Produktbild: Mit beiden Händen den Himmel stützen

Mit beiden Händen den Himmel stützen Roman | Longlist für den deutschen Buchpreis 2026

127

16,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

78

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

1034 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841239860

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Verkaufsrang

78

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau Digital

Seitenzahl

255 (Printausgabe)

Dateigröße

1034 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783841239860

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  • Majo C.

    aus Wien

    5/5

    20.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Bahnhof Zoo mit Happy End

    Kaum jemand schreibt so realitätsnah über das Aufwachsen unter Drogenkonsument:innen ohne zu romantisieren oder Traumaporn daraus zu machen, wie Tollkien. Ihre Figur erzählt aus ihrer prekären Situation heraus über die Umstände, die dazu führen, dass sie in einer Männer WG aufwächst, in der der Staat und konservative Lebensplanung das Übel der Welt darstellen und lässt dabei kein grauenerregendes Detail aus. Den Lesenden wird die frühe Sexualisierung ihres Kinderkörpers sowie Übergriffe auf ebendiesen vorgeführt. Da das allerdings aus der Perspektive des Opfers geschieht, das nicht wahrnimmt, dass es eines ist, passiert das recht unaufgeregt und gänzlich von Selbstmitleid befreit. Die Protagonistin bemüht sich irrsinnig um die Liebe und Anerkennung der Menschen um sie herum und erfährt in ihrer Kindheit nie tatsächliche Sicherheit, hat keine Bezugsperson auf die sie sich tatsächlich verlassen könnte. Gemeinsam mit den Männern in der Wohngemeinschaft gaukelt sie dem Jugendamt eine heile Welt vor, bis sie die Fassade des gut angepassten Mädchens mit Einserschnitt nicht mehr aufrecht erhalten kann und selbst den Drogen verfällt. Was besonders gut gelungen ist, sind die Schlüsse, die in die Gegenwart gezogen werden. Nach einschneidenden Erlebnissen, die in den Momenten, in denen sie passieren dem Mädchen nicht als solche auffallen, zieht uns die Autorin mit einem Satz in die Realität und die Konsequenzen dieses Lebensstils zurück. "Später werde ich mit meinen Kindern ....XY". So sehen wir nicht nur dem Kind beim traumatisiert werden zu, sondern uns wird auch vor Augen geführt welche Wellen dies in seinem Erwachsenenleben schlagen wird. Ein bisschen wie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" mit angedeutetem Hapyy End. Es braucht viel mehr Literatur wie diese, die das Scheinwerferlicht auf durch Lebensumstände gefährdete Kinder und deren Erfahrungen und Empfindungen wirft. Hut ab, Lilli Tollkien, dieses Buch liest sich wie ein Werk einer überaus mutigen und intelligenten Autorin.

  • Bewertung

    aus Münster

    5/5

    19.08.2026

    eBook (ePUB 3)

    Ein Buch, das berührt und lange nachhallt

    Dieses Buch hat mich vor allem sprachlich umgehauen, man kann es trotzdem in einem Rutsch durchlesen. Da die verhandelten Themen durchaus schwere Kost sind, musste ich zwischendurch eine Pause machen. Lilli Tollkien schreibt berührend und fesselnd. Ich bin begeistert und ein kleines bisschen verstört zugleich - ein Buch, das noch sehr lange nachhallen wird.

  • Bewertung

    5/5

    27.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Tolles Buch

    Ich war sehr fasziniert von der Geschichte und der spannenden Schreibweise. Kann das Buch auf jeden Fall empfehlen :) Wir haben es auch im Literaturkreis besprochen und es kam mehrheitlich gut an & gab viel Gesprächsbedarf.

  • nessabo

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    07.06.2026

    eBook (ePUB 3)

