Produktbild: Das gute Leben

Das gute Leben Roman

77

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

27849

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21/13,4/3,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Lichtgrau / Ozeanblau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397713-4

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

[...] eindringlich und sehr einfühlsam ("Brigitte")
[Schneider] erzählt sanft von einer starken Frau voller Widersprüche [...] Eine Geschichte, die tief berührt ("Passauer Neue Presse")
Im detailverliebten, präzisen und bildgewaltigen Schreibstil setzt Schneider die Lebenswelten der vier Frauen zu einem emotionalen Sprachgemälde zusammen. ("Heilbronner Stimme")
[...] ein richtig toll erzähltes Buch ("BR Frankenschau aktuell")
Raffiniert komponiert, mühelos auf dem Zeitstrahl hin und herspringend, die kurzen Kapitel motivisch und klanglich ordnend. Nadine Schneiders Prosa besticht durch ihre Musikalität ("BR Frankenschau aktuell")
[...] umwerfend präzise beobachtete[r], unprätentiös berührende[r] Roman ("3sat – Kulturzeit")
Kunstvoll erzählt Schneider von vier Generationen Frauen und ihrem Traum vom guten Leben. ("ZDF Morgenmagazin")
[...] sensible[r], ergreifende[r] Familienroman ("Freundin")
Ihre Sprache ist unaufgeregt, leise forschend, nachsinnend; ihr Stil ist ganz eigen, unverdorben, melodisch ("Nürnberger Nachrichten")

Produktdetails

Verkaufsrang

27849

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

25.02.2026

Verlag

S. Fischer Verlag

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

21/13,4/3,2 cm

Gewicht

386 g

Farbe

Lichtgrau / Ozeanblau

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-10-397713-4

Herstelleradresse

FISCHER, S.
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt
DE

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  • Antje Wree

    aus Heidesee

    5/5

    15.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wann ist ein Leben gut?

    Ich hatte das große Glück, Buch und Hörbuch lesen bzw. hören zu dürfen. Beide haben mir gut bis ehr gut gefallen. Inka Löwendorf hat den Text gut gesprochen. Hin und wieder hatte ich kurz ein Problem, die jeweilige Zeit sofort mitzubekommen, da das Buch doch immer wieder in den Zeiten springt, mal erzählt über Anni, die Oma der Ich-Erzählerin, mal wird aus Helenes Sicht berichtet und meist erzählt die Protagonistin Christina. Christina ist die Enkeltochter von Anni und die Tochter von Helene. Alle drei Frauen haben es nicht wirklich leicht und ich hatte den Eindruck, sie machen es sich auch nicht leicht, auch nicht leicht miteinander. Es fallen oft grantige Worte und man geht wenig mitfühlend miteinander um. Hat sie das gute Leben hart gemacht? Anni flieht schwanger in den 60-ziger Jahren aus Rumänien nach Deutschland. Sie lässt dort ihre Mutter zurück und den Vater des ungeborenen Kindes. Sie kommt bei ihrem Bruder kurzzeitig unter, schafft es dann aber selbstständig zu werden und eine Arbeit beim Versandhaus Quelle zu bekommen. Mir hat die Beschreibung der Arbeitsatmosphäre dort gut gefallen und mit welcher Hochachtung Anni von der Chefin Grete Schickedanz berichtet. Annis Tochter Helene wächst zwar relativ behütet, aber nicht wirklich geliebt auf. Helene ist es dann auch nicht möglich, sich adäquat um ihre Tochter Christina zu kümmern. Sie wandert nach Florida aus und lässt ihre Tochter bei der Oma. Anni zieht die Enkelin auf. Nun ist Anni tot und hinterlässt ein Häuschen. Christina soll es erben. Die ganzen Erinnerungen kommen hoch und machen dieses Buch aus. War es nun ein gutes Leben oder eher ein hartes Leben. Es lohnt sich zu lesen und, oder zu hören. Die drei Frauen sind gewachsen mit den jeweiligen Anforderungen an sie. Das gute Leben lässt den Leser nachdenken über das Leben und seinen Sinn und macht Mut, etwas zu wagen.

