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Produktbild: Fuckgirl

Fuckgirl Roman

8

20,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

4001

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1396 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984796

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • entspricht der Vorgabe Epub Barrierefreiheit 1.1
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Sprachkennzeichnung vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.2
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AAA

Verkaufsrang

4001

Erscheinungsdatum

26.02.2026

Verlag

Haymon Verlag

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

1396 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783709984796

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Female Revenge

Cha aus Baden-Baden am 21.05.2026

Bewertungsnummer: 3145033

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Was für eine Idee, was für ein Konzept! Obwohl die Protagonistin wirklich unsympathisch war, habe ich es geliebt, ihr zu folgen und ihre Gedanken mitzulesen, wie provokant sie war, wie sie sich nicht zurücknimmt. Natürlich ist es auch bewusst provokant, sie ist quasi die zugespitzte weibliche Version eines Fuckboys. Auch die Idee, dass keine der Figuren einen Namen hat, sondern alle im Prinzip nur Stereotype sind fand ich echt cool. Ich muss allerdings sagen, dass über die Figuren und die eingestreuten Gedanken hinaus die Handlung nicht so ausgereift war. Es gibt verwirrende Zeitsprünge, in denen die Geschichte erzählt wird und teilweise habe ich mich wirklich gefragt, wo die Handlung hin will. Besonders ab der Hälfte hatte sie mich irgendwie verloren und ich habe hauptsächlich für Fuckgirl und die Gedanken zum Feminismus, female revenge und weiblicher Solidarität weitergelesen.

Female Revenge

Cha aus Baden-Baden am 21.05.2026
Bewertungsnummer: 3145033
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Was für eine Idee, was für ein Konzept! Obwohl die Protagonistin wirklich unsympathisch war, habe ich es geliebt, ihr zu folgen und ihre Gedanken mitzulesen, wie provokant sie war, wie sie sich nicht zurücknimmt. Natürlich ist es auch bewusst provokant, sie ist quasi die zugespitzte weibliche Version eines Fuckboys. Auch die Idee, dass keine der Figuren einen Namen hat, sondern alle im Prinzip nur Stereotype sind fand ich echt cool. Ich muss allerdings sagen, dass über die Figuren und die eingestreuten Gedanken hinaus die Handlung nicht so ausgereift war. Es gibt verwirrende Zeitsprünge, in denen die Geschichte erzählt wird und teilweise habe ich mich wirklich gefragt, wo die Handlung hin will. Besonders ab der Hälfte hatte sie mich irgendwie verloren und ich habe hauptsächlich für Fuckgirl und die Gedanken zum Feminismus, female revenge und weiblicher Solidarität weitergelesen.

Weibliche Solidarität & Selbstermächtigung

Bewertung am 04.05.2026

Bewertungsnummer: 3128638

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

》 5 ⭐ Das Cover spricht mich so sehr an, man kann das Buch gar nicht nicht in die Hand nehmen. Die neongrüne Farbe, der Titel, das starke Retro-Bild. Ich liebe alles daran ♡ Schon auf den ersten Seiten dachte ich mir, endlich mal wieder ein feministisch-literarischer Roman, der sich etwas traut, sei es mit Schreibstil oder Inhalt. Der Stil ist direkt, ungeschönt, fesselnd, aufrüttelnd. Es macht wütend, manchmal etwas hilflos, dann wieder empowernd. Man merkt, dass die Geschichten auf wahren Erlebnissen verschiedener Frauen beruhen, zunächst habe ich es für autobiografisch gehalten. Die Protagonistin erlaubt sich, sich zu nehmen, was sie will und ihr zusteht. Sie ist offen, unabhängig und souverän. Spricht an, wenn ihr etwas nicht passt, supportet Frauen und würgt toxic Fckboys eins rein. Besonders hat mir gefallen, wie sie der betrogenen Mutter die Screenshots des Fremdgängers geschickt hat. Das bekomme ich in meinem Umfeld auch öfter mit - das moralische Grübeln zuvor war sehr authentisch dargestellt und die Einsicht, dass nicht die girls in den dating apps die Ehe zerstören, sondern einzig der Mann, der sich heimlich mit anderen trifft. Der Prota ging es nicht darum, gemocht zu werden, sondern konsequent zu handeln. Dafür habe ich sie geliebt. Spannend fand ich, dass die Charaktere keine Namen haben, sondern als Funktionen wie Fckgirl, Mann, Loser, Daddy, Journalist etc bezeichnet werden und damit repräsentativ fungieren. Ich habe öfter gelesen, Mann würde unsympathisch wirken, aber für mich war er wie Möbelinventar, irgendwie einfach nur da, ohne Emotionen auszulösen. Das Buch klärt auf über verschiedene Beziehungstypen, Dating, Feminismus und rüttelt darüber wach, was sich viele Frauen gefallen lassen, um angebliche Harmonie vorzutäuschen. Oder was man von einem ONS verlangen darf und sollte. Ich habe den Struggle der Prota gefühlt, ihre Wünsche, ihre Ängste, ihr Denken, und bin der Meinung, das Buch hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Zwischen den Kapiteln gibt es passende Lyrics-Zeilen. Ich habe es definitiv nicht das letzte Mal gelesen. Ich liebe diese Form weiblicher Solidarität ♡

