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Paradise Beach Roman

13

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14830

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/2,7 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0237-9

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

14830

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.03.2026

Verlag

Eichborn

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/2,7 cm

Gewicht

392 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8479-0237-9

Herstelleradresse

Eichborn Verlag
Schanzenstraße 6-20
51063 Köln
DE

Email: telefonmarketing@luebbe.de

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Leicht zugängliche Leidensgeschichte

MarieOn am 22.04.2026

Bewertungsnummer: 3116774

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ada kann nicht schlafen, wie so oft. Um 03:14 hört sie ein Klirren über ihrer Etage, gefolgt von einem Schrei. Um 03:17 ruft sie die Polizei. Die Polizistin wirkt freundlich, fragt sie nach dem Grund ihres Anrufs. Sie muss alles dokumentieren und hält Adas Worte auf einem Notizzettel fest. Dann geht sie. Ada schaut aus dem Fenster und sieht die Polizisten mit dem Typen sprechen, der über ihr wohnt. Er steht vor dem Krankenwagen und gestikuliert aufgeregt. Sein linker Arm ist bandagiert. Er trägt schwarze Skinny-Jeans und braune Mokassins. Auf seinem weißen Shirt ist Blut. Ada denkt an Oma Ylvi. Kurz bevor Ylvi stürzt, feiert Ada ihren elften Geburtstag. Ylvi bricht sich den Oberschenkelhals und verliert ein paar Zähne. Adas Mama Mo will Ylvi bei ihnen aufnehmen, aber das will Adas Vater nicht. Also ziehen Mo und Ada zu Ylvi, als sie aus dem Krankenhaus zurückkommt. Vormittags kommt der Pflegedienst, wäscht Ylvi und geht ihr zur Hand. Am Nachmittag kocht Mo und verhindert Stürze. Dazwischen sitzt Ada bei Ylvi und schneidet Grimassen mit ihr. Ihre Cousine Lill wohnt gleich nebenan. Sie ist ein Jahr älter als Ada und viel cooler. Während Ada noch mit Ylvis Baumwollnachthemden durchs Haus tobt, trägt Lill schon enge Jeans und bauchfreie Tops. Zwei Jahre später lernt Ada Elja kennen, die mit ihrer Familie Ferien macht. Es ist die Zeit, in der Ada zum ersten Mal eine Verschiebung in ihrem Körper spürt und danach ist nichts mehr wie vorher. Fazit: Dara Brexendorf, freie Autorin und Literaturvermittlerin, hat in ihrem Debüt das Thema Endometriose verhandelt. Ihre Protagonistin ist Anfang dreißig als eine fähige Gynäkologin Endometriose diagnostiziert. Ada wird operiert und frühzeitig in die Menopause katapultiert. Während ihrer Krankschreibung rekonstruiert sie die Anfänge ihrer Krankheit, wie sie ihr die Leichtigkeit der Jugend nahm und wie sie ihre erste große Liebe verpasste. Sie ist dreizehn, als ihr Zyklus aktiv wird. Vier Wochen später blutet sie sehr stark und hat heftige Krämpfe. Sie glaubt damit klarkommen zu müssen, weil doch alle Frauen irgendwie damit klarkommen. Man spricht schlicht nicht über Monatsblutungen. Die Geschichte zeigt deutlich den spürbaren Leidensdruck. Auch wenn Ada ein feines Gespür für andere entwickelt, kreist sie gedanklich um sich selbst. Die Krankheit hindert sie daran, sich tiefer auf Menschen einzulassen. Dara Brexendorf ist eine überaus gute Erzählerin. Alles ist unaufgeregt und ruhig. Melancholie prägt die Grundstimmung. Sie erzählt konsequent im Präsens auch die Rückblicke, das ist am Anfang etwas verwirrend, stört dann aber nicht weiter. Die Figuren sind fein ausgearbeitet, so dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein. Die Autorin hat ein Tabuthema entstigmatisiert, ein Frauenleiden an die Oberfläche geholt und das scheint mir wichtig. Eine leicht zugängliche Leidensgeschichte ohne großen Druck, verständlich gemacht.