  • KS

    aus Rems-Murr-Kreis

    5/5

    01.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Auf der Suche

    Christina erbt das Haus ihrer Großmutter Anni. Diese ist als junge Frau aus Rumänien nach Deutschland gekommen. Hier suchte sie ein besseres Leben, wollte der Armut in Rumänien entfliehen. Dafür war Anni bereit, vieles zu tun. Viel zu arbeiten, auf vieles zu verzichten, allein für ihre Tochter zu sorgen. Im Laufe der Geschichte lernt man Anni, ihrer Tochter Helene und ihre Enkelin Christina kennen. Und verstehen. Und teilweise zu bemitleiden. Aber auch zu bewundern. Das Versandhaus Quelle und ihre Arbeit dort war ein Fixpunkt in Annies Leben. Eine Konstante, die lange Jahre für Sicherheit gesorgt hat. Wie sehr die einzelnen Generationen miteinander verbunden sind, wird beim Lesen dieses Romans deutlich. Und wie schnell rückblickend ein ganzes Leben vorbei geht, wurde mir erschreckend deutlich klar. Für mich eine tiefgründige Erzählung, die zum Nachdenken anregt.

  • Jule89

    5/5

    24.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was braucht es für ein gutes Leben?

    Das gute Leben erzählt uns die Geschichte von Christina, obwohl es eigentlich die ihrer Großmutter Anni ist. In den sechziger Jahren allein mit nicht viel mehr als einem Kind unter dem Herzen kommt sie von Rumänien nach Deutschland in der Hoffnung hier eben dieses gute Leben zu finden. Leicht hat sie es nicht und doch kämpft sie sich durch. Erst für sich und ihre Tochter, später auch für ihre Enkeltochter, welche bei ihr aufwächst. Die Geschichte wird in unterschiedlichen Zeitsträngen erzählt und während Christina den Tod ihrer Großmutter verarbeitet, erfahren wir als Leser mehr von dieser. Wie es ihr noch in Rumänien ging, wie Reise nach Deutschland und schließlich wie Sie hier neben einer Freundin auch ihre geliebte, schwere, Arbeit bei Quelle fand, bevor sie Ihren Lebensabend in ihrem kleinen Häuschen verbrachte. Am ende entsteht das Bild einer starken Frau welcher Christina so viel zu verdanken hat. Nadine Schneider erzählt uns die Geschichte in einer unaufgeregten, ruhigen Sprache welche sich so perfekt in die gesamte Atmosphäre des Buches einpasst. Ein Buch welches zeigt das harte Arbeit belohnt wird und das Leben so schwer es oft erscheint am Ende doch ein gutes sein kann.

