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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße Roman

185

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.11.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/12,5/2,5 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Rost / Beige

Auflage

2. Auflage, Filmtitel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01255-2

Beschreibung

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Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.11.2025

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/12,5/2,5 cm

Gewicht

250 g

Farbe

Rost / Beige

Auflage

2. Auflage, Filmtitel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-01255-2

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Bewertung am 12.12.2024

Bewertungsnummer: 2362590

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mit viel Witz geschriebener, überaus unterhaltsamer Roman, der mich nicht nur zum Lachen gebracht hat, sondern sowohl in Erinnerungen (als mit der Mauer aufgewachsener West-Berliner) schwelgen ließ und nachdenklich machte. Besser geht es kaum!

Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

Bewertung am 12.12.2024
Bewertungsnummer: 2362590
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Mit viel Witz geschriebener, überaus unterhaltsamer Roman, der mich nicht nur zum Lachen gebracht hat, sondern sowohl in Erinnerungen (als mit der Mauer aufgewachsener West-Berliner) schwelgen ließ und nachdenklich machte. Besser geht es kaum!

In leichtem Ton wird die deutsche...

Bewertung am 13.08.2022

Bewertungsnummer: 1766440

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In leichtem Ton wird die deutsche Erinnerungskultur auf die Schippe genommen. Einfach köstlich! Nebenbei stellt Maxim Leo wieder seine Vielseitigkeit unter Beweis: Krimis, alterspubertierender Humor, Aufarbeitung der Familiengeschichte und jetzt der "Helden"-Roman. Klasse!

In leichtem Ton wird die deutsche...

Bewertung am 13.08.2022
Bewertungsnummer: 1766440
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In leichtem Ton wird die deutsche Erinnerungskultur auf die Schippe genommen. Einfach köstlich! Nebenbei stellt Maxim Leo wieder seine Vielseitigkeit unter Beweis: Krimis, alterspubertierender Humor, Aufarbeitung der Familiengeschichte und jetzt der "Helden"-Roman. Klasse!

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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

von Maxim Leo

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Lukas Bärwald

Thalia St. Pölten

Zum Portrait

3/5

Das Glück eines Einzelnen hat genauso viel Wert wie das Glück vieler

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ostberliner Michael Hartung wurde immer wieder irgendwie von der Zeit überholt: Nacheinander übte er viele Jahre lang verschiedene Berufe mit durchaus beachtenswertem Erfolg aus, doch stets kam eine technische Neuerung daher, die sein Tun obsolet machte und ihn zwang, sich eine neue Arbeit zu suchen. Nun geht er spürbar auf die Pension zu und ist Betreiber einer Videothek – auch nicht gerade ein Feld mit großer Zukunftsperspektive, aber aus der Nummer kommt er wohl nicht mehr raus. Da klingelt seine Ladentür und er wird schon wieder eingeholt, diesmal jedoch von seiner eigenen Vergangenheit; zumindest behauptet das ein Journalist: Aus Hartungs Stasi-Akten gehe hervor, dass er ein waschechter Held sei, der durch die Manipulation einer Weiche im Bahnhof Friedrichstraße 127 Menschen die Flucht aus der DDR in einer S-Bahn ermöglichte. Auch die halbjährige Folter in einem Stasi-Gefängnis habe ihn nie brechen können; solche Geschichten brauche das Land. Und Hartung? Will von alldem nichts wissen. Ja, er hat dort am Bahnhof gearbeitet, ja, er wurde eine gewisse Zeit lang im Gefängnis befragt, aber wirklich schlimm war das nicht und er hatte auch nie vor, irgendwem ein Tor in die Freiheit zu öffnen. Doch je nachdrückliche Hartung dementiert, desto überzeugter ist der Journalist, einen von Trauma und/oder Bescheidenheit gezeichneten Helden vor sich zu haben. Als schließlich eine beträchtliche Gage im Raum steht und die Vorstellung, für seine entfremdete Tochter endlich jemand sein zu können, zu dem sie aufschauen kann, knickt etwas im Videothekenbesitzer ein: „‚Haben Sie in dieser Nacht jemandem zur Flucht verholfen?’ Hartung dachte an die 2000 Euro, er dachte an Caroline. Er sagte: ‚Ja.’“ „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist die Geschichte eines Mannes, dem unverhofft das Glück angeboten wird, wenn er nur eine Rolle einnimmt, die man sich von ihm erwünscht. Und ist er wirklich ein Hochstapler, wenn so vieles von der Story ja grundsätzlich nicht falsch ist und alle sich freuen, sie von ihm erzählt zu bekommen? Aus der Reportage wird der erste von zahlreichen Fernsehauftritten und bald ziert sein Gesicht eine große Werbekampagne, ein Buch ist in Planung und selbst über eine Verfilmung wird gesprochen. Wie das ja gerne mal passiert, läuft der Schneeball dieser ersten kleinen Lüge seinen Weg und wächst mit jeder Wiederholung. Doch wie soll er diese Dynamik noch stoppen, wenn er plötzlich nicht nur zu Geld kommt, sondern auch noch die Liebe seines Lebens kennenlernt und seine Tochter in ihm endlich das sieht, was er sich immer gewünscht hat: einen Helden? Die Geschichte jener spektakulären S-Bahn-Flucht fußt zwar nicht auf einer einzigen historischen Vorlage, jedoch wurden zwischen den 60er und 80er Jahren mehrmals vom Bahnhof Friedrichstraße aus Versuche unternommen, mit der Straßenbahn die innerdeutsche Grenze zu überwinden. Der in Ostberlin aufgewachsene Maxim Leo erschafft einen sympathischen und glaubwürdig handelnden Protagonisten, der jedoch so stark und facettenreich ausgearbeitet ist, dass manche Nebenfiguren dagegen etwas blass daherkommen oder mitunter als zu deutlich erkennbares Mittel zum Zweck auftreten, um den Plot in die gewünschte, überraschende Richtung voranzutreiben. Insgesamt ist dieser Roman über die Frage nach Wahrheit vs. persönlichem Vorteil, faktische Geschichte vs. konstruierte Geschichten sehr kurzweilig und schnörkellos zu lesen und unterhält großartig durch seine wunderbar fehlerbehaftete, menschlich, sympathische Hauptfigur. Man möchte Michael Hartung fast zwei Sätze aus Saša Stanišićs „Vor dem Fest“ mitgeben: „Sei heldisch zu deiner Erinnerung, indem du ehrlich zugibst, was gewesen ist. Sei heldisch und wisse: Helden können nicht immer Helden sein, es gibt auch sonst viel zu tun.“
  • Lukas Bärwald
  • Buchhändler/-in

