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Ein Haus für mich

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,7/14/1,9 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Terracotta / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856820-8-9

Beschreibung

Rezension

»Ein Buch über ›Rebellinnenträume‹ und Desillusionierung.« Janina Fleischer, LVZ

»Kein Buch über das Sesshaftwerden, sondern eines über die Eroberung eines Ortes und damit die Schaffung einer ganz persönlichen Freiheit.« Ralf Julke, Leipziger Zeitung

»Auch die Bauhaus-Geschichte gerät in den Blick, überhaupt die sachsenanhaltische Situation.« Mitteldeutsche Zeitung

»Ein Haus für mich, das meint die Hoffnung auf Ankunft und Sicherheit, auf eine Sesshaftigkeit, die nicht einsam machen, sondern den Ankerpunkt für eine neue Form von Geselligkeit und Wirksamkeit schaffen soll.« Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung

»In „Ein Haus für mich“ geht es um Buntlack, Schaltkreise und Nachbarn. Und es geht um das Bild, das wir von Häusern, Eigentum und dem Leben auf dem Land haben.« MDR

»Es geht um die Suche nach einem persönlichen Zuhause im Innen und im Außen und auch um ein Zuhause in unserer Gesellschaft.« Michaela Frankenberger

»Das Buch rührt an eine ganz elementare Frage, nämlich unser aller Geborgenheitsgefühl.« radioeins

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

21,7/14/1,9 cm

Gewicht

330 g

Farbe

Terracotta / Weiß

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856820-8-9

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Straße 35
10823 Berlin
DE

Email: info@kanon-verlag.de

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Kluge, sympathische Frau

MarieOn am 13.04.2026

Bewertungsnummer: 3107543

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christine ist in dreiundzwanzig Jahren einundzwanzig Mal umgezogen. Es kamen Menschen und Kinder hinzu und gingen wieder. Jetzt visioniert sie ein kleines Haus für sich, eines, das zum Bleiben einlädt. In dem sie für Menschen, die an ihrem großen Tisch sitzen kocht, die mit ihr darüber sprechen, wie sich die Welt gestalten lässt. Wenn ich also Haus sage, dann will ich über Bedürfnisse sprechen, über Kühlschrankinhalte und Eigentumsverhältnisse, über Provinz und Metropolen, über diejenigen, die die Häuser planen, und diejenigen, die darin wohnen. S. 15 Christine ist Literaturagentin für postjugoslawische Literatur und vertritt bosnische, kroatische und serbische Autor*innen. Es ist kein lukrativer Job. Die Verlage können sie nicht lesen, also braucht es einen Gutachter. Sie arbeitet eher mit kleinen, unabhängigen Verlagen, die solche Stimmen nach Deutschland holen. Das Honorar ist gering und eine Platzierung auf der Bestsellerliste ist nicht zu erwarten. Lange hat sie geglaubt, dass Erbe, Ehe und Grundbesitz zwei Menschen unglücklich miteinander macht, samt den dazugehörigen Kindern, so hat sie es schließlich selbst erlebt. So hat sie sich bisher in ihrer früh gewonnenen Lebenswirklichkeit eingenistet, auf Geld, Ehe und Haus verzichtet und versucht ihr Glück zu erzwingen. Es hat lange gedauert, bis ihr klar wurde, dass der Alkohol das Glück ihrer Eltern zerstört hat. Nun hat sie ein kleines Häuschen gefunden, in dem sie sich finden und alles bisherige anders machen wird. Zuerst wird entkernt, dann der Elektriker zurate gezogen, der einen Preis aufruft, den Christine gerade noch stemmen kann und dann fährt sie für drei Monate in die Suchtklinik nach Brandenburg. Fazit: Christine Koschmieder, Autorin und Literaturagentin, hat nach ihrem großen Erfolg „Dry“ wieder über sich geschrieben. Die Großstadtdiva möchte einen neuen Weg einschlagen. Sie sucht und findet ein kleines sanierungsbedürftiges Häuschen in der Provinz und beginnt mit der Entkernung. Diese zieht die Komplettsanierung der Stromversorgung nach sich. Während der Elektriker ihres Vertrauens sich austobt, begibt sie sich in eine Klinik und bringt den Alkoholentzug hinter sich. Wieder zurück, renoviert sie die alten Holzdielen und bilanziert ihr bisheriges Leben. Dabei erfahre ich einiges über ihre unstete Vergangenheit, aber auch über ihre Träume. Sie möchte einen kleinen Raum ihres Häuschens an bedürftige Autorinnen abtreten, denen Ruheort und Zeit fehlen und insgesamt einen geschützten Ort für Menschen und Gespräche schaffen. Ich erfahre aber auch viel über ihre Interessen. Die Architektur und besonders der Bauhaus-Stil haben es ihr angetan. Sie hat einen feinen Schreibstil, der auch ihre spannenden Gedanken der Selbsterkenntnis transportiert. Alles wird nüchtern erzählt, ähnlich dem schlichten Bauhaus-Stil, frei von Übertreibungen. Und so entsteht das Bild einer klugen, sympathischen Frau, die sich innerlich und äußerlich auf das Wesentliche, das Wahre reduziert.