Leicht zugängliche Leidensgeschichte

MarieOn am 22.04.2026
Bewertungsnummer: 3116774
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ada kann nicht schlafen, wie so oft. Um 03:14 hört sie ein Klirren über ihrer Etage, gefolgt von einem Schrei. Um 03:17 ruft sie die Polizei. Die Polizistin wirkt freundlich, fragt sie nach dem Grund ihres Anrufs. Sie muss alles dokumentieren und hält Adas Worte auf einem Notizzettel fest. Dann geht sie. Ada schaut aus dem Fenster und sieht die Polizisten mit dem Typen sprechen, der über ihr wohnt. Er steht vor dem Krankenwagen und gestikuliert aufgeregt. Sein linker Arm ist bandagiert. Er trägt schwarze Skinny-Jeans und braune Mokassins. Auf seinem weißen Shirt ist Blut. Ada denkt an Oma Ylvi. Kurz bevor Ylvi stürzt, feiert Ada ihren elften Geburtstag. Ylvi bricht sich den Oberschenkelhals und verliert ein paar Zähne. Adas Mama Mo will Ylvi bei ihnen aufnehmen, aber das will Adas Vater nicht. Also ziehen Mo und Ada zu Ylvi, als sie aus dem Krankenhaus zurückkommt. Vormittags kommt der Pflegedienst, wäscht Ylvi und geht ihr zur Hand. Am Nachmittag kocht Mo und verhindert Stürze. Dazwischen sitzt Ada bei Ylvi und schneidet Grimassen mit ihr. Ihre Cousine Lill wohnt gleich nebenan. Sie ist ein Jahr älter als Ada und viel cooler. Während Ada noch mit Ylvis Baumwollnachthemden durchs Haus tobt, trägt Lill schon enge Jeans und bauchfreie Tops. Zwei Jahre später lernt Ada Elja kennen, die mit ihrer Familie Ferien macht. Es ist die Zeit, in der Ada zum ersten Mal eine Verschiebung in ihrem Körper spürt und danach ist nichts mehr wie vorher. Fazit: Dara Brexendorf, freie Autorin und Literaturvermittlerin, hat in ihrem Debüt das Thema Endometriose verhandelt. Ihre Protagonistin ist Anfang dreißig als eine fähige Gynäkologin Endometriose diagnostiziert. Ada wird operiert und frühzeitig in die Menopause katapultiert. Während ihrer Krankschreibung rekonstruiert sie die Anfänge ihrer Krankheit, wie sie ihr die Leichtigkeit der Jugend nahm und wie sie ihre erste große Liebe verpasste. Sie ist dreizehn, als ihr Zyklus aktiv wird. Vier Wochen später blutet sie sehr stark und hat heftige Krämpfe. Sie glaubt damit klarkommen zu müssen, weil doch alle Frauen irgendwie damit klarkommen. Man spricht schlicht nicht über Monatsblutungen. Die Geschichte zeigt deutlich den spürbaren Leidensdruck. Auch wenn Ada ein feines Gespür für andere entwickelt, kreist sie gedanklich um sich selbst. Die Krankheit hindert sie daran, sich tiefer auf Menschen einzulassen. Dara Brexendorf ist eine überaus gute Erzählerin. Alles ist unaufgeregt und ruhig. Melancholie prägt die Grundstimmung. Sie erzählt konsequent im Präsens auch die Rückblicke, das ist am Anfang etwas verwirrend, stört dann aber nicht weiter. Die Figuren sind fein ausgearbeitet, so dass ich das Gefühl hatte, dabei zu sein. Die Autorin hat ein Tabuthema entstigmatisiert, ein Frauenleiden an die Oberfläche geholt und das scheint mir wichtig. Eine leicht zugängliche Leidensgeschichte ohne großen Druck, verständlich gemacht.

Emotional und wahr

Bewertung am 21.04.2026

Bewertungsnummer: 3115565

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt nicht viele Romane über Endometriose. Paradise Beach ist einer davon: nicht nur ein coming of Age Roman, in dem Ada, ihre Cousine Lill, Elja und die anderen Jugendlichen ihre Körper, den Alkohol, und vieles mehr entdecken, sondern auch ein Roman in dem Ada ihre erste unfassbar schmerzhafte Periode bekommt. Im Grunde dreht sich das ganze Buch um den Schmerz! Er ist so eindrucksvoll beschrieben, und so einschränken für das Mädchen Ada, aber auch für die Erwachsene Frau Ada. In zwei Dimensionen - der Sommer am Strand in Adas Jugend und der schlaflose Sommer in der Stadt nach der Endometriose Operation, mit einem Nachbarn, der konstant komische Geräusche macht und aggressiv zu sein scheint, aber auch nie da zu sein scheint. Während die junge Ada versucht, sich den Schmerz nicht anmerken zu lassen, und sich vor der Welt zurückzieht, hadert die Erwachsene Ada mit ihrem Leben, der Schlaflosigkeit, und den Gedanken daran, dass sie nie ein positives Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Periode aufbauen konnte. Ich finde das Buch unglaublich gut geschrieben und konnte es kaum weglegen.

Emotional und wahr

Bewertung am 21.04.2026
Bewertungsnummer: 3115565
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Es gibt nicht viele Romane über Endometriose. Paradise Beach ist einer davon: nicht nur ein coming of Age Roman, in dem Ada, ihre Cousine Lill, Elja und die anderen Jugendlichen ihre Körper, den Alkohol, und vieles mehr entdecken, sondern auch ein Roman in dem Ada ihre erste unfassbar schmerzhafte Periode bekommt. Im Grunde dreht sich das ganze Buch um den Schmerz! Er ist so eindrucksvoll beschrieben, und so einschränken für das Mädchen Ada, aber auch für die Erwachsene Frau Ada. In zwei Dimensionen - der Sommer am Strand in Adas Jugend und der schlaflose Sommer in der Stadt nach der Endometriose Operation, mit einem Nachbarn, der konstant komische Geräusche macht und aggressiv zu sein scheint, aber auch nie da zu sein scheint. Während die junge Ada versucht, sich den Schmerz nicht anmerken zu lassen, und sich vor der Welt zurückzieht, hadert die Erwachsene Ada mit ihrem Leben, der Schlaflosigkeit, und den Gedanken daran, dass sie nie ein positives Verhältnis zu ihrem Körper und ihrer Periode aufbauen konnte. Ich finde das Buch unglaublich gut geschrieben und konnte es kaum weglegen.