    Eine schmerzhaft-poetische Geschichte über Missbrauch und Heilung

    Das Debüt von Lilli Tollkien ist ein unglaubliches Werk voller Schmerz und Ehrlichkeit, das seine Leser*innen nicht schont. Ich fand es auf mehreren Ebenen eindrücklich, kann aber gar nicht deutlich genug auf die Inhaltswarnungen verweisen. Ich schließe mich den Vermutungen an, dass Tollkien hier an ihrer eigenen Biografie entlangschreibt. Das macht die Lektüre nicht leichter, im Gegenteil. Denn die Protagonistin Lale erlebt eine schiere Fülle an Leid in ihrem jungen Leben. Die Mutter aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit nicht sorgeberechtigt und der Vater im Gefängnis, kommt sie in eine links anmutende Männer-WG. Obwohl später auch ihr Vater dort einzieht, mangelt es an Schutz und kindgerechtem Umgang. Nicht nur werden auch hier diverse Drogen missbraucht, sodass Lale bereits im Kindesalter mit ihnen in Kontakt kommt. Sie erfährt auch wiederholt sexualisierte sowie verbale und psychische Gewalt. Diese Passagen schreibt Tollkien auf einem unvergleichlich hohen Niveau. Sie wählt eine Sprache, die durch Nüchternheit und Poesie die kindliche Naivität und Unschuld perfekt einfängt. Gleichzeitig verfehlt diese Erzählweise keinesfalls ihre Wirkung - mir wurde wiederholt schlecht beim Lesen. Ich konnte Männer im Zuge dieses Romans wirklich nur verabscheuen. Ihre Unfähigkeit, Verantwortung zu übernehmen bzw. Frauen und Mädchen keinen Schaden zuzufügen, hat mich brennen lassen vor Wut. Klug schlägt die Autorin zudem immer wieder den Bogen in die Zukunft; verdeutlicht, wie die erwachsene Lale - später sogar als Mutter - im Zuge ihres Heilungsprozesses auch immer wieder an die Grenzen ihres Traumas stößt. Die Geschichte ist so erschütternd wie kraftvoll und hat mir wirklich einiges abverlangt! Mein kleiner Abzug begründet sich mit genau den poetischen Anklängen der Sprache, die zwar erfolgreich das Traumatische der Geschichte abmildern können, aber wie so oft nicht ganz meinen Geschmack treffen. Auch die nüchtern-distanzierten Schilderungen Lales dienen diesem Zweck, haben mich emotional aber auch mehr auf Distanz gehalten als ich es mir gewünscht hätte. Nichtsdestotrotz kann ich Tollkien für dieses Debüt nur meinen Respekt zollen. Ein Werk, das wiederholt kraftvoll eingeschlagen hat und welches mich fassungslos zurücklässt. Es ist keine Wohlfühlgeschichte, sie hat nicht einmal ein klares Happy End. Und doch ist es eine Erzählung über innere Stärke und das Finden einer Stütze in sich selbst. 4,5 ⭐️ [CN: sexualisierte, verbale und psychische Gewalt; Alkohol- & Drogenmissbrauch]

  • Reader1965

    aus Hamburg

    5/5

    20.05.2026

    eBook (ePUB 3)

    Aufwühlend

    "Mit beiden Händen den Himmel stützen" von Lilli Tollkien ist ein unglaublich beeindruckendes Debüt und laut Impressum "inspiriert von realen Ereignissen". Lale wächst in dem 1980-iger Jahren in Berlin in einer Männer-WG auf. Zwischen Freiheit & Vernachlässigung sucht sie Geborgenheit in einer Welt ohne Regeln. Die Schule ist ein Anker, da es dort Struktur & Normalität gibt. Lilli Tollkien wählt eine ungewöhnliche Erzählenweise und hat einen ganz eigenen Schreibstil: kraftvoll, bildlich & schonungslos. Das Lesen ist schmerzhaft, aufwühlend und macht traurig & wütend zugleich. Hier gibt es keine Kindheitsromantik, im Gegenteil, wie beiläufig wird von Missbrauch erzählt - und das ohne Worte des Vorwurfs & der Anklage. Lale's Geschichte konnte ich mich nicht entziehen und sie geht zu Herzen & unter die Haut, ist bewegend & intensiv. Große Leseempfehlung für alle, die so etwas aushalten.

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    Victoria B.

    Thalia Wien – Mitte / W3

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    4/5

    10.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte, die durch Mark und Bein geht!

    Die Geschichte der jungen Lale, die Lilli Tollkien in ihrem Roman beschreibt, hat mich bis ins Mark getroffen. Dabei schreibt sie, teilweise autobiografisch, von Lale, die in den 1980er-Jahren in einer Berliner Männer-Kommune aufwächst. Dabei hatte sie keinen leichten Start ins Leben - die Mutter drogenabhängig, der Vater im Gefängnis. Sie erlebt keine Struktur, darf machen was sie will. Man begleitet Lale beim Aufwachsen, ausgestattet mit dem riesigen Wunsch nach Geborgenheit und Stabilität im Leben. Das erfährt sie in der Wohngemeinschaft unter erwachsenen Männern nicht, dafür aber einen dauerhaften Ausnahmezustand. Mich hat das Buch emotional enorm mitgenommen, insbesondere die Beschreibungen der Gefühlswelt von Lale, die sich stets auf dem schmalen Grat zwischen purer Freiheit und Einsamkeit befinden. Poetisch, emotional & enorm kraftvoll - eine würdige Nominierung für den Deutschen Buchpreis 2026!

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