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Der Jude der Kaiserin

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

5212

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.02.2026

Verlag

Residenz

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/4 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1821-4

Beschreibung

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Verkaufsrang

5212

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.02.2026

Verlag

Residenz

Seitenzahl

416

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/4 cm

Gewicht

482 g

Farbe

Anthrazit

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1821-4

Herstelleradresse

Residenz Verlag
Lange Gasse 76/12
1080 Wien
AT

Email: info@residenzverlag.at

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Ein starker historischer Roman

Johanna aus München am 23.05.2026

Bewertungsnummer: 3146745

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Machtspiele und Verschwörungsmythen, europaumspannende Geheimdienstaktivitäten, Verfolgung und Vertreibung von Minderheiten, Antisemitismus, Kindesmissbrauch durch die katholische Kirche … Das klingt sehr bekannt, hier ist es aber im 17. Jahrhundert angesiedelt. Vladimir Vertlib hat einen historischen Schmöker geschrieben, der gründlich recherchiert ist und trotz allen historischen Edelrosts gut in die Zeit passt. Noch dazu ist es ein sehr unterhaltsamer Roman. 410 Seiten lang tauchen wir ein in die Machenschaften der Mächtigen und die Rettungsversuche ihrer Opfer. Es geht um die Kaiserin Margarita Teresa. Diejenige, die Velasquez als fünfjähriges Kind gemalt hat. Damals lebte sie noch am spanischen Hof. Der Maler porträtierte sie mehrmals für den zukünftigen Ehemann, Kaiser Leopold I., den sie mit 15 Jahren heiraten musste. Sie war nicht nur seine Frau, sondern auch seine Nichte. Schön war sie sie nicht. Aber das spielte ja keine Rolle. Hauptsache gebärfähig. Der Gatte hatte schlimme Attribute der Habsburger Inzucht-Degeneration. Als Margarita Teresa Leopold erstmals zu Gesicht bekommt, trifft sie ein Schock. Weil sein Mund offenbar nicht ganz verschließbar ist, laufen ihm Diener mit „Trenztüchern“ nach, die ihm jederzeit den Speichel vom Kinn wischen. Ein trauriges Gespann. Dazu kommen noch hunderte Hofschranzen, Ratgeber, geistliche Beistände, Ärzte, Kammerfrauen. Zwei Vertraute hat sich die Kaiserin aus Spanien mitgebracht: ihren Beichtvater und ihren Leibarzt. Der Geistliche ist eine äußerst zwielichtige Gestalt, die sich an kleinen Jungen vergreift. Er fungiert als Gegenspieler zur Hauptfigur, dem Juden der Kaiserin. Pedro de Rojas ist konvertierter Jude, was keiner am Hof wissen darf. Der kaiserliche Geheimdienst allerdings weiß alles. Und sagt erstmal nichts. Die Kaiserin muss dringend einen Thronfolger gebären, der länger als ein paar Jahre überlebt. Keine leichte Aufgabe mit den Habsburger Erbanlagen. Der Leibarzt soll ihr helfen. Sogar eine jüdische Hebamme wird gerufen – obgleich die Kaiserin der Judengemeinde vor den Toren der Stadt Wien, am Unteren Werd, nicht wohlgesonnen ist und sie dringend vertreiben, wenn nicht auslöschen will. Pogrome haben interessierte Kreise schon angezettelt. Die geschichtlichen Daten kann man nachlesen. (1670 wurden die Juden aus Wien vertrieben, wurde die Synagoge zerstört und an ihrer Stelle die Leopoldskirche erbaut.) Was Vertlib aus den Daten macht (natürlich inklusive Liebesgeschichte), ist anregend, traurig und manchmal sogar amüsant zu lesen.

