Produktbild: Yoga
Band 84

Yoga

Aus der Reihe MSB Paperback
5

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

342

Maße (L/B/H)

20,4/11,8/2,8 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-4542-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

30.04.2026

Herausgeber

Claudia Hamm

Verlag

Matthes & Seitz

Seitenzahl

342

Maße (L/B/H)

20,4/11,8/2,8 cm

Gewicht

320 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Hamm

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7518-4542-7

Herstelleradresse

Matthes & Seitz Verlag
Großbeerenstraße 57A
10965 Berlin
DE

Email: info@matthes-seitz-berlin.de

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geht unter die Haut

Edith Berger am 09.05.2022

Bewertungsnummer: 1709122

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer wollte ich sein? Ein geerdeter, in sich ruhender, heiterer Mensch, ein Mensch auf den man sich verlassen kann, ein guter Mensch, ein liebender Mensch. Ein Buch über Yoga wollte Emmanuel Carrere schreiben. Seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit unterschiedlichen Techniken sollte es enthalten. Dramatische persönliche und auch öffentliche Ereignisse stürzen ihn in eine schwere, lebensbedrohende, psychische Krise. Und auch darüber erlaubt er schonungslos Einblick. „ Ergib dich, mein Herz, wir haben genug gekämpft. Und mein Leben soll stillstehn, wir waren nicht feige. Wir haben getan, was wir konnten“ zitiert Emmanuel Carrere Michaux und genauer kann man tiefste Verzweiflung nicht wiedergeben.

geht unter die Haut

Edith Berger am 09.05.2022
Bewertungsnummer: 1709122
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wer wollte ich sein? Ein geerdeter, in sich ruhender, heiterer Mensch, ein Mensch auf den man sich verlassen kann, ein guter Mensch, ein liebender Mensch. Ein Buch über Yoga wollte Emmanuel Carrere schreiben. Seine jahrzehntelangen Erfahrungen mit unterschiedlichen Techniken sollte es enthalten. Dramatische persönliche und auch öffentliche Ereignisse stürzen ihn in eine schwere, lebensbedrohende, psychische Krise. Und auch darüber erlaubt er schonungslos Einblick. „ Ergib dich, mein Herz, wir haben genug gekämpft. Und mein Leben soll stillstehn, wir waren nicht feige. Wir haben getan, was wir konnten“ zitiert Emmanuel Carrere Michaux und genauer kann man tiefste Verzweiflung nicht wiedergeben.

Emmanuel Carrères "Yoga" hat…

Gernsheimer aus Hessen am 25.10.2024

Bewertungsnummer: 2921086

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Emmanuel Carrères "Yoga" hat mich berührt. Als 40-jähriger, der oft über die Herausforderungen des Lebens nachdenkt, fand ich Carrères autofiktionalen Ansatz besonders spannend. Es geht nicht nur um Yoga als körperliche Praxis, sondern auch um die tiefere Auseinandersetzung mit Trauer und innerem Frieden. Dem meditativen Aspekt kommt dabei viel Bedeutung zu. Carrère teilt offen seine persönlichen Kämpfe, wie seine psychischen Herausforderungen. Diese Ehrlichkeit spricht einen direkt an und zeigt, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist. Sein Schreibstil ist so einladend, dass ich mich fühlte, als wenn ich mit einem Freund spreche der mir seine Gedanken anvertraut. In einer Gesellschaft, die oft emotionale Themen ignoriert, schafft Carrère einen Raum, in dem man sich sicher fühlen kann um über solche Dinge nachzudenken. Der Autor ist in Deutschland zu Unrecht noch nicht so bekannt wie in seiner Heimat Frankreich, wo er gefeierter Intellektueller ist und es lohnt sich, ihn zu lesen.

Emmanuel Carrères "Yoga" hat…

Gernsheimer aus Hessen am 25.10.2024
Bewertungsnummer: 2921086
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Emmanuel Carrères "Yoga" hat mich berührt. Als 40-jähriger, der oft über die Herausforderungen des Lebens nachdenkt, fand ich Carrères autofiktionalen Ansatz besonders spannend. Es geht nicht nur um Yoga als körperliche Praxis, sondern auch um die tiefere Auseinandersetzung mit Trauer und innerem Frieden. Dem meditativen Aspekt kommt dabei viel Bedeutung zu. Carrère teilt offen seine persönlichen Kämpfe, wie seine psychischen Herausforderungen. Diese Ehrlichkeit spricht einen direkt an und zeigt, dass man mit seinen Sorgen nicht allein ist. Sein Schreibstil ist so einladend, dass ich mich fühlte, als wenn ich mit einem Freund spreche der mir seine Gedanken anvertraut. In einer Gesellschaft, die oft emotionale Themen ignoriert, schafft Carrère einen Raum, in dem man sich sicher fühlen kann um über solche Dinge nachzudenken. Der Autor ist in Deutschland zu Unrecht noch nicht so bekannt wie in seiner Heimat Frankreich, wo er gefeierter Intellektueller ist und es lohnt sich, ihn zu lesen.