  • Kwinsu

    aus Salzburg

    5/5

    03.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was sie verbindet

    Als Christinas Oma Anni stirbt, erbt sie ihr Haus in einer kleinen Ortschaft vor Nürnberg. Es quält sie dort zu sein, in diesem Haus, in dem so viele Erinnerungen warten, wiederentdeckt zu werden. Christina ist bei Anni aufgewachsen, nachdem ihre Mutter Helene ohne sie ausgewandert ist. Doch wie viel weiß sie eigentlich von ihrer engsten Bezugsperson? Christina beginnt Annis Leben zu rekapitulieren, sucht nach Spuren, die vielleicht noch aufzudecken sind, will herausfinden, weshalb die Quelle, bei der Anni Jahrzehnte gearbeitet hat, bis zu ihrem Tod ein bestimmendes Element in ihrem Leben war und warum sie einst aus Rumänien aufgebrochen ist, um ein gutes Leben in Deutschland zu finden. Das an den Anfang gestellte Zitat von Aimee Mann, "I just wanted a place but I ended up gone." trifft den Vibe von "Das gute Leben" sehr treffend. Irgendwie sind die Protagonistinnen nie wirklich greifbar, trotzdem erfahren wir viel über familiäre Dynamiken, über (fehlende) Mutter-Tochter-Beziehungen und vor allem über das, was übrig bleibt am Ende eines Lebens - vorwiegend aus Leerstellen. In dem Buch schwingt viel Melancholie mit, die Frage, ob die Frauen in der Ferne tatsächlich ein gutes Leben gefunden haben, bleibt interpretierbar. Christina versucht das Leben ihrer Großmutter nachzuerzählen, ergründet, warum Rumänien für sie unlebbar war, weiß aber auch um die enormen Herausforderungen, die Anni als Fremde und noch dazu alleinerziehend durchmachen musste. Das Reden war bei den Frauen nie so wirklich angesagt, was zu unausgesprochenen Verletzungen, die jahrzehntelang mit sich herum getragen wurden, führte und wenn sie redeten, standen Vorwürfe im Raum: "Die nächste Stille ist länger. Das Gift steht ihnen beiden bis zum Hals, noch ein, zwei Sätze, und sie fangen an, darin zu ersaufen." (S. 283) Über Christinas Mutter Helene erfahren wir nur wenig, genauso wie über Annis Mutter in Rumänien, geschweige denn von Männern, die zwar schicksalsweisend, aber im Alltag kaum eine Rolle spielten. Anni scheint grundsätzlich ein schwieriger Charakter gewesen zu sein, die zwar wusste was sie wollte, jedoch nicht wirklich Herzlichkeit zeigen konnte - vor allem nicht ihrer eigenen Tochter gegenüber. Trotzdem liebte sie ihre Enkelin, wenn man so will war Christina ihr Kind zur rechten Zeit. Die Geschichte wird aus Christinas Perspektive in Ich-Form erzählt, doch immer wieder berichten Einschübe aus Annis Leben, zeitlich bunt gewürfelt, weshalb es Konzentration und Fokus braucht, um wirklich in allen Facetten mitzukommen. Die Sprache der Autorin Nadine Schneider ist fein und zart, hat aber durchaus Treibkraft ,von der man sich nicht allzu mitreißen lassen darf, um alles zu verstehen. Es gibt immer wieder zeitgeschichtliche Kontexte, die bezeichnend sind, allen voran der Aufstieg, das Florieren und der Niedergang von Quelle, dessen Leib uns Seele Anni schier verfallen war. Über die Beweggründe, weshalb Anni in den 1960ern Rumänien unbedingt den Rücken kehren wollte, außer dass es dreckig und unerträglich war, wissen wir hingegen kaum etwas. Das spielt aber auch nicht unbedingt eine Rolle, denn Anni wollte unbedingt in Deutschland glücklich werden. Trotzdem sie ihrem Job leidenschaftlich nachging und sogar nach anfänglich harten Jahren mit wenig Geld ein Haus geerbt hatte, schien ihr dieses Glück nie wirklich hold gewesen zu sein. Ob Anni wohl ihr Leben als gut bezeichnet hätte, bleibt offen. Zurückgelassen hat sie jedenfalls eine Enkelin, die ihr nach dem Tod noch einmal auf ihre Art ein Denkmal setzen möchte. Mein Fazit: "Das gute Leben" ist ein intensiver, fein beschriebener Generationenroman, mit dem es lohnt, sich eingehender auseinanderzusetzen. Vor allem durch starke Erinnerungen, aber auch Leerstellen erfahren wir über diese Frauen, ihre Leben und was sie verbindet.

  • Bewertung

    aus Baden-Württemberg

    5/5

    25.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was ist das, ein gutes Leben?

