Produktbild: Paradise Beach

Paradise Beach Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

254 (Printausgabe)

Dateigröße

2297 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783751791601

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ePUB

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Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

254 (Printausgabe)

Dateigröße

2297 KB

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

EAN

9783751791601

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  • MarieOn

    5/5

    22.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Leicht zugängliche Leidensgeschichte

    Ada kann nicht schlafen, wie so oft. Um 03:14 hört sie ein Klirren über ihrer Etage, gefolgt von einem Schrei. Um 03:17 ruft sie die Polizei. Die Polizistin wirkt freundlich, fragt sie nach dem Grund ihres Anrufs. Sie muss alles dokumentieren und hält Adas Worte auf einem Notizzettel fest. Dann geht sie. Ada schaut aus dem Fenster und sieht die Polizisten mit dem Typen sprechen, der über ihr wohnt. Er steht vor dem Krankenwagen und gestikuliert aufgeregt. Sein linker Arm ist bandagiert. Er trägt schwarze Skinny-Jeans und braune Mokassins. Auf seinem weißen Shirt ist Blut. Ada denkt an Oma Ylvi. Kurz bevor Ylvi stürzt, feiert Ada ihren elften Geburtstag. Ylvi bricht sich den Oberschenkelhals und verliert ein paar Zähne. Adas Mama Mo will Ylvi bei ihnen aufnehmen, aber das will Adas Vater nicht. Also ziehen Mo und Ada zu Ylvi, als sie aus dem Krankenhaus zurückkommt. Vormittags kommt der Pflegedienst, wäscht Ylvi und geht ihr zur Hand. Am Nachmittag kocht Mo und verhindert Stürze. Dazwischen sitzt Ada bei Ylvi und schneidet Grimassen mit ihr. Ihre Cousine Lill wohnt gleich nebenan. Sie ist ein Jahr älter als Ada und viel cooler. Während Ada noch mit Ylvis Baumwollnachthemden durchs Haus tobt, trägt Lill schon enge Jeans und bauchfreie Tops. Zwei Jahre später lernt Ada Elja kennen, die mit ihrer Familie Ferien macht. Es ist die Zeit, in der Ada zum ersten Mal eine Verschiebung in ihrem Körper spürt und danach ist nichts mehr wie vorher. Fazit: Dara Brexendorf, freie Autorin und Literaturvermittlerin, hat in ihrem Debüt das Thema Endometriose verhandelt. Ihre Protagonistin ist Anfang dreißig als eine fähige Gynäkologin Endometriose diagnostiziert. Ada wird operiert und frühzeitig in die Menopause katapultiert. Während ihrer Krankschreibung rekonstruiert sie die Anfänge ihrer Krankheit, wie sie ihr die Leichtigkeit der Jugend nahm und wie sie ihre erste große Liebe verpasste. Sie ist dreizehn, als ihr Zyklus aktiv wird. Vier Wochen später blutet sie sehr stark und hat heftige Krämpfe. Sie glaubt damit klarkommen zu müssen, weil doch alle Frauen irgendwie damit klarkommen. Man spricht schlicht nicht über Monatsblutungen. Die Geschichte zeigt deutlich den spürbaren Leidensdruck. Auch wenn Ada ein feines Gespür für andere entwickelt, kreist sie gedanklich um sich selbst. Die Krankheit hindert sie daran, sich tiefer auf Menschen einzulassen. Dara Brexendorf ist eine überaus gute Erzählerin. Alles ist unaufgeregt und ruhig. Melancholie prägt die Grundstimmung. Sie erzählt konsequent im Präsens auch die Rückblicke, das ist am Anfang etwas verwirrend, stört dann aber nicht weiter. Die Figuren sind fein ausgearbeitet, so dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein. Die Autorin hat ein Tabuthema entstigmatisiert, ein Frauenleiden an die Oberfläche geholt und das scheint mir wichtig. Eine leicht zugängliche Leidensgeschichte ohne großen Druck, verständlich gemacht.

  • Bewertung

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional und wahr

    Es gibt nicht viele Romane über Endometriose. Paradise Beach ist einer davon: nicht nur ein coming of Age Roman, in dem Ada, ihre Cousine Lill, Elja und die anderen Jugendlichen ihre Körper, den Alkohol, und vieles mehr entdecken, sondern auch ein Roman in dem Ada ihre erste unfassbar schmerzhafte Periode bekommt. Im Grunde dreht sich das ganze Buch um den Schmerz! Er ist so eindrucksvoll beschrieben, und so einschränken für das Mädchen Ada, aber auch für die Erwachsene Frau Ada. In zwei Dimensionen - der Sommer am Strand in Adas Jugend und der schlaflose Sommer in der Stadt nach der Endometriose Operation, mit einem Nachbarn, der konstant komische Geräusche macht und aggressiv zu sein scheint, aber auch nie da zu sein scheint. Während die junge Ada versucht, sich den Schmerz nicht anmerken zu lassen, und sich vor der Welt zurückzieht, hadert die Erwachsene Ada mit ihrem Leben, der Schlaflosigkeit, und den Gedanken daran, dass sie nie ein positives Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Periode aufbauen konnte. Ich finde das Buch unglaublich gut geschrieben und konnte es kaum weglegen.