Ein starker historischer Roman

Johanna aus München am 23.05.2026
Bewertungsnummer: 3146745
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Machtspiele und Verschwörungsmythen, europaumspannende Geheimdienstaktivitäten, Verfolgung und Vertreibung von Minderheiten, Antisemitismus, Kindesmissbrauch durch die katholische Kirche … Das klingt sehr bekannt, hier ist es aber im 17. Jahrhundert angesiedelt. Vladimir Vertlib hat einen historischen Schmöker geschrieben, der gründlich recherchiert ist und trotz allen historischen Edelrosts gut in die Zeit passt. Noch dazu ist es ein sehr unterhaltsamer Roman. 410 Seiten lang tauchen wir ein in die Machenschaften der Mächtigen und die Rettungsversuche ihrer Opfer. Es geht um die Kaiserin Margarita Teresa. Diejenige, die Velasquez als fünfjähriges Kind gemalt hat. Damals lebte sie noch am spanischen Hof. Der Maler porträtierte sie mehrmals für den zukünftigen Ehemann, Kaiser Leopold I., den sie mit 15 Jahren heiraten musste. Sie war nicht nur seine Frau, sondern auch seine Nichte. Schön war sie sie nicht. Aber das spielte ja keine Rolle. Hauptsache gebärfähig. Der Gatte hatte schlimme Attribute der Habsburger Inzucht-Degeneration. Als Margarita Teresa Leopold erstmals zu Gesicht bekommt, trifft sie ein Schock. Weil sein Mund offenbar nicht ganz verschließbar ist, laufen ihm Diener mit „Trenztüchern“ nach, die ihm jederzeit den Speichel vom Kinn wischen. Ein trauriges Gespann. Dazu kommen noch hunderte Hofschranzen, Ratgeber, geistliche Beistände, Ärzte, Kammerfrauen. Zwei Vertraute hat sich die Kaiserin aus Spanien mitgebracht: ihren Beichtvater und ihren Leibarzt. Der Geistliche ist eine äußerst zwielichtige Gestalt, die sich an kleinen Jungen vergreift. Er fungiert als Gegenspieler zur Hauptfigur, dem Juden der Kaiserin. Pedro de Rojas ist konvertierter Jude, was keiner am Hof wissen darf. Der kaiserliche Geheimdienst allerdings weiß alles. Und sagt erstmal nichts. Die Kaiserin muss dringend einen Thronfolger gebären, der länger als ein paar Jahre überlebt. Keine leichte Aufgabe mit den Habsburger Erbanlagen. Der Leibarzt soll ihr helfen. Sogar eine jüdische Hebamme wird gerufen – obgleich die Kaiserin der Judengemeinde vor den Toren der Stadt Wien, am Unteren Werd, nicht wohlgesonnen ist und sie dringend vertreiben, wenn nicht auslöschen will. Pogrome haben interessierte Kreise schon angezettelt. Die geschichtlichen Daten kann man nachlesen. (1670 wurden die Juden aus Wien vertrieben, wurde die Synagoge zerstört und an ihrer Stelle die Leopoldskirche erbaut.) Was Vertlib aus den Daten macht (natürlich inklusive Liebesgeschichte), ist anregend, traurig und manchmal sogar amüsant zu lesen.

Ein Historienroman, der mitten ins Herz des barocken Wiens führt

Bewertung aus Villach am 04.05.2026

Bewertungsnummer: 3129086

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie befinden uns im Jahr 1666 im barocken Wien. Kaiser Leopold I. reagiert das große Habsburgerreich nicht gern, hat ihm doch sein Bruder dies durch seinen Tod aufgebürdet – lieber komponiert er Opern oder andere Musikstücke. Dabei stehen die Türken vor Wien und die Bevölkerung stachelt ihn gegen die Jüd*innen auf. Noch kann er die Jüd*innen beschützen, aber wie lange noch? Eine weitere Sorge bereitet Leopold großes Kopfzerbrechen: seine Frau, die spanische Prinzessin Margarita Teresa, muss ihm einen Thronfolger schenken. Das erste Kind – es war ein Sohn – ist nach der Geburt verstorben. Nun ist Margarita endlich wieder schwanger und steht unter Druck, endlich den ersehnten Thronfolger auf die Welt zu bringen. Dazu kommt: Margarita ist gegen die Jüd*innen in Wien, sie möchte sie alle vertreiben. Margarita hat im kalten Wien wenige Vertraute. Ihren Beichtvater und ihren Leibarzt hat sie aus Spanien mitgebracht. Ihr Leibarzt Pedro de Rojas ist Jude, der zum katholischen Glauben konvertiert ist, und hofft, dass dies unentdeckt bleibt. Es wird Wien zu jener Zeit beschrieben mit all seinem Glanz, aber auch seiner bitteren Armut und einem großen Teil der Gesellschaft, der am Rande lebt und unerträglich leiden muss. Margarita ist übrigens jene Prinzessin, die Velazquez gemalt hat und deren Gemälde Berühmtheit erlangt hat. Ein spannender, historischer Roman basierend auf wahren Fakten. Ich habe mich in die Zeit versetzt gefühlt, so plastisch beschreibt Vladimir Vertlib diese Geschichte. Ich liebe gut recherchierte und anspruchsvolle historische Bücher und dieses zählt absolut dazu. Der Roman ist emotional, aufwühlend, spannend und hochinteressant.