    Berichten tut Ich-Erzählerin Christina, deren Großmutter Anni unerwartet mit 75 Jahren verstorben ist. Christina hat das Haus geerbt, mit dem die Enkelin viele Erinnerungen verbindet. „Ich hatte uns aufgeschoben, Anni und mich, ich hatte gedacht, es gäbe noch Zeit für uns. Zeit fürs Erzählen, für Erklärungen und ein Zurückschauen und Verstehen. Zeit für Annis Geschichte.“ (S. 16) Diese Zeit war den beiden nicht mehr vergönnt, doch Christina rekonstruiert das bewegte Leben der Großmutter: Anni lebt bis 1965 in Rumänien. Aufgrund ihres starken Freiheitsdrangs und mangelnder Perspektiven packt sie ihren Koffer in Richtung Deutschland, wo ihr älterer Bruder bereits lebt. Ihre Mutter lässt sie zurück – obwohl die 22-jährige Anni schwanger ist. Als Alleinerziehende hat sie einen schweren Start in der neuen Heimat, findet schließlich aber Arbeit im Quelle-Versandhandel. Sie will etwas erreichen, wünscht sich Sicherheit und ein Dach über dem Kopf, also ein gutes Leben. Bei allem Ehrgeiz scheint es ihr jedoch nicht zu gelingen, eine vertrauensvolle Beziehung zu Tochter Helene aufzubauen. Das Verhältnis bleibt dauerhaft kompliziert. Die Lebenswege wiederholen sich: auch Helene wird eine junge, alleinerziehende Mutter. Auch sie ist mit der Situation überfordert, dreht der Heimat den Rücken, um in die USA auszuwandern und dort ein gutes Leben zu führen. Sie lässt Christina im Alter von 11 Jahren bei Großmutter Anni zurück. Das Mädchen fühlt sich verlassen, auch wenn sich die Großmutter liebevoll kümmert. Das Verhältnis zu Mutter Helene bleibt über Jahre angespannt und von Missverständnissen geprägt. „In dem Sommer, als Helene uns verlässt, verliere ich das einzige Zuhause, das ich bis dahin gekannt habe, und vielleicht will ich deshalb unbedingt verstehen, wo Anni herkommt und wo einmal ihr Zuhause war.“ (S. 78) Die Autorin wechselt die Vergangenheitsebene mit der Gegenwart ab. Auf der Gegenwartsebene bleibt Christina etwa eine Woche in Annis Haus und nimmt Abschied. Sie vermisst Anni schmerzlich. „Oma, rufe ich in all den Jahren zuvor, doch jetzt liegt mir das Wort im Mund herum, nichts damit anzufangen, niemand mehr, den ich so rufen kann.“ (S. 24) Zahlreiche Gegenstände und vor allem der idyllische, von der Großmutter umsorgte Garten wecken Emotionen. Zudem befindet sich auch Christina in einer Phase des Umbruchs. Ihre Beziehung hat sie beendet, mit ihrem Job in Berlin ist sie unzufrieden und weiß noch nicht, wie es weitergehen soll. Die Autorin verzahnt die Lebensgeschichten ihrer Protagonistinnen sehr glaubwürdig. Sie zeigt, wie Vergangenes immer in die Gegenwart hineinreicht. Man kann sich vorstellen, dass alle Frauen Verletzungen davongetragen haben, die ihre Leben prägen. Man erkennt Parallelen, Brüche und Ambivalenzen. Die einzelnen Charaktere werden sehr differenziert ausgearbeitet, so dass man sich in jeden gut hineinversetzen kann. Dabei taugt keine der Frauen zur echten Identifikationsfigur, dafür sind sie zu sperrig, zu wenig kommunikativ, zu verschlossen. Man darf sich an der Handlungsweise der Hauptfiguren durchaus reiben. Der Roman beinhaltet unglaublich viele Facetten, in deren Verlauf das Verständnis für die einzelnen Charaktere geweckt wird. Man darf kombinieren und einzelne Erinnerungsschnipsel zusammenführen. Familiengeschichten und -verstrickungen sind selten einfach, diese durchzieht eine latente Melancholie und Nachdenklichkeit. Es wird längst nicht alles auserzählt, so dass man spekulieren darf, um Informationslücken aufzufüllen. Der Roman eignet sich hervorragend für Diskussionsrunden und Lesekreise. Mein Kompliment an das wunderschöne Cover, das einen Weinstock symbolisiert, dessen Triebe erst in Rumänien, dann bei Nürnberg und schließlich auf Christinas Berliner Balkon neue Wurzeln bilden. Hervorheben möchte ich das stilistische Können der Autorin. Ihr Text ist dicht, hat eine wunderschöne Sprachmelodie und verfügt über unzählige lebenskluge, weise Formulierungen, die etwas beim Lesen zum Klingen bringen. Ich wünsche diesem „Generationenroman ohne Männer“ rund um Heimat, Wurzeln und schwierige Familienbande eine breite Leserschaft. Mich hat das Buch begeistert!

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    Ingrid Führer

    Thalia Gmunden – SEP

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    4/5

    26.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    35 Jahre Quelle und Frau Schicketanz

    Eine vier Generationen Geschichte, Anni, die in den 60er aus Rumänien nach Nürnberg flieht, die dort versucht mit Kind und Enkelin wurzeln zu geschlagen. Ihr Leben für die Quelle lebt und manchmal vergisst was wirklich wichtig ist. Nach ihrem Tod nimmt die Enkelin langsam Abschied von Ihr und ihrem Leben in Rumänien. Sehr schön, still, ruhig erzählt. Empfehlung

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