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Yoga

von Emmanuel Carrère

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Oliver Mertens

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

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5/5

Eine gelungene Meditation über den Zustand unserer Welt

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wie kommen wir klar, in einer Welt, die immer unverständlicher wird, in der psychische Krankheiten und Gewalt überhand nehmen? Können wir uns dekonditionieren und die Welt ändern, indem wir schweigend unsere Beine zum Lotussitz verschränken? Der Erzähler ist sich da nicht immer ganz sicher. Die Frage ist auch, ob "man mehr über das leben erfährt, wenn man in Darkrooms geht oder Politik oder Firmenfusionen und übernahmen macht, als wenn man auf einem kleinen Kissen hockt und sich einredet, das Vitalste von der Welt zu sei, seine Atmung zu beobachten." Kann es helfen, stundenlang über seine eigenen Nasenlöcher zu meditieren, sich auf den eigenem Atem zu konzentrieren, die Gedanken wertfrei zu beobachten, wie sie wie kleine Affen von Ast zu Ast springen? Oder sind Gedanken da, um festgehalten, hinterfragt und diskutiert zu werden, wie es die Profession des Schriftstellers mit sich bringt? Dürfen wir uns angesichts von Kriegen und Katastrophen in unser Inneres zurückziehen? Was ist mit der Welt da draußen, außerhalb des Yoga Centers, hinter den geschlossenen Lidern? Die äußere Wirklichkeit bringt sich in Form von terroristischen Anschlägen, Begegnungen mit Flüchtlingen in Erinnerung und das gleichmäßige Atmen immer wieder aus dem Takt. Und dann sind da auch noch die inneren Dämonen, in diesem Fall eine diagnostizierte bipolare Störung des Erzählers, die den Mittelpunkt des zweiten Teils des Buches prägt: "Kann Meditation den Horror, der unter der Oberfläche meines Lebens lauert in Schach halten?" Das Buch ist eine gelungene offene, autofiktional angelegte Meditation über den zustand unserer Welt, den Umgang mit der eigenen Psyche und die Frage nach der Möglichkeit sich wohl zu fühlen. "Meditation ist zu pinkeln, wenn man pinkelt, und zu scheißen, wenn man scheißt. Da das auch mehr oder weniger alles ist, was ich zur Zeit tue, ohne das weiter ausführen zu wollen, denke ich manchmal amüsiert, dass ich nun endlich wirklich meditiere. Ich bin weder fröhlich noch traurig, ich werfe den guten alten Hunden ihre Stöckchen hin, das Stöckchen der Selbstgefälligkeit, das Stöckchen des Selbsthasses, das Stöckchen der verpassten Chance und des bitteren Geschmacks der verpassten Chance, und es ist ziemlich überraschend, aber Tatsache ist, ich fühle mich fast wohl."
  • Oliver Mertens
  • Buchhändler/-in

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5/5

Eine gelungene Meditation über den Zustand unserer Welt

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Wie kommen wir klar, in einer Welt, die immer unverständlicher wird, in der psychische Krankheiten und Gewalt überhand nehmen? Können wir uns dekonditionieren und die Welt ändern, indem wir schweigend unsere Beine zum Lotussitz verschränken? Der Erzähler ist sich da nicht immer ganz sicher. Die Frage ist auch, ob "man mehr über das leben erfährt, wenn man in Darkrooms geht oder Politik oder Firmenfusionen und übernahmen macht, als wenn man auf einem kleinen Kissen hockt und sich einredet, das Vitalste von der Welt zu sei, seine Atmung zu beobachten." Kann es helfen, stundenlang über seine eigenen Nasenlöcher zu meditieren, sich auf den eigenem Atem zu konzentrieren, die Gedanken wertfrei zu beobachten, wie sie wie kleine Affen von Ast zu Ast springen? Oder sind Gedanken da, um festgehalten, hinterfragt und diskutiert zu werden, wie es die Profession des Schriftstellers mit sich bringt? Dürfen wir uns angesichts von Kriegen und Katastrophen in unser Inneres zurückziehen? Was ist mit der Welt da draußen, außerhalb des Yoga Centers, hinter den geschlossenen Lidern? Die äußere Wirklichkeit bringt sich in Form von terroristischen Anschlägen, Begegnungen mit Flüchtlingen in Erinnerung und das gleichmäßige Atmen immer wieder aus dem Takt. Und dann sind da auch noch die inneren Dämonen, in diesem Fall eine diagnostizierte bipolare Störung des Erzählers, die den Mittelpunkt des zweiten Teils des Buches prägt: "Kann Meditation den Horror, der unter der Oberfläche meines Lebens lauert in Schach halten?" Das Buch ist eine gelungene offene, autofiktional angelegte Meditation über den zustand unserer Welt, den Umgang mit der eigenen Psyche und die Frage nach der Möglichkeit sich wohl zu fühlen. "Meditation ist zu pinkeln, wenn man pinkelt, und zu scheißen, wenn man scheißt. Da das auch mehr oder weniger alles ist, was ich zur Zeit tue, ohne das weiter ausführen zu wollen, denke ich manchmal amüsiert, dass ich nun endlich wirklich meditiere. Ich bin weder fröhlich noch traurig, ich werfe den guten alten Hunden ihre Stöckchen hin, das Stöckchen der Selbstgefälligkeit, das Stöckchen des Selbsthasses, das Stöckchen der verpassten Chance und des bitteren Geschmacks der verpassten Chance, und es ist ziemlich überraschend, aber Tatsache ist, ich fühle mich fast wohl."

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