Weibliche Solidarität & Selbstermächtigung

Bewertung am 04.05.2026
Bewertungsnummer: 3128638
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

》 5 ⭐ Das Cover spricht mich so sehr an, man kann das Buch gar nicht nicht in die Hand nehmen. Die neongrüne Farbe, der Titel, das starke Retro-Bild. Ich liebe alles daran ♡ Schon auf den ersten Seiten dachte ich mir, endlich mal wieder ein feministisch-literarischer Roman, der sich etwas traut, sei es mit Schreibstil oder Inhalt. Der Stil ist direkt, ungeschönt, fesselnd, aufrüttelnd. Es macht wütend, manchmal etwas hilflos, dann wieder empowernd. Man merkt, dass die Geschichten auf wahren Erlebnissen verschiedener Frauen beruhen, zunächst habe ich es für autobiografisch gehalten. Die Protagonistin erlaubt sich, sich zu nehmen, was sie will und ihr zusteht. Sie ist offen, unabhängig und souverän. Spricht an, wenn ihr etwas nicht passt, supportet Frauen und würgt toxic Fckboys eins rein. Besonders hat mir gefallen, wie sie der betrogenen Mutter die Screenshots des Fremdgängers geschickt hat. Das bekomme ich in meinem Umfeld auch öfter mit - das moralische Grübeln zuvor war sehr authentisch dargestellt und die Einsicht, dass nicht die girls in den dating apps die Ehe zerstören, sondern einzig der Mann, der sich heimlich mit anderen trifft. Der Prota ging es nicht darum, gemocht zu werden, sondern konsequent zu handeln. Dafür habe ich sie geliebt. Spannend fand ich, dass die Charaktere keine Namen haben, sondern als Funktionen wie Fckgirl, Mann, Loser, Daddy, Journalist etc bezeichnet werden und damit repräsentativ fungieren. Ich habe öfter gelesen, Mann würde unsympathisch wirken, aber für mich war er wie Möbelinventar, irgendwie einfach nur da, ohne Emotionen auszulösen. Das Buch klärt auf über verschiedene Beziehungstypen, Dating, Feminismus und rüttelt darüber wach, was sich viele Frauen gefallen lassen, um angebliche Harmonie vorzutäuschen. Oder was man von einem ONS verlangen darf und sollte. Ich habe den Struggle der Prota gefühlt, ihre Wünsche, ihre Ängste, ihr Denken, und bin der Meinung, das Buch hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Zwischen den Kapiteln gibt es passende Lyrics-Zeilen. Ich habe es definitiv nicht das letzte Mal gelesen. Ich liebe diese Form weiblicher Solidarität ♡