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Paradise Beach

von Dara Brexendorf

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Claudia

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Ganz toll!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hab ich richtig richtig gern gelesen (und das nicht nur, weil dieser sunset/lachsige Rosa- Ton meine liebste Farbe ist). Dara Brexendorf schreibt in ihrem Debütroman „Paradies Beach“ davon, was es heißt, einen zerreißenden Schmerz auszuhalten zu versuchen, etwas zu normalisieren, zu unterdrücken, zu verstecken. Ada steckt nach ihrer Endometriose Operation in einem Zwischenraum von Imaginären, Schmerz und Vergangenem fest und versucht durch Erinnerungen, Fotos und Träume, ihr Körpergefühl zurückzufordern. Sie erinnert sich an ihre erste Menstruation zurück, vor 15 Jahren, im Jahrhundertsommer 2003, den sie zum Großteil mit ihrer Cousine Lill am Strand verbracht hat. Die ersten Blitzeinschläge in ihrem Unterleib, ihren Beinen, ihrem Sein traten zeitgleich mit dem Kennenlernen von Elja auf, und beides verschiebt ihre Welt in unterschiedlichen Formen. Wie fühlt es sich an zu bluten? Wie fühlt es sich an, in dem Körper eines jungen Mädchens zu sein, dass von der Welt gesehen wird – nur auf eine ganz andere Art und Weise, als Ada es möchte. Aber auch, welche andere Art und Weise gibt es überhaupt? Zusammen mit Elja scheint sie gemeinsam einen eigenen Ort für sie zu schaffen, doch auch dort existiert ihr Körper, ihre Schmerzen real und über allem. Doch was wäre, wenn sie schon damals einen anderen Zugang zu ihnen gehabt hätte? Beim Lesen tat es oft auch sehr weh, aber so so wichtig, dass sich Endo einen Platz in der Literatur schafft und ich kanns kaum erwarten, mehr von Dara Brexendorfer zu lesen. „Paradise Beach“ ein unsagbar sanftes, tiefes Debüt über das Wiederfinden des eigenen Körpers, verloren durch Fremdzuschreibung, über das Sprache und Worte finden des eigenen Erlebens, über weibliche Selbstermächtigung, über erste Liebesgefühle abseits des Heteronormen. Ganz toll.
  • Claudia
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ganz toll!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch hab ich richtig richtig gern gelesen (und das nicht nur, weil dieser sunset/lachsige Rosa- Ton meine liebste Farbe ist). Dara Brexendorf schreibt in ihrem Debütroman „Paradies Beach“ davon, was es heißt, einen zerreißenden Schmerz auszuhalten zu versuchen, etwas zu normalisieren, zu unterdrücken, zu verstecken. Ada steckt nach ihrer Endometriose Operation in einem Zwischenraum von Imaginären, Schmerz und Vergangenem fest und versucht durch Erinnerungen, Fotos und Träume, ihr Körpergefühl zurückzufordern. Sie erinnert sich an ihre erste Menstruation zurück, vor 15 Jahren, im Jahrhundertsommer 2003, den sie zum Großteil mit ihrer Cousine Lill am Strand verbracht hat. Die ersten Blitzeinschläge in ihrem Unterleib, ihren Beinen, ihrem Sein traten zeitgleich mit dem Kennenlernen von Elja auf, und beides verschiebt ihre Welt in unterschiedlichen Formen. Wie fühlt es sich an zu bluten? Wie fühlt es sich an, in dem Körper eines jungen Mädchens zu sein, dass von der Welt gesehen wird – nur auf eine ganz andere Art und Weise, als Ada es möchte. Aber auch, welche andere Art und Weise gibt es überhaupt? Zusammen mit Elja scheint sie gemeinsam einen eigenen Ort für sie zu schaffen, doch auch dort existiert ihr Körper, ihre Schmerzen real und über allem. Doch was wäre, wenn sie schon damals einen anderen Zugang zu ihnen gehabt hätte? Beim Lesen tat es oft auch sehr weh, aber so so wichtig, dass sich Endo einen Platz in der Literatur schafft und ich kanns kaum erwarten, mehr von Dara Brexendorfer zu lesen. „Paradise Beach“ ein unsagbar sanftes, tiefes Debüt über das Wiederfinden des eigenen Körpers, verloren durch Fremdzuschreibung, über das Sprache und Worte finden des eigenen Erlebens, über weibliche Selbstermächtigung, über erste Liebesgefühle abseits des Heteronormen. Ganz toll.

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Paradise Beach

von Dara Brexendorf

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