Kluge, sympathische Frau

MarieOn am 13.04.2026
Bewertungsnummer: 3107543
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Christine ist in dreiundzwanzig Jahren einundzwanzig Mal umgezogen. Es kamen Menschen und Kinder hinzu und gingen wieder. Jetzt visioniert sie ein kleines Haus für sich, eines, das zum Bleiben einlädt. In dem sie für Menschen, die an ihrem großen Tisch sitzen kocht, die mit ihr darüber sprechen, wie sich die Welt gestalten lässt. Wenn ich also Haus sage, dann will ich über Bedürfnisse sprechen, über Kühlschrankinhalte und Eigentumsverhältnisse, über Provinz und Metropolen, über diejenigen, die die Häuser planen, und diejenigen, die darin wohnen. S. 15 Christine ist Literaturagentin für postjugoslawische Literatur und vertritt bosnische, kroatische und serbische Autor*innen. Es ist kein lukrativer Job. Die Verlage können sie nicht lesen, also braucht es einen Gutachter. Sie arbeitet eher mit kleinen, unabhängigen Verlagen, die solche Stimmen nach Deutschland holen. Das Honorar ist gering und eine Platzierung auf der Bestsellerliste ist nicht zu erwarten. Lange hat sie geglaubt, dass Erbe, Ehe und Grundbesitz zwei Menschen unglücklich miteinander macht, samt den dazugehörigen Kindern, so hat sie es schließlich selbst erlebt. So hat sie sich bisher in ihrer früh gewonnenen Lebenswirklichkeit eingenistet, auf Geld, Ehe und Haus verzichtet und versucht ihr Glück zu erzwingen. Es hat lange gedauert, bis ihr klar wurde, dass der Alkohol das Glück ihrer Eltern zerstört hat. Nun hat sie ein kleines Häuschen gefunden, in dem sie sich finden und alles bisherige anders machen wird. Zuerst wird entkernt, dann der Elektriker zurate gezogen, der einen Preis aufruft, den Christine gerade noch stemmen kann und dann fährt sie für drei Monate in die Suchtklinik nach Brandenburg. Fazit: Christine Koschmieder, Autorin und Literaturagentin, hat nach ihrem großen Erfolg „Dry“ wieder über sich geschrieben. Die Großstadtdiva möchte einen neuen Weg einschlagen. Sie sucht und findet ein kleines sanierungsbedürftiges Häuschen in der Provinz und beginnt mit der Entkernung. Diese zieht die Komplettsanierung der Stromversorgung nach sich. Während der Elektriker ihres Vertrauens sich austobt, begibt sie sich in eine Klinik und bringt den Alkoholentzug hinter sich. Wieder zurück, renoviert sie die alten Holzdielen und bilanziert ihr bisheriges Leben. Dabei erfahre ich einiges über ihre unstete Vergangenheit, aber auch über ihre Träume. Sie möchte einen kleinen Raum ihres Häuschens an bedürftige Autorinnen abtreten, denen Ruheort und Zeit fehlen und insgesamt einen geschützten Ort für Menschen und Gespräche schaffen. Ich erfahre aber auch viel über ihre Interessen. Die Architektur und besonders der Bauhaus-Stil haben es ihr angetan. Sie hat einen feinen Schreibstil, der auch ihre spannenden Gedanken der Selbsterkenntnis transportiert. Alles wird nüchtern erzählt, ähnlich dem schlichten Bauhaus-Stil, frei von Übertreibungen. Und so entsteht das Bild einer klugen, sympathischen Frau, die sich innerlich und äußerlich auf das Wesentliche, das Wahre reduziert.

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von Christine Koschmieder

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