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3/5

Das Glück eines Einzelnen hat genauso viel Wert wie das Glück vieler

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Ostberliner Michael Hartung wurde immer wieder irgendwie von der Zeit überholt: Nacheinander übte er viele Jahre lang verschiedene Berufe mit durchaus beachtenswertem Erfolg aus, doch stets kam eine technische Neuerung daher, die sein Tun obsolet machte und ihn zwang, sich eine neue Arbeit zu suchen. Nun geht er spürbar auf die Pension zu und ist Betreiber einer Videothek – auch nicht gerade ein Feld mit großer Zukunftsperspektive, aber aus der Nummer kommt er wohl nicht mehr raus. Da klingelt seine Ladentür und er wird schon wieder eingeholt, diesmal jedoch von seiner eigenen Vergangenheit; zumindest behauptet das ein Journalist: Aus Hartungs Stasi-Akten gehe hervor, dass er ein waschechter Held sei, der durch die Manipulation einer Weiche im Bahnhof Friedrichstraße 127 Menschen die Flucht aus der DDR in einer S-Bahn ermöglichte. Auch die halbjährige Folter in einem Stasi-Gefängnis habe ihn nie brechen können; solche Geschichten brauche das Land. Und Hartung? Will von alldem nichts wissen. Ja, er hat dort am Bahnhof gearbeitet, ja, er wurde eine gewisse Zeit lang im Gefängnis befragt, aber wirklich schlimm war das nicht und er hatte auch nie vor, irgendwem ein Tor in die Freiheit zu öffnen. Doch je nachdrückliche Hartung dementiert, desto überzeugter ist der Journalist, einen von Trauma und/oder Bescheidenheit gezeichneten Helden vor sich zu haben. Als schließlich eine beträchtliche Gage im Raum steht und die Vorstellung, für seine entfremdete Tochter endlich jemand sein zu können, zu dem sie aufschauen kann, knickt etwas im Videothekenbesitzer ein: „‚Haben Sie in dieser Nacht jemandem zur Flucht verholfen?’ Hartung dachte an die 2000 Euro, er dachte an Caroline. Er sagte: ‚Ja.’“ „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist die Geschichte eines Mannes, dem unverhofft das Glück angeboten wird, wenn er nur eine Rolle einnimmt, die man sich von ihm erwünscht. Und ist er wirklich ein Hochstapler, wenn so vieles von der Story ja grundsätzlich nicht falsch ist und alle sich freuen, sie von ihm erzählt zu bekommen? Aus der Reportage wird der erste von zahlreichen Fernsehauftritten und bald ziert sein Gesicht eine große Werbekampagne, ein Buch ist in Planung und selbst über eine Verfilmung wird gesprochen. Wie das ja gerne mal passiert, läuft der Schneeball dieser ersten kleinen Lüge seinen Weg und wächst mit jeder Wiederholung. Doch wie soll er diese Dynamik noch stoppen, wenn er plötzlich nicht nur zu Geld kommt, sondern auch noch die Liebe seines Lebens kennenlernt und seine Tochter in ihm endlich das sieht, was er sich immer gewünscht hat: einen Helden? Die Geschichte jener spektakulären S-Bahn-Flucht fußt zwar nicht auf einer einzigen historischen Vorlage, jedoch wurden zwischen den 60er und 80er Jahren mehrmals vom Bahnhof Friedrichstraße aus Versuche unternommen, mit der Straßenbahn die innerdeutsche Grenze zu überwinden. Der in Ostberlin aufgewachsene Maxim Leo erschafft einen sympathischen und glaubwürdig handelnden Protagonisten, der jedoch so stark und facettenreich ausgearbeitet ist, dass manche Nebenfiguren dagegen etwas blass daherkommen oder mitunter als zu deutlich erkennbares Mittel zum Zweck auftreten, um den Plot in die gewünschte, überraschende Richtung voranzutreiben. Insgesamt ist dieser Roman über die Frage nach Wahrheit vs. persönlichem Vorteil, faktische Geschichte vs. konstruierte Geschichten sehr kurzweilig und schnörkellos zu lesen und unterhält großartig durch seine wunderbar fehlerbehaftete, menschlich, sympathische Hauptfigur. Man möchte Michael Hartung fast zwei Sätze aus Saša Stanišićs „Vor dem Fest“ mitgeben: „Sei heldisch zu deiner Erinnerung, indem du ehrlich zugibst, was gewesen ist. Sei heldisch und wisse: Helden können nicht immer Helden sein, es gibt auch sonst viel zu tun.“

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Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße

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