  • Vobabooks

    aus D

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine literarische Verarbeitung von Endometriose

    „Paradise Beach“ ist ein Roman von Dara Brexendorf. Ada liegt nach einer Endometriose-Operation in ihrer Wohnung. Sie erholt sich, leidet unter den Nebenwirkungen des Endometriose-Medikaments und hört was im Haus so vor sich geht. Außerdem wandern ihre Gedanken zurück in ihre Jugend, als sie damals im Sommerurlaub am Strand waren… 4.5 ⭐️ Eine berührende Geschichte mit einer leisen, eindrücklichen und melancholischen Atmosphäre. Das Thema Endometriose zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte (es ist eine literarische Repräsentation, bitte keinen Ratgeber/Informationsmaterial erwarten) und ich finde es super, das dieses wichtige Thema hier Raum bekommt. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Im Jetzt hält Ada sich primär in ihrer Wohnung auf, neben den Ereignissen im Haus gibt es wenig konkrete Handlung und es geht vor allem um Adas Gedanken und innere Prozesse. Die zweite Zeitebene im Coming of Age Stil führt an den Ostseestrand. Im damaligen Sommer geht es um Themen wie Freundschaft, Liebe, den Körper und Beginn der Symptome und wie allein Ada damit ist. Die Grenzen zwischen dem Jetzt und den Erinnerungen verfließen, das Erzähltempo ist gemächlich. Ich kann mir vorstellen, dass der besondere und mitunter etwas skurrile Stil des Buchs nicht jedem gefällt - ich mochte es aber sehr gerne. Eine leise Geschichte mit einem wichtigen Thema, die nachklingt.

  • Bewertung

    4/5

    25.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein etwas anderer Sommerroman

    “Vielleicht muss man den Körper sagen lassen, was er sagen will, und dann übersetzen.” Endometriose ist eine Scheiß-Erkrankung. Das erkennt Ada nicht erst als sie mit Ende zwanzig nach einer OP in die künstlichen Wechseljahre versetzt wurde und schlaflos in den Hochsommernächten durch Kiel streift. Eigentlich wusste das bereits ihr jungendliches Ich, damals, im Jahrhundertsommer 2003, als alles anfing: Die Schmerzen, die Scham, der Körper, der den Hochglanzbildern nicht entsprechen will und es doch soll. Hin und her gleitet die Erzählerin zwischen der Gegenwart, in der sie Nacht für Nacht mit dem Hund eines Nachbarn durch die Straßen zieht und sich durch Onlineforen zu Östrogen-Blockern und -addern klickt. Und der Vergangenheit, in der sie mit Cousine Lill am Strand liegt und Elja kennenlernt. Die Suche nach einem Foto, das vermutlich nie geschossen wurde, verbindet die beiden Zeitebenen. Dara Brexendorf hat mit "Paradiese Beach" (das ist übrigens der Name der Strandbar aus den Jugendtagen Adas) den Sommer 2003 auf ganz besondere Weise eingefangen. Die Zitate aus der Girl, die Pommes am Strand, die Sprüche der älteren Jungen, die man unbedingt beeindrucken möchte. All das kommt mir, die nur weniger Jahre älter ist als die Protagonistin, unheimlich bekannt vor. Insbesondere der Trend zum perfekten Körper, an dem man in den Nullerjahren nicht vorbeikam, taucht hier als Erinnerungsschatten wieder auf. Ich hatte es gar nicht so schlimm in Erinnerung, doch wenn man die Zitate aus den Zeitschriften liest, klingen die Selbsttest und Co. heute grausam. Doch "Paradise Beach" ist mehr als die popkulturelle Erinnerung an eine Jugend, die es die vielen Anspielungen auf Popsongs und Sternchen scheinen lassen. Mit der Endometriose, für die der jungen Ada noch die Worte fehlen, im Zentrum schreibt Brexendorf den ersten (mir bekannten) Roman über eine Krankheit, die jede achte bis zehnte Frau in Deutschland betrifft. Wie es ist, von Arzt zu Arzt zu laufen und mit seinen Schmerzen nicht ernst genommen zu werden. Die viel zu frühe Konfrontation mit dem Kinderwunsch. Die verzweifelten Gedankenspiralen, die an dem Punkt enden, an dem man sich fragt, ob es nicht vielleicht gut ist, dass der Körper einem die Entscheidung rund um den Nachwuchs abnimmt. All das dürfte nicht nur Ada, sondern allen Endo-Patienten bekannt sein. Brexendorf lässt ihre Protagonistin diese Szenen realitätsnah nachspüren. Mich überkam stellenweise diese Mischung aus Wut und Bedauern, dass noch immer so viele Frauen so lang auf Diagnose warten und dann auf unzureichende, einschränkende Therapien angewiesen sind. So ist es auch wenig verwunderlich, dass in Adas Gegenwart wenig passiert: Fotos, Gedanken, WhatsApp-Nachrichten. Die Geschichte liest sich in diesen Teilen wie ein träger, abwartender, dösiger Hochsommer. Die Erinnerungen an 2003 sind die Tagträume, die beim Eindösen in der Hitze entstehen. Die Grenzen zwischen Traum, Realität und Fantasie scheinen ein ums andere Mal zu verschwimmen und so wird auch nicht alles restlos aufgeklärt. Deswegen bleibt nach dem Lesen eine Gefühl von "Nicht alles richtig verstanden zu haben". Aber vielleicht muss man das auch gar nicht. Vielleicht geht es in erster Linie um die beiden Sommergefühle. die die Autorin durch Ada ihren Lesenden vermittelt.