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Fuckgirl

von Bianca Jankovska

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A. Moser

Thalia Gmunden – SEP

Zum Portrait

5/5

Triggerwarnung: Heterosexualität

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Es fällt mir schwer dieses Buch in Worte zu fassen obwohl es mir so gut gefallen hat. Es handelt von unserer Protagonistin Fuckgirl, Performance Künstlerin in ihren 30ern und eine Frau die ihr Leben so lebt wie es ihr gefällt ohne sich dazwischen quatschen zu lassen. Sie lebt sexuell komplett Selbstbestimmt und hat so viele One-Night-Stands wie sie will. Sie führt mit ihrem Partner "Mann" eine einseitige offene Ehe. Sie darf machen was sie will "Mann" nicht. Trotz der vermeintlichen Ungerechtigkeit sind beide glücklich in dieser Beziehung. Beispiel dafür wäre als Fuckgirl was mit "Daddy" hatte, und "Mann" es kaum abwarten konnte die Chats durchzulesen und sich drüber lustig zu machen. Wir lesen davon das Fuckgirl Betrüger rächt rein aus weiblicher Solidarität. Wir erfahren von ihrer Vergangenheit mit ihrem Ex Bf "Loser" und wie sie sich seitdem verändert hat. Man bekommt einen Facettenreichen Einblick in ihr Leben, das sie sich manchmal fehl am Platz fühlt und davon das sie Kinderlos bleiben will. Wie der Klappentext schon sagt, es ist ein radikal feministischer Roman über die sexuelle Selbstbestimmung, Lust und Wut. Es beschäftigt sich mit der Frage was nach der sexuellen Selbstbestimmung kommt. #femalerevenge Mir persönlich hat das Buch so so gut gefallen. Auch wenn das Thema des Buches kein leichtes ist musste ich oft während des Lesens schmunzeln. Es hat Humor und behält trotzdem Ernsthaftigkeit. Viele Passagen sind darauf ausgelegt Ekel zu erzielen, so zumindest für mein Empfinden. Sehr große Empfehlung definitiv ein Jahreshighlight.
  • A. Moser
  • Buchhändler/-in

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5/5

Triggerwarnung: Heterosexualität

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Es fällt mir schwer dieses Buch in Worte zu fassen obwohl es mir so gut gefallen hat. Es handelt von unserer Protagonistin Fuckgirl, Performance Künstlerin in ihren 30ern und eine Frau die ihr Leben so lebt wie es ihr gefällt ohne sich dazwischen quatschen zu lassen. Sie lebt sexuell komplett Selbstbestimmt und hat so viele One-Night-Stands wie sie will. Sie führt mit ihrem Partner "Mann" eine einseitige offene Ehe. Sie darf machen was sie will "Mann" nicht. Trotz der vermeintlichen Ungerechtigkeit sind beide glücklich in dieser Beziehung. Beispiel dafür wäre als Fuckgirl was mit "Daddy" hatte, und "Mann" es kaum abwarten konnte die Chats durchzulesen und sich drüber lustig zu machen. Wir lesen davon das Fuckgirl Betrüger rächt rein aus weiblicher Solidarität. Wir erfahren von ihrer Vergangenheit mit ihrem Ex Bf "Loser" und wie sie sich seitdem verändert hat. Man bekommt einen Facettenreichen Einblick in ihr Leben, das sie sich manchmal fehl am Platz fühlt und davon das sie Kinderlos bleiben will. Wie der Klappentext schon sagt, es ist ein radikal feministischer Roman über die sexuelle Selbstbestimmung, Lust und Wut. Es beschäftigt sich mit der Frage was nach der sexuellen Selbstbestimmung kommt. #femalerevenge Mir persönlich hat das Buch so so gut gefallen. Auch wenn das Thema des Buches kein leichtes ist musste ich oft während des Lesens schmunzeln. Es hat Humor und behält trotzdem Ernsthaftigkeit. Viele Passagen sind darauf ausgelegt Ekel zu erzielen, so zumindest für mein Empfinden. Sehr große Empfehlung definitiv ein Jahreshighlight.