Ein Historienroman, der mitten ins Herz des barocken Wiens führt

Bewertung aus Villach am 04.05.2026
Bewertungsnummer: 3129086
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie befinden uns im Jahr 1666 im barocken Wien. Kaiser Leopold I. reagiert das große Habsburgerreich nicht gern, hat ihm doch sein Bruder dies durch seinen Tod aufgebürdet – lieber komponiert er Opern oder andere Musikstücke. Dabei stehen die Türken vor Wien und die Bevölkerung stachelt ihn gegen die Jüd*innen auf. Noch kann er die Jüd*innen beschützen, aber wie lange noch? Eine weitere Sorge bereitet Leopold großes Kopfzerbrechen: seine Frau, die spanische Prinzessin Margarita Teresa, muss ihm einen Thronfolger schenken. Das erste Kind – es war ein Sohn – ist nach der Geburt verstorben. Nun ist Margarita endlich wieder schwanger und steht unter Druck, endlich den ersehnten Thronfolger auf die Welt zu bringen. Dazu kommt: Margarita ist gegen die Jüd*innen in Wien, sie möchte sie alle vertreiben. Margarita hat im kalten Wien wenige Vertraute. Ihren Beichtvater und ihren Leibarzt hat sie aus Spanien mitgebracht. Ihr Leibarzt Pedro de Rojas ist Jude, der zum katholischen Glauben konvertiert ist, und hofft, dass dies unentdeckt bleibt. Es wird Wien zu jener Zeit beschrieben mit all seinem Glanz, aber auch seiner bitteren Armut und einem großen Teil der Gesellschaft, der am Rande lebt und unerträglich leiden muss. Margarita ist übrigens jene Prinzessin, die Velazquez gemalt hat und deren Gemälde Berühmtheit erlangt hat. Ein spannender, historischer Roman basierend auf wahren Fakten. Ich habe mich in die Zeit versetzt gefühlt, so plastisch beschreibt Vladimir Vertlib diese Geschichte. Ich liebe gut recherchierte und anspruchsvolle historische Bücher und dieses zählt absolut dazu. Der Roman ist emotional, aufwühlend, spannend und hochinteressant.

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Der Jude der Kaiserin

von Vladimir Vertlib

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Hans Wilhelm Schmölzer

Thalia Villach – Atrio

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5/5

Der jüdische Leibarzt der erzkatholischen Kaiserin

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Hätte ich mein Reich nur durch Rechtschaffene und Ehrenwerte regieren lassen wollen, hätte ich nur den Guten und Liebenswerten mein eigenes Schicksal, das meiner Dynastie und meiner Untertanen anvertraut, wäre ich längst als Gefangener des Sultans in Ketten gelegt und in Stambul zum Gaudium des beschnittenen Pöbels zur Schau gestellt worden. Der Stephansdom wäre eine Moschee.“ Vladimir Vertlib erzählt eindrucksvoll von einer irrationalen und unbarmherzigen Zeit, in der das Individuum der Willkür der Mächtigen schutzlos ausgeliefert ist.
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Der jüdische Leibarzt der erzkatholischen Kaiserin

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„Hätte ich mein Reich nur durch Rechtschaffene und Ehrenwerte regieren lassen wollen, hätte ich nur den Guten und Liebenswerten mein eigenes Schicksal, das meiner Dynastie und meiner Untertanen anvertraut, wäre ich längst als Gefangener des Sultans in Ketten gelegt und in Stambul zum Gaudium des beschnittenen Pöbels zur Schau gestellt worden. Der Stephansdom wäre eine Moschee.“ Vladimir Vertlib erzählt eindrucksvoll von einer irrationalen und unbarmherzigen Zeit, in der das Individuum der Willkür der Mächtigen schutzlos ausgeliefert ist.

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