  • smilla.liest

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    12.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein leiser, berührender Roman

    “Paradise Beach” ist ein Roman, der mich auf sehr persönlicher Ebene berührt hat. Denn wie Protagonistin Ada leide ich unter Endometriose und habe genau wie sie einen Ärztemarathon bis zur Diagnose hinter mir. Wir begleiten Ada bei ihrer Genesung nach einer Endometriose-OP und erleben, wie sie ihren Körper neu kennenlernen muss. Dabei schweift sie gedanklich immer wieder in den einen Sommer ihrer Jugend ab, indem sich ihr Körper zu verändern begann und ihre Symptome zum ersten Mal auftauchten. Neben der Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper geht es in diesen Rückblicken vor allem um Mädchen-Freundschaften und die erste Liebe. Die Autorin schildert sehr authentisch das Leben von Jugendlichen der frühen 2000er. Selbsttests in der Bravo Girl, Vanille Deo, erste Erfahrungen mit Computern und dem Internet - da wird man direkt ein wenig nostalgisch! Fazit: Eine leise Geschichte mit einem wichtigen Thema. Denn Endometriose ist eine unterschätzte Krankheit und ich habe mich gefreut, dass diese chronische Krankheit in diesem Buch eine Plattform bekommt.

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    Claudia

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    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ganz toll!

    Dieses Buch hab ich richtig richtig gern gelesen (und das nicht nur, weil dieser sunset/lachsige Rosa- Ton meine liebste Farbe ist). Dara Brexendorf schreibt in ihrem Debütroman „Paradies Beach“ davon, was es heißt, einen zerreißenden Schmerz auszuhalten zu versuchen, etwas zu normalisieren, zu unterdrücken, zu verstecken. Ada steckt nach ihrer Endometriose Operation in einem Zwischenraum von Imaginären, Schmerz und Vergangenem fest und versucht durch Erinnerungen, Fotos und Träume, ihr Körpergefühl zurückzufordern. Sie erinnert sich an ihre erste Menstruation zurück, vor 15 Jahren, im Jahrhundertsommer 2003, den sie zum Großteil mit ihrer Cousine Lill am Strand verbracht hat. Die ersten Blitzeinschläge in ihrem Unterleib, ihren Beinen, ihrem Sein traten zeitgleich mit dem Kennenlernen von Elja auf, und beides verschiebt ihre Welt in unterschiedlichen Formen. Wie fühlt es sich an zu bluten? Wie fühlt es sich an, in dem Körper eines jungen Mädchens zu sein, dass von der Welt gesehen wird – nur auf eine ganz andere Art und Weise, als Ada es möchte. Aber auch, welche andere Art und Weise gibt es überhaupt? Zusammen mit Elja scheint sie gemeinsam einen eigenen Ort für sie zu schaffen, doch auch dort existiert ihr Körper, ihre Schmerzen real und über allem. Doch was wäre, wenn sie schon damals einen anderen Zugang zu ihnen gehabt hätte? Beim Lesen tat es oft auch sehr weh, aber so so wichtig, dass sich Endo einen Platz in der Literatur schafft und ich kanns kaum erwarten, mehr von Dara Brexendorfer zu lesen. „Paradise Beach“ ein unsagbar sanftes, tiefes Debüt über das Wiederfinden des eigenen Körpers, verloren durch Fremdzuschreibung, über das Sprache und Worte finden des eigenen Erlebens, über weibliche Selbstermächtigung, über erste Liebesgefühle abseits des Heteronormen. Ganz toll.

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