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Claudia

Thalia Wien – Mariahilfer Straße

Zum Portrait

5/5

Ganz große Empfehlung!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine erfolgreiche Künstlerin Ende 30, die ihre Lust vollkommen hemmungsfrei in einer nicht-monogamen Beziehung auslebt und weiblich solidarisch ist - das ist genau die Art von Buch, die wir brauchen. In dem Moment, in welchen ich von Bianca Jankovskas Romandebüt "Fuckgirl" gehört habe, wusste ich, dass ich diesen schnellstmöglich lesen muss und tatsächlich habe ich ihn in innerhalb von einem Tag weggesnackt. Die von der Autorin dazu passende Playlist bietet gleich auch noch eine zusätzliche Ebene, in die Geschichte einzutauchen. Lieben wird doch. In dem Roman erzählt Fuckgirl von ihrem Leben. Sie ist eine bekannte und erfolgreiche Performancekünstlerin und lebt mit Mann in einer einseitig nicht-monogamen Ehe. Bereits bei ihrem Kennenlernen kommunizierte Fuckgirl klar, dass nur so eine Beziehung für sie in Frage kommen kann - Mann war direkt einverstanden und so bauten sie eine sichere, solide Beziehung zueinander auf, die auf Kommunikation, Vertrauen, Kontinuität basiert. Nebenbei swipt sie nun durch verschiedene Dating Apps, auf der Suche nach den perfekten dicks. Wir werden mitgenommen zu ihren Bekanntschaften mit Journalist und Daddy, erfahren von ihrer Vergangenheit mit Loser. Ihre BF Internetgirl steht ihr mit Rat aber auch Fragen an der Seite und Fuckgirl versucht im Laufe der Geschichte das Eigentliche zu finden, nachdem es sie verlangt.  Jankovska schreibt einen starker Roman, der über Selbstermächtigung, weiblicher Verbundenheit, Kommunikation und Verbindungen jeglicher Art abseits der Norm erzählt. Ihr Stimme ist eine laute und wichtige und bringt feministische Einsichten zu Thema Non-Monogamy, die ich so zuvor noch nicht gelesen habe. Ich finde es wichtig und spannend, dass Lebensrealitäten abseits der patriarchalen Norm immer mehr Gehör finden, besonders auch im literarischen Bereich, besonders auch nicht-monogame, welche (wie jede anderen Formen von Beziehungen auch) nochmals viele Facetten wie Farben aufwerfen können. Noch dazu - Jankovskas Take den weiblichen Part der Ehe, Fuckgirl, als den nicht-monogamen zu verwenden - top. Sie steht für sich selbst ein, verlangt nach der Befriedigung ihre Lust ohne wenn und aber, erkundet die BDSM Szene, Fetische werden offen angesprochen und immer wieder wird auch erwähnt, auf welchen Grundsteinen Beziehungen aufgebaut werden sollten, um festen Boden zu bekommen, nicht nur im monogamen, besonders auch im nicht-monogamen Bereich. Sie betont immer wieder, wieviel Vertrauen, Kraft, offene Kommunikation und Ehrlichkeit es dazu benötigt, eine - für alle Beteiligten abgesprochene - offene/poly Beziehung zu führen. Auch die Bemerkungen von Freund*innen werden erwähnt mit "Ach, ich wäre auch gerne so frei. Das muss doch schön sein, ständig neue Flirts zu erleben." Doch auch das braucht Arbeit, Energie, kann an Reserven zerren; auch Abgesprochenes kann sich dehnen und ändern, nichts wird in Stein geschrieben, Veränderungen sind fließend - auch hier wieder, Kommunikation. Und selbst Fuckgirl muss immer wieder Neues erlernen.  Auch, dass Fuckgirl kinderlos leben möchte und auch hierfür für sich einsteht, finde ich einen wichtigen Punkt, der immer wieder auch im Literarischen angesprochen werden kann und soll. Patriarchale Normen stecken überall und immer wieder stoßen besonders Frauen gegen Wände, wenn sie sich gegen die heteronormative Kleinfamilie entscheiden. Im Roman verfolgen wir ihre Geschichte, ihre Leben und ihrem Suchen, nach dem Ihren. Das Ende des Buches fand ich persönlich sehr gelungen und ich hatte rundum eine richtig gute Zeit beim Lesen.
  • Claudia
  • Buchhändler/-in

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5/5

Ganz große Empfehlung!

