Produktbild: Mit beiden Händen den Himmel stützen

Mit beiden Händen den Himmel stützen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

25961

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

21,6/13/2,8 cm

Gewicht

395 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04284-4

Beschreibung

Rezension

»So zeigen sich Kreisläufe, Spiralen und Brüche – und wie die Erzählerin Kraft schöpft aus dem Schreiben und Beschreiben dieser Erfahrungen. Sehr bewegend!« ("WeiberDiwan")
»Der Roman ist ein schmerzhaft-schönes Plädoyer für weibliche Resilienz und die Kraft, sich durchs eigene Erzählen selbst zuheilen.« Michèle Binswanger ("Tages-Anzeiger")
»keine Anklage, sondern das bewegende Zeugnis von Resilienz, Selbstermächtigung und Identitätsfindung – allen Widerständen zum Trotz« Oliver Pfohlmann ("Straubinger Tagblatt")
»[...] Ein Roman über Macht, Missbrauch, Vernachlässigung und das Wegsehen der Gesellschaft. Was für ein monumentales Werk!« ("Instagram")
»Aber mit diesem Buch, ›Mit beiden Händen den Himmel stützen‹, ist Lilli Tollkien auf jeden Fall etwas sehr Schönes gelungen, ein beeindruckendes Debüt.« Volker Weidermann ("DIE ZEIT")
»Ein Buch, das schmerzt, berührt und gerade deshalb so lesenswert ist.« Larissa Peters ("Stadtkind Hannover")
»ein schönes Buch« ("Podcast "alles muss raus"")
»Lilli Tollkien spricht Unaussprechliches [...] aus. Sie reduziert die Ereignisse auf das Wesentliche, so dass man bei der Lektüre gebannt [...] der Ich-Erzählerin überall hin folgt.« ("Literaturblog")
»Ein kraftvolles Plädoyer für Resilienz.« Renzo Wellinger ("kulturtipp")
»Lilli Tollkien hat ein ganz außergewöhnliches Sprachgefühl, eine wahnsinnige Empathie für diese Figur. Das Buch ist voll von feingezeichneten Details. [...] Große Empfehlung!« Steffen Greiner ("Deutschlandfunk Kultur")

Produktdetails

Verkaufsrang

25961

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.03.2026

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

255

Maße (L/B/H)

21,6/13/2,8 cm

Gewicht

395 g

Farbe

Kaffee / Beige

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04284-4

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

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  • Lesemadi

    5/5

    23.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unbedingt lesen!!

    Mit beiden Händen den Himmel stützen ist für mich bisher das beste Buch, das ich 2026 gelesen habe und das, obwohl es noch gar nicht erschienen ist. Der Schreibstil ist kaum zu beschreiben: gewaltig, eindringlich, roh und gleichzeitig unglaublich poetisch. Wirklich niemand schreibt so wie Lilli Tolkien. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, wie ein Mensch solche Worte finden kann. Jede Seite hat eine Wucht, die einen nicht loslässt. Die Themen sind hart und alles andere als leichte Kost. Um nichts zu Spoilern gehe ich darauf nicht weiter ein. Aber was der Protagonistin Lale widerfährt, ist erschütternd und doch wird nichts sensationsheischend erzählt, sondern literarisch stark und schonungslos ehrlich. Ein sprachlich außergewöhnlicher, mutiger Roman, der mich tief beeindruckt hat. Keine leichte Lektüre ,aber definitiv eine, die man so schnell nicht vergisst.

  • Eva

    5/5

    11.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Aus Scherben die Zukunft bauen

    Lale ist das Kind einer drogenabhängigen Mutter und eines unzurechnungsfähigen Vaters. Das Jugendamt übergibt sie in die Obhut eines Freundes ihres Vaters, der in einer Männer-Kommune lebt und so wie seine Mitbewohner an sich selbst spektakulär scheitert. Lale fehlen Grenzen, Geborgenheit, Vorbilder, Sicherheit, Schutz. Die Erwachsenen definieren sich als Teil des linken Widerstands gegen das Establishment, Lale schwebt im antiautoritären Raum. Sie ist sexuellen Übergriffen ausgeliefert, weiß früh, welche Drogen wie konsumiert werden, ist unfähig, die Erfahrungen zu reflektieren oder einzuordnen. In der Schule findet das intelligente Mädchen Halt. Sie beginnt zu schreiben, begreift den Ausdruck als Notwendigkeit. Literarisch stark schafft die Autorin für ihre Ich-Erzählerin die Zukunft als Resonanzraum. Die erzählte Gegenwart ist nahezu unerträglich, doch der zukunftsgerichtete Blick zeigt eine starke Frau, die Traumata auflöst, sich ihren Verletzungen stellt und die Scham Stück für Stück demontiert. Mit beiden Händen den Himmel stützen ist ein außergewöhnliches Debüt. Die Erzählstimme verweist ihr Publikum auf eine beobachtende Position, wertet nicht, schildert sachlich. Trotzdem ist der Text eine emotionale Herausforderung. Ich musste pausieren, neu ansetzen, mich neu in Position bringen. Kraftvoll und bildgewaltig beschwört die Autorin Szenen des Verwahrlosung, der Haltlosigkeit und des Missbrauchs herauf, zeichnet mutig und intensiv die gesellschaftliche Brisanz einer einzelnen Kindheit. Warum habt ihr mich nicht beschützt, fragt Lale als Erwachsene. Es waren die 1980er, das war eben so, ist die Antwort. Vor diesem Hintergrund wird aus dem beklemmenden Bericht ein Roman über Macht, Missbrauch, Vernachlässigung und das Wegsehen der Gesellschaft. Was für ein monumentales Werk!

