vorstellen konnten, als verheiratet und Mutter zu sein, so wollten viele einfach nur das Leben genießen. Rund um den Skandal der Veröffentlichung von berühmten Frauen, die abgetrieben haben, versucht die Journalistin Juliane, ihren Platz im Leben zu finden. Frei von verschiedenen Zwängen, die damals noch vorherrschten.
Die Mischung aus Reflexion, Erzählkunst und emotionaler Tiefe macht dieses Buch zu etwas Besonderem: Es unterhält, regt zum Nachdenken an und schenkt gleichzeitig ein wohliges Gefühl von Verbundenheit. Gerade die Botschaft, dass Liebe und Freiheit keine Gegensätze sein müssen, wird hier eindrucksvoll spürbar.
Eva_G
5/5
10.07.2026
Buch (Taschenbuch)
Der Kampf um Freiheit
Hamburg, 1971: Juliane ist Journalistin mit Leib und Seele. Die Liebe zum geschriebenen Wort hat bei ihr schon in der Kindheit begonnen und seither nicht nachgelassen. Aber heute kann sie etwas mit ihren Artikeln bewirken, denn ihre Anstellung bei der Frauenzeitschrift Brigitte sorgt für ein großes Leserinnenpublikum. So widmet sie sich vorallem den gesellschaftlichen Themen wie dem Recht auf die freie Entscheidung der Frau, aber auch die Rente für alle und natürlich der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Da kann sie bei den Aufständen in Frankreich und den Frauen, die gegen den Paragraphen 218 protestieren, der Frauen einen Schwangerschaftsabbruch verbietet, nicht die Füße stillhalten und verfasst so manchen Artikel zu diesem Thema und sorgt für eine Vereinigung der Frauen auf dem Hamburger Domplatz. Als sie sich aber in den attraktiven, aufgeschlossenen und modern denkenden Andreas verliebt, wird auch ihr Weltbild und ihre innere Einstellung auf die Probe gestellt, denn bisher ging ihr der Journalismus über alles.
Susanne Lieder ist es gelungen, einen packenden Roman über die mutigen Frauen der 1970er Jahre zu schreiben. Obwohl Juliane eine rein fiktive Persönlichkeit ist, steht sie doch für so viele Frauen dieser Zeit. Denn sie erhebt ihre Stimme und nutzt ihre Reichweite, um andere Frauen zum Umdenken zu bewegen. Dennoch steckt sie in einem Zwiespalt zwischen der Liebe zu einem Mann und dem Kampf um das Recht der freien Entscheidung für Frauen und die Gleichberechtigung von Frau und Mann.
Ich bin nur so durch diesen Roman geflogen, denn Susanne Lieder hat einen mitreißenden und berührenden Erzählstil und ich wollte einfach nur immer weiter lesen. Da die Protagonistin so real und nahbar wirkt, konnte ich mich schnell mit ihr identifizieren, was mich noch mehr gefesselt hat. Daher kann ich den Roman nur weiterempfehlen, vorallem an diejenigen, die sich für packend erzählte Zeitgeschichte begeistern.
Helgas Bücherparadies
5/5
17.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine großartige und bewegende Geschichte
Die Journalistin Juliane ist für die Brigitte tätig und thematisiert Angelegenheiten, die Frauen betreffen. Bisher hat sie den idealen Partner nicht gefunden, da ihr ihre Unabhängigkeit wichtiger ist. Eine Frau in den 1970er Jahren gab mit der Heirat ihre Freiheit und Selbstbestimmung auf. Dann trifft sie Andreas, aber die Furcht vor einer möglichen Schwangerschaft belastet sie. Zeitgleich demonstrieren in Frankreich Frauen für mehr Gleichstellung und Selbstbestimmung. Auch Juliane beschäftigt sich mit dem Thema des Paragrafen 218.
Die Autorin widmet sich mit großer Sensibilität einem Thema, das bis heute nichts an Relevanz verloren hat, nämlich der Selbstbestimmung und dem Kampf um den Paragrafen 218. Eingebettet in die gesellschaftlichen Umbrüche der 1970er-Jahre erzählt sie eine bewegende und aufrüttelnde Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Juliane, eine starke und selbstbewusste Frau, deren Artikel viele Frauen ihrer Generation ansprechen. Sie ermutigt dazu, die eigene Meinung zu äußern, sich zu positionieren und für die eigenen Rechte einzutreten. Auch ihre persönliche Geschichte hat mich berührt.
Besonders eindrucksvoll ist, wie es der Autorin gelingt, die Atmosphäre der 70er-Jahre lebendig werden zu lassen. Musik, Mode und das gesellschaftliche Lebensgefühl dieser Zeit werden so anschaulich geschildert, dass ich mich mitten hineinversetzt fühlte. Gleichzeitig zeigt der Roman, wie hart und steinig der Weg zur Gleichberechtigung war und wie viel wir den mutigen Frauen von damals verdanken.
Obwohl die Erzählung fiktiv ist, stützt sie sich auf reale Ereignisse. Sie regt zum Nachdenken an und macht mir bewusst, wie bedeutend es ist, errungene Rechte nicht für selbstverständlich zu halten.
Fazit: Es ist eine großartige und bewegende Geschichte, die mich sowohl unterhalten als auch nachdrücklich bewegt hat. Ich habe großen Respekt vor den Frauen, die für Gleichberechtigung gekämpft haben, Chapeau! Wo wären wir heute ohne ihren Mut?
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne
Philotine
5/5
06.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Kampf der Frauen um Gleichberechtigung
Dieser historische Roman spielt Anfang der 1970er Jahre. Juliane ist Journalistin bei der Frauenzeitschrift Brigitte. Sie ist emanzipiert und will sich nicht durch eine Heirat als Hausfrau an den Herd binden lassen, sondern ein selbstbestimmtes Leben führen, was zur Einstellung der Redaktion von Brigitte passt. Unterhaltsam folgt man Julianes Werdegang und ihren Herauforderungen, die wohl typisch für jungen Frauen in dieser Zeit waren. Als Protagonisten fand ich Juliane sympathisch und realistisch konzepiert. Details wie die damalige Mode und Musik lassen dieses Jahrzehnt lebendig werden und ich habe mich beim Hören in die Siebzieger Jahre versetzt gefühlt. Es ist ein gelungenes und unterhaltsames Buch, das ich gerne weiterempfehle.
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