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Eine erfolgreiche Künstlerin Ende 30, die ihre Lust vollkommen hemmungsfrei in einer nicht-monogamen Beziehung auslebt und weiblich solidarisch ist - das ist genau die Art von Buch, die wir brauchen. In dem Moment, in welchen ich von Bianca Jankovskas Romandebüt "Fuckgirl" gehört habe, wusste ich, dass ich diesen schnellstmöglich lesen muss und tatsächlich habe ich ihn in innerhalb von einem Tag weggesnackt. Die von der Autorin dazu passende Playlist bietet gleich auch noch eine zusätzliche Ebene, in die Geschichte einzutauchen. Lieben wird doch. In dem Roman erzählt Fuckgirl von ihrem Leben. Sie ist eine bekannte und erfolgreiche Performancekünstlerin und lebt mit Mann in einer einseitig nicht-monogamen Ehe. Bereits bei ihrem Kennenlernen kommunizierte Fuckgirl klar, dass nur so eine Beziehung für sie in Frage kommen kann - Mann war direkt einverstanden und so bauten sie eine sichere, solide Beziehung zueinander auf, die auf Kommunikation, Vertrauen, Kontinuität basiert. Nebenbei swipt sie nun durch verschiedene Dating Apps, auf der Suche nach den perfekten dicks. Wir werden mitgenommen zu ihren Bekanntschaften mit Journalist und Daddy, erfahren von ihrer Vergangenheit mit Loser. Ihre BF Internetgirl steht ihr mit Rat aber auch Fragen an der Seite und Fuckgirl versucht im Laufe der Geschichte das Eigentliche zu finden, nachdem es sie verlangt.  Jankovska schreibt einen starker Roman, der über Selbstermächtigung, weiblicher Verbundenheit, Kommunikation und Verbindungen jeglicher Art abseits der Norm erzählt. Ihr Stimme ist eine laute und wichtige und bringt feministische Einsichten zu Thema Non-Monogamy, die ich so zuvor noch nicht gelesen habe. Ich finde es wichtig und spannend, dass Lebensrealitäten abseits der patriarchalen Norm immer mehr Gehör finden, besonders auch im literarischen Bereich, besonders auch nicht-monogame, welche (wie jede anderen Formen von Beziehungen auch) nochmals viele Facetten wie Farben aufwerfen können. Noch dazu - Jankovskas Take den weiblichen Part der Ehe, Fuckgirl, als den nicht-monogamen zu verwenden - top. Sie steht für sich selbst ein, verlangt nach der Befriedigung ihre Lust ohne wenn und aber, erkundet die BDSM Szene, Fetische werden offen angesprochen und immer wieder wird auch erwähnt, auf welchen Grundsteinen Beziehungen aufgebaut werden sollten, um festen Boden zu bekommen, nicht nur im monogamen, besonders auch im nicht-monogamen Bereich. Sie betont immer wieder, wieviel Vertrauen, Kraft, offene Kommunikation und Ehrlichkeit es dazu benötigt, eine - für alle Beteiligten abgesprochene - offene/poly Beziehung zu führen. Auch die Bemerkungen von Freund*innen werden erwähnt mit "Ach, ich wäre auch gerne so frei. Das muss doch schön sein, ständig neue Flirts zu erleben." Doch auch das braucht Arbeit, Energie, kann an Reserven zerren; auch Abgesprochenes kann sich dehnen und ändern, nichts wird in Stein geschrieben, Veränderungen sind fließend - auch hier wieder, Kommunikation. Und selbst Fuckgirl muss immer wieder Neues erlernen.  Auch, dass Fuckgirl kinderlos leben möchte und auch hierfür für sich einsteht, finde ich einen wichtigen Punkt, der immer wieder auch im Literarischen angesprochen werden kann und soll. Patriarchale Normen stecken überall und immer wieder stoßen besonders Frauen gegen Wände, wenn sie sich gegen die heteronormative Kleinfamilie entscheiden. Im Roman verfolgen wir ihre Geschichte, ihre Leben und ihrem Suchen, nach dem Ihren. Das Ende des Buches fand ich persönlich sehr gelungen und ich hatte rundum eine richtig gute Zeit beim Lesen.

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Fuckgirl

von Bianca Jankovska

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