  • Antje Wree

    aus Heidesee

    5/5

    08.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geboren und schon verloren

    Lale wächst antiautoritär auf in einer Männer WG, in der auch ihr Vater wohnt. Die Mutter ist schwerst drogenabhängig, ihr wird das Sorgerecht entzogen, der Vater muss erst einmal ins Gefängnis nach einem Überfall. Lale kommt erst einmal ins Kinderheim und später dann in diese Männer WG. Sie wächst ohne Grenzen auf, klaut innerhalb der WG und in Läden, muss sich an keine Zeiten halten, kann essen, was sie findet und ist unendlich allein inmitten dieser WG. Hier geben sich die Frauen die Klinke in die Hand. Die interessieren sich für die Männer, die abseits des Üblichen denken, große Weltpolitik zu machen. Irgendwie empfinde ich dies alles als armselig. Lale wird auch missbraucht, kann dies als Kind aber nicht benennen. Sie ist gut in der Schule, allerdings ändert sich das, denn sie will ja nicht nach oben, sondern umgibt sich eben auch mit Kindern und Jugendlichen ihrer Gesellschaftsstufe. Warum das Jugendamt hier nicht genauer hingeschaut hat, erschließt sich mir nicht. Lale, bekommt irgendwann auch ein Kind. Kann sie wirklich eine Mutter sein, psychisch schwerst geschädigt, wie sie ist? Nein, das kann sie nicht. Ihre Suche nach Nähe und Geborgenheit hört nicht auf. Diese Geschichte ist deprimierend und so unnötig, wenn entsprechende Ämter ihre Hausaufgaben gemacht hätten. Ich habe das Buch gehört, gesprochen von Aileen Wrozyna. Das hat mir gut gefallen. Mit beiden Händen den Himmel stützen ist harter Tobak und sicher kein Buch für Menschen, die solche Geschichten triggern.

  • Bewertung

    5/5

    06.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schmerzhaft mit Tiefgang

    Das Buch hat Intimität und Tiefe. Ich musste öfter pausieren, weil ich das kaum aushalten konnte, was Lale angetan wurde. Ich hätte sie gern zu mir geholt und ihr die Liebe gegeben, die sie verdient hat. Was sie alles erlebt hat und wie tief sie das für ihr Leben geprägt hat. Für mich als Mutter war das Buch schmerzhaft zu lesen. Die Sprache ist poetisch, aber nicht überladen. Erinnerungen verlaufen nicht linear, sie springen, sie verschieben sich. Und genauso erzählt Tollkien. Gleichzeitig hat das Buch nostalgische Momente, die mich als 80er Jahre Kind abgeholt haben. Klebrige Schlümpfe, Wassereis, Sticker, bunte Kaufhäuser in denen man alles bekommen hat. Das hat schöne Erinnerungen ausgelöst, die neben den schweren Themen stehen ohne sie zu relativieren. Ein schmerzhaftes, aufrüttelndes Buch, das die Augen öffnet für die Menschen um uns herum und vorallem für die Kinder, die unsere Aufmerksamkeit, unseren Schutz und unser Hinschauen brauchen. Würde auch eine Triggerwarnung rausgeben. Es geht um sexuellen Missbrauch, emotionalen Missbrauch, Drogensucht, Sucht im Allgemeinen, Kindesmissbrauch, Tod, Trauer.

  • tina _schnucke

    5/5

    05.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Debüt mit Tiefgang

    Dieses Debüt ist für mich ein echter Volltreffer. Es behandelt ein sehr sensibles Thema, das viel zu oft vorkommt und viel zu selten aufgedeckt wird. Der Roman erzählt die Geschichte von Lale, die in den 1980er-Jahren in einer Berliner Männerkommune aufwächst, weil ihre Mutter ein Drogenproblem hat. Die Erwachsenen lassen sie ein völlig selbstbestimmtes Leben leben und übernehmen kaum Verantwortung für das Kind. Lale erlebt deshalb nicht nur Unabhängigkeit, sondern vor allem Vernachlässigung, Unsicherheit und fehlende Geborgenheit. Auf ihrem Weg zur Erwachsenen muss sie lernen, mit den Folgen dieser Kindheit umzugehen und ihre eigene Identität zu finden. Das Erzählen der eigenen Geschichte wird dabei zu einem wichtigen Schritt, um die Vergangenheit zu verarbeiten und Halt zu gewinnen. Lales Leben wirkt tragisch, weil sie von klein auf in einem Umfeld lebt, das Freiheit über alles stellt und dabei aber nicht erkennt, was Kinder am meisten brauchen: Nähe, Schutz und Verlässlichkeit. Der Roman zeigt eindrücklich den Widerspruch zwischen den Idealen der Erwachsenen und den Bedürfnissen eines Kindes. Die Kommune verspricht und gewährt grenzenlose Freiheit. Lale sehnt sich aber nach festen Beziehungen und emotionaler Sicherheit. Dadurch entsteht eine tiefe Einsamkeit, obwohl sie ständig von Menschen umgeben ist. Besonders bewegend war für mich, wie früh sie Verantwortung für sich selbst übernehmen muss, was ihr sogar einigermaßen gut gelingt. Mit ihrem sehr klaren und sensiblen Schreibstil konnte mich die Autorin gut erreichen, obwohl der Roman weniger durch Handlung als durch Stimmungen und Erinnerungen geprägt ist. Die schwierigen Themen wie Vernachlässigung und emotionale Vereinsamung werden sehr vorsichtig dargestellt und gewinnen dadurch an Tiefe. Das Buch lässt einen unglaublich wütend und traurig zurück.

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